Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 756 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

2Fälle aus 2 Jurisdiktionen
1,08 Mio. €Summe der Geldbeträge
540.000 €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q3 20230—
Q4 20231200.000 €
Q1 20240—
Q2 20240—
Q3 20241880.000 €
Q4 20240—
Q1 20250—
Q2 20250—
Q3 20250—
Q4 20250—
Q1 20260—
Q2 20260—
Q3 20260—

2 Fälle

17.07.2024 Elektronik für Orlan-10-Drohnen: 6 Jahre 9 Monate Haft für Saarländer Händler DeutschlandVerstöße gegen Sanktionen und Embargos 880.000 €

Ein 59-jähriger Deutsch-Russe lieferte von Januar 2020 bis Mai 2023 in 54 Fällen über 120.000 Elektronikbauteile an russische Rüstungshersteller, u. a. für die Aufklärungsdrohne Orlan 10, und gab nach Februar 2022 Scheinempfänger in Hongkong und Kirgisistan an. Das OLG Stuttgart verurteilte ihn zu sechs Jahren und neun Monaten, eine Mitangeklagte zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung, und ordnete die Einziehung von 880.000 Euro an.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Elektronikhändler müssen Endverwender prüfen: Standardbauteile landen in russischen Drohnen, und Scheinempfänger in Drittländern schützen nicht vor Strafe.

Behörde / Gericht
Oberlandesgericht Stuttgart, 7. Strafsenat (Az. 7 St 3 BJs 119/23)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Verstöße gegen Sanktionen und Embargos
Rechtsgrundlage
§ 18 Außenwirtschaftsgesetz i. V. m. Verordnung (EU) Nr. 833/2014
Maßnahme
Freiheitsstrafe
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Verschulden
vorsätzlich
Haftung von Führungskräften
Geschäftsführer zweier Handelsunternehmen persönlich zu Haftstrafe verurteilt.
Veröffentlicht
17.07.2024

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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31.10.2023 Woerd-Tech BVWoerd-Tech BV: 200.000 Euro Strafe für Mikrochips an russische Rüstungskunden NiederlandeExportkontrolle und Dual-Use 200.000 €

Das Unternehmen eines Russisch-Niederländers aus Gorssel verkaufte Mikrochips, Halbleiter und andere Elektronik an eine russische Einkaufsorganisation mit FSB-Lizenz und Kunden aus der Rüstungsindustrie und leitete Sendungen nach Verschärfung der Sanktionen 2022 zum Schein über die Malediven und andere Länder. Die Rechtbank Rotterdam verhängte gegen die BV 200.000 Euro Geldstrafe (nach Rücknahme der Berufungen rechtskräftig), gegen den Geschäftsführer 18 Monate Haft (Berufungsverfahren anhängig).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Banken melden auffällige Russland-Zahlungen an die FIU – Scheinrouten über Drittländer werden so aufgedeckt und treffen Unternehmen und Leitung.

Behörde / Gericht
Rechtbank Rotterdam; Anklage Openbaar Ministerie
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Sanctiewet 1977 (EU-Russland-Sanktionen); Urkundenfälschung (valsheid in geschrifte)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Verschulden
vorsätzlich
Haftung von Führungskräften
Geschäftsführer erstinstanzlich zu 18 Monaten Haft verurteilt; OM forderte im Berufungsverfahren drei Jahre und ein Berufsverbot.
Veröffentlicht
14.04.2025

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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