Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach Behörde- Securities and Futures Commission (SFC) 15,2 Mio. € 46 % · 10 Fälle
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA) 8,39 Mio. € 25 % · 11 Fälle
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong 5,44 Mio. € 16 % · 7 Fälle
- Competition Tribunal (Hongkong), auf Antrag der Competition Commission 3,43 Mio. € 10 % · 2 Fälle
- Shatin Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department) 418.546 € 1 % · 2 Fälle
- Fanling Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department) 79.028 € 0 % · 1 Fall
- West Kowloon Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department) 56.920 € 0 % · 1 Fall
- Kwun Tong Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department) 8.683 € 0 % · 1 Fall
- Eastern Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department) 8.584 € 0 % · 1 Fall
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong – 0 % · 7 Fälle
- 1 weitere0 €
Wofür?
nach RechtsgebietAlle Rechtsgebiete
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht 20,4 Mio. € 62 % · 16 Fälle
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung 8,39 Mio. € 25 % · 11 Fälle
- Kartellrecht und Wettbewerb 3,43 Mio. € 10 % · 5 Fälle
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht 554.494 € 2 % · 4 Fälle
- Informationssicherheit und Cyber 235.595 € 1 % · 1 Fall
- Umwelt und Nachhaltigkeit 17.267 € 0 % · 2 Fälle
- Datenschutz – 0 % · 7 Fälle
Wen?
nach BrancheAlle Branchen
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen 29 Mio. € 88 % · 27 Fälle
- Sonstige 2,77 Mio. € 8 % · 3 Fälle
- Industrie und Maschinenbau 659.106 € 2 % · 1 Fall
- Energie und Versorgung 348.309 € 1 % · 1 Fall
- Bau und Immobilien 223.452 € 1 % · 5 Fälle
- Handel und E-Commerce – 0 % · 3 Fälle
- Medien und Online-Plattformen – 0 % · 3 Fälle
- Automobil – 0 % · 1 Fall
- Gesundheitswesen – 0 % · 1 Fall
- Öffentlicher Sektor – 0 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 4 | 1,44 Mio. € |
| 2023 | 10 | 6,4 Mio. € |
| 2024 | 6 | 3,33 Mio. € |
| 2025 | 12 | 18,6 Mio. € |
| 2026 | 14 | 3,29 Mio. € |
46 Fälle
17.09.2026 China Power International Development Limited, Towngas - China Power (HK) Integrated Energy Company Limited, A. Kourage Limited u. a. (4 Unternehmen)Tödlicher Stromschlag im Science Park: vier Unternehmen zahlen 3.137.250 HKD 348.309 €
Das Shatin Magistrates' Court verhängte am 17.09.2026 auf Anklagen des Labour Department Geldstrafen gegen vier Unternehmen wegen Verstößen gegen die Factories and Industrial Undertakings Regulations, die Factories and Industrial Undertakings (Electricity) Regulations und die Construction Sites (Safety) Regulations. Anlass war ein tödlicher Unfall am 10.09.2023 im Hong Kong Science Park, bei dem ein Arbeiter bei Elektroarbeiten einen Stromschlag erlitt. China Power International Development Limited und Towngas - China Power (HK) Integrated Energy Company Limited zahlen je 908.000 HKD, A. Kourage Limited 904.250 HKD und Skynet Engineering Company Limited 417.000 HKD, zusammen 3.137.250 HKD.
Bei Elektroarbeiten können mehrere beteiligte Unternehmen zugleich strafrechtlich haften – die Arbeitssicherheit muss zwischen allen Beteiligten abgestimmt sein.
Elektrosicherheit bei Installations- und Bauarbeiten
- Behörde / Gericht
- Shatin Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Factories and Industrial Undertakings Regulations; Factories and Industrial Undertakings (Electricity) Regulations; Construction Sites (Safety) Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 17.09.2026
Originalbetrag 3.137.250 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.09.2026.
- HKSAR Government (Labour Department): Contractors fined for violation of safety legislation (17.09.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Labour Department: Press Releases (Liste) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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04.09.2026 In Construction LimitedHongkong: 640.000 HKD Geldstrafe für In Construction nach tödlichem Kranunfall 70.237 €
In Construction wurde zu einer Geldstrafe von 640.000 HKD verurteilt, wegen Verstößen gegen die Factories and Industrial Undertakings Ordinance sowie die Verordnungen zu Hebezeugen und zum Sicherheitsmanagement. Auf einer Fundamentbaustelle in Tai Po war am 30.09.2025 eine Arbeiterin zwischen dem Heck eines schwenkenden Raupenkrans und dem Geländer einer Stahlplattform eingeklemmt worden und später gestorben.
Der Schwenkbereich eines Krans muss abgesperrt sein, besonders auf engen Plattformen mit Geländern als Quetschkante.
Gefahrenbereich schwenkender Krane absichern
- Behörde / Gericht
- Shatin Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Factories and Industrial Undertakings Ordinance; Factories and Industrial Undertakings (Lifting Appliances and Lifting Gear) Regulations; Factories and Industrial Undertakings (Safety Management) Regulation
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 04.09.2026
Originalbetrag 640.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.09.2026.
- Contractor fined for violation of safety legislation (4 September 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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28.07.2026 Luk Fook Securities (HK) LimitedLuk Fook Securities: 2,1 Mio. HKD wegen mangelhafter Cybersicherheit vor Ransomware 235.595 €
Luk Fook Securities (HK) wurde öffentlich gerügt und mit 2.100.000 HKD gebüßt, weil unzureichende Cybersicherheitskontrollen dazu beigetragen haben könnten, dass ein Ransomware-Angriff am 19. September 2022 zahlreiche zentrale Server traf und die vollständige Wiederherstellung bis 7. Oktober 2022 dauerte; Kunden konnten so lange nicht per App oder Internetplattform handeln. Festgestellt wurden unter anderem fehlender Firewall-Schutz, veraltete Betriebssysteme und Virenschutz, schwache Zugangs- und Passwortkontrollen mit unverschlüsselt gespeicherten Zugangsdaten, unzureichende Kontrollen von Fernzugängen und externen Geräten, mangelhafte Datensicherung sowie eine letzte Sicherheitsschulung im Jahr 2018.
Grundlegende Cyberhygiene – Patches, Zugangs- und Passwortkontrollen, Backups und regelmäßige Mitarbeiterschulung – ist für Finanzdienstleister eine aufsichtsrechtliche Pflicht.
Ransomware-Abwehr, Passwortsicherheit und Security-Awareness-Schulung
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement
- Rechtsgrundlage
- s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 3, GP 7, paras. 12.1, 18.5 und Schedule 7; Guidelines for Reducing and Mitigating Hacking Risks Associated with Internet Trading
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Ursachenanalyse mit unabhängigem Prüfer, verstärkte Kontrollen, kein nachweisbarer Kundenschaden, Kooperation, keine früheren Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 28.07.2026
Originalbetrag 2.100.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.07.2026.
- SFC press release 26PR118: SFC reprimands and fines Luk Fook Securities (HK) Limited $2.1 million for inadequate cybersecurity control (28.07.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 26PR118 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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27.07.2026 China Industrial Securities International Asset Management LimitedSFC: 6,8 Mio. HKD Geldbuße für CISIAM wegen übersehener Warnsignale in Privatfonds 761.367 €
Die SFC rügte China Industrial Securities International Asset Management (CISIAM) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 6,8 Mio. HKD, weil der Verwalter eines für den Versicherer Tahoe Life aufgelegten Privatfonds zwischen August 2019 und September 2020 auf Wunsch des Anlagechefs des Versicherers komplexe Strukturen mit Notes erwarb, die an Anleihen eines verbundenen Unternehmens gekoppelt waren, ohne die Warnsignale zu erkennen und angemessen zu prüfen. Zudem achtete CISIAM nicht auf die Anlagebeschränkungen und -ziele des Fonds und steuerte dessen Risiken nicht wirksam. Bei der Bemessung berücksichtigte die SFC auch Verwaltungsgebühren von rund 1,9 Mio. HKD aus dem Fonds.
Ein Fondsverwalter muss Anweisungen eines Anlegers eigenständig prüfen und darf ungewöhnlich komplexe Strukturen ohne klaren wirtschaftlichen Zweck nicht ungeprüft umsetzen.
Warnsignale bei anlegergesteuerten Fondsstrukturen erkennen
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); General Principle 2 Code of Conduct; Paragraphen 1.2(d), 3.1 und 3.11.1 Fund Manager Code of Conduct; Abschnitt VIII Management, Supervision and Internal Control Guidelines
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen (neue Richtlinien für Risikomanagement und fragwürdige Anlagegestaltungen, Compliance-Schulungen), Kooperation mit der SFC und ansonsten keine disziplinarische Vorbelastung.
- Veröffentlicht
- 27.07.2026
Originalbetrag 6.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.07.2026.
- SFC reprimands and fines China Industrial Securities International Asset Management Limited $6.8 million (26PR116) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – China Industrial Securities International Asset Management Limited Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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27.07.2026 Bright Smart Securities International (H.K.) LimitedBright Smart Securities: 2,8 Mio. HKD wegen unzureichender Wash-Trade-Kontrollen 313.504 €
Bright Smart Securities International (H.K.) wurde öffentlich gerügt und mit 2.800.000 HKD gebüßt, weil seine Kontrollen zwischen November 2023 und September 2025 nicht verhinderten, dass 615 Kunden 1.021 Paare von Wash Trades (Geschäfte ohne Wechsel des wirtschaftlichen Eigentums) in 736 Aktien und Optionsscheinen ausführten. Die Überwachung wirkte überwiegend nachträglich und manuell, und mehrere Wash Trades eines Kunden am selben Tag zählten nur als ein Vorfall. Ähnliche Mängel waren zuvor wiederholt festgestellt und angemahnt, aber jeweils nicht vollständig behoben worden.
Handelsüberwachung muss Scheingeschäfte automatisiert vor der Ausführung abfangen; nachgelagerte manuelle Prüfungen reichen bei wiederkehrenden Mustern nicht.
Erkennung und Verhinderung von Wash Trades
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, para. 4.3
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Verbesserte Systeme und Zusage einer unabhängigen Wirksamkeitsprüfung, Kooperation.
- Veröffentlicht
- 27.07.2026
Originalbetrag 2.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.07.2026.
- SFC press release 26PR117: SFC reprimands and fines Bright Smart Securities International (H.K.) Limited $2.8 million (27.07.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 26PR117 Entscheidung einer Behörde
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17.06.2026 Kangaroo Limited (Keeta)Keeta sagt verbindlich Öffnung ihrer Restaurantverträge zu Anordnung
Die Competition Commission nahm am 17.06.2026 eine Verpflichtungszusage von Kangaroo Limited an, die in Hongkong die Essenslieferplattform Keeta betreibt, eine Tochter von Meituan. Die Behörde hatte Bedenken, dass Klauseln in Keetas Verträgen mit Partnerrestaurants neuen und kleinen Plattformen den Zugang erschweren und den Wettbewerb dämpfen – ein möglicher Verstoß gegen die First Conduct Rule. Keeta hatte die Verträge zuvor freiwillig geändert (Zusammenarbeit mit Plattformen bis 10 % Marktanteil ohne Verlust von Anreizen, leichterer Wechsel, keine Sperre niedrigerer Preise in eigenen Kanälen und auf Konkurrenzplattformen); mit der Annahme sind diese Änderungen bis 28.12.2026 rechtlich bindend und von der Behörde durchsetzbar.
Plattformen sollten ihre Exklusiv- und Preisparitätsklauseln vorsorglich an die Standards anpassen, die die Behörde bei Wettbewerbern bereits durchgesetzt hat.
Exklusivitäts- und Preisparitätsklauseln von Online-Plattformen
- Behörde / Gericht
- Competition Commission (Hongkong)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb
- Rechtsgrundlage
- Competition Ordinance (Cap. 619), s. 6 (First Conduct Rule); Annahme einer Verpflichtungszusage nach s. 60
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Veröffentlicht
- 17.06.2026
- Competition Commission: Competition Commission accepts commitment offered by Keeta (17.06.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Competition Commission: Notice regarding the Commission's acceptance of a commitment from Keeta in the Online Food Delivery Platform case (EC/12LD), 17.06.2026 Entscheidung einer Behörde
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22.05.2026 China Harbour Engineering Company LimitedChina Harbour Engineering: 78.000 HKD für Einleitung in Wasserschutzzone 8.584 €
China Harbour Engineering Company Limited wurde im April 2026 vor dem Eastern Magistrates' Court nach der Water Pollution Control Ordinance zu 78.000 HKD verurteilt, weil die Gesellschaft am 14.07.2025 Abfall bzw. verunreinigende Stoffe in eine Wasserschutzzone (water control zone) eingeleitet hatte; Anklage erhob das Environmental Protection Department. Es war die höchste Geldstrafe unter den 40 Umweltverurteilungen, die die Behörde für April 2026 veröffentlichte.
Einleitungen in Gewässer müssen vorab genehmigt und laufend überwacht werden – schon ein einzelner Vorfall führt in Hongkong zu einer Strafverurteilung.
Gewässerschutz und genehmigte Einleitungen
- Behörde / Gericht
- Eastern Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Water Pollution Control Ordinance (Einleitung von Abfall oder verunreinigenden Stoffen in eine water control zone)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 22.05.2026
Originalbetrag 78.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.05.2026.
- Environmental Protection Department: EPD convictions in April (2026) – Liste der Verurteilungen Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- HKSAR Government (EPD): EPD convictions in April (22.05.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Environmental Protection Department: EPD convictions in April Pressemitteilung einer Behörde
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23.04.2026 PricewaterhouseCoopers Hong KongPwC Hongkong: 1 Mrd. HKD Entschädigung für Evergrande-Aktionäre nach SFC-Vereinbarung Sonstiges
PricewaterhouseCoopers Hong Kong hat sich in einer Vereinbarung mit der Securities and Futures Commission verpflichtet, 1.000.000.000 HKD zur Entschädigung unabhängiger Minderheitsaktionäre der China Evergrande Group bereitzustellen; im Gegenzug sieht die Aufsicht ohne Haftungsanerkenntnis von weiteren Schritten ab. Mutmaßlich war der geprüfte Umsatz von China Evergrande für 2019 um 44,79 % und für 2020 um 69,03 % überhöht, und PwC Hong Kong war als Abschlussprüfer mutmaßlich an der Verbreitung falscher Informationen beteiligt, wahrte mutmaßlich die Unabhängigkeit nicht und ließ mutmaßlich Manipulationen des Managements bei Prüfungsstichproben und Baustellenbesichtigungen zu.
Abschlussprüfer, die Manipulationen bei ihren Prüfungshandlungen hinnehmen, tragen ein erhebliches Entschädigungsrisiko gegenüber Anlegern.
Unabhängigkeit und kritische Grundhaltung in der Abschlussprüfung
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- s. 277 SFO (Cap. 571) (Auffassung der SFC, von PwC HK nicht anerkannt)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Sonstige
- Veröffentlicht
- 23.04.2026
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23.04.2026 Yau Yat Chuen Garden City Club LimitedRansomware über Fernwartungszugang: Enforcement Notice gegen Privatclub Anordnung
Bei einem am 31.10.2025 gemeldeten Ransomware-Angriff auf das Mitgliederverwaltungssystem von Yau Yat Chuen Garden City Club Limited, einem privaten, nicht gewinnorientierten Freizeitclub, waren Daten von 9.045 aktuellen und ehemaligen Mitgliedern und Zusatzkarteninhabern betroffen, darunter Ausweis- oder Passnummern. Der Angreifer nutzte eine bekannte Schwachstelle in veralteter Fernwartungssoftware des externen Dienstleisters und gelangte ohne weitere Authentifizierung auf den angemeldet belassenen Server; Virenschutz und Firewall waren veraltet, und personenbezogene Daten wurden länger als nötig aufbewahrt. In seinem am 23.04.2026 veröffentlichten Untersuchungsbericht stellte der PCPD Verstöße gegen DPP 4(1) und DPP 2(2) fest und erließ eine Enforcement Notice.
Fernwartungszugänge von Dienstleistern gehören ins eigene Sicherheitskonzept: aktuelle Software, zusätzliche Authentifizierung und keine dauerhaft angemeldeten Server.
Fernwartungszugänge von Dienstleistern, Patch-Management und Aufbewahrungsfristen
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Personal Data (Privacy) Ordinance, Data Protection Principles 4(1) und 2(2); Enforcement Notice
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Veröffentlicht
- 23.04.2026
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14.04.2026 Sun Shine Decoration Limited, Wai Tat Aluminium & Glass Engineering Company LimitedHongkong: 730.000 HKD Geldstrafen für zwei Bauunternehmen nach tödlichem Absturz 79.028 €
Das Gericht verurteilte Sun Shine Decoration zu 500.000 HKD und Wai Tat Aluminium & Glass Engineering zu 230.000 HKD Geldstrafe, zusammen 730.000 HKD, wegen Verstößen gegen die Factories and Industrial Undertakings Ordinance und die Construction Sites (Safety) Regulations. Anlass war ein tödlicher Unfall am 16.05.2025 an einem Wohnhaus in Kwu Tung, bei dem ein Arbeiter beim Anbringen von Dämmplatten auf einem Metallvordach in das Schwimmbecken des Nachbarhauses stürzte.
Arbeiten auf Dächern und Vordächern brauchen auch an Wohnhäusern eine vorab geplante Absturzsicherung, und jedes beteiligte Unternehmen kann für Verstöße belangt werden.
Absturzsicherung bei Arbeiten auf Dächern und Vordächern
- Behörde / Gericht
- Fanling Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Factories and Industrial Undertakings Ordinance; Construction Sites (Safety) Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 14.04.2026
Originalbetrag 730.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.04.2026.
- Contractors fined for violation of safety legislation (14 April 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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23.02.2026 Chevalier (Construction) Company LimitedHongkong: 80.000 HKD Geldstrafe für Chevalier (Construction) wegen Lärmauflagenverstoß 8.683 €
Chevalier (Construction) wurde im Januar 2026 zu einer Geldstrafe von 80.000 HKD verurteilt, weil das Unternehmen am 23.02.2025 lärmintensive Bauarbeiten entgegen den Auflagen seiner Construction Noise Permit ausführte. Es war die höchste Einzelstrafe unter den 34 Verurteilungen, die das Environmental Protection Department für Januar 2026 meldete.
Eine Lärmgenehmigung schützt nur, solange ihre Auflagen zu Zeiten und Geräten auf der Baustelle tatsächlich eingehalten werden.
Auflagen von Lärmgenehmigungen auf Baustellen einhalten
- Behörde / Gericht
- Kwun Tong Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Noise Control Ordinance (Bauarbeiten entgegen den Bedingungen einer Construction Noise Permit)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 23.02.2026
Originalbetrag 80.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.02.2026.
- EPD convictions in January 2026 (Liste der Verurteilungen) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- EPD convictions in January (23 February 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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09.02.2026 Kylin International (HK) Co., LimitedSFC: 9 Mio. HKD Geldbuße für Kylin International wegen Mängeln in der Fondsverwaltung 968.909 €
Die SFC rügte Kylin International (HK) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 9 Mio. HKD für Versäumnisse als Anlageverwalter bzw. Berater von sechs Teilfonds eines Fonds auf den Kaimaninseln ab August 2018. Die SFC stellte fest, dass Interessenkonflikte aus sechs Darlehen des Unternehmens oder eines Direktors an vier Teilfonds weder gesteuert noch offengelegt wurden, Abstimmungen, Bewertungen und Abschlussprüfung fehlten, Anleger fälschlich über eine Befreiung von der Eignungsprüfung informiert wurden, KYC- und Eignungskontrollen unzureichend waren und Aufzeichnungen zur Geldwäscheprävention fehlten. Das Unternehmen hat seine regulierte Tätigkeit Ende 2023 eingestellt; die Lizenz wurde im Januar 2025 auf Antrag widerrufen.
Darlehen von Verwalter oder Geschäftsleitung an verwaltete Fonds sind ein Interessenkonflikt, der gesteuert und den Anlegern offengelegt werden muss.
Interessenkonflikte und Anlegerinformation in der Verwaltung privater Fonds
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen nach einer SFC-Prüfung Ende 2020, Einstellung der regulierten Tätigkeit und ansonsten keine disziplinarische Vorbelastung.
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 09.02.2026
Originalbetrag 9.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.02.2026.
- SFC reprimands and fines Kylin International (HK) Co., Limited $9 million for fund management failures (26PR19) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – Kylin International (HK) Co., Limited Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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21.01.2026 Hip Seng Builders LimitedHongkong: Strafe für Hip Seng Builders nach tödlichem Stromunfall auf 521.000 HKD erhöht 56.920 €
Nach einem tödlichen Unfall am 19.08.2023 auf einer Baustelle in Chek Lap Kok, bei dem ein Arbeiter bei Elektroarbeiten an einer abgehängten Decke einen Stromschlag erlitt, war Hip Seng Builders am 23.01.2025 zu Geldstrafen von 261.000 HKD verurteilt worden. Auf Antrag der Anklage überprüfte das Gericht das Strafmaß und erhöhte die Geldstrafen am 21.01.2026 auf 521.000 HKD. Verurteilt wurde nach der Factories and Industrial Undertakings Ordinance und zwei Verordnungen zur Baustellen- und Elektrosicherheit.
Elektroarbeiten auf Baustellen brauchen Freischaltung und Prüfung vor Arbeitsbeginn; die Anklage in Hongkong geht gegen aus ihrer Sicht zu milde Strafen aktiv vor.
Elektrosicherheit bei Installationsarbeiten auf Baustellen
- Behörde / Gericht
- West Kowloon Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Factories and Industrial Undertakings Ordinance; Construction Sites (Safety) Regulations; Factories and Industrial Undertakings (Electricity) Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 21.01.2026
Originalbetrag 521.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 21.01.2026.
- Court makes review decision on sentencing for violating occupational safety and health legislation (21 January 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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06.01.2026 Saxo Capital Markets HK LimitedSaxo Capital Markets HK: 4 Mio. HKD wegen Krypto-Produkten für Privatkunden 438.731 €
Saxo Capital Markets HK wurde öffentlich gerügt und mit 4.000.000 HKD gebüßt, weil zwischen November 2018 und November 2022 über seine Online-Handelsplattform auch Privatkunden 32 komplexe Produkte mit Bezug zu virtuellen Vermögenswerten handeln konnten, die nach den Rundschreiben der Aufsicht nur professionellen Anlegern vorbehalten waren (1.446 Geschäfte von 130 Privatkunden und sechs professionellen Anlegern). Das Unternehmen prüfte weder die Kenntnisse der Kunden noch gab es ausreichende Informationen und Warnhinweise; die vom Mutterkonzern übernommenen Erkennungsregeln hatten die Produkte nicht als Krypto-bezogen erfasst.
Konzernweite Produktfilter ersetzen keine eigene Produktprüfung vor Ort, besonders bei Krypto-Produkten mit Vertriebsbeschränkungen.
Vertrieb komplexer Krypto-Produkte über Online-Plattformen
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct; Guidelines on Online Distribution and Advisory Platforms; SFC-Rundschreiben vom 01.11.2018 und HKMA/SFC-Rundschreiben vom 28.01.2022
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Selbstmeldung, freiwillige Entschädigung der Kunden, Einstellung der regulierten Tätigkeit, Kooperation und Annahme der Feststellungen, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 06.01.2026
Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.01.2026.
- SFC press release 26PR1: SFC reprimands and fines Saxo Capital Markets HK Limited $4 million (06.01.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 26PR1 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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11.12.2025 EFG Bank AGSFC: Rüge und 10,85 Mio. HKD Geldbuße für EFG Bank wegen mangelhafter Produktprüfung 1,19 Mio. €
Die SFC rügte die EFG Bank AG öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 10.850.000 HKD, weil die Bank zwischen Januar 2015 und Dezember 2020 bei der Produktprüfung von 322 Anleihen besondere Produktmerkmale nicht berücksichtigte, ihre Richtlinien nach Einführung des Regimes für komplexe Produkte verspätet anpasste und Kunden teils ohne die vorgeschriebenen Informationen und Warnhinweise bediente. Zudem fehlten Prüfunterlagen zu 141 Anleihen, und die Bank meldete die Mängel der SFC nicht unverzüglich. Die Bank wird für Kunden, die eines von 351 möglicherweise betroffenen Produkten erworben haben, ein erweitertes Beschwerdeverfahren anwenden.
Wer komplexe Produkte vertreibt, muss die Produktprüfung vollständig dokumentieren, Richtlinien bei neuen Vorgaben sofort anpassen und erkannte Mängel unverzüglich der Aufsicht melden.
Produktprüfung und Kundeninformation beim Vertrieb komplexer Anlageprodukte
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 196 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Code of Conduct for Persons Licensed by or Registered with the SFC; Management, Supervision and Internal Control Guidelines
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen bei der Produktprüfung, Kooperation mit HKMA und SFC sowie Zusage eines erweiterten Beschwerdeverfahrens für betroffene Kunden.
- Veröffentlicht
- 11.12.2025
Originalbetrag 10.850.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.12.2025.
- SFC reprimands and fines EFG Bank AG $10.85 million for regulatory breaches and internal control failures (25PR205) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – EFG Bank AG Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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13.11.2025 Tung Tai Securities Company LimitedTung Tai Securities: 900.000 HKD nach Betrug über gefälschte E-Mail-Anweisungen 99.681 €
Tung Tai Securities wurde gerügt und mit 900.000 HKD gebüßt, weil es zwischen September 2019 und Februar 2020 auf Anweisungen von einer gefälschten, der echten ähnelnden E-Mail-Adresse Aktien eines ausländischen Kunden verkaufte und den Erlös von 3.301.740 USD auf drei nicht vom Kunden bestimmte Bankkonten im Ausland überwies. Warnsignale wie von mehreren Banken abgelehnte Überweisungen blieben unbeachtet, und es fehlten wirksame Kontrollen zum Schutz von Kundenvermögen vor Diebstahl und Betrug.
Verkaufs- und Zahlungsanweisungen per E-Mail sind über einen unabhängigen, vorab hinterlegten Kanal zu bestätigen, besonders bei Überweisungen auf neue Empfängerkonten.
Betrug mit gefälschten E-Mail-Anweisungen (Business E-Mail Compromise)
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 3, GP 8, paras. 4.3, 11.1(a); Management, Supervision and Internal Control Guidelines Part VII
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Entschädigung des Kunden, verbesserte Auftrags- und Ausführungsprozesse, unabhängige Überprüfung der Kontrollen, Kooperation, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 13.11.2025
Originalbetrag 900.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.11.2025.
- SFC press release 25PR192: SFC reprimands and fines Tung Tai Securities Company Limited HK$900,000 (13.11.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 25PR192 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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20.10.2025 UBS AGUBS: 8 Mio. HKD wegen jahrelanger Fehleinstufung professioneller Anleger 883.431 €
Die UBS AG wurde in Hongkong öffentlich gerügt und mit 8.000.000 HKD gebüßt, weil ihr automatisiertes Verfahren zur Einstufung professioneller Anleger von 2009 bis Juli 2022 auf einer Fehlauslegung der Mindestportfolio-Regel für bestimmte Gemeinschaftskonten beruhte. Allein von Juli 2018 bis Juli 2022 waren 560 Gemeinschaftskonten falsch eingestuft; Wertpapiere von 23 dieser Konten wurden in 9.190 Leihgeschäften ohne gültige Ermächtigung verliehen, und 94 Konten tätigten 500 Geschäfte in Produkten, die professionellen Anlegern vorbehalten sind. Bereits im August 2021 hatte die Aufsicht UBS unter anderem wegen ähnlicher Mängel mit 9,8 Mio. HKD gebüßt.
Automatisierte Kundeneinstufungen müssen gegen den Wortlaut der Regeln validiert werden, gerade bei Sonderfällen wie Gemeinschaftskonten.
Korrekte Einstufung professioneller Anleger und Vertriebsbeschränkungen
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 196 SFO (Cap. 571); s. 4 Securities and Futures (Client Securities) Rules; s. 11(3A) Securities and Futures (Contract Notes, Statements of Account and Receipts) Rules; Securities and Futures (Professional Investor) Rules; Code of Conduct
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Rückschauprüfung und Abhilfe nach Selbstmeldung, Kooperation, Zusage eines erweiterten Beschwerdeverfahrens für möglicherweise falsch eingestufte Kunden.
- Veröffentlicht
- 20.10.2025
Originalbetrag 8.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.10.2025.
- SFC press release 25PR167: SFC reprimands and fines UBS AG $8 million for professional investor misclassification (20.10.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 25PR167 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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08.09.2025 Instinet Pacific LimitedSFC: 8 Mio. HKD Geldbuße für Instinet Pacific wegen nicht gemeldeter Cross Trades 875.254 €
Die SFC rügte Instinet Pacific öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 8 Mio. HKD, weil der Broker zwischen Dezember 2012 und März 2018 8.817 Paare von Cross Trades zwischen Kunden und einer verbundenen Gesellschaft im Wert von rund 25,9 Mrd. HKD nicht wie nach Rule 526 der Börsenregeln vorgeschrieben an die Stock Exchange of Hong Kong meldete. Es gab weder interne Vorgaben zur Meldung solcher Geschäfte noch eine Überprüfung des Meldeprozesses.
Jede Meldepflicht gegenüber Börse oder Aufsicht braucht eine schriftliche Zuständigkeit und eine regelmäßige Kontrolle, ob tatsächlich gemeldet wird.
Meldepflichten gegenüber der Börse im Wertpapierhandel
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Rule 526 Rules of the Exchange (SEHK); General Principles 2 und 7 sowie Paragraph 12.1 Code of Conduct
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Das Unternehmen stellte die betroffenen Handelsströme von sich aus ein und kooperierte mit der SFC.
- Veröffentlicht
- 08.09.2025
Originalbetrag 8.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.09.2025.
- SFC reprimands and fines Instinet Pacific Limited $8 million for failure to report cross trades to the Stock Exchange (25PR140) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – Instinet Pacific Limited Entscheidung einer Behörde
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28.08.2025 Deutsche Bank AktiengesellschaftDeutsche Bank: 23,8 Mio. HKD in Hongkong wegen Gebühren- und Offenlegungsfehlern 2,62 Mio. €
Die Deutsche Bank AG wurde in Hongkong öffentlich gerügt und mit 23.800.000 HKD gebüßt. Kunden wurden Gebühren zu viel berechnet, rund 5 Mio. USD Managementgebühren auf 39 Konten, 10.988 EUR bei 92 Kunden und 493 USD bei 32 Kunden, durch nicht angewandte vereinbarte Rabatte, falsch bewertete variabel verzinste Anleihen und nicht aktualisierte Fondspreise. In 261 Unternehmens- und 1.590 Branchenstudien fehlten Angaben zu Investmentbanking-Beziehungen. 40 ETFs erhielten eine zu niedrige Produktrisikoeinstufung. Die Verfahren gingen auf Selbstmeldungen der Bank zurück.
Vereinbarte Gebührenrabatte, Bewertungsdaten externer Dienstleister und Offenlegungen in Research-Berichten brauchen regelmäßige Abgleiche, damit Systemfehler nicht über Jahre wirken.
Gebührenabrechnung, Bewertungsdaten und Offenlegung in Research-Berichten
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 196 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 7, paras. 2.1, 12.1, 16.5(d)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Selbstmeldungen, Ursachenanalyse, Behebung und stärkere Kontrollen, Rückerstattung der zu viel berechneten Gebühren, nach Feststellung der Aufsicht versehentliche Verstöße ohne Vorsatz, Kooperation und Annahme der Feststellungen.
- Veröffentlicht
- 28.08.2025
Originalbetrag 23.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.08.2025.
- SFC press release 25PR132: SFC reprimands and fines Deutsche Bank Aktiengesellschaft $23.8 million (28.08.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 25PR132 Entscheidung einer Behörde
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26.08.2025 The Hongkong and Shanghai Banking Corporation LimitedSFC: 4,2 Mio. HKD Geldbuße für HSBC wegen fehlerhafter Offenlegung in Research-Berichten 461.939 €
Die SFC rügte die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 4,2 Mio. HKD, weil die Bank in Research-Berichten zu in Hongkong notierten Wertpapieren zwischen 2013 und 2021 ihre Investmentbanking-Beziehungen zu den analysierten Unternehmen nicht oder falsch offenlegte. Ursache waren Mängel bei der Erfassung und Zuordnung von Daten zwischen Systemen; betroffen waren schätzungsweise mehr als 4.200 Berichte. Die HKMA hatte nach einer Selbstanzeige gemeinsam mit der SFC ermittelt.
Pflichtangaben zu Interessenkonflikten in Research-Berichten sind nur so verlässlich wie die Stammdaten dahinter – deren Abgleich zwischen Systemen muss regelmäßig geprüft werden.
Offenlegung von Interessenkonflikten in Finanzanalysen
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 196 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Paragraph 16.5(d), General Principles 2, 3 und 7 sowie Paragraph 12.1 Code of Conduct
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Mildernde Umstände
- Kein Nachweis von Kundenschäden, Ursachenanalyse, Verbesserung der Systeme und Kontrollen sowie Kooperation mit HKMA und SFC.
- Veröffentlicht
- 26.08.2025
Originalbetrag 4.200.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.08.2025.
- SFC reprimands and fines HSBC $4.2 million for disclosure failures in research reports (25PR129) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited Entscheidung einer Behörde
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21.08.2025 Kwong's Art Jewellery Trading Company Limited, My Jewelry Management LimitedSchmuckunternehmen: Datenabfluss bei rund 79.400 Personen – Enforcement Notices Anordnung
Bei Kwong's Art Jewellery Trading Company Limited und ihrer Einzelhandelstochter My Jewelry Management Limited, die ihre IT-Systeme gemeinsam betreiben, verschaffte sich ein Angreifer (Meldung im November 2024) per Brute-Force-Angriff die Zugangsdaten eines Administratorkontos, entwendete die Datenbank und löschte sie; betroffen waren rund 79.400 Personen, darunter Kunden sowie aktuelle und ehemalige Beschäftigte. Der PCPD stellte in seinem am 21.08.2025 veröffentlichten Bericht Verstöße gegen DPP 4(1) fest, u. a. weil das Konto eines ausgeschiedenen Mitarbeiters nicht rechtzeitig gelöscht worden war, Server-Betriebssysteme veraltet waren und Sicherheitsrichtlinien sowie Sicherheitsprüfungen fehlten. Beide Unternehmen erhielten Enforcement Notices zur Beseitigung der Mängel und zur Vermeidung weiterer Verstöße.
Konten ausgeschiedener Beschäftigter sofort löschen, Server aktuell halten und Administratorzugänge gegen Brute-Force-Angriffe absichern.
Zugangsverwaltung beim Austritt, Patch-Management und Schutz von Administratorkonten
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Personal Data (Privacy) Ordinance, Data Protection Principle 4(1); Enforcement Notices
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 21.08.2025
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22.07.2025 Indian Overseas Bank, Hong Kong BranchIndian Overseas Bank (Hongkong): 8,5 Mio. HKD und Auflagen wegen Monitoring-Mängeln 925.553 €
Die Hongkonger Niederlassung der Indian Overseas Bank wurde gerügt, mit einer Geldbuße von 8.500.000 HKD belegt und verpflichtet, die Alarme ihrer Transaktionsüberwachung rückwirkend zu prüfen, einen Abhilfeplan vorzulegen und dessen Wirksamkeit von einem externen Berater bewerten zu lassen. Zwischen Mai 2021 und Januar 2024 wurden Alarme nicht ordnungsgemäß bearbeitet, ungewöhnliche Transaktionen von zehn Kunden nicht untersucht und dokumentiert, und die Geschäftsleitung führte die Geldwäschekontrollen nicht wirksam; es fehlten ein fachkundiger Compliance Officer, klare Zuständigkeiten und ausreichende Schulung.
Ein Monitoring-System schützt nur, wenn die Geschäftsleitung dafür sorgt, dass seine Alarme von fachkundigem Personal bearbeitet werden.
Bearbeitung von Monitoring-Alarmen und Verantwortung der Geschäftsleitung für Geldwäscheprävention
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- s. 21(2)(a), (b), (c) AMLO (Cap. 615); Schedule 2 ss. 5(1)(c), 19(3), 23 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Keine frühere Disziplinarmaßnahme nach der AMLO, Kooperation mit der Aufsicht.
- Haftung von Führungskräften
- Die Aufsicht stellte fest, dass die Geschäftsleitung keine klare Führungsrolle bei der Geldwäscheprävention wahrnahm und keinen fachkundigen Compliance Officer bestellte; Maßnahmen gegen Einzelpersonen enthält die Entscheidung nicht.
- Veröffentlicht
- 22.07.2025
Originalbetrag 8.500.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.07.2025.
- HKMA press release: Monetary Authority takes disciplinary actions against three banks for contraventions of AMLO (22.07.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- HKMA Statement of Disciplinary Action Entscheidung einer Behörde
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22.07.2025 33 Financial Services LimitedHKMA: Rüge und 1,6 Mio. HKD für 33 Financial Services wegen Mängeln bei Geschenkkarten 174.222 €
Die HKMA rügte den lizenzierten Anbieter gespeicherter Werte (Stored Value Facility) 33 Financial Services und verhängte eine Geldbuße von 1,6 Mio. HKD. Zwischen Dezember 2019 und August 2023 kaufte eine Gruppe aus einem Firmen- und fünf Privatkunden über 49.000 Geschenkkarten für rund 25 Mio. HKD, ohne dass das Unternehmen Zweck und Art der Geschäftsbeziehung ausreichend klärte; bei zehn Kunden, von denen es wusste, dass sie für Unternehmen kauften, unterblieb die Prüfung dieser Unternehmen. Zudem stellte es nicht sicher, dass Vertriebspartner die Identität nicht in Hongkong ansässiger Kunden persönlich prüften und dokumentierten.
Auch bei Geschenkkarten gilt: Wer erkennbar für ein Unternehmen kauft, bringt dieses Unternehmen als Kunden mit, und ausgelagerte Identitätsprüfungen müssen kontrolliert werden.
Kundensorgfalt beim Verkauf von Geschenk- und Wertkarten
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- Sections 33Q(2)(a) und 33Q(2)(b)(iii), Section 8Q Payment Systems and Stored Value Facilities Ordinance (Cap. 584) i. V. m. Section 6(2)(b) Part 2 Schedule 3; Guideline on AML/CFT (For Stored Value Facility Licensees)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen zur Verbesserung der Kontrollen und Kooperation mit der HKMA.
- Veröffentlicht
- 22.07.2025
Originalbetrag 1.600.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.07.2025.
- Monetary Authority takes disciplinary action against 33 Financial Services Limited for contravention of the PSSVFO Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – 33 Financial Services Limited Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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28.04.2025 Interactive Brokers Hong Kong LimitedSFC: 4,2 Mio. HKD Geldbuße für Interactive Brokers HK wegen Wertpapierleihe ohne Vollmacht 476.704 €
Die SFC rügte Interactive Brokers Hong Kong öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 4,2 Mio. HKD, weil der Broker zwischen Dezember 2017 und Oktober 2020 an der Hongkonger Börse notierte Wertpapiere von 7.911 Kunden auf Grundlage abgelaufener Dauervollmachten (standing authorities) verlieh. Wegen eines Programmierfehlers waren die Verlängerungsschreiben nicht versandt worden. Das verstieß gegen die Securities and Futures (Client Securities) Rules und den Code of Conduct.
Automatisierte Prozesse für Kundenvollmachten brauchen eine unabhängige Kontrolle, ob Fristen und Verlängerungen tatsächlich eingehalten werden.
Umgang mit Kundenwertpapieren und Fristen von Kundenvollmachten
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Sections 7 und 10 Securities and Futures (Client Securities) Rules; General Principles 7 und 8, Paragraphen 11.1(a) und 12.1 Code of Conduct
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Selbstanzeige und Abhilfemaßnahmen, kein vorsätzliches Handeln, kein nachgewiesener Kundenschaden, Kooperation und Anerkennung der Feststellungen.
- Veröffentlicht
- 28.04.2025
Originalbetrag 4.200.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.04.2025.
- SFC reprimands and fines Interactive Brokers Hong Kong Limited $4.2 million for regulatory breaches (25PR57) Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – Interactive Brokers Hong Kong Limited Entscheidung einer Behörde
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27.01.2025 Hang Seng Bank LimitedHang Seng Bank: 66,4 Mio. HKD wegen Verkaufspraktiken und überhöhter Gebühren 8,1 Mio. €
Hang Seng Bank wurde öffentlich gerügt und mit 66.400.000 HKD gebüßt. Kundenberater hatten 46 Kunden, deren Fondsgeschäfte 2016/2017 als Eigenentscheidung verbucht waren, zu übermäßig häufigen Käufen und Verkäufen mit kurzen Haltedauern veranlasst; zwischen 2014 und 2018 erwarben 388 Kunden ohne festgestellte Derivatekenntnisse in 629 Geschäften Derivatefonds; und zwischen 2014 und 2023 behielt die Bank unzulässig Vorteile ein, berechnete zu hohe Gebühren und legte Bestandsprovisionen unzureichend offen (mindestens 22,4 Mio. HKD). Die Bank hat betroffene Kunden entschädigt und zu viel vereinnahmte Beträge erstattet.
Als Eigenentscheidung markierte Kundengeschäfte und Gebührenabrechnungen brauchen eine unabhängige Kontrolle, sonst bleiben Fehlberatung und Überberechnung jahrelang unentdeckt.
Anlageberatung: Eignungsprüfung, übermäßiger Handel und Gebührentransparenz
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 196 SFO (Cap. 571); Code of Conduct for Persons Licensed by or Registered with the SFC
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Entschädigung der Kunden und Erstattung der Vorteile, interne und unabhängige Überprüfungen nach Selbstmeldung, Kooperation mit HKMA und SFC und Annahme der Feststellungen, keine früheren Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 27.01.2025
Originalbetrag 66.400.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.01.2025.
- SFC press release 25PR14: SFC reprimands and fines Hang Seng Bank Limited $66.4 million (27.01.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- SFC Statement of Disciplinary Action zu 25PR14 Entscheidung einer Behörde
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20.01.2025 Hong Kong Commercial Cleaning Services Limited, Man Shun Hong Kong & Kln Cleaning Company LimitedReinigungskartell bei Sozialwohnungs-Ausschreibungen: 22,26 Mio. HKD Unternehmensstrafen 2,77 Mio. €
Das Competition Tribunal verhängte im Januar 2025 mutmaßlich einvernehmlich Geldstrafen gegen zwei Reinigungsunternehmen, die von mindestens Mai 2016 bis August 2018 bei 17 Ausschreibungen der Hong Kong Housing Authority für Reinigungsleistungen in öffentlichen Wohnanlagen (Auftragswert rund 180 Mio. HKD) vertrauliche Angebotsdaten austauschten – eine Preisabsprache nach der First Conduct Rule; aufgedeckt wurde der Fall durch die Beschwerde einer Gruppe, zu der Reinigungskräfte einer Wohnanlage gehörten. Hong Kong Commercial Cleaning Services Limited erhielt 10.960.000 HKD, Man Shun Hong Kong & Kln Cleaning Company Limited am 20.01.2025 11.300.000 HKD. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Teilen sich Wettbewerber Büros, Server oder Personal, braucht es strikte Informationsbarrieren – sonst wird der Austausch von Angebotsdaten zum Kartell.
Informationsaustausch unter Wettbewerbern bei öffentlichen Ausschreibungen
- Behörde / Gericht
- Competition Tribunal (Hongkong), auf Antrag der Competition Commission
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Competition Ordinance (Cap. 619), s. 6 (First Conduct Rule), s. 91 (Beteiligung), s. 93(1) (pecuniary penalty), ss. 101–102 (Disqualifikation)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Sonstige
- Mildernde Umstände
- Kooperationsnachlass von 9 % für Hong Kong Commercial Cleaning (Einräumung erst nach Festsetzung der Prozesstermine, weniger als fünf Monate vor dem Prozess); für Man Shun Kooperationsnachlass von 15 % (Einräumung vor Einreichung von Zeugenaussagen) und weitere Minderung um 20 %, weil die volle Strafe ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet hätte; Zahlung in vier bzw. acht Quartalsraten.
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 20.01.2025
Originalbetrag 22.260.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.01.2025.
- Competition Tribunal: Competition Commission v. Hong Kong Commercial Cleaning Services Ltd and Others, CTEA 2/2021, [2025] HKCT 1, Reasons for Judgment 14.02.2025 Gerichtsentscheidung
- Competition Commission: Competition Commission welcomes Tribunal's orders in cleansing service cartel case (20.01.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Competition Commission: Hong Kong Commercial Cleaning Services admits liability and agrees to over HK$10 million penalty (09.12.2024) Pressemitteilung einer Behörde
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06.12.2024 China CITIC Bank International LimitedHKMA: 4 Mio. HKD Geldbuße für China CITIC Bank International wegen fehlerhafter Regeln 485.944 €
Die HKMA verhängte gegen China CITIC Bank International eine Geldbuße von 4 Mio. HKD, weil in ihrem ab November 2015 eingesetzten Transaktionsüberwachungssystem 13 von 33 Erkennungsregeln und zwei Kernmodellregeln bis Juli 2018 nicht wie vorgesehen umgesetzt waren und deshalb weniger Alarme entstanden. Bei 12 von 30 Stichprobenkunden prüfte die Bank ungewöhnliche Transaktionen nicht auf Hintergrund und Zweck. Als Ursachen nannte die HKMA fehlendes Vier-Augen-Prinzip bei der Eingabe der Systemwerte und unzureichende Abnahmetests.
Die Parameter eines Überwachungssystems gehören unter Vier-Augen-Kontrolle und müssen vor dem Echtbetrieb gegen die fachlichen Vorgaben getestet werden.
Vier-Augen-Prinzip und Tests bei der Konfiguration von Überwachungssystemen
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 5(1)(c) und 19(3) Schedule 2 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen, keine Vorbelastung nach der AMLO und Kooperation mit der HKMA.
- Veröffentlicht
- 06.12.2024
Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.12.2024.
- Monetary Authority takes disciplinary action against China CITIC Bank International Limited for contraventions of the AMLO Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – China CITIC Bank International Limited Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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08.11.2024 Fubon Bank (Hong Kong) LimitedHKMA: 4 Mio. HKD Geldbuße für Fubon Bank (Hong Kong) wegen Überwachungslücken 477.640 €
Die HKMA verhängte gegen Fubon Bank (Hong Kong) eine Geldbuße von 4 Mio. HKD, weil die Bank zwischen April 2019 und Juli 2022 keine wirksamen Verfahren für Änderungen an ihrer Transaktionsüberwachung hatte: Die Datenübertragung aus dem Kernbankensystem war mangelhaft kontrolliert, die Abnahmetests waren unwirksam, und es fehlten Verfahren, um einem starken Rückgang der Alarme ab Juni 2019 nachzugehen und den Überwachungsumfang regelmäßig zu überprüfen. Die Transaktionen von rund 64.000 Kunden wurden nicht angemessen geprüft, und bei rund 1.500 von ihnen unterblieb nach der Reaktivierung ruhender Geschäftsbeziehungen die anlassbezogene Überprüfung.
Ein plötzlicher Rückgang von Überwachungsalarmen ist selbst ein Warnsignal und muss nach jeder Systemänderung untersucht werden.
Änderungsmanagement und Plausibilitätskontrolle in der Transaktionsüberwachung
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 19(3) und 5(1) Schedule 2 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Selbstanzeige, Kooperation, Behebung der Mängel und keine disziplinarische Vorbelastung.
- Veröffentlicht
- 08.11.2024
Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.11.2024.
- Monetary Authority takes disciplinary action against Fubon Bank (Hong Kong) Limited for contravention of the AMLO Pressemitteilung einer Behörde
- Statement of Disciplinary Action – Fubon Bank (Hong Kong) Limited Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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30.08.2024 ein Hongkonger E-Wallet-AnbieterE-Wallet-Anbieter (Hongkong): 875.000 HKD wegen Lücken bei der Kundensorgfalt 101.209 €
Der E-Wallet-Anbieter, Lizenznehmer für Stored Value Facilities, muss eine Geldbuße von 875.000 HKD zahlen. Von August 2016 bis Oktober 2021 fehlten angemessene Kontrollsysteme, um bei Auslöseereignissen die Kundensorgfalt erneut zu prüfen und in Situationen mit hohem Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko verstärkte Sorgfaltsmaßnahmen anzuwenden. Das Unternehmen hatte die Mängel selbst gemeldet.
Wallet-Anbieter müssen Auslöseereignisse verlässlich in eine erneute Kundenprüfung überführen und Hochrisikofälle gesondert behandeln.
Kundensorgfalt bei E-Wallets: Auslöseereignisse und Hochrisikofälle
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- ss. 8Q, 33Q(2)(a) PSSVFO (Cap. 584); Schedule 3 Part 2 s. 6(2)(b) PSSVFO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Selbstmeldung, Abhilfemaßnahmen, keine frühere Disziplinarmaßnahme, Kooperation.
- Veröffentlicht
- 30.08.2024
Originalbetrag 875.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.08.2024.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 30.08.2026 · Direktlink
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05.07.2024 eine Hongkonger GeschäftsbankGeschäftsbank (Hongkong): 10 Mio. HKD wegen Verstößen gegen Sorgfaltspflichten 1,18 Mio. €
Die Geschäftsbank muss eine Geldbuße von 10.000.000 HKD zahlen, weil sie in verschiedenen Zeiträumen zwischen April 2012 und April 2019 gegen Sorgfaltspflichten der AMLO verstieß. Unter anderem prüfte sie bis Juli 2017 die Identität von 609 Personen nicht, die 477 Firmenkunden als Freigabeberechtigte im Firmen-Onlinebanking registriert hatten, schloss anlassbezogene Überprüfungen bei 23 Kunden nicht ab, erkannte bei Alarmen der Transaktionsüberwachung für 15 Kunden keine auffälligen Geschäfte und klärte bei Hochrisikokunden die Herkunft von Vermögen und Mitteln nicht; hinzu kamen Aufzeichnungs- und Verfahrensmängel.
Auch Personen, die für Firmenkunden Zahlungen freigeben, gehören in die Identitätsprüfung.
Kundensorgfalt im Firmenkundengeschäft und Bearbeitung von Monitoring-Alarmen
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- s. 21(2)(c) AMLO (Cap. 615); Schedule 2 ss. 5(1)(a), 5(1)(c), 15(a), 19(3), 20(3) AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen und Verbesserung der AML-Kontrollen, keine frühere Disziplinarmaßnahme nach der AMLO, Kooperation.
- Veröffentlicht
- 05.07.2024
Originalbetrag 10.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 05.07.2024.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 05.07.2026 · Direktlink
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19.04.2024 eine taiwanische Geschäftsbank (Hongkonger Zweigstelle)HKMA: 9 Mio. HKD Geldbuße für taiwanische Geschäftsbank wegen unbearbeiteter Alarme 1,08 Mio. €
Die HKMA verhängte gegen die Hongkonger Zweigstelle einer taiwanischen Geschäftsbank eine Geldbuße von 9 Mio. HKD. Zwischen April 2012 und Juli 2018 blieben die meisten Alarme des 2011 eingeführten Transaktionsüberwachungssystems unbearbeitet; nach der Entdeckung 2018 prüfte die Bank über 2.200 Kunden nach und erstattete nachträglich 304 Verdachtsmeldungen zu 504 Kunden. Zudem fehlten von März bis Juli 2018 bei einer Reihe grenzüberschreitender Überweisungen die Empfängernamen.
Ein neues Überwachungssystem ersetzt keine Kontrolle – ob seine Alarme tatsächlich bearbeitet werden, muss laufend geprüft werden.
Bearbeitung von Alarmen der Transaktionsüberwachung
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 5(1)(c), 19(3), 12(3) und 12(5) Schedule 2 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Die Bank erkannte die Mängel selbst und meldete sie, ergriff Abhilfemaßnahmen, hatte keine Vorbelastung nach der AMLO und kooperierte im Verfahren.
- Veröffentlicht
- 19.04.2024
Originalbetrag 9.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.04.2024.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 19.04.2026 · Direktlink
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02.04.2024 eine staatseigene Hongkonger Technologiepark-GesellschaftRansomware bei Technologiepark: PCPD stellt Verstöße fest und erlässt Enforcement Notice Anordnung
Nach einem Ransomware-Angriff im August 2023 auf die Technologiepark-Gesellschaft, die vollständig der Hongkonger Regierung gehört, waren Daten von 13.632 Personen betroffen; Datenproben tauchten im Darknet auf. Der PCPD stellte am 02.04.2024 Verstöße gegen die Datensicherheitspflicht (DPP 4(1)) und die Löschpflicht (DPP 2(2)) fest: Brute-Force-Angriffe wurden nicht erkannt, Fernzugriffe liefen ohne Multi-Faktor-Authentifizierung, Sicherheitsaudits waren unzureichend, die Sicherheitsrichtlinie war zu unkonkret, und Daten von 5.292 abgelehnten Bewerbern und ehemaligen Beschäftigten waren über die Aufbewahrungsfrist hinaus gespeichert. Per Enforcement Notice muss die Gesellschaft u. a. Multi-Faktor-Authentifizierung einführen, jährlich unabhängige Sicherheitsaudits durchführen und überfällige Daten löschen.
Multi-Faktor-Authentifizierung für Fernzugänge und konsequentes Löschen nach Fristablauf begrenzen Schaden und Haftung bei Cyberangriffen.
Ransomware, Multi-Faktor-Authentifizierung für Fernzugriffe und Löschfristen
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Personal Data (Privacy) Ordinance (Cap. 486), Data Protection Principles 4(1) und 2(2); Enforcement Notice nach s. 50(1)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Öffentlicher Sektor
- Veröffentlicht
- 02.04.2024
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 02.04.2026 · Direktlink
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29.12.2023 zwei Hongkonger EssenslieferplattformenZwei Essenslieferplattformen lockern Exklusivbindung ihrer Partnerrestaurants Anordnung
Die Competition Commission nahm am 29.12.2023 Verpflichtungszusagen zweier Essenslieferplattformen an – der Hongkonger Gesellschaft der ersten Plattform sowie der Hongkonger Gesellschaft der zweiten Plattform und ihrer Muttergesellschaft. Deren Verträge mit Partnerrestaurants enthielten Exklusivitäts- und Preisklauseln, die nach Ansicht der Behörde neuen oder kleinen Plattformen den Markteintritt erschweren und damit gegen die First Conduct Rule verstoßen konnten. Die Plattformen müssen Restaurants erlauben, mit Plattformen bis 10 % Marktanteil zusammenzuarbeiten, ohne dadurch Vorteile für Exklusivpartner (etwa niedrigere Provisionen) zu verlieren, den Wechsel erleichtern und Klauseln streichen, die niedrigere Preise in eigenen Kanälen (bei der ersten Plattform auch auf Konkurrenzplattformen) verbieten; die erste Plattform gibt zudem die Kopplung an ihren Abholdienst auf, und die Zusagen gelten drei Jahre.
Exklusivitäts- und Paritätsklauseln marktstarker Plattformen stehen unter kartellrechtlicher Beobachtung und sollten regelmäßig überprüft werden.
Exklusivitäts- und Preisparitätsklauseln von Online-Plattformen
- Behörde / Gericht
- Competition Commission (Hongkong)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb
- Rechtsgrundlage
- Competition Ordinance (Cap. 619), s. 6(1) (First Conduct Rule); Annahme von Verpflichtungszusagen nach s. 60
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Veröffentlicht
- 29.12.2023
- Competition Commission (Hongkong), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.12.2025 · Direktlink
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21.12.2023 ein Online-Marktplatz (Hongkonger Gesellschaft)PCPD: Durchsetzungsanordnung gegen Online-Marktplatz nach Abgriff von Nutzerdaten Anordnung
Nachdem Daten von 2,6 Mio. Nutzern des Marktplatzes weltweit, darunter 324.232 Konten in Hongkong, in einem Onlineforum zum Kauf angeboten worden waren, stellte die PCPD einen Verstoß der Hongkonger Gesellschaft des Marktplatzes gegen DPP 4(1) fest. Ursache war eine bei einer Systemmigration im Januar 2022 entstandene Schwachstelle in einer Programmierschnittstelle; es fehlten eine Datenschutz-Folgenabschätzung, eine vollständige Code-Prüfung, eine gründliche Sicherheitsbewertung, eine schriftliche Code-Review-Richtlinie und wirksame Erkennungsmaßnahmen. Die PCPD erließ eine Enforcement Notice, obwohl die Systeme zentral von der Unternehmensgruppe betrieben wurden.
Eine lokale Gesellschaft bleibt für die Datensicherheit verantwortlich, auch wenn der Konzern die Systeme zentral betreibt; Migrationen brauchen vorab Folgenabschätzung und Sicherheitsprüfung.
Datenschutz und Code-Prüfung bei Systemmigrationen
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Data Protection Principle 4(1) Schedule 1 und Section 50(1) Personal Data (Privacy) Ordinance (Cap. 486)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Mildernde Umstände
- Rasche Meldung der Datenpanne an die PCPD und die betroffenen Nutzer, Kooperation bei der Untersuchung, freiwilliges Eingeständnis der Mängel sowie technische und organisatorische Maßnahmen der Unternehmensgruppe nach dem Vorfall.
- Veröffentlicht
- 21.12.2023
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 21.12.2025 · Direktlink
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21.12.2023 ein Luxusmodeunternehmen in HongkongPCPD: Durchsetzungsanordnung gegen Luxusmodeunternehmen wegen Gesundheitsdaten im Chat Anordnung
Ein Vorgesetzter bei dem Luxusmodeunternehmen teilte das Foto einer ärztlichen Diagnosebescheinigung eines Beschäftigten in einer dienstlichen Chatgruppe mit rund 14 Mitgliedern und leitete dessen Krankschreibung in eine weitere Gruppe mit rund 10 Mitgliedern weiter. Die PCPD sah darin eine Nutzung der Gesundheitsdaten zu einem neuen Zweck ohne ausdrückliche Einwilligung und damit einen Verstoß gegen DPP 3(1). Sie erließ eine Enforcement Notice, die Richtlinien, deren Aufnahme in Schulungen, Sensibilisierung der Beschäftigten und regelmäßige Überwachung verlangt.
Krankmeldungen und Diagnosen gehören nur zu den Personen, die sie für Personalentscheidungen brauchen, nicht in Team-Chats.
Umgang mit Gesundheitsdaten von Beschäftigten in Messenger-Gruppen
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Beschäftigtendaten
- Rechtsgrundlage
- Data Protection Principle 3(1) Schedule 1 Personal Data (Privacy) Ordinance (Cap. 486)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 21.12.2023
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 21.12.2025 · Direktlink
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18.12.2023 ein Hongkonger E-Geld-AnbieterE-Geld-Anbieter: Rüge und 1,575 Mio. HKD wegen AML- und Governance-Mängeln 185.000 €
Der Lizenznehmer für Stored Value Facilities wurde gerügt und muss eine Geldbuße von 1.575.000 HKD zahlen. Von Februar 2019 bis Mitte Juli 2020 fehlten angemessene Kontrollen zur Transaktionsüberwachung nach der AML-Leitlinie für SVF-Lizenznehmer, und von August 2016 bis August 2020 fehlten eine solide Governance, ein wirksamer Risikomanagementrahmen und ein robustes internes Kontrollsystem. Damit erfüllte das Unternehmen Mindestanforderungen für die Lizenz nicht.
Zahlungs- und E-Geld-Anbieter müssen Transaktionsmonitoring, Governance und interne Kontrollen gleichermaßen als Lizenzvoraussetzung behandeln.
Geldwäscheprävention und Risikosteuerung bei Zahlungs- und E-Geld-Diensten
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- ss. 8Q, 33Q(2)(a), 33Q(2)(b)(iii) PSSVFO (Cap. 584); Schedule 3 Part 2 ss. 5(1)(d), 6(2)(b) PSSVFO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfemaßnahmen (teils auf Verlangen der Aufsicht), keine frühere Disziplinarmaßnahme, Kooperation.
- Veröffentlicht
- 18.12.2023
Originalbetrag 1.575.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.12.2023.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 18.12.2025 · Direktlink
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21.08.2023 ein Hongkonger FinanzberatungshausFinanzberatungshaus: 20 Mio. HKD und Sponsorsperre wegen Due-Diligence-Mängeln 2,34 Mio. €
Das Finanzberatungshaus wurde öffentlich gerügt, mit 20.000.000 HKD gebüßt und darf ab 18. August 2023 mindestens ein Jahr lang – und darüber hinaus, bis die Aufsicht seine Sponsor-Kontrollen für ausreichend hält – nicht als Sponsor für Börsenzulassungen an der Stock Exchange of Hong Kong auftreten. Bei sechs zwischen 2015 und 2017 als Sponsor eingereichten Zulassungsanträgen fehlte bei jeweils drei Anträgen eine angemessene Due Diligence zu wesentlichen Geschäftsfragen, eine zutreffende Beratung zur Zulassungsfähigkeit bzw. die Offenlegung wesentlicher Informationen im Prospektentwurf, und bei allen sechs war die Prüfungsarbeit nicht ordnungsgemäß dokumentiert.
Ein Sponsor muss Kernrisiken des Emittenten kritisch prüfen, offenlegen lassen und seine Prüfung nachvollziehbar dokumentieren.
Sorgfaltspflichten von Sponsoren bei Börsengängen
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 7, para. 12.1 und Kapitel 17 (u. a. paras. 17.1(b), 17.2, 17.3(b), 17.4, 17.6, 17.9(a), 17.10(c)); Corporate Finance Adviser Code of Conduct paras. 1.5, 2.3, 5.1, 5.7; Practice Note 21 der Listing Rules paras. 2 und 4
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Finanzielle Lage des Unternehmens (sonst höhere Geldbuße), Zusage einer unabhängigen Überprüfung des Sponsorgeschäfts, Kooperation, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 21.08.2023
Originalbetrag 20.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 21.08.2023.
- Securities and Futures Commission (SFC), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 21.08.2025 · Direktlink
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15.08.2023 eine Hongkonger Niederlassung einer Schweizer PrivatbankPrivatbank (Hongkong): 16 Mio. HKD wegen unzureichender Identitäts- und Kundenprüfung 1,87 Mio. €
Die Hongkonger Niederlassung einer Schweizer Privatbank muss eine Geldbuße von 16.000.000 HKD zahlen. Trotz bekannter Warnsignale verifizierte sie von Februar 2016 bis Januar 2018 die Identität von 147 von einem anderen Institut übernommenen Kunden und ihrer wirtschaftlich Berechtigten nicht zeitnah; von April 2012 bis Oktober 2018 prüfte sie zudem die wirtschaftlich Berechtigten von 33 Kunden mit höherem Risiko nicht angemessen, beendete 23 dieser Beziehungen nicht rechtzeitig und unterließ anlassbezogene Überprüfungen bei ungewöhnlich hohen Transaktionen von 33 Kunden.
Wer einen Kundenbestand von einem anderen Institut übernimmt, muss die Identitätsprüfung samt wirtschaftlich Berechtigter zügig selbst nachholen.
Identifizierung wirtschaftlich Berechtigter und Umgang mit übernommenen Kundenbeständen
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- s. 21(2)(c) AMLO (Cap. 615); Schedule 2 ss. 3(1), 3(3), 3(4)(b), 5(1)(a), 19(3) AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfe- und Verbesserungsmaßnahmen, keine frühere Disziplinarmaßnahme nach der AMLO, Kooperation mit der Aufsicht.
- Veröffentlicht
- 15.08.2023
Originalbetrag 16.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.08.2023.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 15.08.2025 · Direktlink
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14.06.2023 drei Hongkonger Anbieter von KuvertiermaschinenKuvertiermaschinen-Kartell: Tribunal verhängt 5.579.000 HKD gegen drei Anbieter 659.106 €
Das Competition Tribunal verhängte am 14.06.2023 auf gemeinsamen Antrag mit der Competition Commission Geldstrafen gegen drei Anbieter von Kuvertiermaschinen derselben Marke, die zwischen April 2018 und Januar 2019 Preise abgesprochen, Märkte aufgeteilt und Angebote manipuliert hatten (Verstoß gegen die First Conduct Rule). Die beiden Hongkonger Gesellschaften des Markenherstellers (die früher unter dem Markennamen firmierten) zahlen zusammen 1.399.000 HKD, der zweite Anbieter 3.372.000 HKD und der dritte Anbieter 808.000 HKD, zusammen 5.579.000 HKD; hinzu kommen je 476.101 HKD Ermittlungskosten sowie Verfahrenskosten. Es war der erste Fall, in dem alle Untersuchten schon im Ermittlungsstadium nach der Kooperationspolitik der Behörde kooperierten; im Gegenzug verzichtete die Commission auf ein Vorgehen gegen die beteiligten Beschäftigten.
Wer ein Kartell früh offenlegt und mit der Behörde kooperiert, senkt die Strafe deutlich und kann die eigenen Beschäftigten vor persönlicher Verfolgung bewahren.
Preisabsprachen, Marktaufteilung und Angebotsabsprachen im Vertrieb
- Behörde / Gericht
- Competition Tribunal (Hongkong), auf Antrag der Competition Commission
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Competition Ordinance (Cap. 619), s. 6 (First Conduct Rule), s. 93 (pecuniary penalty), s. 96 (Ermittlungskosten)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Mildernde Umstände
- Kooperationsnachlässe von 25 % (Markenhersteller, zweiter Anbieter) und 28 % (dritter Anbieter); Haftung und Strafhöhe einvernehmlich festgelegt.
- Veröffentlicht
- 15.06.2023
Originalbetrag 5.579.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.06.2023.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 14.06.2025 · Direktlink
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18.05.2023 ein Hongkonger WertpapierhausSFC: 6 Mio. HKD Geldbuße für Wertpapierhaus wegen Fehlern als Platzierungsagent 708.885 €
Die SFC rügte das Wertpapierhaus öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 6 Mio. HKD wegen seines Verhaltens als Platzierungsagent des damaligen Mehrheitsaktionärs eines anderen Unternehmens im November und Dezember 2019. Das Unternehmen schloss Geschäfte zu Preisen ab, die vom vereinbarten Platzierungspreis abwichen, übertrug die Aktien an die Erwerber ohne vorherige Zahlung und führte eine ungeprüfte Anweisung eines Dritten zur unentgeltlichen Übertragung eines Teils der Aktien aus. Die SFC wertete dies als grob fahrlässig.
Wer als Agent Vermögen eines Auftraggebers überträgt, muss sich an dessen Weisungen halten, Zahlung vor Lieferung sicherstellen und Anweisungen Dritter beim Auftraggeber verifizieren.
Auftragsgrenzen und Schutz des Auftraggebervermögens bei Aktienplatzierungen
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Code of Conduct for Persons Licensed by or Registered with the SFC
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Keine ausreichenden Belege für Unredlichkeit oder wiederholtes Fehlverhalten; ansonsten keine disziplinarische Vorbelastung.
- Veröffentlicht
- 18.05.2023
Originalbetrag 6.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.05.2023.
- Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 18.05.2025 · Direktlink
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12.04.2023 ein Hongkonger VermögensverwalterVermögensverwalter (Hongkong): 1,4 Mio. HKD für Futures-Handel ohne Lizenz 163.290 €
Der Vermögensverwalter wurde öffentlich gerügt und mit 1.400.000 HKD gebüßt, weil das Unternehmen zwischen April 2014 und Januar 2020 ohne die erforderliche Lizenz für den Handel mit Terminkontrakten (Type 2) 4.864 Futures-Geschäfte für Portfolios von drei ausländischen Schwestergesellschaften ausführte. Es hatte den möglichen Verstoß im Januar 2020 selbst gemeldet und den Futures-Handel danach eingestellt.
Auch konzerninterne Handelsdienstleistungen für ausländische Schwestergesellschaften müssen vom eigenen Lizenzumfang gedeckt sein.
Lizenzumfang prüfen: regulierte Tätigkeiten nur mit passender Erlaubnis
- Behörde / Gericht
- Securities and Futures Commission (SFC)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- ss. 114, 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 7, para. 12.1
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Kein Hinweis auf Vorsatz, kein Kundenschaden, Selbstmeldung kurz nach Entdeckung und Einstellung des Futures-Handels, Kooperation, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
- Veröffentlicht
- 12.04.2023
Originalbetrag 1.400.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.04.2023.
- Securities and Futures Commission (SFC), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 12.04.2025 · Direktlink
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31.01.2023 eine australische Großbank (Hongkonger Zweigstelle)HKMA: 4 Mio. HKD Geldbuße für australische Großbank wegen verspäteter Kundenüberprüfungen 471.154 €
Die HKMA verhängte gegen die Hongkonger Zweigstelle einer australischen Großbank eine Geldbuße von 4 Mio. HKD, weil die Bank zwischen Juni 2016 und Mai 2017 bei 121 von 143 fälligen periodischen Kundenüberprüfungen in Verzug war, darunter 58 Kunden mit hohem Risiko, bei 27 davon um mehr als ein Jahr. Obwohl die Verzögerungen bekannt waren, fehlten wirksame Verfahren, um die Überprüfungen fristgerecht durchzuführen.
Bekannte Rückstände bei Kundenüberprüfungen müssen mit Ressourcen und Eskalation abgebaut werden, gerade bei Hochrisikokunden.
Fristgerechte periodische Überprüfung von Hochrisikokunden
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 5(1)(a) und 19(3) Schedule 2 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Mängel behoben, keine Vorbelastung nach der AMLO und Kooperation mit der HKMA.
- Veröffentlicht
- 31.01.2023
Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.01.2023.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 31.01.2025 · Direktlink
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14.11.2022 eine Hongkonger Fotoservice-KettePCPD: Durchsetzungsanordnung gegen Fotoservice-Kette nach Angriff über ungepatchtes VPN Anordnung
Nach einem Ransomware-Angriff im Oktober 2021 auf die Datenbank des Onlineshops der Fotoservice-Kette, von dem 544.862 Mitglieder und 73.957 Kunden des Onlineshops betroffen waren, stellte die PCPD einen Verstoß gegen das Datensicherheitsprinzip DPP 4(1) fest. Das Unternehmen wusste spätestens seit September 2019 von einer im Mai 2019 bekannt gemachten Schwachstelle im SSL-VPN seiner Firewall, spielte die Korrektur aber nicht ein und nutzte für den Fernzugang keine Mehr-Faktor-Authentifizierung. Die PCPD erließ eine Enforcement Notice, die eine Sicherheitsüberprüfung, regelmäßige Prüfungen durch einen unabhängigen Experten, Schwachstellenscans und Regeln zum Patch-Management verlangt; die Umsetzung ist binnen drei Monaten nachzuweisen.
Bekannte Schwachstellen in Fernzugängen müssen umgehend gepatcht werden, besonders wenn sich durch Homeoffice die Zahl der Nutzer erhöht.
Patch-Management und Mehr-Faktor-Authentifizierung für Fernzugänge
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Data Protection Principle 4(1) Schedule 1 und Section 50(1) Personal Data (Privacy) Ordinance (Cap. 486)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Mildernde Umstände
- Rechtzeitige Meldung der Datenpanne, Kooperation mit der PCPD und technische wie organisatorische Maßnahmen nach dem Vorfall.
- Veröffentlicht
- 14.11.2022
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 14.11.2024 · Direktlink
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14.11.2022 ein Hongkonger börsennotierter GesundheitskonzernGesundheitskonzern teilte Kundendaten markenübergreifend: Enforcement Notice Anordnung
Der Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD) stellte in einem am 14.11.2022 veröffentlichten Untersuchungsbericht fest, dass der börsennotierte Gesundheitskonzern nach der Übernahme zweier Marken deren Kundendaten in ein konzernweites System übernommen und dem Personal anderer Marken zugänglich gemacht hatte; in den zwei zugrunde liegenden Beschwerdefällen waren die Betroffenen weder informiert worden noch hatten sie eingewilligt. Das System wurde von 28 der 39 Konzernmarken genutzt und enthielt Daten von rund 1,08 Mio. Mitgliedern; der PCPD sah einen Verstoß gegen die Zweckbindung nach DPP 3(1). Per Enforcement Notice muss der Konzern das markenübergreifende Teilen ohne Einwilligung einstellen, Richtlinien für Kundendaten aus Übernahmen erlassen und das Personal schulen.
Bei Übernahmen dürfen Kundendaten nicht einfach in Konzernsysteme überführt werden – Erhebungszweck und Einwilligung müssen die Weitergabe tragen.
Zweckbindung und Datenteilung im Konzern nach Übernahmen
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Betroffenenrechte und Transparenz
- Rechtsgrundlage
- Personal Data (Privacy) Ordinance (Cap. 486), Schedule 1, Data Protection Principle 3(1); Enforcement Notice nach s. 50(1)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Veröffentlicht
- 14.11.2022
- Privacy Commissioner for Personal Data (PCPD), Hongkong, Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
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10.10.2022 sieben Hongkonger Kfz-GeneralvertreterHongkong: Sieben Kfz-Generalvertreter streichen Werkstattbindung aus Garantien Anordnung
Die Competition Commission nahm am 10.10.2022 Verpflichtungszusagen von sieben Alleinvertriebshändlern für 17 Pkw-Marken an. Ihre Garantiebedingungen verlangten Wartung und Reparatur – auch nicht von der Garantie erfasste – in autorisierten Werkstätten, sonst drohte der Verlust der Garantie; die Behörde sah darin eine mögliche Verletzung der First Conduct Rule (Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen) zulasten freier Werkstätten. Die Händler setzen diese Klauseln nicht mehr durch, streichen sie binnen 90 Tagen aus den Garantieunterlagen, informieren Bestandskunden und sind fünf Jahre gebunden; ein Bußgeld wurde nicht verhängt.
Garantie- und Vertriebsklauseln, die Kunden faktisch an Vertragswerkstätten binden, gehören vor der Verwendung auf den kartellrechtlichen Prüfstand.
Kartellrecht in Vertriebs- und Garantiebedingungen: Werkstattbindung
- Behörde / Gericht
- Competition Commission (Hongkong)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb
- Rechtsgrundlage
- Competition Ordinance (Cap. 619), s. 6(1) (First Conduct Rule); Annahme von Verpflichtungszusagen nach s. 60
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Automobil
- Veröffentlicht
- 10.10.2022
- Competition Commission (Hongkong), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
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23.09.2022 eine Hongkonger Niederlassung einer taiwanischen BankBank (Hongkong): 11 Mio. HKD wegen Mängeln bei der Kundensorgfalt 1,44 Mio. €
Die Hongkonger Niederlassung einer taiwanischen Bank muss eine Geldbuße von 11.000.000 HKD zahlen. Zwischen April 2012 und Februar 2016 überprüfte sie die Kundendaten von 249 Kunden nicht wirksam – anlassbezogene Überprüfungen bestanden meist nur aus einer telefonischen Abfrage weniger Angaben – und ergriff bei 17 Hochrisikokunden keine verstärkten Sorgfaltsmaßnahmen wie die Zustimmung der Geschäftsleitung oder die Klärung der Herkunft von Vermögen und Mitteln. Zudem fehlten wirksame Verfahren und Schutzvorkehrungen gegen diese Verstöße.
Periodische und anlassbezogene Kundenüberprüfungen brauchen Substanz; eine telefonische Kurzabfrage ersetzt bei Hochrisikokunden keine verstärkte Sorgfaltsprüfung.
Kundensorgfalt und verstärkte Sorgfaltspflichten bei Hochrisikokunden
- Behörde / Gericht
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- s. 21(2)(c) AMLO (Cap. 615); Schedule 2 ss. 5(1)(a), 5(3)(c), 15(b), 19(3), 23 AMLO
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Abhilfe- und Verbesserungsmaßnahmen der Bank, keine frühere Disziplinarmaßnahme nach der AMLO, Kooperation mit der Aufsicht.
- Veröffentlicht
- 23.09.2022
Originalbetrag 11.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.09.2022.
- Hong Kong Monetary Authority (HKMA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 23.09.2024 · Direktlink