Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika und Asien-Pazifik: 1.869 Fälle aus 39 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach LandWofür?
nach RechtsgebietAlle Rechtsgebiete
Wen?
nach Unternehmen- Google 890 Mio. € 45 % · 1 Fall
- Apple 500 Mio. € 25 % · 2 Fälle
- Apple Distribution International Limited; Apple Operations International Limited; Apple Inc. 150 Mio. € 8 % · 1 Fall
- Apple Inc., Apple Distribution International Ltd, Apple Italia S.r.l. 98,6 Mio. € 5 % · 1 Fall
- Anonymisierte Unternehmen 73 Mio. € 4 % · 14 Fälle
- Orange SA 50 Mio. € 3 % · 1 Fall
- Vodafone GmbH 45 Mio. € 2 % · 1 Fall
- Free Mobile SAS und Free SAS 42 Mio. € 2 % · 1 Fall
- Alten SA; Bertrandt SAS (mit Bertrandt AG); Expleo France SAS (mit Expleo Group SAS) 29,5 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Telefónica de España, S.A.U. 20 Mio. € 1 % · 1 Fall
- 41 weitere87,3 Mio. €
Wann?
je Quartal, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| Q4 2023 | 0 | – |
| Q1 2024 | 0 | – |
| Q2 2024 | 0 | – |
| Q3 2024 | 0 | – |
| Q4 2024 | 1 | 50 Mio. € |
| Q1 2025 | 0 | – |
| Q2 2025 | 0 | – |
| Q3 2025 | 0 | – |
| Q4 2025 | 0 | – |
| Q1 2026 | 0 | – |
| Q2 2026 | 0 | – |
| Q3 2026 | 0 | – |
| Q4 2026 | 0 | – |
1 Fall
14.11.2024 Orange SACNIL: 50 Mio. EUR gegen Orange wegen Werbung zwischen E-Mails und Cookies 50 Mio. €
Die CNIL verhängte gegen Orange SA eine Geldbuße von 50.000.000 EUR, weil der Konzern im Posteingang seines E-Mail-Dienstes ohne Einwilligung Werbeanzeigen im Erscheinungsbild echter E-Mails einblendete, die mehr als 7,8 Mio. Nutzer zu sehen bekamen (Art. L. 34-5 CPCE). Zudem wurden auf orange.fr bereits gesetzte Cookies nach dem Widerruf der Einwilligung weiter ausgelesen (Art. 82 Loi Informatique et Libertés); dafür ordnete die CNIL Abhilfe binnen drei Monaten unter einem Zwangsgeld von 100.000 EUR je Tag an. Orange hat die Entscheidung beim Conseil d'État angefochten, der am 17. April 2026 dem Conseil constitutionnel die Frage vorlegte, ob Art. L. 34-5 CPCE verfassungsgemäß ist.
Werbeflächen, die wie persönliche E-Mails aussehen, gelten als Direktwerbung per E-Mail und brauchen eine vorherige Einwilligung.
Werbung im Posteingang und Widerruf der Cookie-Einwilligung
- Behörde / Gericht
- Commission nationale de l'informatique et des libertés (CNIL), formation restreinte
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Art. L. 34-5 Code des postes et des communications électroniques (CPCE); Art. 82 Loi n° 78-17 du 6 janvier 1978 (Loi Informatique et Libertés)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Orange hatte die beanstandete Anzeigenform im November 2023 eingestellt; das neue Format grenzt Werbung klar von E-Mails ab.
- Veröffentlicht
- 10.12.2024
- CNIL: Publicités insérées entre les courriels : sanction de 50 millions d'euros à l'encontre de la société ORANGE (10.12.2024) Pressemitteilung einer Behörde
- Délibération de la formation restreinte n° SAN-2024-019 du 14 novembre 2024 concernant la société ORANGE SA Entscheidung einer Behörde
- Conseil d'État, 17 avril 2026, n° 501268, société Orange SA (renvoi d'une QPC au Conseil constitutionnel) Gerichtsentscheidung
- CNIL: Les sanctions prononcées par la CNIL (Liste, Stand 14.04.2026) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink