Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.004 Fälle aus 43 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

6Fälle aus 1 Jurisdiktion
24,5 Mio. €Summe der Geldbeträge
1,17 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q4 20230–
Q1 20240–
Q2 20240–
Q3 20240–
Q4 202411,7 Mio. €
Q1 20250–
Q2 20251642.871 €
Q3 2025221,9 Mio. €
Q4 20250–
Q1 20260–
Q2 20262228.563 €
Q3 20260–
Q4 20260–

6 Fälle

25.05.2026 Padang Trust Singapore Pte. Ltd.MAS: 300.000 SGD gegen Padang Trust wegen Mängeln bei Verdachtsmeldungen SingapurVerdachtsmeldungen 201.708 €

Die MAS verhängte gegen die lizenzierte Trust-Gesellschaft Padang Trust Singapore Pte. Ltd. mutmaßlich eine Composition Penalty von 300.000 SGD, weil sie ungewöhnliche Transaktionen ohne erkennbaren wirtschaftlichen oder rechtmäßigen Zweck nicht hinterfragte und Verdachtsmeldungen nicht umgehend erstattete. Ursache waren laut MAS unzureichende Kontrollen, darunter die fehlende Prüfung ungewöhnlicher Transaktionen und ein geringes Bewusstsein der Beschäftigten für Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiken und Warnsignale; die Gesellschaft zahlte, ergriff Abhilfemaßnahmen und bestellte einen unabhängigen Prüfer, der deren Wirksamkeit bestätigen soll. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer ungewöhnliche Transaktionen nicht hinterfragt und Verdachtsmeldungen verzögert, verstößt gegen Kernpflichten der Geldwäscheprävention – die Beschäftigten müssen typische Warnsignale kennen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Ungewöhnliche Transaktionen erkennen und Verdachtsmeldungen unverzüglich erstatten

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
Rechtsgrundlage
MAS Notice TCA-N03; s 27B(2) Monetary Authority of Singapore Act (Cap. 186); Composition nach s 176(1A) MAS Act 1970
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
25.05.2026

Originalbetrag 300.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.05.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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18.05.2026 Havenport Investments Pte LtdMAS: Composition gegen Havenport Investments SingapurOrganisationspflichten 26.855 €

Der Fondsmanager Havenport Investments Pte Ltd hatte keinen angemessenen Rahmen zur Steuerung der Risiken der verwalteten Vermögenswerte, unterschritt seine Mindestkapitalanforderung (Base Capital), ohne dies der MAS zu melden, und verletzte Auflagen seiner Capital Markets Services Licence, nach denen ein neues Produkt vorab genehmigt werden und Privatanleger vor dem Einstieg persönlich von unabhängigen Finanzberatern beraten werden mussten. Die MAS verhängte mutmaßlich eine Composition-Geldstrafe von 40.000 SGD; das Unternehmen hat sein Fondsgeschäft für Privatanleger eingestellt und darf seit dem 18. Juli 2024 keine Gelder von Privatanlegern mehr verwalten. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Lizenzauflagen und Kapitalanforderungen gehören in ein laufendes Compliance-Monitoring der Geschäftsleitung; eine Unterschreitung muss sofort gemeldet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Pflichten der Geschäftsleitung bei Lizenzauflagen, Kapitalanforderungen und Meldungen an die Aufsicht

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Securities and Futures Act (SFA) und zugehörige Regulations; Auflagen der Capital Markets Services Licence
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
18.05.2026

Originalbetrag 40.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.05.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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31.07.2025 ZGR Global Pte. Ltd.; Hanshan Money Express Pte. Ltd.CCCS: 5,37 Mio. SGD gegen zwei Überweisungsbüros für Austausch von Wechselkursen SingapurKartelle und Absprachen 3,61 Mio. €

ZGR Global (früher Zhongguo Remittance) und Hanshan Money Express, zwei benachbarte führende Anbieter von Yuan-Überweisungen im People's Park Complex, teilten sich mindestens von Januar 2016 bis Februar 2022 täglich, oft mehrmals, ihre aktuellen und teils nicht öffentlichen Überweisungskurse mit, mündlich am Schalter, auf Zetteln oder per Telefon. Die CCCS wertete das als Verstoß gegen s 34 Competition Act und verhängte am 31. Juli 2025 Geldbußen von zusammen 5.365.007 SGD (ZGR Global 2.793.700, Hanshan 2.571.307 SGD). Hanshan erhielt über den Kooperationsnachlass hinaus 10 % Nachlass für sein Eingeständnis im Fast-Track-Verfahren.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch der alltägliche Austausch aktueller Preise mit dem Konkurrenten nebenan ist eine verbotene Abstimmung; Preise müssen unabhängig festgelegt werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Kein Austausch von Preisen und Preisabsichten mit Wettbewerbern

Behörde / Gericht
Competition and Consumer Commission of Singapore (CCCS)
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
Rechtsgrundlage
Competition Act 2004, s 34
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Hanshan: Nachlass für die Kooperation und zusätzlich 10 % für das Eingeständnis im Fast-Track-Verfahren.
Veröffentlicht
31.07.2025

Originalbetrag 5.365.007 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.07.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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04.07.2025 Credit Suisse Singapore Branch, United Overseas Bank Limited, UBS AG Singapore Branch u. a. (9 Finanzinstitute)MAS: 27,45 Mio. SGD gegen neun Finanzinstitute nach großem Geldwäschefall SingapurKundensorgfalt 18,3 Mio. €

Nach Prüfungen der Institute mit Verbindungen zu Personen im Fokus (POIs) des großen Geldwäschefalls vom August 2023 verhängte die MAS mutmaßlich Composition Penalties von zusammen 27,45 Mio. SGD, weil vorhandene AML/CFT-Richtlinien mangelhaft oder uneinheitlich umgesetzt wurden – bei der Kundenrisikobewertung, der Plausibilisierung der Vermögensherkunft (Source of Wealth), der Transaktionsüberwachung und der Nachbehandlung nach Verdachtsmeldungen. Aufschlüsselung: Credit Suisse Singapore Branch 5,8 Mio., United Overseas Bank 5,6 Mio., UBS AG Singapore Branch 3 Mio., UOB Kay Hian 2,85 Mio., Citibank N.A. Singapore und Citibank Singapore Limited zusammen 2,6 Mio., Bank Julius Baer & Co. Ltd. Singapore Branch 2,4 Mio., Blue Ocean Invest 2,4 Mio., Trident Trust Company (Singapore) 1,8 Mio. und LGT Bank (Singapore) 1 Mio. SGD. In die Strafe für Credit Suisse flossen zusätzlich Verstöße von November 2017 bis Oktober 2023 bei Konten bestimmter US-Kunden ein. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Geldwäsche-Richtlinien schützen nur, wenn Kundenberater Widersprüche bei der Vermögensherkunft tatsächlich hinterfragen und Warnsignale aus der Transaktionsüberwachung konsequent abarbeiten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Warnsignale bei Vermögensherkunft und Transaktionsmustern erkennen und eskalieren (Kundenberater als erste Verteidigungslinie)

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
MAS Notices 626, 1014, SFA04-N02 und TCA-N03; s 27B(2) Monetary Authority of Singapore Act 1970 bzw. s 16(4) Financial Services and Markets Act 2022; Composition nach s 176(1A) MAS Act 1970 bzw. s 177(1) FSMA 2022
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
04.07.2025

Originalbetrag 27.450.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.07.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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Anonym: Wir speichern nur Ihren Text, keine Kontaktdaten und keine IP-Adresse.

27.06.2025 Remsea Pte Ltd, Arcade Plaza Traders Pte Ltd, J-Dee Remittance Services Pte Ltd u. a. (5 Zahlungsinstitute)MAS: 960.000 SGD gegen fünf Überweisungsdienstleister wegen AML-Mängeln SingapurKundensorgfalt 642.871 €

Bei Prüfungen von fünf lizenzierten Zahlungsinstituten für grenzüberschreitende Überweisungen stellte die MAS Mängel bei der Kundenprüfung fest, etwa fehlende Wohnadressen, keine Nachfrage nach wirtschaftlich Berechtigten, kein Abgleich von Kunden mit Informationsquellen zu Geldwäscherisiken, ungeprüfte Vertretungsbefugnisse sowie fehlende Auftraggeber- oder Empfängerangaben bei Auslandsüberweisungen. Am 27. Juni 2025 verhängte sie mutmaßlich Composition Penalties von zusammen 960.000 SGD: Remsea 280.000, Arcade Plaza Traders 260.000, J-Dee Remittance Services 170.000, Mobile Community Tech 140.000 und OxPay SG 110.000 SGD. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Zahlungsinstitute für Auslandsüberweisungen müssen Kunden, Vertreter und wirtschaftlich Berechtigte prüfen und jede Auslandsüberweisung mit vollständigen Auftraggeber- und Empfängerdaten versehen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Kundenprüfung und vollständige Angaben bei Auslandsüberweisungen

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
MAS Notice PSN01; s 27B(2) Monetary Authority of Singapore Act bzw. s 16(4) Financial Services and Markets Act 2022; Composition nach s 176(1A) MAS Act 1970 bzw. s 177(1) FSMA 2022
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
27.06.2025

Originalbetrag 960.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.06.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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Anonym: Wir speichern nur Ihren Text, keine Kontaktdaten und keine IP-Adresse.

02.12.2024 JPMorgan Chase Bank, N.A.MAS: 2,4 Mio. SGD Civil Penalty gegen JPMorgan wegen überhöhter Anleihe-Spreads SingapurOrganisationspflichten 1,7 Mio. €

Kundenberater von JPMorgan Chase Bank, N.A. legten bei 24 außerbörslichen Anleihegeschäften zwischen November 2018 und September 2019 Preisbestandteile falsch oder unvollständig offen, sodass Kunden höhere als die vereinbarten Spreads zahlten (Verstoß gegen s 201(c) und (d) SFA). Die Bank räumte ihre Haftung nach s 236C SFA ein, weil sie mangels angemessener Prozesse und Kontrollen das Fehlverhalten weder verhindert noch aufgedeckt hatte, zahlte der MAS mutmaßlich eine Civil Penalty von 2,4 Mio. SGD und erstattete den Kunden die zu viel berechneten Gebühren. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Kundenberatern Spielraum bei der Preisgestaltung lässt, muss die Einhaltung vereinbarter Konditionen systematisch kontrollieren – sonst haftet das Institut für deren Fehlverhalten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Korrekte und vollständige Offenlegung von Preisen und Spreads gegenüber Kunden

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
ss 201(c), 201(d), 232 und 236C Securities and Futures Act (SFA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
fahrlässig
Veröffentlicht
02.12.2024

Originalbetrag 2.400.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 02.12.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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