Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik und Naher Osten: 1.929 Fälle aus 40 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

18Fälle aus 1 Jurisdiktion
20,5 Mio. €Summe der Geldbeträge
8,1 Mio. €Größter Einzelfall: Hang Seng Bank Limited
623.656 €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q4 20230–
Q1 20240–
Q2 20240–
Q3 20240–
Q4 202432,02 Mio. €
Q1 202518,1 Mio. €
Q2 20251476.704 €
Q3 202555,05 Mio. €
Q4 202532,17 Mio. €
Q1 202621,41 Mio. €
Q2 20260–
Q3 202631,31 Mio. €
Q4 20260–

18 Fälle

28.07.2026 Luk Fook Securities (HK) LimitedLuk Fook Securities: 2,1 Mio. HKD wegen mangelhafter Cybersicherheit vor Ransomware HongkongSicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement 235.595 €

Luk Fook Securities (HK) wurde öffentlich gerügt und mit 2.100.000 HKD gebüßt, weil unzureichende Cybersicherheitskontrollen dazu beigetragen haben könnten, dass ein Ransomware-Angriff am 19. September 2022 zahlreiche zentrale Server traf und die vollständige Wiederherstellung bis 7. Oktober 2022 dauerte; Kunden konnten so lange nicht per App oder Internetplattform handeln. Festgestellt wurden unter anderem fehlender Firewall-Schutz, veraltete Betriebssysteme und Virenschutz, schwache Zugangs- und Passwortkontrollen mit unverschlüsselt gespeicherten Zugangsdaten, unzureichende Kontrollen von Fernzugängen und externen Geräten, mangelhafte Datensicherung sowie eine letzte Sicherheitsschulung im Jahr 2018.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Grundlegende Cyberhygiene – Patches, Zugangs- und Passwortkontrollen, Backups und regelmäßige Mitarbeiterschulung – ist für Finanzdienstleister eine aufsichtsrechtliche Pflicht.

Bezug zu Schulung und Awareness

Ransomware-Abwehr, Passwortsicherheit und Security-Awareness-Schulung

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Informationssicherheit und Cyber · Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement
Rechtsgrundlage
s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 3, GP 7, paras. 12.1, 18.5 und Schedule 7; Guidelines for Reducing and Mitigating Hacking Risks Associated with Internet Trading
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Ursachenanalyse mit unabhängigem Prüfer, verstärkte Kontrollen, kein nachweisbarer Kundenschaden, Kooperation, keine früheren Disziplinarmaßnahmen.
Veröffentlicht
28.07.2026

Originalbetrag 2.100.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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27.07.2026 China Industrial Securities International Asset Management LimitedSFC: 6,8 Mio. HKD Geldbuße für CISIAM wegen übersehener Warnsignale in Privatfonds HongkongOrganisationspflichten 761.367 €

Die SFC rügte China Industrial Securities International Asset Management (CISIAM) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 6,8 Mio. HKD, weil der Verwalter eines für den Versicherer Tahoe Life aufgelegten Privatfonds zwischen August 2019 und September 2020 auf Wunsch des Anlagechefs des Versicherers komplexe Strukturen mit Notes erwarb, die an Anleihen eines verbundenen Unternehmens gekoppelt waren, ohne die Warnsignale zu erkennen und angemessen zu prüfen. Zudem achtete CISIAM nicht auf die Anlagebeschränkungen und -ziele des Fonds und steuerte dessen Risiken nicht wirksam. Bei der Bemessung berücksichtigte die SFC auch Verwaltungsgebühren von rund 1,9 Mio. HKD aus dem Fonds.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein Fondsverwalter muss Anweisungen eines Anlegers eigenständig prüfen und darf ungewöhnlich komplexe Strukturen ohne klaren wirtschaftlichen Zweck nicht ungeprüft umsetzen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Warnsignale bei anlegergesteuerten Fondsstrukturen erkennen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); General Principle 2 Code of Conduct; Paragraphen 1.2(d), 3.1 und 3.11.1 Fund Manager Code of Conduct; Abschnitt VIII Management, Supervision and Internal Control Guidelines
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Abhilfemaßnahmen (neue Richtlinien für Risikomanagement und fragwürdige Anlagegestaltungen, Compliance-Schulungen), Kooperation mit der SFC und ansonsten keine disziplinarische Vorbelastung.
Veröffentlicht
27.07.2026

Originalbetrag 6.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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27.07.2026 Bright Smart Securities International (H.K.) LimitedBright Smart Securities: 2,8 Mio. HKD wegen unzureichender Wash-Trade-Kontrollen HongkongMarktmissbrauch und Insiderhandel 313.504 €

Bright Smart Securities International (H.K.) wurde öffentlich gerügt und mit 2.800.000 HKD gebüßt, weil seine Kontrollen zwischen November 2023 und September 2025 nicht verhinderten, dass 615 Kunden 1.021 Paare von Wash Trades (Geschäfte ohne Wechsel des wirtschaftlichen Eigentums) in 736 Aktien und Optionsscheinen ausführten. Die Überwachung wirkte überwiegend nachträglich und manuell, und mehrere Wash Trades eines Kunden am selben Tag zählten nur als ein Vorfall. Ähnliche Mängel waren zuvor wiederholt festgestellt und angemahnt, aber jeweils nicht vollständig behoben worden.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Handelsüberwachung muss Scheingeschäfte automatisiert vor der Ausführung abfangen; nachgelagerte manuelle Prüfungen reichen bei wiederkehrenden Mustern nicht.

Bezug zu Schulung und Awareness

Erkennung und Verhinderung von Wash Trades

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
Rechtsgrundlage
s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, para. 4.3
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Verbesserte Systeme und Zusage einer unabhängigen Wirksamkeitsprüfung, Kooperation.
Veröffentlicht
27.07.2026

Originalbetrag 2.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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09.02.2026 Kylin International (HK) Co., LimitedSFC: 9 Mio. HKD Geldbuße für Kylin International wegen Mängeln in der Fondsverwaltung HongkongOrganisationspflichten 968.909 €

Die SFC rügte Kylin International (HK) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 9 Mio. HKD für Versäumnisse als Anlageverwalter bzw. Berater von sechs Teilfonds eines Fonds auf den Kaimaninseln ab August 2018. Die SFC stellte fest, dass Interessenkonflikte aus sechs Darlehen des Unternehmens oder eines Direktors an vier Teilfonds weder gesteuert noch offengelegt wurden, Abstimmungen, Bewertungen und Abschlussprüfung fehlten, Anleger fälschlich über eine Befreiung von der Eignungsprüfung informiert wurden, KYC- und Eignungskontrollen unzureichend waren und Aufzeichnungen zur Geldwäscheprävention fehlten. Das Unternehmen hat seine regulierte Tätigkeit Ende 2023 eingestellt; die Lizenz wurde im Januar 2025 auf Antrag widerrufen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Darlehen von Verwalter oder Geschäftsleitung an verwaltete Fonds sind ein Interessenkonflikt, der gesteuert und den Anlegern offengelegt werden muss.

Bezug zu Schulung und Awareness

Interessenkonflikte und Anlegerinformation in der Verwaltung privater Fonds

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Abhilfemaßnahmen nach einer SFC-Prüfung Ende 2020, Einstellung der regulierten Tätigkeit und ansonsten keine disziplinarische Vorbelastung.
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
09.02.2026

Originalbetrag 9.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.02.2026.

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06.01.2026 Saxo Capital Markets HK LimitedSaxo Capital Markets HK: 4 Mio. HKD wegen Krypto-Produkten für Privatkunden HongkongOrganisationspflichten 438.731 €

Saxo Capital Markets HK wurde öffentlich gerügt und mit 4.000.000 HKD gebüßt, weil zwischen November 2018 und November 2022 über seine Online-Handelsplattform auch Privatkunden 32 komplexe Produkte mit Bezug zu virtuellen Vermögenswerten handeln konnten, die nach den Rundschreiben der Aufsicht nur professionellen Anlegern vorbehalten waren (1.446 Geschäfte von 130 Privatkunden und sechs professionellen Anlegern). Das Unternehmen prüfte weder die Kenntnisse der Kunden noch gab es ausreichende Informationen und Warnhinweise; die vom Mutterkonzern übernommenen Erkennungsregeln hatten die Produkte nicht als Krypto-bezogen erfasst.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Konzernweite Produktfilter ersetzen keine eigene Produktprüfung vor Ort, besonders bei Krypto-Produkten mit Vertriebsbeschränkungen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Vertrieb komplexer Krypto-Produkte über Online-Plattformen

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct; Guidelines on Online Distribution and Advisory Platforms; SFC-Rundschreiben vom 01.11.2018 und HKMA/SFC-Rundschreiben vom 28.01.2022
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Selbstmeldung, freiwillige Entschädigung der Kunden, Einstellung der regulierten Tätigkeit, Kooperation und Annahme der Feststellungen, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
Veröffentlicht
06.01.2026

Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.01.2026.

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11.12.2025 EFG Bank AGSFC: Rüge und 10,85 Mio. HKD Geldbuße für EFG Bank wegen mangelhafter Produktprüfung HongkongOrganisationspflichten 1,19 Mio. €

Die SFC rügte die EFG Bank AG öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 10.850.000 HKD, weil die Bank zwischen Januar 2015 und Dezember 2020 bei der Produktprüfung von 322 Anleihen besondere Produktmerkmale nicht berücksichtigte, ihre Richtlinien nach Einführung des Regimes für komplexe Produkte verspätet anpasste und Kunden teils ohne die vorgeschriebenen Informationen und Warnhinweise bediente. Zudem fehlten Prüfunterlagen zu 141 Anleihen, und die Bank meldete die Mängel der SFC nicht unverzüglich. Die Bank wird für Kunden, die eines von 351 möglicherweise betroffenen Produkten erworben haben, ein erweitertes Beschwerdeverfahren anwenden.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer komplexe Produkte vertreibt, muss die Produktprüfung vollständig dokumentieren, Richtlinien bei neuen Vorgaben sofort anpassen und erkannte Mängel unverzüglich der Aufsicht melden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Produktprüfung und Kundeninformation beim Vertrieb komplexer Anlageprodukte

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Section 196 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Code of Conduct for Persons Licensed by or Registered with the SFC; Management, Supervision and Internal Control Guidelines
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Abhilfemaßnahmen bei der Produktprüfung, Kooperation mit HKMA und SFC sowie Zusage eines erweiterten Beschwerdeverfahrens für betroffene Kunden.
Veröffentlicht
11.12.2025

Originalbetrag 10.850.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.12.2025.

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13.11.2025 Tung Tai Securities Company LimitedTung Tai Securities: 900.000 HKD nach Betrug über gefälschte E-Mail-Anweisungen HongkongOrganisationspflichten 99.681 €

Tung Tai Securities wurde gerügt und mit 900.000 HKD gebüßt, weil es zwischen September 2019 und Februar 2020 auf Anweisungen von einer gefälschten, der echten ähnelnden E-Mail-Adresse Aktien eines ausländischen Kunden verkaufte und den Erlös von 3.301.740 USD auf drei nicht vom Kunden bestimmte Bankkonten im Ausland überwies. Warnsignale wie von mehreren Banken abgelehnte Überweisungen blieben unbeachtet, und es fehlten wirksame Kontrollen zum Schutz von Kundenvermögen vor Diebstahl und Betrug.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Verkaufs- und Zahlungsanweisungen per E-Mail sind über einen unabhängigen, vorab hinterlegten Kanal zu bestätigen, besonders bei Überweisungen auf neue Empfängerkonten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Betrug mit gefälschten E-Mail-Anweisungen (Business E-Mail Compromise)

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
s. 194 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 3, GP 8, paras. 4.3, 11.1(a); Management, Supervision and Internal Control Guidelines Part VII
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Entschädigung des Kunden, verbesserte Auftrags- und Ausführungsprozesse, unabhängige Überprüfung der Kontrollen, Kooperation, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
Veröffentlicht
13.11.2025

Originalbetrag 900.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.11.2025.

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20.10.2025 UBS AGUBS: 8 Mio. HKD wegen jahrelanger Fehleinstufung professioneller Anleger HongkongOrganisationspflichten 883.431 €

Die UBS AG wurde in Hongkong öffentlich gerügt und mit 8.000.000 HKD gebüßt, weil ihr automatisiertes Verfahren zur Einstufung professioneller Anleger von 2009 bis Juli 2022 auf einer Fehlauslegung der Mindestportfolio-Regel für bestimmte Gemeinschaftskonten beruhte. Allein von Juli 2018 bis Juli 2022 waren 560 Gemeinschaftskonten falsch eingestuft; Wertpapiere von 23 dieser Konten wurden in 9.190 Leihgeschäften ohne gültige Ermächtigung verliehen, und 94 Konten tätigten 500 Geschäfte in Produkten, die professionellen Anlegern vorbehalten sind. Bereits im August 2021 hatte die Aufsicht UBS unter anderem wegen ähnlicher Mängel mit 9,8 Mio. HKD gebüßt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Automatisierte Kundeneinstufungen müssen gegen den Wortlaut der Regeln validiert werden, gerade bei Sonderfällen wie Gemeinschaftskonten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Korrekte Einstufung professioneller Anleger und Vertriebsbeschränkungen

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
s. 196 SFO (Cap. 571); s. 4 Securities and Futures (Client Securities) Rules; s. 11(3A) Securities and Futures (Contract Notes, Statements of Account and Receipts) Rules; Securities and Futures (Professional Investor) Rules; Code of Conduct
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Wiederholungsfall
ja
Mildernde Umstände
Rückschauprüfung und Abhilfe nach Selbstmeldung, Kooperation, Zusage eines erweiterten Beschwerdeverfahrens für möglicherweise falsch eingestufte Kunden.
Veröffentlicht
20.10.2025

Originalbetrag 8.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.10.2025.

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08.09.2025 Instinet Pacific LimitedSFC: 8 Mio. HKD Geldbuße für Instinet Pacific wegen nicht gemeldeter Cross Trades HongkongVeröffentlichungs- und Meldepflichten 875.254 €

Die SFC rügte Instinet Pacific öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 8 Mio. HKD, weil der Broker zwischen Dezember 2012 und März 2018 8.817 Paare von Cross Trades zwischen Kunden und einer verbundenen Gesellschaft im Wert von rund 25,9 Mrd. HKD nicht wie nach Rule 526 der Börsenregeln vorgeschrieben an die Stock Exchange of Hong Kong meldete. Es gab weder interne Vorgaben zur Meldung solcher Geschäfte noch eine Überprüfung des Meldeprozesses.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Jede Meldepflicht gegenüber Börse oder Aufsicht braucht eine schriftliche Zuständigkeit und eine regelmäßige Kontrolle, ob tatsächlich gemeldet wird.

Bezug zu Schulung und Awareness

Meldepflichten gegenüber der Börse im Wertpapierhandel

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
Rechtsgrundlage
Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Rule 526 Rules of the Exchange (SEHK); General Principles 2 und 7 sowie Paragraph 12.1 Code of Conduct
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Das Unternehmen stellte die betroffenen Handelsströme von sich aus ein und kooperierte mit der SFC.
Veröffentlicht
08.09.2025

Originalbetrag 8.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.09.2025.

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28.08.2025 Deutsche Bank AktiengesellschaftDeutsche Bank: 23,8 Mio. HKD in Hongkong wegen Gebühren- und Offenlegungsfehlern HongkongOrganisationspflichten 2,62 Mio. €

Die Deutsche Bank AG wurde in Hongkong öffentlich gerügt und mit 23.800.000 HKD gebüßt. Kunden wurden Gebühren zu viel berechnet, rund 5 Mio. USD Managementgebühren auf 39 Konten, 10.988 EUR bei 92 Kunden und 493 USD bei 32 Kunden, durch nicht angewandte vereinbarte Rabatte, falsch bewertete variabel verzinste Anleihen und nicht aktualisierte Fondspreise. In 261 Unternehmens- und 1.590 Branchenstudien fehlten Angaben zu Investmentbanking-Beziehungen. 40 ETFs erhielten eine zu niedrige Produktrisikoeinstufung. Die Verfahren gingen auf Selbstmeldungen der Bank zurück.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Vereinbarte Gebührenrabatte, Bewertungsdaten externer Dienstleister und Offenlegungen in Research-Berichten brauchen regelmäßige Abgleiche, damit Systemfehler nicht über Jahre wirken.

Bezug zu Schulung und Awareness

Gebührenabrechnung, Bewertungsdaten und Offenlegung in Research-Berichten

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
s. 196 SFO (Cap. 571); Code of Conduct GP 2, GP 7, paras. 2.1, 12.1, 16.5(d)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
fahrlässig
Mildernde Umstände
Selbstmeldungen, Ursachenanalyse, Behebung und stärkere Kontrollen, Rückerstattung der zu viel berechneten Gebühren, nach Feststellung der Aufsicht versehentliche Verstöße ohne Vorsatz, Kooperation und Annahme der Feststellungen.
Veröffentlicht
28.08.2025

Originalbetrag 23.800.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.08.2025.

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26.08.2025 The Hongkong and Shanghai Banking Corporation LimitedSFC: 4,2 Mio. HKD Geldbuße für HSBC wegen fehlerhafter Offenlegung in Research-Berichten HongkongVeröffentlichungs- und Meldepflichten 461.939 €

Die SFC rügte die Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 4,2 Mio. HKD, weil die Bank in Research-Berichten zu in Hongkong notierten Wertpapieren zwischen 2013 und 2021 ihre Investmentbanking-Beziehungen zu den analysierten Unternehmen nicht oder falsch offenlegte. Ursache waren Mängel bei der Erfassung und Zuordnung von Daten zwischen Systemen; betroffen waren schätzungsweise mehr als 4.200 Berichte. Die HKMA hatte nach einer Selbstanzeige gemeinsam mit der SFC ermittelt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Pflichtangaben zu Interessenkonflikten in Research-Berichten sind nur so verlässlich wie die Stammdaten dahinter – deren Abgleich zwischen Systemen muss regelmäßig geprüft werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Offenlegung von Interessenkonflikten in Finanzanalysen

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
Rechtsgrundlage
Section 196 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Paragraph 16.5(d), General Principles 2, 3 und 7 sowie Paragraph 12.1 Code of Conduct
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Kein Nachweis von Kundenschäden, Ursachenanalyse, Verbesserung der Systeme und Kontrollen sowie Kooperation mit HKMA und SFC.
Veröffentlicht
26.08.2025

Originalbetrag 4.200.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.08.2025.

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22.07.2025 Indian Overseas Bank, Hong Kong BranchIndian Overseas Bank (Hongkong): 8,5 Mio. HKD und Auflagen wegen Monitoring-Mängeln HongkongInterne Sicherungsmaßnahmen 925.553 €

Die Hongkonger Niederlassung der Indian Overseas Bank wurde gerügt, mit einer Geldbuße von 8.500.000 HKD belegt und verpflichtet, die Alarme ihrer Transaktionsüberwachung rückwirkend zu prüfen, einen Abhilfeplan vorzulegen und dessen Wirksamkeit von einem externen Berater bewerten zu lassen. Zwischen Mai 2021 und Januar 2024 wurden Alarme nicht ordnungsgemäß bearbeitet, ungewöhnliche Transaktionen von zehn Kunden nicht untersucht und dokumentiert, und die Geschäftsleitung führte die Geldwäschekontrollen nicht wirksam; es fehlten ein fachkundiger Compliance Officer, klare Zuständigkeiten und ausreichende Schulung.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein Monitoring-System schützt nur, wenn die Geschäftsleitung dafür sorgt, dass seine Alarme von fachkundigem Personal bearbeitet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Bearbeitung von Monitoring-Alarmen und Verantwortung der Geschäftsleitung für Geldwäscheprävention

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
s. 21(2)(a), (b), (c) AMLO (Cap. 615); Schedule 2 ss. 5(1)(c), 19(3), 23 AMLO
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Keine frühere Disziplinarmaßnahme nach der AMLO, Kooperation mit der Aufsicht.
Haftung von Führungskräften
Die Aufsicht stellte fest, dass die Geschäftsleitung keine klare Führungsrolle bei der Geldwäscheprävention wahrnahm und keinen fachkundigen Compliance Officer bestellte; Maßnahmen gegen Einzelpersonen enthält die Entscheidung nicht.
Veröffentlicht
22.07.2025

Originalbetrag 8.500.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.07.2025.

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22.07.2025 33 Financial Services LimitedHKMA: Rüge und 1,6 Mio. HKD für 33 Financial Services wegen Mängeln bei Geschenkkarten HongkongKundensorgfalt 174.222 €

Die HKMA rügte den lizenzierten Anbieter gespeicherter Werte (Stored Value Facility) 33 Financial Services und verhängte eine Geldbuße von 1,6 Mio. HKD. Zwischen Dezember 2019 und August 2023 kaufte eine Gruppe aus einem Firmen- und fünf Privatkunden über 49.000 Geschenkkarten für rund 25 Mio. HKD, ohne dass das Unternehmen Zweck und Art der Geschäftsbeziehung ausreichend klärte; bei zehn Kunden, von denen es wusste, dass sie für Unternehmen kauften, unterblieb die Prüfung dieser Unternehmen. Zudem stellte es nicht sicher, dass Vertriebspartner die Identität nicht in Hongkong ansässiger Kunden persönlich prüften und dokumentierten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch bei Geschenkkarten gilt: Wer erkennbar für ein Unternehmen kauft, bringt dieses Unternehmen als Kunden mit, und ausgelagerte Identitätsprüfungen müssen kontrolliert werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Kundensorgfalt beim Verkauf von Geschenk- und Wertkarten

Behörde / Gericht
Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
Sections 33Q(2)(a) und 33Q(2)(b)(iii), Section 8Q Payment Systems and Stored Value Facilities Ordinance (Cap. 584) i. V. m. Section 6(2)(b) Part 2 Schedule 3; Guideline on AML/CFT (For Stored Value Facility Licensees)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
ja
Mildernde Umstände
Abhilfemaßnahmen zur Verbesserung der Kontrollen und Kooperation mit der HKMA.
Veröffentlicht
22.07.2025

Originalbetrag 1.600.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.07.2025.

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28.04.2025 Interactive Brokers Hong Kong LimitedSFC: 4,2 Mio. HKD Geldbuße für Interactive Brokers HK wegen Wertpapierleihe ohne Vollmacht HongkongOrganisationspflichten 476.704 €

Die SFC rügte Interactive Brokers Hong Kong öffentlich und verhängte eine Geldbuße von 4,2 Mio. HKD, weil der Broker zwischen Dezember 2017 und Oktober 2020 an der Hongkonger Börse notierte Wertpapiere von 7.911 Kunden auf Grundlage abgelaufener Dauervollmachten (standing authorities) verlieh. Wegen eines Programmierfehlers waren die Verlängerungsschreiben nicht versandt worden. Das verstieß gegen die Securities and Futures (Client Securities) Rules und den Code of Conduct.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Automatisierte Prozesse für Kundenvollmachten brauchen eine unabhängige Kontrolle, ob Fristen und Verlängerungen tatsächlich eingehalten werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Umgang mit Kundenwertpapieren und Fristen von Kundenvollmachten

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC), Hongkong
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Section 194 Securities and Futures Ordinance (Cap. 571); Sections 7 und 10 Securities and Futures (Client Securities) Rules; General Principles 7 und 8, Paragraphen 11.1(a) und 12.1 Code of Conduct
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Verschulden
fahrlässig
Mildernde Umstände
Selbstanzeige und Abhilfemaßnahmen, kein vorsätzliches Handeln, kein nachgewiesener Kundenschaden, Kooperation und Anerkennung der Feststellungen.
Veröffentlicht
28.04.2025

Originalbetrag 4.200.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.04.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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27.01.2025 Hang Seng Bank LimitedHang Seng Bank: 66,4 Mio. HKD wegen Verkaufspraktiken und überhöhter Gebühren HongkongOrganisationspflichten 8,1 Mio. €

Hang Seng Bank wurde öffentlich gerügt und mit 66.400.000 HKD gebüßt. Kundenberater hatten 46 Kunden, deren Fondsgeschäfte 2016/2017 als Eigenentscheidung verbucht waren, zu übermäßig häufigen Käufen und Verkäufen mit kurzen Haltedauern veranlasst; zwischen 2014 und 2018 erwarben 388 Kunden ohne festgestellte Derivatekenntnisse in 629 Geschäften Derivatefonds; und zwischen 2014 und 2023 behielt die Bank unzulässig Vorteile ein, berechnete zu hohe Gebühren und legte Bestandsprovisionen unzureichend offen (mindestens 22,4 Mio. HKD). Die Bank hat betroffene Kunden entschädigt und zu viel vereinnahmte Beträge erstattet.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Als Eigenentscheidung markierte Kundengeschäfte und Gebührenabrechnungen brauchen eine unabhängige Kontrolle, sonst bleiben Fehlberatung und Überberechnung jahrelang unentdeckt.

Bezug zu Schulung und Awareness

Anlageberatung: Eignungsprüfung, übermäßiger Handel und Gebührentransparenz

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
s. 196 SFO (Cap. 571); Code of Conduct for Persons Licensed by or Registered with the SFC
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Entschädigung der Kunden und Erstattung der Vorteile, interne und unabhängige Überprüfungen nach Selbstmeldung, Kooperation mit HKMA und SFC und Annahme der Feststellungen, keine früheren Disziplinarmaßnahmen.
Veröffentlicht
27.01.2025

Originalbetrag 66.400.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.01.2025.

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06.12.2024 China CITIC Bank International LimitedHKMA: 4 Mio. HKD Geldbuße für China CITIC Bank International wegen fehlerhafter Regeln HongkongInterne Sicherungsmaßnahmen 485.944 €

Die HKMA verhängte gegen China CITIC Bank International eine Geldbuße von 4 Mio. HKD, weil in ihrem ab November 2015 eingesetzten Transaktionsüberwachungssystem 13 von 33 Erkennungsregeln und zwei Kernmodellregeln bis Juli 2018 nicht wie vorgesehen umgesetzt waren und deshalb weniger Alarme entstanden. Bei 12 von 30 Stichprobenkunden prüfte die Bank ungewöhnliche Transaktionen nicht auf Hintergrund und Zweck. Als Ursachen nannte die HKMA fehlendes Vier-Augen-Prinzip bei der Eingabe der Systemwerte und unzureichende Abnahmetests.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Die Parameter eines Überwachungssystems gehören unter Vier-Augen-Kontrolle und müssen vor dem Echtbetrieb gegen die fachlichen Vorgaben getestet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Vier-Augen-Prinzip und Tests bei der Konfiguration von Überwachungssystemen

Behörde / Gericht
Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 5(1)(c) und 19(3) Schedule 2 AMLO
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Abhilfemaßnahmen, keine Vorbelastung nach der AMLO und Kooperation mit der HKMA.
Veröffentlicht
06.12.2024

Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.12.2024.

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08.11.2024 Fubon Bank (Hong Kong) LimitedHKMA: 4 Mio. HKD Geldbuße für Fubon Bank (Hong Kong) wegen Überwachungslücken HongkongInterne Sicherungsmaßnahmen 477.640 €

Die HKMA verhängte gegen Fubon Bank (Hong Kong) eine Geldbuße von 4 Mio. HKD, weil die Bank zwischen April 2019 und Juli 2022 keine wirksamen Verfahren für Änderungen an ihrer Transaktionsüberwachung hatte: Die Datenübertragung aus dem Kernbankensystem war mangelhaft kontrolliert, die Abnahmetests waren unwirksam, und es fehlten Verfahren, um einem starken Rückgang der Alarme ab Juni 2019 nachzugehen und den Überwachungsumfang regelmäßig zu überprüfen. Die Transaktionen von rund 64.000 Kunden wurden nicht angemessen geprüft, und bei rund 1.500 von ihnen unterblieb nach der Reaktivierung ruhender Geschäftsbeziehungen die anlassbezogene Überprüfung.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein plötzlicher Rückgang von Überwachungsalarmen ist selbst ein Warnsignal und muss nach jeder Systemänderung untersucht werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Änderungsmanagement und Plausibilitätskontrolle in der Transaktionsüberwachung

Behörde / Gericht
Hong Kong Monetary Authority (HKMA)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Section 21(2)(c) Anti-Money Laundering and Counter-Terrorist Financing Ordinance (Cap. 615); Sections 19(3) und 5(1) Schedule 2 AMLO
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Selbstanzeige, Kooperation, Behebung der Mängel und keine disziplinarische Vorbelastung.
Veröffentlicht
08.11.2024

Originalbetrag 4.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.11.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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09.10.2024 Xinhu International Futures (Hong Kong) Co., LimitedXinhu International Futures: 9 Mio. HKD wegen Geldwäsche-Kontrollmängeln HongkongInterne Sicherungsmaßnahmen 1,06 Mio. €

Der Futures-Broker Xinhu International Futures (Hong Kong) wurde öffentlich gerügt und mit 9.000.000 HKD gebüßt. Zwischen Dezember 2016 und März 2019 prüfte er die von 84 Kunden genutzte kundeneigene Handelssoftware nicht, hinterfragte Einzahlungen auf sechs Konten nicht angemessen, die nicht zum angegebenen Finanzprofil passten, und erkannte mangels wirksamer Überwachung 12.413 Geschäfte in zehn Kundenkonten nicht, bei denen Käufer und Verkäufer identisch waren (self-matched trades).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Kunden eigene Handelssoftware anbinden lässt, muss deren Risiken prüfen und Einzahlungen wie Handelsmuster laufend mit dem Kundenprofil abgleichen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Geldwäscheprävention im Brokerage: Kundensoftware, Einzahlungen und Handelsmuster

Behörde / Gericht
Securities and Futures Commission (SFC)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
s. 194 SFO (Cap. 571); Schedule 2 ss. 5(1)(a)–(c), 23 AMLO (Cap. 615); AML Guideline paras. 2.1–2.3, 4.7.12, 5.1, 5.10, 5.11; Code of Conduct GP 2, GP 3, paras. 4.3, 5.1
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Kooperation mit der Aufsicht, sonst keine Disziplinarmaßnahmen.
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
09.10.2024

Originalbetrag 9.000.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.10.2024.

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