Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik und Naher Osten: 1.907 Fälle aus 40 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach Behörde- Controladoria-Geral da União (CGU) 82,6 Mio. € 55 % · 2 Fälle
- Comissão de Valores Mobiliários (CVM) 41,4 Mio. € 27 % · 3 Fälle
- Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo 12,7 Mio. € 8 % · 1 Fall
- Controladoria-Geral da União (CGU) und Advocacia-Geral da União (AGU) 7,15 Mio. € 5 % · 1 Fall
- Banco Central do Brasil (Comitê de Decisão de Processo Administrativo Sancionador – COPAS) 6,88 Mio. € 5 % · 3 Fälle
Wofür?
nach RechtsgebietAlle Rechtsgebiete
Wen?
nach Unternehmen- Bulls Holding Investments Company S.A., RS Investimentos S/A 81,5 Mio. € 54 % · 1 Fall
- Florim Consultoria Ltda. (ehem. Silverado Gestão e Investimentos), Santander Caceis Brasil DTVM S.A., Gradual CCTVM S.A. – Massa Falida u. a. (5 Unternehmen) 41,2 Mio. € 27 % · 1 Fall
- BofA Securities Inc., Nomura International plc, Standard Chartered Bank u. a. (5 Banken) 12,7 Mio. € 8 % · 1 Fall
- Qualicorp Consultoria e Corretora de Seguros S.A. 7,15 Mio. € 5 % · 1 Fall
- Banco Genial S.A. 3,62 Mio. € 2 % · 1 Fall
- Banco Topázio S.A. 2,82 Mio. € 2 % · 1 Fall
- IRB-Brasil Resseguros S.A. 1,07 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Lebes Financeira S.A. – Sociedade de Crédito, Financiamento e Investimento 432.774 € 0 % · 1 Fall
- Intra DTVM Ltda. 188.419 € 0 % · 1 Fall
- Regen Serviços Fiduciários Ltda. 39.713 € 0 % · 1 Fall
Wann?
je Quartal, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| Q4 2023 | 0 | – |
| Q1 2024 | 0 | – |
| Q2 2024 | 0 | – |
| Q3 2024 | 0 | – |
| Q4 2024 | 1 | 41,2 Mio. € |
| Q1 2025 | 2 | 7,34 Mio. € |
| Q2 2025 | 1 | 39.713 € |
| Q3 2025 | 1 | 81,5 Mio. € |
| Q4 2025 | 1 | 12,7 Mio. € |
| Q1 2026 | 0 | – |
| Q2 2026 | 1 | 2,82 Mio. € |
| Q3 2026 | 3 | 5,12 Mio. € |
| Q4 2026 | 0 | – |
10 Fälle
12.08.2026 Banco Genial S.A.Banco Genial: 21,56 Mio. BRL wegen Mängeln bei Geldwäscheprävention im Devisengeschäft 3,62 Mio. €
Das Comitê de Decisão de Processo Administrativo Sancionador (COPAS) des Banco Central do Brasil verhängte gegen die Banco Genial S.A. Geldbußen von insgesamt 21.560.000,00 BRL: 4.200.000,00 BRL für unzureichende Richtlinien, Verfahren und Kontrollen zur Geldwäscheprävention, 8.920.000,00 BRL, weil die Bank die Qualifikation von Devisenkunden nicht geprüft hatte, und 8.440.000,00 BRL für nicht form- und fristgerechte Verdachtsmeldungen an die Finanzermittlungsstelle Coaf. Der Meldevorwurf betraf laut den Verfahrensunterlagen 1.364 Devisengeschäfte zum Erwerb virtueller Vermögenswerte mit fünf Kunden von November 2020 bis Oktober 2021 über insgesamt 744.341.982,45 USD.
Devisengeschäfte zum Kauf von Kryptowerten erfordern eine Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kunden und fristgerechte Verdachtsmeldungen.
Kundenprüfung und Verdachtsmeldungen im Devisen- und Kryptogeschäft
- Behörde / Gericht
- Banco Central do Brasil (Comitê de Decisão de Processo Administrativo Sancionador – COPAS)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
- Rechtsgrundlage
- Lei nº 9.613/1998, Art. 10 III, Art. 11 und 12; Lei nº 13.506/2017; Circular BCB nº 3.978/2020; Resolução CMN nº 3.568/2008
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Originalbetrag 21.560.000 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.08.2026.
- Banco Central do Brasil: Processo Administrativo Sancionador PE 280965 – Relatório, Voto und Decisão 2349/2026-COPAS vom 12.08.2026 Entscheidung einer Behörde
- Banco Central do Brasil: Penalidades aplicadas em PAS (Gepad_QuadroPenalidades), PAS 280965 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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12.08.2026 Lebes Financeira S.A. – Sociedade de Crédito, Financiamento e InvestimentoLebes Financeira: 2,58 Mio. BRL wegen Krediten an nahestehende Partei über dem Limit 432.774 €
Der BCB-Sanktionsausschuss COPAS verhängte gegen Lebes Financeira S.A. – Sociedade de Crédito, Financiamento e Investimento eine Geldbuße von 2.576.000,00 BRL, weil sie von Januar 2022 bis März 2023 unzulässige Kreditgeschäfte mit einer nahestehenden Gesellschaft betrieb: Ihr Bankkorrespondent behielt eingezogene Kreditraten ein, die Rückstände erreichten Ende November 2022 147 Mio. BRL bzw. 207,66 % des bereinigten Eigenkapitals bei einem Limit von 10 %. Hinzu kam ein über eine dritte Gesellschaft geleiteter Kredit von 20 Mio. BRL. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Behält ein verbundener Vertriebspartner Kundengelder ein, entsteht daraus schnell ein verbotener Kredit an eine nahestehende Partei.
- Behörde / Gericht
- Banco Central do Brasil (Comitê de Decisão de Processo Administrativo Sancionador – COPAS)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Lei 13.506/2017, Art. 3 II; Lei 4.595/1964, Art. 34 § 3 V d und § 4 I; Resolução CMN 4.693/2018, Arts. 5, 6 und 7 II
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Originalbetrag 2.576.000 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.08.2026.
- BCB – PAS PE 293627, Relatório, Voto e Decisão 2351/2026-COPAS de 12 de agosto de 2026 (Lebes Financeira S.A.) Entscheidung einer Behörde
- BCB – Quadro geral de penalidades em PAS (OData), PAS 293627 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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02.07.2026 IRB-Brasil Resseguros S.A.IRB-Brasil Resseguros: 6,32 Mio. BRL im Vergleich wegen Behinderung der SUSEP-Aufsicht 1,07 Mio. €
IRB-Brasil Resseguros S.A. schloss mit der CGU einen Termo de Compromisso (Vergleich im Sanktionsverfahren) und zahlt mutmaßlich eine Geldbuße von 6.317.473,41 BRL, weil das Unternehmen die Ermittlungs- und Aufsichtstätigkeit der Versicherungsaufsicht SUSEP erschwert hatte (Art. 5 V Lei 12.846/2013). Die Buße entspricht dem gesetzlichen Minimum von 0,1 % des Bruttoumsatzes (6.509.921,81 BRL) abzüglich 192.448,40 BRL, die bereits in SUSEP-Verfahren wegen inkonsistenter Meldungen gezahlt worden waren. Auf die außerordentliche Veröffentlichung wurde verzichtet, das Verfahren ist damit beendet.
Unvollständige oder widersprüchliche Angaben gegenüber einer Aufsichtsbehörde können als Behinderung der Aufsicht eine Antikorruptionsbuße auslösen.
Behinderung von Aufsichtsbehörden durch unzutreffende Angaben
- Behörde / Gericht
- Controladoria-Geral da União (CGU)
- Rechtsgebiet
- Korruption und Bestechung
- Rechtsgrundlage
- Lei 12.846/2013, Art. 5 V, Art. 6 I; Decreto 11.129/2022, Art. 25 § 2; Portaria Normativa CGU 155/2024
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Angerechnet wurden ein Compliance-Programm (3,6 %), der fehlende Nachweis von Vorteil oder Schaden (1 %) sowie vergleichsbedingte Nachlässe für Kooperation und Eingeständnis; bereits an die SUSEP gezahlte Bußen wurden abgezogen.
- Veröffentlicht
- 03.07.2026
Originalbetrag 6.317.473,41 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 02.07.2026.
- CGU Base de Conhecimento – PAR 00190.102081/2025-58 (IRB-Brasil Resseguros S.A.) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- CGU – Termo de Compromisso com IRB-Brasil Resseguros S.A. (SEI 4136663) Entscheidung einer Behörde
- CGU – Nota Técnica nº 1857/2026/CGIST/DIREP/SIPRI (Termo de Compromisso IRB) Entscheidung einer Behörde
- DOU Seção 3, 3.7.2026 – Extrato de Compromisso CGU/IRB-Brasil Resseguros Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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11.05.2026 Banco Topázio S.A.Banco Topázio: 16,28 Mio. BRL und Krypto-Devisenverbot wegen Geldwäschemängeln 2,82 Mio. €
Der Sanktionsausschuss COPAS des Banco Central do Brasil verhängte gegen Banco Topázio S.A. Geldbußen von zusammen 16.280.000,00 BRL: 4.560.000,00 BRL, weil das Überwachungssystem keine Regeln für Devisengeschäfte zum Kauf und Verkauf virtueller Vermögenswerte enthielt, 3.280.000,00 BRL, weil verdächtige Geschäfte nicht oder verspätet an die Finanzermittlungsstelle Coaf gemeldet wurden (darunter 3,05 Mrd. BRL eines Kunden), und 8.440.000,00 BRL, weil die Bank die Qualifikation von Devisenkunden nicht geprüft hatte. Zusätzlich darf sie zwei Jahre lang keine außerbörslichen Devisengeschäfte für virtuelle Vermögenswerte abwickeln, bei denen der Kunde als nicht autorisierter Intermediär für Dritte auftritt. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Wer Devisengeschäfte für Krypto-Intermediäre abwickelt, braucht passende Monitoring-Szenarien und muss auch die Kunden hinter den Kunden kennen.
Geldwäscheüberwachung bei Devisengeschäften mit Krypto-Intermediären
- Behörde / Gericht
- Banco Central do Brasil (Comitê de Decisão de Processo Administrativo Sancionador – COPAS)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
- Rechtsgrundlage
- Lei 9.613/1998, Art. 10 III, Art. 11 II, Art. 12 II und § 2 II und IV; Circular BCB 3.978/2020, Arts. 38, 39 und 48; Lei 13.506/2017, Art. 3 XVII, Art. 5 II und IV
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Originalbetrag 16.280.000 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.05.2026.
- BCB – PAS PE 266470, Relatório, Voto e Decisão 1423/2026-COPAS de 11 de maio de 2026 (Banco Topázio S.A.) Entscheidung einer Behörde
- BCB – Quadro geral de penalidades em PAS (OData), PAS 266470 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
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22.10.2025 BofA Securities Inc., Nomura International plc, Standard Chartered Bank u. a. (5 Banken)CADE: Vergleiche mit fünf Banken im Offshore-Devisenkartell über 79 Mio. BRL 12,7 Mio. €
Das Tribunal des CADE genehmigte am 22.10.2025 im Block fünf Verpflichtungsvergleiche (Termos de Compromisso de Cessação, TCC) mit Banken und legte folgende Geldbeiträge mutmaßlich fest: BofA Securities Inc. 33.010.207,04 BRL, Nomura International plc 32.145.917,76 BRL, Standard Chartered Bank 11.544.947,78 BRL, Credit Suisse AG 1.582.051,57 BRL und MUFG Bank 714.782,33 BRL, zusammen 78.997.906,48 BRL. Die Sitzungsniederschrift nennt den Verfahrensgegenstand nicht; alle fünf Banken gehören aber zu den Beteiligten, deren Verurteilung die Generalsuperintendenz im April 2025 im Verfahren zum Kartell auf dem Offshore-Devisenmarkt empfohlen hatte (laut CADE Absprachen über die Preise von Devisengeschäften, Austausch sensibler Informationen und Benachteiligung anderer Marktteilnehmer wie Broker). Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Händler im Devisengeschäft dürfen sich mit Wettbewerbern weder über Preise noch über Kunden abstimmen; bankübergreifende Chats sind ein typisches Kartellrisiko.
Preisabsprachen und Informationsaustausch im Devisenhandel
- Behörde / Gericht
- Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Lei nº 12.529/2011 (Termo de Compromisso de Cessação)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 30.10.2025
Originalbetrag 78.997.906,48 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.10.2025.
- Diário Oficial da União, 30.10.2025, Seção 1, S. 87: Ata da 256ª Sessão Ordinária de Julgamento do CADE (22.10.2025), Punkte 9–13 Amtliches Register oder Bekanntmachung
- Diário Oficial da União, 10.04.2025, Seção 1, S. 44: Despacho SG nº 7/2025, Processo Administrativo nº 08700.004633/2015-04 (Empfehlung der Verurteilung) Amtliches Register oder Bekanntmachung
- CADE, 09.04.2025: Superintendência-Geral do Cade recomenda condenação de cartel do câmbio offshore Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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30.09.2025 Bulls Holding Investments Company S.A., RS Investimentos S/ABulls Holding und RS Investimentos: 508,8 Mio. BRL wegen Behinderung der Aufsicht 81,5 Mio. €
Die Controladoria-Geral da União (CGU) verhängte gegen die Bulls Holding Investments Company S.A. eine Geldbuße von 387.431.733,02 BRL und gegen die RS Investimentos S/A eine Geldbuße von 121.380.000,00 BRL (zusammen 508.811.733,02 BRL) sowie jeweils die außerordentliche Veröffentlichung der Entscheidung. Nach dem Abschlussbericht hatten die Unternehmen der Versicherungsaufsicht SUSEP Angebote zur Übernahme der unter Sonderverwaltung stehenden Vorsorgeeinrichtung APLUB mit unzureichenden, teils mutmaßlich gefälschten Unterlagen vorgelegt und damit in deren Aufsichtstätigkeit eingegriffen; RS Investimentos wurde zusätzlich wegen Unterstützung der Taten der Bulls Holding sanktioniert. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Irreführende Unterlagen gegenüber einer Aufsichtsbehörde gelten in Brasilien als Eingriff in die Aufsicht nach dem Antikorruptionsgesetz und können sehr hohe Geldbußen auslösen.
Wahrheitsgemäße Angaben gegenüber Aufsichtsbehörden
- Behörde / Gericht
- Controladoria-Geral da União (CGU)
- Rechtsgebiet
- Korruption und Bestechung
- Rechtsgrundlage
- Lei nº 12.846/2013, Art. 5 II und V, Art. 6 I und II, Art. 14
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 02.10.2025
Originalbetrag 508.811.733,02 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.09.2025.
- DOU Seção 1 vom 02.10.2025: CGU Decisão nº 393 de 30.9.2025, PAR 00190.105969/2023-81 Entscheidung einer Behörde
- Base de Conhecimento CGU: PAR 00190.105969/2023-81 (Relatório Final, Parecer CONJUR, Decisão) Amtliches Register oder Bekanntmachung
- Portal da Transparência (CGU): Cadastro Nacional de Empresas Punidas – CNEP, Datendownload (Sanktion 365225) Amtliches Register oder Bekanntmachung
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08.04.2025 Regen Serviços Fiduciários Ltda.Regen Serviços Fiduciários: 255.000 BRL CVM-Buße wegen falscher Liquiditätsangaben 39.713 €
Die CVM verurteilte Regen Serviços Fiduciários Ltda. zu einer Geldbuße von 255.000,00 BRL, weil deren interne Kontrollen versagten und sie der Behörde wiederholt falsche Angaben zur Liquidität der von ihr als Administratorin verwalteten Investmentfonds übermittelte (Art. 19 Instrução CVM 558 bis 30. Juni 2021, danach Art. 22 Resolução CVM 21). Das Unternehmen hatte keine Verteidigung eingereicht; gegen die Entscheidung war ein Rekurs mit aufschiebender Wirkung an den CRSFN möglich.
Aufsichtsmeldungen zur Fondsliquidität brauchen eigene Plausibilitätskontrollen; wiederholte Fehler gelten als Organisationsmangel.
- Behörde / Gericht
- Comissão de Valores Mobiliários (CVM)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Instrução CVM 558/2015, Art. 19; Resolução CVM 21/2021, Art. 22
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 08.04.2025
Originalbetrag 255.000 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.04.2025.
- CVM – CVM multa em R$ 255 mil administrador fiduciário por falhas em controles internos (PAS 19957.011992/2023-24) Pressemitteilung einer Behörde
- CVM – PAS 19957.011992/2023-24, Voto da Diretora-Relatora (8.4.2025) Entscheidung einer Behörde
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17.03.2025 Qualicorp Consultoria e Corretora de Seguros S.A.Qualicorp: Leniency-Vereinbarung über 44,5 Mio. BRL wegen Vorteilszahlung an Amtsträger 7,15 Mio. €
Qualicorp Consultoria e Corretora de Seguros S.A. räumte in einer Leniency-Vereinbarung mit CGU und AGU ein, einem Amtsträger, dessen Handeln oder Unterlassen im Interesse des Unternehmens lag, einen wirtschaftlichen Vorteil gezahlt zu haben. Sie zahlt mutmaßlich 44.485.434,29 BRL als Geldbuße plus Abschöpfung: 27.803.396,43 BRL Abschöpfung des erlangten Vorteils und 16.682.037,86 BRL Geldbuße nach Lei 12.846/2013 (40 % Nachlass), jeweils IPCA-indexiert bis Dezember 2024. Die Vereinbarung erstreckt sich auf weitere Gesellschaften der Qualicorp-Gruppe. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Weiß die Leitung von Zahlungen an Amtsträger oder duldet sie diese, steigt die Buße; ohne wirksames Compliance-Programm fehlt zudem ein Milderungsgrund.
Vorteilszahlung an Amtsträger zur Beeinflussung behördlichen Handelns
- Behörde / Gericht
- Controladoria-Geral da União (CGU) und Advocacia-Geral da União (AGU)
- Rechtsgebiet
- Korruption und Bestechung · Bestechung von Amtsträgern
- Rechtsgrundlage
- Lei 12.846/2013, Art. 6 I, Arts. 16 und 17, Art. 19 I; Lei 8.429/1992; Decreto 11.129/2022
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Angerechnet wurden Vorteilsrückgabe (1 %), Kooperation (1,5 %) und freiwilliges Eingeständnis (2 %); ein Compliance-Programm wurde nicht berücksichtigt. Die Buße entspricht dem gesetzlichen Minimum in Höhe des erlangten Vorteils, danach um 40 % reduziert.
- Haftung von Führungskräften
- Duldung oder Kenntnis der Unternehmensleitung wurde mit dem Höchstsatz von 3 % erschwerend angesetzt.
Originalbetrag 44.485.434,29 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.03.2025.
- CGU/AGU – Acordo de Leniência com a Qualicorp Consultoria e Corretora de Seguros S.A. (Processo 00190.101239/2021-49) Entscheidung einer Behörde
- Acordo de Leniência Qualicorp – Anexo III: Demonstrativo de cálculo e valor da multa Entscheidung einer Behörde
- Acordo de Leniência Qualicorp – Anexo IV: Demonstrativo do valor, imputação e instrução para pagamento Entscheidung einer Behörde
- CGU – Acordos de leniência celebrados (Liste) Amtliches Register oder Bekanntmachung
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11.03.2025 Intra DTVM Ltda.Intra DTVM: CVM-Buße von 1,2 Mio. BRL wegen fehlender Fondsinformationen 188.419 €
Das Kollegium der Comissão de Valores Mobiliários (CVM) verurteilte die Fondsverwalterin Intra DTVM Ltda. zu einer Geldbuße von 1.200.000,00 BRL, weil sie vorgeschriebene periodische Informationen der von ihr verwalteten Investmentfonds verspätet oder gar nicht eingereicht hatte (Art. 59 Instrução CVM 555). Nach der Anklage fehlten zum Ende des Geschäftsjahres 2020 insgesamt 121 Pflichtdokumente zu 12 der 19 verwalteten Fonds; vom Vorwurf der Verletzung der Sorgfaltspflicht wurde die Gesellschaft bei Stimmengleichheit freigesprochen, weil in diesem Fall die für die Beschuldigte günstigere Auffassung gilt. Gegen die Entscheidung ist ein Rechtsmittel beim Conselho de Recursos do Sistema Financeiro Nacional (CRSFN) anhängig. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Fondsverwalter brauchen ein belastbares Fristen- und Kontrollsystem, damit Pflichtinformationen für jeden Fonds rechtzeitig bei der Aufsicht eingehen.
Fristgerechte Pflichtmeldungen an die Aufsicht
- Behörde / Gericht
- Comissão de Valores Mobiliários (CVM)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
- Rechtsgrundlage
- Instrução CVM nº 555/2014, Art. 59
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 18.03.2025
Originalbetrag 1.200.000 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.03.2025.
- CVM: CVM multa em R$ 1.2 milhão acusado por falhas informacionais (18.03.2025, Urteil vom 11.03.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- CVM: Voto des Berichterstatters im PAS CVM 19957.001912/2024-11 Entscheidung einer Behörde
- CVM Dados Abertos: Processos Sancionadores (Stand und Situation der Beschuldigten) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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15.10.2024 Florim Consultoria Ltda. (ehem. Silverado Gestão e Investimentos), Santander Caceis Brasil DTVM S.A., Gradual CCTVM S.A. – Massa Falida u. a. (5 Unternehmen)CVM büßt Florim, Santander Caceis, BNY Mellon und Deutsche Bank im Silverado-FIDC-Fall 41,2 Mio. €
Die Comissão de Valores Mobiliários (CVM) verurteilte Florim Consultoria Ltda. (früher Silverado Gestão e Investimentos Ltda.) wegen betrügerischer Geschäfte bei der Verwaltung von drei Forderungsfonds (FIDC) zu 244.979.397,58 BRL. Wegen mangelhafter Kontrollen als Administratoren bzw. Verwahrer der Fonds erhielten Santander Caceis Brasil DTVM S.A. 2.720.000,00 BRL, Gradual CCTVM S.A. – Massa Falida 1.700.000,00 BRL, BNY Mellon Serviços Financeiros DTVM S.A. 1.200.000,00 BRL und Deutsche Bank S.A. – Banco Alemão 500.000,00 BRL, zusammen 251.099.397,58 BRL gegen Unternehmen. von einzelnen Vorwürfen wurden BNY Mellon, Gradual, Santander Caceis und Deutsche Bank freigesprochen.
Administratoren und Verwahrer von Forderungsfonds müssen Forderungsnachweise und Kontozugriffe des Managers aktiv prüfen – sonst haften sie neben ihm.
Kontrollpflichten von Fondsadministratoren und Verwahrstellen
- Behörde / Gericht
- Comissão de Valores Mobiliários (CVM)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- Instrução CVM 08/1979, Ziff. I i. V. m. II c; Instrução CVM 356/2001, Art. 8 § 3 I, Art. 38 III und IV, Art. 39 II und III i. V. m. § 4
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 16.10.2024
Originalbetrag 251.099.397,58 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.10.2024.
- CVM – CVM multa em quase meio bilhão de reais acusados em processo envolvendo operação fraudulenta na gestão de FIDCs (PAS 19957.006858/2019-25) Pressemitteilung einer Behörde
- CVM – PAS 19957.006858/2019-25, Voto do Presidente-Relator (15.10.2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink