Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
- USA 4,37 Mrd. € 96 % · 23 Fälle
- Kanada 67,7 Mio. € 1 % · 15 Fälle
- Vereinigtes Königreich 58,3 Mio. € 1 % · 29 Fälle
- Australien 26,9 Mio. € 1 % · 10 Fälle
- EU 26,9 Mio. € 1 % · 17 Fälle
- Norwegen 2,32 Mio. € 0 % · 2 Fälle
- Japan 113.203 € 0 % · 1 Fall
- Südafrika 112.512 € 0 % · 1 Fall
- Hongkong 17.267 € 0 % · 2 Fälle
- Südkorea – 0 % · 1 Fall
- 1 weitere0 €
Wofür?
nach UnterthemaWen?
nach BrancheAlle Branchen
- Automobil 4,2 Mrd. € 92 % · 8 Fälle
- Energie und Versorgung 89,9 Mio. € 2 % · 22 Fälle
- Stahl und Metall 65,3 Mio. € 1 % · 8 Fälle
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen 63,3 Mio. € 1 % · 7 Fälle
- Industrie und Maschinenbau 63,2 Mio. € 1 % · 6 Fälle
- Transport, Logistik und Schifffahrt 26,4 Mio. € 1 % · 11 Fälle
- Chemie und Pharma 24,3 Mio. € 1 % · 7 Fälle
- Sonstige 12,4 Mio. € 0 % · 9 Fälle
- Handel und E-Commerce 11,8 Mio. € 0 % · 7 Fälle
- Lebensmittel und Landwirtschaft 2,95 Mio. € 0 % · 11 Fälle
- 3 weitere553.186 €
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 3 | 4,92 Mio. € |
| 2023 | 8 | 26,8 Mio. € |
| 2024 | 27 | 1,66 Mrd. € |
| 2025 | 37 | 2,58 Mrd. € |
| 2026 | 27 | 280,4 Mio. € |
102 Fälle
22.09.2026 Southern WaterSouthern Water: 2,4 Mio. GBP Strafe für Abwasser- und Dieselverschmutzungen in Kent 2,9 Mio. €
Zwischen 2019 und 2021 gelangten um Faversham und Whitstable ungeklärtes Abwasser, Abwasserrückstände, Diesel aus einem Generator und Abfälle in einen Bach und das Meer; die Umstände eines Vorfalls wurden der Behörde nicht gemeldet, rund 70 Fische starben, an Stränden in Tankerton und Herne Bay wurde fast eine Woche vor dem Baden gewarnt. Das Gericht verhängte 2.416.666,67 GBP Strafe, 69.894,04 GBP Kosten und 190 GBP Opferzuschlag; es war die zweite Verurteilung des Unternehmens in diesem Jahr (Mitteilung vom 22.09.2026, genaues Urteilsdatum nicht genannt). Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 hatte das Unternehmen rund 3.109 Beschäftigte.
Wiederholte Verschmutzungen und unterlassene Vorfallmeldungen führen zu Serienverfahren mit steigenden Strafen.
Meldung von Umweltvorfällen an die Aufsicht
- Behörde / Gericht
- Bromley Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulations 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 22.09.2026
Originalbetrag 2.486.750,71 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.09.2026.
- Southern Water fined £2.4m for Kent pollution Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Southern Water Services Limited (02366670) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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10.09.2026 Algoma Steel Inc.Algoma Steel: 1,2 Mio. CAD Strafe für Getriebeöl im St. Marys River 747.710 €
Im Juni 2022 lief im Stahlwerk in Sault Ste. Marie ein Getriebeöltank über; geschätzt 1.000 bis 1.250 Liter Öl gelangten in den St. Marys River, schädlich für Fische und Zugvögel. Das Unternehmen bekannte sich in zwei Punkten schuldig und zahlt 1,2 Mio. CAD in den Environmental Damages Fund; sein Name steht im Environmental Offenders Registry.
Auch kleine Tanküberläufe an Gewässern führen zu Millionenstrafen – Füllstandssicherungen und Rückhaltesysteme sind Pflicht.
Befüllung und Überwachung von Öltanks
- Behörde / Gericht
- Ontario Court of Justice, Sault Ste. Marie (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Fisheries Act, Subsection 36(3); Migratory Birds Convention Act, 1994, Subsection 5.1(1)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis.
- Veröffentlicht
- 11.09.2026
Originalbetrag 1.200.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.09.2026.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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08.09.2026 United Utilities Water LimitedUnited Utilities: Rekordstrafe von 900.000 GBP nach Abwasserflut an der Fylde-Küste 1,12 Mio. €
Nach einem teilweisen Rohreinsturz im Klärwerk Fleetwood flossen im Juni 2023 über 35 Stunden ungeklärte Abwässer aus drei Pumpwerken in die Irische See; sieben Badegewässer waren betroffen, Muschelbänke wurden geschlossen. Der Versorger bekannte sich in fünf Fällen schuldig und muss 900.000 GBP Strafe, 62.225 GBP Kosten und 2.000 GBP Opferzuschlag zahlen. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 hatte das Unternehmen rund 6.678 Vollzeitäquivalente.
Zustand und Redundanz kritischer Abwasserinfrastruktur sind Genehmigungspflicht; die Behörde wertete das Versagen als leichtfertig mit höchster Schadenskategorie.
- Behörde / Gericht
- Preston Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Rund 38 Mio. GBP Investitionen in Reaktion und Reparatur sowie freiwillige Zahlung von 250.000 GBP an den Blackpool Council.
- Veröffentlicht
- 08.09.2026
Originalbetrag 964.225 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.09.2026.
- Water company fined record £900k after coastline sewage spill Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag United Utilities Water Limited (02366678) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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03.09.2026 BDW Trading (Barratt Redrow)Barratt-Redrow-Tochter BDW zahlt 201.500 GBP an Umweltprojekte nach Schlammeintrag in Bäche 234.153 €
Auf der Baustelle Ladden Garden Village in Yate spülte ein Subunternehmer im Juli 2022 sechs Tage lang Schlamm aus der Flächenentwässerung in zwei Bäche. Die Environment Agency akzeptierte eine Enforcement Undertaking: BDW zahlt 201.500 GBP an drei Umwelt- und Gemeinnützigkeitsprojekte, trägt die Ermittlungskosten und hatte bereits über 180.000 GBP in Sanierung, Schulung und besseres Regenwassermanagement investiert. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen rund 5.217 Beschäftigte.
Bauherren haften für Umweltschäden ihrer Subunternehmer; klare Verfahren und Schulungen zum Umgang mit Oberflächenwasser verhindern teure Verfahren.
Gewässerschutz auf Baustellen und Steuerung von Subunternehmern
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Environmental Civil Sanctions (England) Order 2010 (Enforcement Undertaking)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Bau und Immobilien
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Mildernde Umstände
- Übernahme der Verantwortung, Sanierung, Schulung der Beschäftigten und Beantragung einer Einleitgenehmigung.
- Veröffentlicht
- 03.09.2026
Originalbetrag 201.500 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.09.2026.
- Builder pays £201,500 to charities after silting watercourses Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag BDW Trading Limited (03018173) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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28.08.2026 MSC Shipmanagement Limited; Hong Kong Spirit Shipping and Trading LimitedMSC Shipmanagement: 1,75 Mio. USD Strafe für heimliches Einleiten öliger Bilgenabwässer 1,5 Mio. €
Auf der MSC Samira III wurde 2024/2025 ölhaltiges Bilgenwasser über den Abwassertank am Ölabscheider vorbei ins Meer gepumpt; die Ölüberwachung wurde manipuliert und das Öltagebuch gefälscht, das in Philadelphia der Küstenwache vorgelegt wurde. Betreiberin und Eignerin bekannten sich in je zwei APPS-Anklagepunkten schuldig und zahlen zusammen 1,75 Mio. USD; dazu kommen vier Jahre Bewährung.
Reedereien müssen Bordpraxis und Öltagebuch aktiv kontrollieren, denn Anweisungen einzelner Offiziere werden dem Unternehmen strafrechtlich zugerechnet.
MARPOL-Pflichten an Bord, Öltagebuch und Meldewege für Besatzungen
- Behörde / Gericht
- U.S. District Court for the Eastern District of Pennsylvania (Anklage: DOJ Environment and Natural Resources Division)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Act to Prevent Pollution from Ships (APPS), 33 U.S.C. § 1908
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 28.08.2026
Originalbetrag 1.750.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.08.2026.
- International Shipping Companies Sentenced to Pay $1.75 Million Fine for Concealing Discharges of Oily Waste into Ocean Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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11.08.2026 Fiducian Investment Management Services LimitedFiducian: 7,3 Mio. AUD wegen irreführender ESG-Aussagen zu einem Ethikfonds 4,47 Mio. €
Der Supreme Court of New South Wales verhängte auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission (ASIC, australische Kapitalmarkt- und Finanzdienstleistungsaufsicht) Geldbußen von zusammen 7,3 Mio. AUD gegen die Fondsgesellschaft: 2,3 Mio. AUD wegen irreführender Aussagen (s 12DF ASIC Act) und 5 Mio. AUD wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht als Responsible Entity (s 601FC(1)(b) Corporations Act). Der als sozial verantwortlich beworbene Diversified Social Aspirations Fund hielt zwischen Oktober 2019 und Mai 2024 über Zielfonds u. a. Beteiligungen an Unternehmen mit Einnahmen aus fossilen Brennstoffen, obwohl die Produktunterlagen bestimmte Ausschlüsse und eine laufende Überwachung zusagten; auf Bedenken von Anlegern reagierte die Gesellschaft nicht mit einer Anpassung ihrer Aussagen.
Nachhaltigkeitsversprechen eines Fonds brauchen eine laufende Kontrolle der tatsächlichen Anlagen; weichen diese ab, sind Anlagen oder Aussagen anzupassen.
Belegbarkeit von ESG- und Ethik-Aussagen in Produktunterlagen und Fondsmarketing
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Supreme Court of New South Wales (auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission, ASIC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- ASIC Act 2001 (Cth) s 12DF (Geldbuße nach s 12GBB); Corporations Act 2001 (Cth) s 601FC(1)(b) (Geldbuße nach s 1317G)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Eingeständnis, Kooperation im gesamten Verfahren und Reue; seit Verfahrensbeginn unabhängige Überprüfung der Produktunterlagen; keine früheren gerichtlichen Feststellungen.
- Haftung von Führungskräften
- Nach den vereinbarten Tatsachen war die Leitungsebene beteiligt (damaliger Executive Chair und Head of Investments der Gesellschaft).
- Veröffentlicht
- 12.08.2026
Originalbetrag 7.300.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.08.2026.
- Supreme Court of NSW – In the matter of Fiducian Investment Management Services Pty Ltd [2026] NSWSC 959 (Decision date 11.08.2026) Gerichtsentscheidung
- ASIC 26-191MR – Court orders Fiducian Investment Management Services to pay $7.3 million penalty over operation of ESG fund (12.08.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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05.08.2026 GmbH (im Urteil anonymisiert)Illegale Ablagerung von Bauabfällen: GmbH muss 375.000 € Verfall zahlen 375.000 €
Das OLG Linz ergänzte die Verurteilung einer GmbH nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz wegen vorsätzlichen umweltgefährdenden Behandelns und Verbringens von Abfällen um einen Verfall von 375.000 EUR; die vom Landesgericht Salzburg verhängte, bedingt nachgesehene Verbandsgeldbuße von 30 Tagessätzen zu 500 EUR (15.000 EUR) blieb bestehen. Von Mai 2021 bis Mai 2024 und erneut von Mai 2025 bis Februar 2026 ließ die Gesellschaft entgegen dem AWG 2002 und teils einem Bescheid Bodenaushub, Baurestmassen, Asphalt und Betonbruch gegen Entgelt annehmen und auf einem Grundstück ablagern; der Beseitigungsaufwand wurde auf rund 3,24 Mio. EUR geschätzt. Als Betrag ist nur der Verfall von 375.000 EUR erfasst; die Verbandsgeldbuße von 15.000 EUR wurde bedingt nachgesehen.
Wer Abfälle ohne Genehmigung annimmt und ablagert, riskiert neben der Verbandsgeldbuße den Verfall der dafür erhaltenen Entgelte, der die Geldbuße weit übersteigen kann.
Abfallrecht und behördliche Auflagen bei Aushub und Baurestmassen
- Behörde / Gericht
- Oberlandesgericht Linz (Berufung gegen Urteil des Landesgerichts Salzburg vom 06.03.2026)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- § 181b Abs. 1 und 2 StGB; §§ 3, 4 Abs. 1 und 3, § 6 Abs. 1, § 14 Abs. 1 VbVG; § 20 Abs. 3 StGB; AWG 2002
- Maßnahme
- Gewinnabschöpfung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Sonstige
- Verschulden
- vorsätzlich
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Bisherige Unbescholtenheit des Verbands; eher geringes Umweltrisiko. Weitere vom Gericht berücksichtigte Umstände betreffen eine natürliche Person und werden hier nicht wiedergegeben.
- Haftung von Führungskräften
- Die Verantwortlichkeit der Gesellschaft knüpft nach dem VbVG an das Handeln ihres Geschäftsführers an.
- OLG Linz, 9 Bs 153/26b vom 05.08.2026 (RIS) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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17.07.2026 Southern WaterSouthern Water: 7,1 Mio. GBP Strafe für wiederholte Abwassereinleitungen in Kent 8,38 Mio. €
Der Canterbury Crown Court verurteilte Southern Water wegen 13 Verstößen gegen die Environmental Permitting Regulations 2016 zu einer Geldstrafe von 7.127.083 GBP; hinzu kommen 149.000 GBP Verfahrenskosten und 181 GBP Opferzuschlag. Zwischen 2019 und 2021 führten ausgefallene Pumpen und schlecht gewartete Technik an den Pumpstationen Margate und Broadstairs zu mehreren Einleitungen ungeklärten Abwassers ins Meer, die teils erst am Folgetag oder Wochen später gemeldet wurden; Strände mussten gesperrt werden. Das Unternehmen räumte zudem 35 weitere unerlaubte Einleitungen aus demselben Zeitraum ein.
Die Wartung kritischer Pumpanlagen und die sofortige Meldung jeder Einleitung an die Behörde sind Kernpflichten eines Genehmigungsinhabers.
Anlagenwartung und unverzügliche Meldung von Umweltvorfällen
- Behörde / Gericht
- Canterbury Crown Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 17.07.2026
Originalbetrag 7.127.083 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.07.2026.
- Environment Agency: Southern Water fined £7.1 million for sewage pollution (17.07.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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24.06.2026 The Chemours Company; The Chemours Company FC, LLCChemours: 22,5 Mio. USD Zivilstrafe im PFAS-Vergleich mit EPA und West Virginia 19,8 Mio. €
EPA, US-Justizministerium und die Umweltbehörde West Virginias haben mit Chemours einen Vergleich (Consent Decree) über PFAS-Einleitungen in Cape Fear, Delaware und Ohio River geschlossen, die teils ohne und teils entgegen den Einleitgenehmigungen erfolgten; hinzu kommen Verstöße gegen TSCA und RCRA an vier Werken. Chemours zahlt 22.500.000 USD Zivilstrafe in drei Jahresraten von je 7.500.000 USD und übernimmt Abhilfe, u. a. Trinkwasserversorgung, PFAS-Kontrollen und ein 90-Mio.-USD-Minderungsprogramm, nach EPA-Angaben zusammen über 450 Mio. USD. Der Vergleich wurde am 24. Juni 2026 bei Gericht eingereicht und steht unter dem Vorbehalt öffentlicher Kommentierung und gerichtlicher Genehmigung. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Wer PFAS herstellt, muss jede Einleitung laufend gegen die Genehmigung abgleichen – ungeregelte Stoffströme führen zu Strafe und teuren Pflichten gegenüber Anwohnern.
Einleitgenehmigungen und PFAS-Emissionen
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice mit West Virginia Department of Environmental Protection (U.S. District Court, Southern District of West Virginia)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Water Act (NPDES); Resource Conservation and Recovery Act; Toxic Substances Control Act; West Virginia Water Pollution Control Act
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- nicht rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Mildernde Umstände
- Die Höhe der Zivilstrafe wurde nach der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bemessen.
- Veröffentlicht
- 24.06.2026
Originalbetrag 22.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 24.06.2026.
- EPA: Chemours Settlement Summary - June 2026 Pressemitteilung einer Behörde
- EPA News Release, 24.06.2026: EPA Obtains Over $450 Million In Penalties and Relief in Agreement with Chemours Pressemitteilung einer Behörde
- Proposed Consent Decree, United States and West Virginia v. The Chemours Company, Civil Action 2:26-cv-00418 (S.D. W. Va.), lodged 24.06.2026 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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23.06.2026 Denka Performance Elastomer, LLCDenka Performance Elastomer: 996.703 USD wegen Gefahrabfällen im Neoprenwerk 874.915 €
Die EPA (Region 6) hat mit Denka Performance Elastomer eine Vergleichsvereinbarung mit abschließender Anordnung (Consent Agreement and Final Order) zu RCRA-Verstößen im Neoprenwerk in LaPlace (Louisiana) erlassen: fehlende Einstufung von Abfällen, Verstöße gegen Deponierungsbeschränkungen sowie Behandlung und Lagerung gefährlicher Abfälle ohne Genehmigung. Denka zahlt 996.703,35 USD und muss eine Solegrube samt Nebenanlagen räumen; nimmt das derzeit stillgelegte Werk den Betrieb wieder auf, gelten weitere Auflagen, u. a. zu Abfallinventar, Behältern, Schulung und Schutzausrüstung. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Jeder Abfallstrom braucht eine dokumentierte Einstufung als gefährlich oder nicht – ohne sie fehlt die Grundlage für rechtmäßige Lagerung, Behandlung und Entsorgung.
Einstufung und Lagerung gefährlicher Abfälle
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA), Region 6
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Resource Conservation and Recovery Act (RCRA), Docket RCRA-06-2025-0910
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 02.07.2026
Originalbetrag 996.703,35 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.06.2026.
- EPA: Denka Performance Elastomer RCRA Settlement Summary Pressemitteilung einer Behörde
- EPA Region 6: Consent Agreement and Final Order, Denka Performance Elastomer LLC, Docket No. RCRA-06-2025-0910 Entscheidung einer Behörde
- EPA News Release, 02.07.2026: EPA Final Settlement with Denka Performance Elastomer Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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18.06.2026 Siliziumkarbid-Hersteller (anonymisiert)Siliziumkarbid-Hersteller: 18 Mio. NOK wegen nicht repräsentativer Emissionsmessungen 1,62 Mio. €
Økokrim erließ gegen ein Industrieunternehmen, das Siliziumkarbid herstellt, einen Strafbefehl über 18.000.000 NOK wegen Verstößen gegen das Umweltschutzgesetz (forurensningsloven) und falscher Angaben gegenüber Miljødirektoratet. Nach Auffassung von Økokrim waren die Luftemissionsmessungen im Jahr 2021 nicht repräsentativ, weil während der Messkampagnen u. a. weniger produziert wurde; dadurch bestand die Gefahr, dass deutlich mehr des krebserregenden Benzo[a]pyren ausgestoßen wurde als genehmigt. Das Unternehmen hat den Strafbefehl angenommen.
Eigenüberwachung von Emissionen muss den Normalbetrieb abbilden – wer Messungen durch gedrosselte Produktion beschönigt, riskiert hohe Unternehmensstrafen.
Integrität von Umwelt-Eigenmessungen und Meldungen an Behörden
- Behörde / Gericht
- Økokrim
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Forurensningsloven (Umweltschutzgesetz); falsche Angaben gegenüber Miljødirektoratet
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Verschulden
- vorsätzlich
- Haftung von Führungskräften
- Nach Økokrim trafen Führungskräfte die Entscheidungen über die nicht repräsentativen Messungen im Wissen, dass sie die tatsächlichen Emissionen nicht abbilden würden.
- Veröffentlicht
- 18.06.2026
Originalbetrag 18.000.000 NOK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.06.2026.
- Økokrim, Nachrichten (Übersicht) (Entscheidung 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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27.05.2026 Scottish Sea Farms LimitedScottish Sea Farms: 70.000 GBP Zivilstrafen wegen fehlender F-Gas-Leckerkennung 80.815 €
Die schottische Umweltbehörde SEPA verhängte gegen den Lachsverarbeiter Scottish Sea Farms zwei zivilrechtliche Geldstrafen von je 35.000 GBP (insgesamt 70.000 GBP). Zwei Eisanlagen am Standort Gremista in Lerwick (Shetland) enthielten fluorierte Treibhausgase oberhalb der Schwelle von 500 Tonnen CO2-Äquivalent, hatten aber kein funktionsfähiges Leckerkennungssystem.
Große Kälteanlagen brauchen eine funktionierende Leckerkennung; ihr Fehlen wird auch ohne nachgewiesenen Austritt geahndet.
Pflichten für Kälteanlagen mit fluorierten Gasen
- Behörde / Gericht
- Scottish Environment Protection Agency (SEPA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Fluorinated Greenhouse Gases Regulations 2015; Verordnung (EU) Nr. 517/2014
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Mildernde Umstände
- Das Unternehmen hat die Anlagen inzwischen in einen rechtskonformen Zustand gebracht.
- Veröffentlicht
- 27.05.2026
Originalbetrag 70.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.05.2026.
- SEPA: Salmon processor fined £70,000 over fluorinated greenhouse gas rule breaches (27.05.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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22.05.2026 China Harbour Engineering Company LimitedChina Harbour Engineering: 78.000 HKD für Einleitung in Wasserschutzzone 8.584 €
China Harbour Engineering Company Limited wurde im April 2026 vor dem Eastern Magistrates' Court nach der Water Pollution Control Ordinance zu 78.000 HKD verurteilt, weil die Gesellschaft am 14.07.2025 Abfall bzw. verunreinigende Stoffe in eine Wasserschutzzone (water control zone) eingeleitet hatte; Anklage erhob das Environmental Protection Department. Es war die höchste Geldstrafe unter den 40 Umweltverurteilungen, die die Behörde für April 2026 veröffentlichte.
Einleitungen in Gewässer müssen vorab genehmigt und laufend überwacht werden – schon ein einzelner Vorfall führt in Hongkong zu einer Strafverurteilung.
Gewässerschutz und genehmigte Einleitungen
- Behörde / Gericht
- Eastern Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Water Pollution Control Ordinance (Einleitung von Abfall oder verunreinigenden Stoffen in eine water control zone)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 22.05.2026
Originalbetrag 78.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.05.2026.
- Environmental Protection Department: EPD convictions in April (2026) – Liste der Verurteilungen Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- HKSAR Government (EPD): EPD convictions in April (22.05.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Environmental Protection Department: EPD convictions in April Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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18.05.2026 Volvo Group North America, LLCVolvo Group North America: Vergleich über rund 197 Mio. USD wegen verdeckter Abgaseinrichtungen 168,7 Mio. €
Rund 10.000 schwere Volvo-Dieselmotoren der Modelljahre 2010 bis 2016 nutzten Hilfseinrichtungen zur Abgassteuerung (AECD), die bei der Zertifizierung nicht offengelegt wurden, und stießen mehr NOx aus als erlaubt. Der Vergleich umfasst 17,5 Mio. USD Strafen und Kosten, 71 Mio. USD für Ausgleichsmaßnahmen und 108 Mio. USD für Emissionsminderungsprojekte in Kalifornien.
Jede emissionsrelevante Steuerfunktion muss im Zulassungsantrag vollständig offengelegt werden, sonst drohen Jahre später hohe Vergleichszahlungen.
- Behörde / Gericht
- California Air Resources Board (CARB)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Kalifornische Emissions- und Zertifizierungsvorschriften für schwere Nutzfahrzeugmotoren
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Automobil
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Mildernde Umstände
- Kooperation während der Untersuchung; Rückruf und verlängerte Garantie für Motoren der Modelljahre 2014 bis 2016.
- Veröffentlicht
- 18.05.2026
Originalbetrag 196.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.05.2026.
- California settles certification and emissions violations case with Volvo Group North America, LLC for nearly $197 million Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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15.05.2026 ArcelorMittal Exploitation Minière Canada s.e.n.c.ArcelorMittal-Bergbautochter in Québec: 100 Mio. CAD Strafe für saure Grubenabwässer 62,5 Mio. €
Aus dem Bergbaukomplex Mont-Wright und der Mine Fire Lake in der Region Fermont gelangten von Mai 2014 bis Mai 2022 saure Abwässer, Abwässer mit erhöhten Zink-, Nickel- oder Schwebstoffgehalten sowie fischgiftige Abwässer in fischführende Gewässer. Das Unternehmen bekannte sich in 100 Anklagepunkten schuldig; die Strafe von 100 Mio. CAD fließt fast vollständig in den Environmental Damages Fund, zudem muss bis Mitte Februar 2027 ein Aktionsplan zum Abwassermanagement vorgelegt werden.
Langjährige Grenzwertüberschreitungen summieren sich zu Hunderten Einzeltaten; Abwassermonitoring muss zu sofortigen Korrekturen führen.
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Fisheries Act, Subsection 36(3)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Veröffentlicht
- 15.05.2026
Originalbetrag 100.000.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.05.2026.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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13.05.2026 NaphtachimieMarseille: Umwelt-CJIP mit Naphtachimie über 1,2 Mio. Euro nach Ölaustritten in Lavéra 1,2 Mio. €
Am Petrochemiestandort Lavéra in Martigues trat Pyrolyseöl zweimal aus: im Juli 2018 rund 50 Tonnen durch eine defekte Dichtung in die Anse d'Auguette, von wo ein Teil ins Meer gelangte, und im April 2022 rund eine Tonne durch eine korrodierte Seewasserleitung, wovon etwa 500 kg die Anse d'Auguette erreichten. Naphtachimie schloss deshalb mit der Staatsanwaltschaft Marseille eine Umwelt-CJIP, zahlt eine Geldauflage von 1.200.000 EUR, entschädigt zwei Umweltverbände und erprobt auf eigene Kosten eine biologische Sanierung der Anse d'Auguette; validiert am 13.05.2026.
Dichtungen und Leitungen an Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen müssen vorausschauend geprüft werden; Leckagen führen zu Geldauflage und Sanierungspflichten.
Instandhaltung und Leckageschutz an Industrieanlagen am Wasser
- Behörde / Gericht
- Parquet de Marseille (Procureur de la République); Validierung durch den Präsidenten des Tribunal judiciaire de Marseille
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Art. 41-1-3 Code de procédure pénale (pollution des eaux)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Veröffentlicht
- 26.05.2026
- Communiqué de presse du parquet de Marseille, 26 mai 2026 (CJIP-E Naphtachimie) Pressemitteilung einer Behörde
- Ministère de la Justice: Liste der Conventions judiciaires d'intérêt public Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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08.05.2026 Transport Desgagnés Inc.Transport Desgagnés: 40.000 CAD, weil ein Tanker ohne Genehmigung in ein arktisches Schutzgebiet fuhr 24.902 €
Der vom Unternehmen betriebene Tanker M/T Sarah Desgagnés fuhr am 29. September und 6. Oktober 2024 ohne die erforderliche Zugangserlaubnis in das Akpait National Wildlife Area in Nunavut ein. Das Gericht verhängte 40.000 CAD für den Environmental Damages Fund; das Unternehmen muss eine Mitteilung in einer Lokalzeitung veröffentlichen und wird im Environmental Offenders Registry geführt.
Schutzgebietsgrenzen gehören in die Reiseplanung jedes Schiffes; fehlende Zugangserlaubnisse werden auch in entlegenen Gebieten verfolgt.
Schutzgebiete in Reiseplanung und Brückenpraxis
- Behörde / Gericht
- Nunavut Court of Justice (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Rechtsgrundlage
- Wildlife Area Regulations (Canada Wildlife Act), Paragraph 3.3(1)(h)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Veröffentlicht
- 08.05.2026
Originalbetrag 40.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.05.2026.
- Transport Desgagnés Inc. fined $40,000 for Canada Wildlife Act violations in Nunavut Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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07.05.2026 Sydney Water CorporationSydney Water: 240.000 AUD Strafe nach Abwasseraustritt in Carramar 147.975 €
Bei zwei Vorfällen im Juli und August 2022 traten in Carramar rund 423.000 Liter ungeklärtes Abwasser aus, weil Anlagen nicht ordnungsgemäß gewartet waren; betroffen waren ein Wohngrundstück, ein Sportplatz, Buschland und der Prospect Creek. Nach Schuldbekenntnis verurteilte das Land and Environment Court Sydney Water zu 225.000 AUD wegen Verstoßes gegen die Umweltschutzgenehmigung und zu 15.000 AUD, weil das Unternehmen der EPA angeforderte Videoaufnahmen ohne rechtmäßigen Grund nicht vorgelegt hatte.
Betreiber von Abwassernetzen müssen die Wartung ihrer Anlagen sicherstellen und behördliche Auskunftsersuchen zügig erfüllen.
Wartung von Abwasseranlagen und Mitwirkung bei behördlichen Auskunftsersuchen
- Behörde / Gericht
- NSW Environment Protection Authority (EPA NSW) / Land and Environment Court of NSW
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Bedingungen der Environment Protection Licence; Pflicht zur Vorlage von Informationen und Unterlagen gegenüber der EPA NSW
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- 25 % Nachlass für ein frühes Schuldbekenntnis.
- Veröffentlicht
- 07.05.2026
Originalbetrag 240.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 07.05.2026.
- EPA NSW: Sydney Water cops $240,000 penalty over Carramar sewage spill (7 May 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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24.03.2026 3R Technology UK Ltd3R Technology UK: Strafe für Export verunreinigter Kunststoffabfälle trotz Verbot 92.442 €
Das Unternehmen exportierte 2022 bis 2025 Container mit angeblich sauberem Kunststoff, der tatsächlich mit Elektroschrott wie Kabeln und Platinen verunreinigt war; teils wurde der Abfall hinten im Container versteckt, und trotz Untersagungsverfügungen vom August 2024 gingen weitere Container raus. Das Unternehmen bekannte sich schuldig und wurde zu 80.000 GBP Geldstrafe verurteilt; hinzu kamen 45.000 GBP Kosten und 2.000 GBP Zuschlag. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen rund 19 Beschäftigte.
Falsch deklarierte Abfallexporte werden bei Hafenkontrollen entdeckt; wer behördliche Untersagungen ignoriert, riskiert eine strafrechtliche Verurteilung.
Korrekte Einstufung und Deklaration von Abfällen für den Export
- Behörde / Gericht
- Preston Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Vorschriften zur grenzüberschreitenden Abfallverbringung (Notifizierung und Zustimmung); Verstoß gegen Untersagungsverfügungen
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Beschäftigte
- Unter 50
- Verschulden
- vorsätzlich
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis.
- Veröffentlicht
- 02.04.2026
Originalbetrag 80.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 24.03.2026.
- Lancashire company and director fined for illegal exports Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag 3R Technology UK Limited (11188539) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 5 · Direktlink
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16.03.2026 Forestry Corporation of NSWForestry Corporation of NSW: 450.000 AUD wegen illegal gefällter Riesen- und Höhlenbäume 276.549 €
Auftragnehmer der staatlichen Forstgesellschaft fällten im Juni und Juli 2020 im Wild Cattle Creek State Forest bei Coffs Harbour sechs Riesenbäume und drei Höhlenbäume, die nach der Coastal Integrated Forestry Operation Approval hätten stehen bleiben müssen. Das Land and Environment Court verurteilte die Gesellschaft auf Anklage der EPA und stellte Schäden am Koala-Lebensraum sowie kulturelle Schäden für die Gumbaynggirr fest; die Strafe von 450.000 AUD geht nach einer Konferenz zur Wiedergutmachung an die Yurruungga Aboriginal Corporation für Sanierungsprojekte. Zusätzlich muss die Gesellschaft ein unabhängiges Audit ihrer Verfahren durchführen lassen und die Verurteilung veröffentlichen.
Wer Forstarbeiten an Auftragnehmer vergibt, bleibt für die Erkennung geschützter Bäume verantwortlich und muss Planung und Schulung darauf ausrichten.
Kennzeichnung und Schutz zu erhaltender Bäume bei Forstarbeiten durch Auftragnehmer
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- NSW Environment Protection Authority (EPA NSW) / Land and Environment Court of NSW
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Coastal Integrated Forestry Operation Approval (NSW)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Öffentlicher Sektor
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 16.03.2026
Originalbetrag 450.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.03.2026.
- EPA NSW: Forestry Corporation of NSW to pay $450,000 after giant and hollow-bearing trees illegally logged (16 March 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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10.03.2026 Vier Unternehmen eines Bodenaufbereitungskonzerns aus Barneveld (anonymisiert)OM: 1,125 Mio. Euro gegen vier Bodenbetriebe aus Barneveld wegen Umweltbetrugs 1,13 Mio. €
Das Openbaar Ministerie verhängte gegen vier Unternehmen aus Barneveld, die damals zum selben Konzern gehörten und in den Mitteilungen nicht namentlich genannt werden, Strafbefehle von insgesamt 1.125.000 Euro, davon 660.000 Euro Geldstrafe und 465.000 Euro Abschöpfung des rechtswidrig erlangten Vorteils. Nach Auffassung des OM nahmen die Betriebe zwischen 2013 und 2016 zu stark verunreinigten Sand an, reinigten ihn unzureichend oder falsch und vermischten ihn bewusst mit saubererem Sand zur Wiederverwendung, unter Verstoß gegen Genehmigungsauflagen und die Wet milieubeheer sowie mit Urkundenfälschung. Die Unternehmen legten zunächst Einspruch (verzet) ein, zogen ihn aber zurück, sodass die Strafbefehle rechtskräftig sind (Mitteilung vom 2. Juli 2026).
In zertifizierten Verwertungsketten darf keine Stufe Annahme- oder Prüfkriterien umgehen; das Vermischen zur Verschleierung macht aus einem Genehmigungsverstoß Umweltbetrug.
Integrität in zertifizierten Verwertungsketten für Boden und Abfall
- Behörde / Gericht
- Openbaar Ministerie (OM), Functioneel Parket
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Vorschriften der Umgebungsgenehmigungen (omgevingsvergunningen); Wet milieubeheer; valsheid in geschrift; Strafbefehle des OM
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Sonstige
- Verschulden
- vorsätzlich
- Mildernde Umstände
- Die Unternehmen haben ihre Tätigkeiten angepasst oder eingestellt, im Konzern wurden Maßnahmen ergriffen.
- Veröffentlicht
- 10.03.2026
- OM: Verzet tegen boetes van 1.125.000 euro voor milieufraude met verontreinigde zandgrond Pressemitteilung einer Behörde
- OM: Boetes van in totaal 1.125.000 euro voor milieufraude met verontreinigde grond na intrekken verzet Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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23.02.2026 Yorkshire Water Services LimitedYorkshire Water: 733.333 GBP Strafe für wiederholte Abwassereinleitungen in Parkbach 839.630 €
Zwischen Oktober 2018 und August 2019 gelangte dreimal ungeklärtes Abwasser in einen Bach im Pools Brook Country Park – durch eine geplatzte Druckleitung, eine Verstopfung mit Feuchttüchern und eine versagende Rohrkupplung; beim ersten Vorfall starben Fische im Parkteich. Yorkshire Water hatte sich bereits im Januar 2024 schuldig bekannt und war zu keiner der Befragungen erschienen; das Gericht verhängte 733.333 GBP Strafe zuzüglich Kosten. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 hatte das Unternehmen rund 4.481 Beschäftigte.
Nach einem ersten Vorfall muss die Ursache am Standort nachhaltig behoben werden; wiederholte Einleitungen aus derselben Leitung führen zu hohen Strafen.
- Behörde / Gericht
- Derby Crown Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulations 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 23.02.2026
Originalbetrag 733.333 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.02.2026.
- Yorkshire Water fined £733k after polluting country park stream Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Yorkshire Water Services Limited (02366682) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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23.02.2026 Chevalier (Construction) Company LimitedHongkong: 80.000 HKD Geldstrafe für Chevalier (Construction) wegen Lärmauflagenverstoß 8.683 €
Chevalier (Construction) wurde im Januar 2026 zu einer Geldstrafe von 80.000 HKD verurteilt, weil das Unternehmen am 23.02.2025 lärmintensive Bauarbeiten entgegen den Auflagen seiner Construction Noise Permit ausführte. Es war die höchste Einzelstrafe unter den 34 Verurteilungen, die das Environmental Protection Department für Januar 2026 meldete.
Eine Lärmgenehmigung schützt nur, solange ihre Auflagen zu Zeiten und Geräten auf der Baustelle tatsächlich eingehalten werden.
Auflagen von Lärmgenehmigungen auf Baustellen einhalten
- Behörde / Gericht
- Kwun Tong Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Environmental Protection Department)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Noise Control Ordinance (Bauarbeiten entgegen den Bedingungen einer Construction Noise Permit)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Bau und Immobilien
- Veröffentlicht
- 23.02.2026
Originalbetrag 80.000 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.02.2026.
- EPD convictions in January 2026 (Liste der Verurteilungen) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- EPD convictions in January (23 February 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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20.02.2026 Clarence Colliery Pty LtdClarence Colliery: 543.500 AUD nach Grubenwasser im Wollangambe River 325.508 €
Clarence Colliery Pty Ltd, eine Tochter der Centennial Coal Company, wurde vom Land and Environment Court of NSW nach Schuldeingeständnis in fünf Fällen nach dem Protection of the Environment Operations Act 1997 verurteilt, nachdem im Dezember 2023 und April 2024 ungeklärtes Grubenwasser mit erhöhten Nickel- und Zinkwerten aus dem Kohlebergwerk bei Lithgow in den Wollangambe River gelangt war. Die Verstöße umfassten zwei Gewässerverunreinigungen, einen Lizenzverstoß, die Missachtung einer Prevention Notice und einen 269 Tage lang nicht getesteten Notfallplan für Umweltvorfälle. Das Gericht verhängte Geldstrafen von zusammen 543.500 AUD und ordnete 86.500 AUD für die Renaturierung des Long Swamp an; hinzu kommen Verfahrens- und Ermittlungskosten der EPA von 170.000 und 15.548 AUD.
Notfallpläne für Umweltvorfälle müssen regelmäßig getestet werden; hier wurde das Versäumnis erstmals eigens bestraft.
Notfallpläne für Umweltvorfälle regelmäßig testen
- Behörde / Gericht
- NSW Environment Protection Authority (EPA NSW)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Protection of the Environment Operations Act 1997 (NSW) s 120(1) (zwei Fälle), s 64(1), s 97(1), s 153E; Zahlungsanordnung nach s 250(1)(e)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Frühe Schuldeingeständnisse (Abschlag von 25 %).
- Veröffentlicht
- 23.02.2026
Originalbetrag 543.500 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.02.2026.
- Environment Protection Authority v Clarence Colliery Pty Ltd [2026] NSWLEC 13 (20 February 2026) Gerichtsentscheidung
- NSW EPA: Clarence coal mine ordered to pay $815,000 following Wollangambe River pollution (23.02.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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12.02.2026 Severn Trent Water LimitedSevern Trent: 1,5 Mio. GBP Enforcement Undertaking nach Einleitungen in Broadway Brook 1,72 Mio. €
Die Environment Agency nahm von Severn Trent Water ein Enforcement Undertaking an, mit dem das Unternehmen 1.500.000 GBP an den Gloucestershire Wildlife Trust zahlt, die Behördenkosten übernimmt und Abhilfe zusagt. Zugrunde liegen zwei unerlaubte Abwassereinleitungen aus der Kläranlage Blackminster bei Evesham in den Broadway Brook am 12. Juni und 20. August 2022 sowie ein Verstoß gegen Genehmigungsauflagen.
Ein Enforcement Undertaking vermeidet zwar die Strafverfolgung, kann aber Zahlungen in Millionenhöhe nach sich ziehen.
Genehmigungskonformer Betrieb von Kläranlagen
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 38(1) und 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010/2016
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
Originalbetrag 1.500.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.02.2026.
- Environment Agency: Enforcement undertakings accepted by the Environment Agency (Eintrag EU1099) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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13.01.2026 Estee Lauder Cosmetics Ltd.Estee Lauder Cosmetics: 750.000 CAD Strafe wegen nicht gemeldeter PFAS in Eyelinern 463.765 €
Bei einer Routineinspektion 2023 wurde festgestellt, dass das Unternehmen Eyeliner mit dem PFAS-Stoff Perfluorononyl Dimethicone verkaufte, ohne die vorgeschriebene Meldung einer „bedeutenden neuen Tätigkeit“ abzugeben; eine anschließende Compliance-Anordnung wurde nicht befolgt. Das Gericht verhängte 750.000 CAD, das Unternehmen muss die Aktionäre informieren und steht im Environmental Offenders Registry.
Produktentwicklung und Regulatory Affairs müssen neue Stoffe vor Markteinführung auf Meldepflichten prüfen; behördliche Anordnungen sind fristgerecht umzusetzen.
Stoffrechtliche Melde- und Freigabepflichten bei Produkteinführungen
- Behörde / Gericht
- Ontario Court of Justice (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Canadian Environmental Protection Act, 1999 (Significant New Activity, Compliance Order)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Veröffentlicht
- 02.02.2026
Originalbetrag 750.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.01.2026.
- Estee Lauder Cosmetics Ltd. fined $750,000 for violating the Canadian Environmental Protection Act, 1999 Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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07.01.2026 Superior General Partner Inc.Superior General Partner: 1,35 Mio. CAD Strafe für Natriumchlorit im Fluss und späte Meldung 836.690 €
Aus dem Chemiewerk ERCO Mondial in Gatineau gelangte 2019 infolge eines Anlagendefekts zwölfmal Natriumchlorit in die Rivière du Lièvre; beim letzten Vorfall wurde die Behörde erst nach fünf Tagen informiert. Das Unternehmen wurde zu 1,35 Mio. CAD verurteilt.
Meldepflichten bei Stoffaustritten gelten sofort; wer Tage wartet, haftet zusätzlich.
Sofortige Meldung von Umweltvorfällen an Behörden
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Fisheries Act (Einbringen schädlicher Stoffe; unterlassene sofortige Meldung)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Veröffentlicht
- 08.01.2026
Originalbetrag 1.350.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 07.01.2026.
- Superior General Partner Inc. and one individual fined a total of $1,365,000 for violating the Fisheries Act Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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23.12.2025 Perenco UK LimitedPerenco UK: Enforcement Undertaking nach Ölaustritt im Hafen von Poole 459.900 €
Die Environment Agency nahm ein Enforcement Undertaking von Perenco UK an: Das Unternehmen zahlt 401.447 GBP an fünf lokale Organisationen (60.000, 30.000, 200.547, 10.000 und 100.900 GBP), trägt die Behördenkosten und sagt Abhilfemaßnahmen zu. Anlass war ein Verstoß gegen eine Genehmigungsauflage: Eine nicht ausreichend instand gehaltene Ölleitung am Standort Wytch Farm war korrodiert, am 23. März 2023 gelangte Rohöl bzw. Lagerstättenflüssigkeit in die Ower Bay im Hafen von Poole. Nach Angaben der Behörde umfasst das Gesamtpaket rund 6,1 Mio. GBP, einschließlich Einsatz- und Sanierungskosten sowie 620.000 GBP an Betroffene.
Korrosionsprüfungen müssen so ausgelegt sein, dass sie auch einen schneller als erwartet fortschreitenden Wandverlust erkennen.
Integrität von Rohrleitungen und Korrosionsüberwachung
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010/2016; Environmental Civil Sanctions (England) Order 2010
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Hohe bereits getragene Kosten für Einsatz und Sanierung sowie getroffene Maßnahmen gegen eine Wiederholung (Gründe der Behörde für die Annahme).
- Veröffentlicht
- 13.03.2026
Originalbetrag 401.447 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.12.2025.
- Environment Agency: Enforcement undertakings accepted by the Environment Agency (Eintrag EU1138) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- Environment Agency: Major oil spill in Poole Harbour costs company £6m (13.03.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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17.12.2025 Beausite Métal inc.Beausite Métal: 40.000 CAD, weil PCB-Geräte trotz Anordnung nicht entsorgt wurden 24.745 €
Der Metallverwerter in Val-des-Sources hatte eine Umweltschutzanordnung erhalten, PCB-kontaminierte Geräte zu entsorgen und zu zerstören. Bei einer Nachkontrolle im Mai 2024 standen die Geräte noch auf dem Gelände; das Unternehmen bekannte sich nach dem CEPA 1999 schuldig und wurde zu 40.000 CAD verurteilt.
Behördliche Anordnungen brauchen einen Verantwortlichen und einen Termin im Kalender – Nichtbefolgung ist ein eigener Straftatbestand.
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Anklage: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Canadian Environmental Protection Act, 1999
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Stahl und Metall
- Veröffentlicht
- 18.12.2025
Originalbetrag 40.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.12.2025.
- Beausite Métal inc. fined $40,000 for failing to comply with an environmental protection compliance order Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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04.12.2025 Eurowings GmbHOLG Düsseldorf untersagt Eurowings irreführende CO2-Kompensationswerbung Anordnung
Auf Berufung des Verbraucherzentrale Bundesverbands untersagte das OLG Düsseldorf Eurowings, bei Online-Buchungen eine CO2-Kompensation für 9 € so zu bewerben, dass Kunden an eine klimaneutrale Reise glauben; nicht erwähnt wurde, dass weitere klimaschädliche Emissionen nicht ausgeglichen werden. Die Werbung für „Sustainable Aviation Fuel“ hielt der Senat dagegen nicht für irreführend; die Revision ließ er nicht zu.
Wer CO2-Ausgleich verkauft, muss darauf hinweisen, dass nur ein Teil der Klimawirkung ausgeglichen wird, auch wenn jede einzelne Angabe richtig ist.
CO2-Kompensation und Klimaneutralität in der Kundenkommunikation
- Behörde / Gericht
- Oberlandesgericht Düsseldorf, 20. Zivilsenat
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- UWG (irreführende Werbung); Az. I-20 U 38/25
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Veröffentlicht
- 05.12.2025
- OLG Düsseldorf: Pressemitteilung zum Urteil I-20 U 38/25 vom 04.12.2025 (05.12.2025) Pressemitteilung eines Gerichts
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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25.11.2025 Lowe's Home Centers, LLCLowe's Home Centers: 12,5 Mio. USD wegen Verstößen gegen Bleifarben-Regeln 10,8 Mio. €
Lowe's Home Centers verpflichtet sich in einem zweiten Consent Decree, mutmaßlich 12.500.000 USD Zivilstrafe zu zahlen und ein konzernweites Programm einzuführen, damit die beauftragten Installationsfirmen in Wohnungen mit Baujahr vor 1978 bleisicher arbeiten. Die EPA hatte bei über 250 Renovierungsaufträgen in 23 Bundesstaaten, überwiegend aus den Jahren 2019 bis 2021, Verstöße gegen die Lead Renovation, Repair and Painting Rule festgestellt, etwa fehlende zertifizierte Renovierer, fehlende Kundeninformation und mangelhafte Staubabschirmung, zugleich Verstöße gegen einen Vergleich von 2014. Der Vergleich wurde am 25. November 2025 bei Gericht eingereicht. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Wer Handwerksleistungen an Subunternehmer vergibt, bleibt für deren Zertifizierung und Arbeitsweise verantwortlich und muss das nachweisbar steuern.
Steuerung von Subunternehmern bei Renovierungen mit Bleifarbe
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, Central District of California)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Toxic Substances Control Act (TSCA), Lead Renovation, Repair and Painting Rule; Consent Decree von 2014
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 25.11.2025
Originalbetrag 12.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.11.2025.
- EPA: Lowe's Home Centers, LLC RRP 2025 Settlement Summary Pressemitteilung einer Behörde
- EPA News Release, 25.11.2025: Lowe's Home Centers to Pay $12.5M Penalty for Lead Paint Violations Pressemitteilung einer Behörde
- Second Consent Decree, United States v. Lowe's Home Centers, LLC, Case 2:25-cv-09324 (C.D. Cal.), lodged 25.11.2025 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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11.11.2025 Devro (Scotland) LimitedDevro (Scotland): 48.000 GBP Strafe für Einleitung von Industrieabwasser in Bach 58.610 €
Im Juli 2021 staute sich wegen einer Verstopfung im Schmutzwasserkanal des Werks in Moodiesburn (Kollagendärme für Würste) ungeklärtes Industrieabwasser in das Regenwassersystem und belastete den Bothlin Burn mit Ammoniak und organischer Fracht. Das Unternehmen bekannte sich am 11.11.2025 schuldig; SEPA meldete am 24.03.2026 eine Geldstrafe von 48.000 GBP zuzüglich 3.600 GBP Opferzuschlag. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 hatte das Unternehmen rund 316 Beschäftigte.
Werksinterne Entwässerung braucht Überwachung und Wartung, damit Störungen im Schmutzwasserkanal nicht über Regenwasserleitungen in Gewässer gelangen.
- Behörde / Gericht
- Airdrie Sheriff Court (Ermittlungen: SEPA, Anklage: Crown Office and Procurator Fiscal Service)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulations 4 und 44(1)(a) Water Environment (Controlled Activities) (Scotland) Regulations 2011; Section 20(3)(a) Water Environment and Water Services (Scotland) Act 2003
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Beschäftigte
- 250 bis 999
- Veröffentlicht
- 24.03.2026
Originalbetrag 51.600 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.11.2025.
- Sausage casing firm fined £48,000 for polluting North Lanarkshire burn with industrial effluent Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Devro (Scotland) Limited (SC129787) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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06.11.2025 Braathens International Airways ABBraathens International Airways: 142,8 Mio. SEK für nicht abgegebene Emissionsrechte 13 Mio. €
Naturvårdsverket verhängte gegen die Fluggesellschaft Braathens International Airways eine Sanktionsgebühr von 142.757.565 SEK, weil sie für 99.707 Tonnen CO2-Äquivalente aus dem Jahr 2024 bis zur Frist am 30. September 2025 keine Emissionsrechte abgegeben hatte. Die Gebühr beträgt inflationsbereinigt 129,69 EUR je Tonne (12.930.939 EUR) und befreit nicht von der Abgabepflicht; das Unternehmen war am 30. September 2025 in Konkurs gegangen. Gegen die Schwestergesellschaft Braathens Regional Airways AB erging eine gesonderte Gebühr.
Die Abgabe von Emissionsrechten ist eine harte Frist ohne Ausnahmen; auch in der Krise muss sie in der Liquiditätsplanung abgesichert sein.
Fristgerechte Abgabe von Emissionsrechten im EU-Emissionshandel
- Behörde / Gericht
- Naturvårdsverket
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- 10 kap. 5 § förordningen (2020:1180) om vissa utsläpp av växthusgaser; 16 § 3 lagen om vissa utsläpp av växthusgaser; Art. 12 Abs. 3 Richtlinie 2003/87/EG (EU-Emissionshandel)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Mildernde Umstände
- Keine: Die EU-Regeln erlauben unabhängig von der wirtschaftlichen Lage keine Ausnahme von der Abgabepflicht.
- Veröffentlicht
- 10.11.2025
Originalbetrag 142.757.565 SEK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.11.2025.
- Naturvårdsverket: Sanktionsavgifter för två flygbolag inom Braathens-koncernen (10.11.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Naturvårdsverket, Beschluss NV-25-044709 vom 06.11.2025 – Braathens International Airways AB Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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31.10.2025 JBS USA Food Company und JBS USA Food Company HoldingsNew York: JBS USA zahlt 1,1 Mio. USD wegen unbelegter „Net Zero 2040“-Werbung Sonstiges
Die Generalstaatsanwaltschaft hielt dem US-Ableger des Fleischkonzerns JBS vor, öffentlich mit dem Ziel „Net Zero bis 2040“ geworben zu haben, ohne einen tragfähigen Plan dafür zu haben. Nachdem eine erste Klage im Januar 2025 ohne Präjudiz abgewiesen worden war, schlossen die Parteien eine Assurance of Discontinuance: JBS USA zahlt 1,1 Mio. USD an ein Programm für klimafreundliche Landwirtschaft (ausdrücklich keine Geldbuße), ändert seine Umweltwerbung und berichtet drei Jahre lang jährlich. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Netto-Null-Versprechen sind Werbeaussagen und brauchen einen belegbaren Umsetzungsplan, sonst gelten sie als irreführend.
Klimaziele nur mit belastbarem Umsetzungsplan kommunizieren
- Behörde / Gericht
- Office of the New York State Attorney General
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- New York General Business Law §§ 349, 350; Executive Law § 63(12), § 63(15)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Veröffentlicht
- 03.11.2025
- NY Attorney General press release: $1.1 Million for Climate-Smart Agriculture from World's Largest Beef Producer Pressemitteilung einer Behörde
- Assurance of Discontinuance, People of the State of New York v. JBS USA Food Company (2025) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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28.10.2025 ExxonMobil Chemical LimitedExxonMobil Chemical: 176.000 GBP Strafe für sechs Tage Dauerabfackeln in Fife 200.913 €
Nach einem Dampfverlust im April 2019 fackelte die Ethylenanlage in Fife fast eine Woche lang ab; der Rauch überschritt die Genehmigungsgrenzen deutlich, SEPA erhielt über 900 Beschwerden. Vorhandene Verfahren und Notfallpläne hätten den Vorfall verhindern sollen, wurden aber nicht ausreichend befolgt. Das Unternehmen bekannte sich schuldig und wurde zu 176.000 GBP verurteilt.
Notfallpläne schützen nur, wenn das Personal sie im Ernstfall konsequent anwendet – regelmäßiges Üben gehört zur Genehmigungstreue.
Einhaltung von Betriebs- und Notfallverfahren in Industrieanlagen
- Behörde / Gericht
- Kirkcaldy Sheriff Court (Ermittlungen: Scottish Environment Protection Agency, SEPA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 67(1)(b) Pollution Prevention and Control (Scotland) Regulations 2012; Section 2 Pollution Prevention and Control Act 1999
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Verschulden
- fahrlässig
- Veröffentlicht
- 28.10.2025
Originalbetrag 176.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.10.2025.
- ExxonMobil Chemical Limited fined £176,000 for six days of flaring that sounded like a jet engine Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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23.10.2025 TotalEnergies; TotalEnergies Electricité et Gaz de FranceTribunal judiciaire de Paris: TotalEnergies-Werbung zur Klimaneutralität irreführend Anordnung
Auf Klage von Greenpeace France, Les Amis de la Terre und Notre Affaire à Tous stellte das Gericht fest, dass TotalEnergies auf totalenergies.fr mit dem Ziel „Klimaneutralität bis 2050“ und der Rolle als Akteur der Energiewende warb, ohne offenzulegen, dass Öl- und Gasproduktion weiter ausgebaut werden – eine irreführende Geschäftspraxis. Das Gericht ordnete die Einstellung der Kommunikation, Schadensersatz an die Verbände und die Veröffentlichung des Tenors auf der Website an (RG 22/02955); Ansprüche zu Gas und Agrarkraftstoffen wurden abgewiesen.
Netto-Null-Ziele dürfen gegenüber Verbrauchern nur mit Hinweis auf die tatsächliche Geschäftsstrategie beworben werden.
Klimaziele in der Verbraucherkommunikation
- Behörde / Gericht
- Tribunal judiciaire de Paris (34. Kammer)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Art. L121-1 ff. Code de la consommation (Umsetzung der Richtlinie 2005/29/EG)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 23.10.2025
- Communiqué – Jugement Greenpeace, Les amis de la Terre et Notre Affaire à Tous c/ TotalEnergies, 23 octobre 2025 Pressemitteilung eines Gerichts
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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08.10.2025 Manor Farm Dairy LtdManor Farm Dairy: Geldstrafe nach Gülleüberlauf in Bach bei Dorchester 18.635 €
Im März 2024 lief Rindergülle aus den Lagunen des Milchbetriebs in einen Bach und schädigte ihn auf über 2 km schwer, mit Auswirkungen bis 4,5 km flussabwärts. Das Gericht verhängte 6.000 GBP Strafe (wegen frühen Geständnisses von 9.000 GBP reduziert) und 10.158,50 GBP Kosten; die Behörde nannte den Vorfall vermeidbar. Das Unternehmen ist ein Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten.
Landwirtschaftliche Betriebe müssen ausreichende Güllelagerkapazität vorhalten und Lagunen überwachen.
- Behörde / Gericht
- Taunton Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulations 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Beschäftigte
- Unter 50
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Frühes Schuldeingeständnis (Strafminderung von 9.000 auf 6.000 GBP).
- Veröffentlicht
- 13.10.2025
Originalbetrag 16.158,5 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.10.2025.
- Manor Farm Dairy in Dorset fined for slurry polluting river Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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09.09.2025 Imerys Minerals LimitedImerys Minerals: 430.000 GBP Enforcement Undertaking für Kaolin-Einleitungen 496.364 €
Die Environment Agency nahm von Imerys Minerals ein Enforcement Undertaking an: Das Unternehmen zahlt 430.000 GBP an den Westcountry Rivers Trust und trägt die Behördenkosten. Zwischen September 2021 und Juli 2023 war an sechs Standorten in Cornwall kaolinhaltiges Abwasser (china clay effluent) ohne Genehmigung eingeleitet worden.
Unerlaubte Einleitungen an mehreren Standorten können zusammen eine erhebliche Ausgleichszahlung auslösen.
Genehmigungspflicht für Einleitungen aus dem Rohstoffabbau
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 38(1) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010/2016
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Sonstige
Originalbetrag 430.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.09.2025.
- Environment Agency: Enforcement undertakings accepted by the Environment Agency (Eintrag EU867) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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28.08.2025 11705580 Canada Inc.Illegale Bauschuttablagerung: 500.000 CAD Geldstrafe für 11705580 Canada Inc. 311.294 €
Das Unternehmen pachtete 2020 zwei Acres Land in Essa Township, das den Eigentümern als Annahmestelle für Holz zur Herstellung von Landschaftsbaumaterial dargestellt wurde; von April bis August 2020 wurden dort jedoch Hunderte Lkw-Ladungen Bau- und Abbruchabfälle abgeladen, und bis April 2023 lag keine Bestätigung der angeordneten Räumung vor. Das Gericht verurteilte die Gesellschaft wegen Ablagerung von Abfällen auf einem nicht zugelassenen Standort nach dem Environmental Protection Act zu 500.000 CAD Geldstrafe zuzüglich 125.000 CAD Opferzuschlag. Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Wer Flächen für angebliche Verwertungsprojekte anmietet, haftet samt Geschäftsleitung, wenn dort ungenehmigt Abfälle abgelagert werden.
Abfallentsorgung und Genehmigungen für Abfallstandorte
- Behörde / Gericht
- Gericht in Barrie (Ermittlung und Anklage: Ontario Ministry of the Environment, Conservation and Parks)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Environmental Protection Act (Ontario), RSO 1990, c E.19 – Ablagerung von Abfällen auf einem nicht zugelassenen Abfallstandort
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 11.02.2026
Originalbetrag 500.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.08.2025.
- Ontario Newsroom, Court Bulletin (MECP): Company and Directors Fined $1,025,000 for Environmental Protection Act Violations, 11.02.2026 Pressemitteilung einer Behörde
- Ontario Newsroom API: Court Bulletin 1007029 (maschinenlesbare Fassung) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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27.08.2025 V.Ships Norway A.S.V.Ships Norway: 2 Mio. USD Strafe wegen Ölverschmutzung und gefälschter Öltagebücher 1,73 Mio. €
Auf dem Tanker M/T Swift Winchester war von Februar bis August 2022 ein Schlauch zwischen dem Abfallöltank der Verbrennungsanlage und dem Abwassertank angeschlossen, sodass ölhaltiger Abfall an der Verschmutzungsschutzanlage vorbei ins Meer gelangte; im August 2022 wurde zudem ein Ölabscheiderfilter an Deck mit Entfetter abgespritzt, das Ölgemisch lief über Bord. Das Schiff lief Baton Rouge und Port Arthur mit einem wissentlich gefälschten Öltagebuch an. Das Schiffsmanagement bekannte sich schuldig und zahlt eine Strafe von 2 Mio. USD.
Wenn ein Crewmitglied Missstände an das Management meldet, muss das Unternehmen sofort eingreifen, sonst haftet es für die fortgesetzte Verschmutzung.
Umgang mit Ölrückständen an Bord und ehrliche Dokumentation
- Behörde / Gericht
- U.S. District Court for the Eastern District of Texas (Anklage: DOJ Environment and Natural Resources Division)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Act to Prevent Pollution from Ships (APPS)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 27.08.2025
Originalbetrag 2.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.08.2025.
- Shipping Company Fined $2M for Maritime Pollution Offense Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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26.08.2025 Acqua Minerale San Benedetto S.p.A.AGCM: San Benedetto streicht „CO2-neutral“-Angabe auf Ecogreen-Flaschen Sonstiges
Etiketten, Website und Werbespots der Ecogreen-Linie behaupteten, die Flaschenproduktion verursache keine Treibhausgasemissionen und wirke sogar positiv auf die Umwelt. Nach einer Intervention der AGCM (moral suasion, Verfahren PS12596) entfernte der Mineralwasserhersteller Mitte Juli 2025 die Angabe „impatto zero CO2“, überarbeitete Naturmotive und ergänzte einen QR-Code zu Nachhaltigkeitsinformationen.
„Null-Emissions“-Versprechen auf Verpackungen sind kaum belegbar; besser konkrete Reduktionsschritte transparent darstellen.
Klimaaussagen auf Verpackungen
- Behörde / Gericht
- Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Codice del Consumo (unlautere Geschäftspraktiken), Verfahren PS12596
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Mildernde Umstände
- Freiwillige Änderung aller Etiketten und Werbemittel nach Intervention der Behörde.
- Veröffentlicht
- 26.08.2025
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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08.08.2025 Fletcher Plant LimitedAbfallmakler verletzt Sorgfaltspflicht bei illegaler Deponie – 117.587 £ inkl. Einziehung 135.610 €
Als Abfallmakler organisierte das Sheffielder Unternehmen 2019/2020 den Transport von über 1.400 Tonnen Abfall zu einer illegal betriebenen Fläche in Lincolnshire, ohne die Genehmigungen des Betreibers laufend zu prüfen. Das Gericht verhängte 80.000 £ Geldstrafe und eine Einziehung von 37.587,13 £ (zusammen 117.587,13 £) plus 50.000 £ Kosten. Laut Jahresabschluss 2024 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 104 Beschäftigte.
Sorgfaltsprüfungen bei Entsorgungspartnern sind keine Einmalübung: Genehmigungen müssen während des gesamten Vertrags regelmäßig kontrolliert werden.
Sorgfaltspflichten bei der Beauftragung von Entsorgern
- Behörde / Gericht
- Nottingham Crown Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Section 34(1)(a) und 34(6) Environmental Protection Act 1990 (Duty of Care)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Beschäftigte
- 50 bis 249
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Gericht akzeptierte, dass das Unternehmen den illegalen Betrieb nicht kannte; erste Verurteilung seit über 40 Jahren, neues Management
- Veröffentlicht
- 13.08.2025
Originalbetrag 117.587,13 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.08.2025.
- Sheffield firm pays £167,587.13 for dumping waste in Lincolnshire (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Fletcher Plant Limited (08466840) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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04.08.2025 Infinite Styles Services Co. Ltd (Shein)AGCM: 1 Mio. EUR Bußgeld gegen Shein wegen irreführender Umweltaussagen 1 Mio. €
Die AGCM beanstandete vage und teils falsche Aussagen zu Kreislaufdesign und Recyclingfähigkeit, zur „grünen“ Kollektion evoluSHEIN (nur ein kleiner Sortimentsanteil) und zu Emissionszielen, während die Emissionen 2023/2024 stiegen. Für das Ultra-Fast-Fashion-Modell gelte eine erhöhte Sorgfaltspflicht; die Behörde verhängte 1 Mio. EUR (Verfahren PS12709).
Klimaziele und Recyclingversprechen dürfen nur kommuniziert werden, wenn sie konkret, belegt und mit der tatsächlichen Entwicklung vereinbar sind.
Belegbare Nachhaltigkeitskommunikation im Onlinehandel
- Behörde / Gericht
- Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Codice del Consumo (unlautere Geschäftspraktiken), Verfahren PS12709
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 04.08.2025
- PS12709 - Italian Competition Authority: 1 million euros fine imposed on Shein for misleading and omissive green claims Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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30.07.2025 Yorkshire Water Services LimitedYorkshire Water: Chlorwasser tötet über 430 Fische – 865.000 £ 1 Mio. €
Nach dem Ausfall eines Zulaufventils im Wasserwerk Ingbirchworth lief ab November 2017 täglich rund eine Million Liter chloriertes Wasser über den Notüberlauf in den Ingbirchworth Dike; an einem Tag wurden über 430 tote Fische gefunden. Der Füllstandsalarm lag über der Überlaufschwelle; Geldstrafe 865.000 £ plus 34.979,79 £ Kosten. Laut Jahresabschluss (bis März 2026) beschäftigte der Versorger durchschnittlich 4.481 Personen.
Alarmgrenzen müssen vor der Schadensschwelle auslösen – eine Überwachung, die erst nach dem Überlauf meldet, ist keine Kontrolle.
- Behörde / Gericht
- Sheffield Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 31.07.2025
Originalbetrag 865.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.07.2025.
- Yorkshire Water fined for polluting watercourse (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Yorkshire Water Services Limited (02366682) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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30.07.2025 Kmart NZ Holdings LimitedKmart NZ verwarnt wegen unbelegter Werbung mit „100 % nachhaltig bezogener Baumwolle“ Verwarnung
Die Commerce Commission verwarnte Kmart NZ Holdings Limited, weil das Unternehmen vom 4. August 2023 bis 4. Oktober 2024 Eigenmarken-Kleidung mit der Aussage „100% sustainably sourced cotton“ beworben hatte, ohne sie belegen zu können: Die als „Better Cotton“ bezogene Baumwolle war in der Lieferkette mit konventioneller Baumwolle vermischt. Die Behörde hält einen Verstoß gegen s 12A Fair Trading Act 1986 (unbelegte Aussagen) für wahrscheinlich; feststellen könnte ihn nur ein Gericht.
Absolute Umweltaussagen wie „100 %“ setzen einen lückenlosen Nachweis über die Lieferkette voraus; ein Nachhaltigkeitsprogramm, dessen Rohstoff mit konventioneller Ware vermischt wird, trägt sie nicht.
Absolute Nachhaltigkeitsaussagen in der Werbung nur mit vollständigem Nachweis
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Commerce Commission (ComCom), Neuseeland
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- s 12A Fair Trading Act 1986 (Neuseeland)
- Maßnahme
- Verwarnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Mildernde Umstände
- Kmart entfernte die Aussage, nachdem die Behörde sie beanstandet hatte, von seiner neuseeländischen Website und erklärte, weiterhin regelmäßig Compliance-Schulungen zum Verbraucher- und Wettbewerbsrecht durchzuführen.
- Veröffentlicht
- 14.08.2025
- Commerce Commission: Kmart investigated and warned by ComCom for greenwashing advertising (14.08.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Commerce Commission Case Register: Kmart NZ Holdings Limited (Kmart), PRJ0047592 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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28.07.2025 East Midlands Airport LtdEast Midlands Airport: 892.500 GBP Strafe wegen Enteisungsmittel im Abwasser 1,03 Mio. €
Der Derby Crown Court verhängte gegen den Betreiber des Flughafens East Midlands drei Geldstrafen von je 297.500 GBP (insgesamt 892.500 GBP) und 65.687,54 GBP Kosten. Im Januar und Februar 2022 überschritt das mit Rückständen von Flugzeug- und Pistenenteisungsmitteln belastete Oberflächenwasser dreimal den genehmigten BSB-Grenzwert von 15 mg/l. Vor Gericht kam zur Sprache, dass es seit 2006 bereits 13 Genehmigungsverstöße und zehn schriftliche Verwarnungen gegeben hatte.
Wiederholte Grenzwertüberschreitungen trotz früherer Verwarnungen treiben das Strafmaß deutlich nach oben.
Einhaltung von Einleitgrenzwerten bei Enteisung
- Behörde / Gericht
- Derby Crown Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Wechsel des Managements 2022 und aktive Zusammenarbeit mit der Environment Agency (vom Unternehmen vorgetragen).
- Veröffentlicht
- 28.07.2025
Originalbetrag 892.500 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.07.2025.
- Environment Agency: East Midlands Airport fined £892,500 for environmental pollution (28.07.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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09.07.2025 Department of National Defence (Kanada)Kanadas Verteidigungsministerium zahlt 10.000 CAD für zerstörtes Bussardnest 6.238 €
Bei Zaunrückbauarbeiten auf dem Stützpunkt Canadian Forces Base Suffield zerstörten schwere Maschinen ein besetztes Nest des geschützten Königsbussards samt drei Eiern. Das Verteidigungsministerium bekannte sich in zwei Anklagepunkten nach dem Species at Risk Act schuldig und wurde zu 10.000 CAD verurteilt.
Auch Bau- und Rückbauarbeiten auf Militärgelände brauchen eine vorherige Artenschutzprüfung und eingewiesene Maschinenführer.
Artenschutz bei Bauarbeiten
- Behörde / Gericht
- Alberta Court of Justice (Anklage: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Rechtsgrundlage
- Species at Risk Act, s. 32(1) und s. 33
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Verteidigung und Sicherheit
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 30.07.2025
Originalbetrag 10.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.07.2025.
- Department of National Defence fined $10,000 for violating the Species at Risk Act in Alberta Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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12.06.2025 Ville de LongueuilStadt Longueuil zahlt 30.000 CAD für Mäharbeiten, die ein geschütztes Vogelnest zerstörten 18.979 €
Bei Mäharbeiten im städtischen Parc des Sorbiers wurde im Juli 2024 mindestens ein Nest des geschützten Bobolinks zerstört; ein Bürger meldete den Fund. Die Stadt bekannte sich nach dem Species at Risk Act schuldig und zahlt 30.000 CAD.
Pflegepläne für Grünflächen müssen Brutzeiten geschützter Arten berücksichtigen und die ausführenden Teams entsprechend einweisen.
Artenschutz bei Grünflächenpflege
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Anklage: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Rechtsgrundlage
- Species at Risk Act, s. 33
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Öffentlicher Sektor
- Veröffentlicht
- 12.06.2025
Originalbetrag 30.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.06.2025.
- The Ville de Longueuil ordered to pay $30,000 for damaging or destroying at least one bobolink nest Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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30.05.2025 Yorkshire Water Services LimitedYorkshire Water: defekte Reservepumpe monatelang ignoriert – 350.000 £ 416.072 €
Die Reservepumpe des Pumpwerks Fossbridge in York war fünf Monate außer Betrieb, obwohl der Mangel bei Wartungen wiederholt vermerkt worden war; im März 2018 floss deshalb Abwasser in den Foss Dyke. Für die Einleitung und die Verletzung der Wartungsauflage verhängte das Gericht 350.000 £ plus 14.028,65 £ Kosten. Laut Jahresabschluss (bis März 2026) beschäftigte der Versorger durchschnittlich 4.481 Personen (Vorjahr 3.876).
Reparaturaufträge für Notfalltechnik brauchen Fristen und Eskalation – ein wiederholt notierter Mangel ist vor Gericht ein Beleg für Wissen.
- Behörde / Gericht
- York Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 12(1)(b), 38(1)(a) und 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Veröffentlicht
- 30.05.2025
Originalbetrag 350.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.05.2025.
- Yorkshire Water fined after pumping station sewage incident (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Yorkshire Water Services Limited (02366682) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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14.05.2025 Norfolk Southern Railway CompanyNorfolk Southern: EPA-Bußgeld für Lokomotiven ohne gültige Abgaszertifizierung 266.631 €
Nach Auffassung der EPA betrieb die Güterbahn Lokomotiven ohne Konformitätsbescheinigung, hielt die Auflagen einer Testausnahme für mehrere Lokomotiven nicht ein und betrieb Lokomotiven entgegen den geltenden Abgasnormen. Im Vergleich (Consent Agreement and Final Order) zahlt das Unternehmen eine Zivilstrafe von 299.000 USD.
Auch umgebaute oder testweise befreite Fahrzeuge unterliegen Zertifizierungs- und Rückbaupflichten, die im Flottenmanagement nachgehalten werden müssen.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA), Region 3
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act §§ 203(a), 213(d) (42 U.S.C. §§ 7522(a), 7547(d)); 40 C.F.R. § 1068.101
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
Originalbetrag 299.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.05.2025.
- In the Matter of Norfolk Southern Railway Company, EPA Docket No. CAA-03-2025-0062, Consent Agreement and Final Order Entscheidung einer Behörde
- 2025 Clean Air Act Vehicle and Engine Enforcement Case Resolutions Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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08.05.2025 Musinsa Co., Ltd., Shinsung Tongsang Co., Ltd., E-Land World Co., Ltd., ITX Korea Co., Ltd.Greenwashing bei Lederprodukten: KFTC verwarnt vier Modeketten, darunter ZARA-Betreiber Verwarnung
Die KFTC stellte fest, dass Musinsa, Shinsung Tongsang, E-Land World und ITX Korea (Betreiber von ZARA in Korea) Lederprodukte, auch solche aus synthetischen Materialien, mit pauschalen Umweltbegriffen wie „eco“ bewarben, ohne ausreichende Belege zu haben, und wertete dies als falsche, übertriebene und irreführende Werbung nach dem Labeling and Advertising Act. Weil alle vier die Verstöße einräumten und selbst korrigierten, beließ sie es bei Verwarnungen, die zwischen dem 2. April und dem 8. Mai 2025 ergingen (Shinsung Tongsang 2. April, Musinsa 10. April, E-Land World und ITX Korea 8. Mai); nach Angaben der KFTC war es der erste sanktionierte Greenwashing-Fall in der Modebranche.
Umweltaussagen wie „eco“ brauchen einen konkreten, belegten Bezug auf das ganze Produkt, sonst gelten sie als irreführend.
Belegbare Umweltaussagen in Werbung und Produktkennzeichnung
- Behörde / Gericht
- Korea Fair Trade Commission (KFTC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 Act on Fair Labeling and Advertising (Labeling and Advertising Act; falsche oder übertriebene Werbung)
- Maßnahme
- Verwarnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Mildernde Umstände
- Alle vier Unternehmen räumten die Verstöße ein und korrigierten sie selbst; die KFTC beließ es deshalb bei Verwarnungen.
- Veröffentlicht
- 15.05.2025
- KFTC press release (EN), 15 May 2025: Sanctions Imposed on Four Fashion SPA Business Operators for Violations of the Act on Fair Labeling and Advertising in Relation to Eco-friendliness Pressemitteilung einer Behörde
- KFTC-Pressemitteilung (KO), 15.05.2025: 4개 패션 SPA브랜드 사업자의 부당한 광고행위 제재 Pressemitteilung einer Behörde
- KFTC-Pressemitteilung (KO, PDF): Verwarnung (경고) der vier Unternehmen mit Datum je Unternehmen, Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 표시광고법 Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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16.04.2025 SKM Services Pty LtdSKM Services: 1,14 Mio. AUD nach Großbrand im Recyclingwerk Coolaroo 2017 639.874 €
Geschworene am County Court sprachen SKM Services Pty Ltd der schweren Umweltverschmutzung (aggravated pollution) schuldig, weil es fahrlässig eine Umweltgefahr verursacht oder zugelassen hatte, die ein erhebliches Risiko einer ernsten Gefahr für die öffentliche Gesundheit mit sich brachte, sowie in drei Fällen der Luftverschmutzung; es wurde zu 1,14 Mio. AUD verurteilt. Der Brand im Recyclingwerk in Coolaroo 2017 hatte sich über Lager von Karton und anderen Wertstoffen ausgebreitet, über eine Woche gebrannt und Evakuierungen in der Nachbarschaft ausgelöst; nach den Feststellungen des Gerichts trugen Unternehmen und Geschäftsführer zum Ausmaß der Verschmutzung bei, indem sie die Lagermengen erhöhten, obwohl ein früherer Brand die Verarbeitungskapazität verringert hatte. Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Lagermengen brennbarer Wertstoffe und Abfälle müssen an die tatsächliche Verarbeitungskapazität angepasst werden, besonders nach Störungen wie einem früheren Brand.
Brandschutz bei der Lagerung von Wertstoffen und Abfällen
- Behörde / Gericht
- Environment Protection Authority Victoria (EPA Victoria)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Environment Protection Act 1970 (Vic): schwere Umweltverschmutzung (aggravated pollution), Luftverschmutzung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Verschulden
- fahrlässig
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 16.04.2025
Originalbetrag 1.140.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.04.2025.
- EPA Victoria: Company and Director fined $1.28m for 2017 Coolaroo fire (16.04.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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31.03.2025 Cadia Holdings Pty LtdCadia Holdings: 350.000 AUD wegen überhöhter Staubemissionen eines Bergwerks 202.102 €
Cadia Holdings Pty Ltd, ein Unternehmen von Newmont Mining (vormals Newcrest Mining), wurde vom Land and Environment Court of NSW nach Schuldeingeständnis in drei Fällen nach s 128(1)(b) des Protection of the Environment Operations Act 1997 verurteilt, weil schlecht betriebene Abluftventilatoren des Bergwerks zwischen November 2021 und Mai 2023 dreimal den Konzentrationsgrenzwert für feste Partikel überschritten. Das Gericht verhängte Geldstrafen von zusammen 350.000 AUD und ordnete eine Zahlung von 61.500 AUD an das Department of Climate Change, Energy, Environment and Water (DCCEEW) für ein neues Staubmessgerät im Rural Air Quality Monitoring Network an; dazu kommen die Kosten der EPA und Bekanntmachungen in drei Zeitungen.
Emissionsrelevante Anlagen wie Abluftventilatoren müssen so betrieben und überwacht werden, dass Grenzwerte auch im Alltagsbetrieb eingehalten werden.
Staubemissionen und Grenzwerte im Bergbau
- Behörde / Gericht
- NSW Environment Protection Authority (EPA NSW)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Protection of the Environment Operations Act 1997 (NSW) s 128(1)(b); Zahlungsanordnung nach s 250(1)(e)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Schuldeingeständnisse zum frühestmöglichen Zeitpunkt (Abschlag von 25 %); keine Vorstrafen, guter Leumund und geringe Rückfallgefahr (weiterer Abschlag von 5 %).
- Veröffentlicht
- 02.04.2025
Originalbetrag 350.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.03.2025.
- Environment Protection Authority v Cadia Holdings Pty Limited [2025] NSWLEC 27 (31 March 2025) Gerichtsentscheidung
- NSW EPA: Cadia Holdings ordered to pay over $400,000 for air emissions offences (02.04.2025) Pressemitteilung einer Behörde
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27.03.2025 Aurivo Dairy Ingredients LimitedAurivo Dairy Ingredients: 200.000 Euro Geldstrafen nach Geruchs- und Abwasserverstößen 200.000 €
Das Unternehmen bekannte sich schuldig, 2022 am Werk Ballaghaderreen mehrfach Auflagen seiner Industrieemissionsgenehmigung verletzt zu haben: Geruchsbelästigungen, Überschreitung von Grenzwerten bei Abwasser und Kühlwasser, Beeinträchtigung des Flusses Lung sowie verspätete Vorfallmeldungen an die EPA und Inland Fisheries Ireland. Das Gericht verhängte Geldstrafen von zusammen 200.000 Euro für die zwei Meldeverstöße und ordnete zusätzlich 150.000 Euro über zehn Jahre an örtliche Gemeinschaftsgruppen und Inland Fisheries Ireland für den Fluss an , dazu die Ermittlungskosten. Als Betrag sind nur die Geldstrafen von 200.000 Euro erfasst.
Umweltvorfälle sind der Behörde sofort auf dem vorgeschriebenen Weg zu melden; gerade verspätete Meldungen wurden hier am teuersten.
- Behörde / Gericht
- Sligo Circuit Criminal Court (Anklage: Director of Public Prosecutions nach Ermittlungen der Environmental Protection Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Bedingungen 5.1, 5.3, 11.3 und 11.5 der Industrieemissionsgenehmigung P0802-03
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Veröffentlicht
- 27.03.2025
- EPA: DPP Prosecutes Aurivo Dairy Ingredients Limited (P0802-03) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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25.03.2025 Adidas (Sportartikelhersteller)LG Nürnberg-Fürth: Adidas darf nicht pauschal „klimaneutral bis 2050“ werben Sonstiges
Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte Adidas auf Klage eines Verbraucherverbands, die frühere Aussage „Bis zum Jahr 2050 werden wir klimaneutral sein“ auf der Unternehmenswebseite zu unterlassen und Abmahnkosten zu erstatten. Die Aussage erwecke den Eindruck, das Ziel werde allein durch eigene Emissionsminderung erreicht, obwohl auch Grünstromzertifikate eingesetzt werden sollen; ein Hinweis nur im verlinkten Geschäftsbericht genüge nicht. Das Urteil war laut Pressemitteilung des Gerichts vom 26.03.2025 nicht rechtskräftig; ob Berufung eingelegt wurde, ist hier nicht bekannt.
Auch Klimaziele auf der Unternehmenswebseite gelten als Werbung und müssen dort selbst offenlegen, welche Rolle Kompensation spielt.
Klimaziele auf der Unternehmenswebseite als Werbung
- Behörde / Gericht
- Landgericht Nürnberg-Fürth
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- UWG (irreführende Werbung); Az. 3 HK O 6524/24
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 26.03.2025
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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19.03.2025 Hino Motors, Ltd.Hino Motors: über 1,6 Mrd. USD Strafe und Einziehung wegen Abgasbetrugs 1,48 Mrd. €
Die Toyota-Tochter reichte 2010 bis 2019 falsche Zertifizierungsanträge ein, änderte Emissionsdaten und erfand Testergebnisse; über 105.000 nicht konforme Dieselmotoren wurden in die USA eingeführt. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 521,76 Mio. USD und eine Einziehung von 1,087 Mrd. USD, dazu fünf Jahre Bewährung mit Importverbot für Hino-Dieselmotoren.
Manipulierte Prüfdaten in Zulassungsverfahren führen zu existenzbedrohenden Strafen und Marktverboten; Prüfprozesse brauchen unabhängige Kontrollen.
Datenintegrität bei Prüf- und Zulassungsverfahren
- Behörde / Gericht
- U.S. District Court for the Eastern District of Michigan (Ermittlungen: EPA Criminal Investigation Division, FBI)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act; Verschwörung zum Betrug der Vereinigten Staaten und Schmuggel (Schuldbekenntnis)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Automobil
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 19.03.2025
Originalbetrag 1.608.760.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.03.2025.
- Court Sentences Hino Motors Ltd., a Toyota Subsidiary, and Imposes Over $1.6B in Penalties for Emissions Fraud Scheme Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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18.03.2025 LGSS Pty Ltd (Trustee des Active Super Fonds)ASIC: 10,5 Mio. AUD gegen LGSS (Active Super) wegen Greenwashing bei Ausschlusskriterien 6,12 Mio. €
Auf Klage der Australian Securities and Investments Commission (ASIC, Finanz- und Unternehmensaufsicht) verurteilte der Federal Court of Australia die LGSS Pty Ltd als Trustee des Pensionsfonds Active Super am 18. März 2025 zu 10,5 Mio. AUD und verpflichtete sie, einen Hinweis auf das Fehlverhalten an die Mitglieder zu senden und auf den Fondswebseiten zu veröffentlichen. Der Fonds hatte damit geworben, Anlagen unter anderem in Glücksspiel, Kohlebergbau und Ölsand sowie nach dem Angriff auf die Ukraine in Russland auszuschließen, hielt aber direkt oder indirekt solche Beteiligungen; die Verstöße gegen das Verbot irreführender Angaben hatte das Gericht im Juni 2024 festgestellt.
Werbeaussagen zu Ausschlusskriterien müssen sich in allen, auch indirekt gehaltenen Beteiligungen wiederfinden; Abweichungen müssen laufend erkannt und korrigiert werden.
Ausschlusskriterien und Nachhaltigkeitsversprechen in der Fondswerbung
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Australian Securities and Investments Commission (ASIC) / Federal Court of Australia
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- ASIC Act 2001 (Cth) ss 12DB(1)(a) und 12DF(1); Strafe nach s 12GBB, Veröffentlichungsanordnung nach s 12GLB
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Das Gericht erkannte eine gewisse Reue, Kooperation mit der ASIC durch die Teilnahme an freiwilligen Gesprächen und Compliance-Verbesserungen an (u. a. ESG- und Verbraucherrechtsschulungen für Vorstand, Geschäftsleitung und Personal, externe Prüfung der internen Kontrollen), relativierte Reue und Kooperation aber wegen der Verteidigung im Verfahren; die Fusion mit einem anderen Fondsträger verringerte das Gewicht der Spezialprävention.
- Haftung von Führungskräften
- LGSS räumte im Verfahren ein, dass die Geschäftsleitung letztlich für das Fehlen funktionierender Systeme gegen falsche ESG-Angaben verantwortlich war; das Verfahren richtete sich nur gegen die Gesellschaft.
- Veröffentlicht
- 18.03.2025
Originalbetrag 10.500.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.03.2025.
- ASIC 25-042MR: Active Super ordered to pay $10.5 million penalty in ASIC's third greenwashing court action (18.03.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Federal Court of Australia, ASIC v LGSS Pty Ltd (No 3) [2025] FCA 205, Urteil vom 18.03.2025 (von der ASIC bereitgestellte Abschrift) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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14.03.2025 AV Terrace Bay Inc.Zellstoffwerk AV Terrace Bay: 525.000 CAD Geldstrafe für Abwasser- und Abluftverstöße 334.587 €
Im Mai 2023 starben bei einem Toxizitätstest mit dem Abwasser des Zellstoffwerks, das über einen Bach in den Oberen See eingeleitet wird, alle Test-Regenbogenforellen; zudem überschritt das Werk im selben Monat viermal den Grenzwert für reduzierte Schwefelverbindungen (TRS) in der Abluft. Das Gericht verurteilte das Unternehmen wegen zweier Verstöße nach dem Environmental Protection Act zu 525.000 CAD Geldstrafe zuzüglich 131.250 CAD Opferzuschlag.
Schon kurzzeitige Grenzwertüberschreitungen bei Abwasser und Abluft können hohe Strafen auslösen; laufende Überwachung und schnelles Gegensteuern gehören zum Pflichtprogramm.
Einhaltung von Abwasser- und Emissionsgrenzwerten
- Behörde / Gericht
- Gericht in Thunder Bay (Ermittlung und Anklage: Ontario Ministry of the Environment, Conservation and Parks)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Environmental Protection Act (Ontario), RSO 1990, c E.19 – Abwasserqualität nach der Umweltgenehmigung (Environmental Compliance Approval) und Industriestandard für TRS-Emissionen
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Mildernde Umstände
- Laut Ministerium meldete das Unternehmen den Testbefund und jede TRS-Überschreitung wie vorgeschrieben, untersuchte die Ursachen der Überschreitungen sofort und legte einen Minderungsplan vor; wöchentliche Nachtests des Abwassers ergaben keine weiteren Ausfälle.
- Veröffentlicht
- 14.07.2025
Originalbetrag 525.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.03.2025.
- Ontario Newsroom, Court Bulletin (MECP): Pulp Mill Fined $525,000 for Environmental Protection Act Violations, 14.07.2025 Pressemitteilung einer Behörde
- Ontario Newsroom API: Court Bulletin 1006183 (maschinenlesbare Fassung) Pressemitteilung einer Behörde
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21.01.2025 General Logistics Systems B.V., General Logistics Systems Italy S.p.A., General Logistics Systems Enterprise S.r.l. (GLS)GLS: 8 Mio. Euro Bußgeld wegen irreführendem Klimaprogramm „Climate Protect“ 8 Mio. €
Die AGCM verhängte gegen General Logistics Systems B.V., General Logistics Systems Italy S.p.A. und General Logistics Systems Enterprise S.r.l. gesamtschuldnerisch 8.000.000 Euro, weil das Umweltprogramm „Climate Protect“ mit unklaren, nicht belegten Umweltaussagen und irreführenden Zertifikaten über kompensierte CO2-Emissionen beworben wurde. Abonnementkunden, darunter Kleinstunternehmen, mussten zudem einen nicht angeforderten Klimabeitrag zahlen, der die Kosten des Programms deutlich überstieg, während große Kunden davon befreit waren. Die Behörde stufte dies als unlautere Geschäftspraxis nach Art. 20, 21, 22 und 26 lit. f Codice del consumo ein und untersagte ihre Fortsetzung.
Klimabeiträge und Kompensationsversprechen müssen freiwillig, transparent kalkuliert und belegbar sein; wer die Kosten eines Umweltprogramms auf Kunden abwälzt und damit für sich wirbt, riskiert ein Greenwashing-Verfahren.
CO2-Kompensation und Umweltaussagen korrekt kommunizieren
- Behörde / Gericht
- Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Art. 20, 21, 22 und 26 lit. f Codice del consumo (D.Lgs. 206/2005); Sanktion nach Art. 27 Abs. 9 Codice del consumo
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Veröffentlicht
- 04.02.2025
- AGCM, Comunicato stampa PS12525 – Sanzione di 8 milioni al gruppo Gls per pratiche commerciali scorrette (04.02.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- AGCM, Provvedimento PS12525 (Adunanza del 21 gennaio 2025), General Logistics Systems B.V. u. a. Entscheidung einer Behörde
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17.01.2025 HF Sinclair Navajo Refining LLCHF Sinclair Navajo Refining: 35 Mio. USD für Luftverstöße der Raffinerie Artesia 34 Mio. €
Die Raffinerie von HF Sinclair Navajo Refining in Artesia (New Mexico) zahlt nach einem Consent Decree mit EPA, US-Justizministerium und dem New Mexico Environment Department mutmaßlich insgesamt 35.000.000 USD: 33.916.450 USD Zivilstrafe für überhöhte Emissionen u. a. von Benzol, flüchtigen organischen Verbindungen, Stickoxiden und Schwefeldioxid sowie 1.083.550 USD für Verstöße gegen einen Vergleich von 2002; die Zivilstrafe wird zwischen dem Bund und New Mexico aufgeteilt. Hinzu kommen Maßnahmen für geschätzt 137 Mio. USD, darunter Echtzeit-Luftmessstationen am Werkszaun und im Ort mit öffentlich einsehbaren Ergebnissen sowie eine Fackelgas-Rückgewinnung. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Messpflichten am Werkszaun verlangen dokumentierte Ursachenanalysen und Korrekturen, sobald Schwellenwerte überschritten werden.
Emissionsüberwachung am Werkszaun
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice mit New Mexico Environment Department (U.S. District Court, District of New Mexico)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act (NESHAP für Erdölraffinerien und Benzolabfälle, NSPS, Title-V-Genehmigung); New Mexico Air Quality Control Act; Consent Decree von 2002
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 17.01.2025
Originalbetrag 35.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.01.2025.
- EPA: 2025 HF Sinclair Navajo Clean Air Act Settlement Agreement Summary Pressemitteilung einer Behörde
- Lodged Consent Decree, United States and NMED v. HF Sinclair Navajo Refining LLC, Case 1:25-cv-00054 (D.N.M.), filed 17.01.2025 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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17.01.2025 Stericycle, Inc.Stericycle: 9,5 Mio. USD wegen Mängeln bei Transport und Nachweis gefährlicher Abfälle 9,23 Mio. €
Stericycle zahlt nach einem gerichtlichen Vergleich (Stipulation and Order of Settlement) mit US-Justizministerium und EPA 9.500.000 USD Zivilstrafe wegen RCRA-Verstößen in seinem bis April 2020 betriebenen Geschäft mit Transport, Lagerung und Entsorgung gefährlicher Abfälle. Das Unternehmen verlor Sendungen aus dem Blick, lieferte Abfälle ohne vorgeschriebene Begleitscheine oder an nicht vom Kunden gewählte Anlagen, lagerte sie zu lange in Umschlaganlagen und übermittelte Tausende Begleitscheine nicht rechtzeitig an das e-Manifest-System der EPA. Nach EPA-Angaben ist es das erste gerichtliche Verfahren zur Durchsetzung der e-Manifest-Pflichten. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Lückenlose Begleitscheine und fristgerechte elektronische Meldungen sind bei gefährlichen Abfällen eigene, sanktionsbewehrte Pflichten und keine bloße Formalie.
Begleitscheine und Nachweispflichten bei gefährlichen Abfällen
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, Southern District of New York)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Resource Conservation and Recovery Act (RCRA), 42 U.S.C. § 6901 ff., e-Manifest-Vorschriften
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Veröffentlicht
- 17.01.2025
Originalbetrag 9.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.01.2025.
- EPA: Stericycle, Inc. RCRA Settlement Summary Pressemitteilung einer Behörde
- EPA News Release, 17.01.2025: DOJ and EPA Announce $9.5M Settlement with Stericycle, Inc. Pressemitteilung einer Behörde
- Stipulation and Order of Settlement, United States v. Stericycle, Inc., 25 Civ. 498 (S.D.N.Y.), filed 17.01.2025 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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15.01.2025 Hino Motors, Ltd.; Hino Motors Manufacturing U.S.A., Inc.; Hino Motors Sales U.S.A., Inc.Hino Motors: über 1 Mrd. USD Strafen wegen gefälschter Abgastestdaten 1,02 Mrd. €
Die Toyota-Tochter hat von 2010 bis 2019 für über 50 Motorfamilien (rund 105.000 Straßen- und 5.700 Offroad-Dieselmotoren) Testdaten verändert, Prüfungen fehlerhaft durchgeführt oder ganz erfunden. Die Einigung umfasst 525 Mio. USD Zivilstrafe und 521,76 Mio. USD Strafe im Strafverfahren (zusammen 1,047 Mrd. USD), fünf Jahre Bewährung und ein Importverbot für Dieselmotoren; mit Rückruf und Ausgleichsmaßnahmen summiert sich die Gesamtlösung auf über 1,6 Mrd. USD.
Zertifizierungsdaten sind Beweismittel – wer Testergebnisse schönt, riskiert Existenz, Marktzugang und Strafverfolgung.
Integrität von Prüf- und Zertifizierungsdaten
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency / U.S. Department of Justice
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Automobil
- Verschulden
- vorsätzlich
Originalbetrag 1.046.760.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.01.2025.
- Hino Motors Clean Air Act Settlement Summary Pressemitteilung einer Behörde
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13.01.2025 Rio Tinto Fer et Titane inc.Rio Tinto Fer et Titane: 2 Mio. CAD Strafe für nickelhaltige und saure Minenabwässer 1,36 Mio. €
An der Mine Lac Tio bei Havre-Saint-Pierre kam es 2023 zu Nickelüberschreitungen, nachdem durchtrennte Stromkabel die Abwasserbehandlung lahmlegten, zu unbehandelten sauren Einleitungen im Sommer sowie zu einer unterlassenen Probenahme nach einer unerlaubten Einleitung. Das Unternehmen bekannte sich in acht Punkten schuldig und zahlt 2 Mio. CAD in den Environmental Damages Fund.
Ausfälle der Abwasserbehandlung müssen durch Notfallpläne abgefangen und durch die vorgeschriebenen Probenahmen dokumentiert werden.
Probenahme- und Überwachungspflichten nach Störungen
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Fisheries Act, Subsection 36(3); Metal and Diamond Mining Effluent Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis.
- Veröffentlicht
- 14.01.2025
Originalbetrag 2.000.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.01.2025.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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09.01.2025 Liquipak LtdBleiche in den Regenwasserkanal: über 800 tote Fische – Verpackungsbetrieb verurteilt 3.182 €
Nach dem Einsturz einer Holzpalette lief 2021 Natriumhypochlorit (Bleiche) in einen Schacht, den der Spezialverpacker für einen Schmutzwasserkanal hielt; tatsächlich führte er in die River Holme, über 800 Fische starben. Geldstrafe 2.666,67 £ nach frühem Geständnis, insgesamt 8.973,67 £ mit Kosten und Opferzuschlag. Der Betrieb hatte laut Jahresabschluss durchschnittlich 25 Beschäftigte.
Wer Chemikalien lagert, muss wissen, wohin jeder Schacht entwässert – ein Entwässerungsplan gehört zur Grundausstattung.
Kenntnis der Betriebsentwässerung und Meldung von Leckagen
- Behörde / Gericht
- Kirklees Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Regulation 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Beschäftigte
- Unter 50
- Verschulden
- fahrlässig
- Mildernde Umstände
- Frühes Geständnis, volle Kooperation, Sanierung und neue Lager- und Handhabungsverfahren
- Veröffentlicht
- 24.01.2025
Originalbetrag 2.666,67 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.01.2025.
- Yorkshire company fined for polluting river with bleach (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Liquipak Limited (10691734) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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23.12.2024 FCA US LLCFCA US: 4,19 Mio. USD Vergleich mit CARB wegen Abgassteuerung im Ram ProMaster 2,01 Mio. €
CARB hat mit FCA US einen Vergleich über 4.185.820 USD geschlossen, weil Ram-ProMaster-Fahrzeuge der Modelljahre 2014 bis 2016 mit 3,0-Liter-Dieselmotor eine nicht genehmigte Einrichtung hatten, die die Abgasreinigung im Realbetrieb anders steuerte als in der Zertifizierungsprüfung; nach CARB-Angaben entstanden knapp 55 Tonnen zusätzliche Stickoxide. Die Zivilstrafe beträgt 2.092.910 USD. Ein Umweltprojekt in derselben Höhe zur Geschwindigkeitsreduzierung von Frachtschiffen bleibt außerhalb des Betrags; die Fahrzeuge werden zurückgerufen. CARB hatte FCA bereits 2019 und 2022 wegen ähnlicher Vorwürfe belangt. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Im Betragsfeld steht nur die Geldbuße.
Unterschiede zwischen Prüfstand- und Straßenverhalten der Abgasreinigung müssen vor der Zertifizierung offengelegt werden.
Offenlegung emissionsrelevanter Software und Hardware
- Behörde / Gericht
- California Air Resources Board (CARB)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Luftqualitäts- und Fahrzeugemissionsvorschriften des California Air Resources Board
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Automobil
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 23.12.2024
Originalbetrag 2.092.910 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.12.2024.
- CARB News Release 24-30, 23.12.2024: CARB announces over $4 million settlement with FCA US LLC Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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19.12.2024 The Manitowoc Company, Inc.; Grove U.S. L.L.C.; Manitowoc Crane Group Germany GmbHManitowoc: 42,6 Mio. USD für Krane mit nicht zertifizierten Dieselmotoren 41 Mio. €
Der Kranhersteller Manitowoc und zwei Tochtergesellschaften zahlen nach einem Consent Decree 42.600.000 USD Zivilstrafe, weil sie 2014 bis 2018 Krane mit mindestens 1.032 Dieselmotoren verkauft haben sollen, die weder von einer gültigen EPA-Konformitätsbescheinigung noch von der Übergangsregelung für Gerätehersteller gedeckt waren; zudem wurden Melde-, Sicherheitsleistungs- und Kennzeichnungspflichten verletzt. Zusätzlich finanzieren die Unternehmen die Umrüstung einer Lokomotive im Raum Sparrows Point (Baltimore) auf einen Motor nach aktuellen Abgasnormen. Das Gericht genehmigte den Vergleich nach EPA-Angaben im März 2025. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Wer Übergangskontingente für Motoren nutzt, muss jede verbaute Einheit nachweisbar zuordnen – sonst gilt sie als nicht zertifiziert.
Zertifizierung von Motoren in importierten Maschinen
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, Eastern District of Wisconsin)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act, Sections 203(a) und 213(d) (Mobile-Source-Vorschriften für Offroad-Dieselmotoren)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Veröffentlicht
- 19.12.2024
Originalbetrag 42.600.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.12.2024.
- EPA: Manitowoc Company Clean Air Act Settlement Summary Pressemitteilung einer Behörde
- Proposed Consent Decree, United States v. The Manitowoc Company, Inc. et al., Civil Action 2:24-cv-1635 (E.D. Wis.) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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05.12.2024 Anglian Water Services LimitedAnglian Water: 300.000 £ für Abwassereinleitung in Schutzgebiet der Broads 362.319 €
Wegen einer Verstopfung durch nicht spülbare Gegenstände leitete ein Pumpwerk in Ormesby St Margaret 2018 ungeklärtes Abwasser in den Spring Dyke, der in ein Trinkwasser- und Naturschutzgebiet mündet; Tausende Fische starben. Das Gericht stellte Fahrlässigkeit fest und verhängte 300.000 £ plus 21.896,56 £ Kosten. Laut Jahresbericht 2025 beschäftigte der Versorger durchschnittlich 5.874 Vollzeitäquivalente.
Bekannte Schwachstellen an Pumpwerken ohne Notüberlauf-Genehmigung müssen behoben werden, bevor sie zur Einleitung führen.
- Behörde / Gericht
- Basildon Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 12(1)(b) und 38(1)(a) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 06.12.2024
Originalbetrag 300.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 05.12.2024.
- Anglian Water fined £300,000 for sewage pollution in Norfolk (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Anglian Water Services Limited (02366656) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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27.11.2024 Unathi-Wena Fishing CCFischfang im Meeresschutzgebiet De Hoop: Geldstrafe gegen Unathi-Wena Fishing 112.512 €
Das Regionalgericht Bredasdorp verhängte am 27.11.2024 Geldstrafen gegen die Unathi-Wena Fishing CC, Betreiberin des Fischereischiffs „The White Rose“, weil das Schiff im Mai 2019 an drei Tagen unerlaubt im Meeresschutzgebiet De Hoop gefischt hatte; ermittelt hatte die Umweltinspektion (Green Scorpions) des Department of Forestry, Fisheries and the Environment. Das Gericht verhängte 150.000 ZAR für drei Verstöße gegen das Fischereirecht (MLRA) und 2.000.000 ZAR für einen Verstoß gegen den National Environmental Management Act, davon 1.000.000 ZAR zur Bewährung ausgesetzt; der Fang war beschlagnahmt worden.
Eine Fischereigenehmigung deckt nicht automatisch den Fang in Meeresschutzgebieten ab – Reedereien sollten Positionen und Fanggebiete ihrer Schiffe laufend überwachen, denn Behörden können Verstöße auch Jahre später mit Überwachungsdaten nachweisen.
Fanggenehmigungen und Meeresschutzgebiete
- Behörde / Gericht
- Regional Court Bredasdorp (Ermittlungen: Department of Forestry, Fisheries and the Environment)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Rechtsgrundlage
- Regulation 75 Marine Living Resources Act (MLRA); Section 49A(1)(f) National Environmental Management Act (NEMA) (Bezeichnungen laut Ministeriumserklärung)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Veröffentlicht
- 09.12.2024
Originalbetrag 2.150.000 ZAR, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.11.2024.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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18.11.2024 ArcelorMittal Exploitation Minière Canada s.e.n.c.ArcelorMittal-Bergbautochter: 100.000 CAD Strafe für Behinderung von Umweltinspektoren 67.236 €
Bei Inspektionen des Bergbaukomplexes Mont-Wright im Juni 2022 forderten Umweltinspektoren Unterlagen zur Einhaltung der Abwasservorschriften an; das Unternehmen verweigerte bis September 2022 die Herausgabe eines Teils davon. Das Gericht verhängte 100.000 CAD wegen Behinderung der Kontrolle und ordnete die Vorlage der Unterlagen an (eigenständiges Verfahren neben der späteren 100-Mio.-CAD-Strafe).
Die Verweigerung angeforderter Unterlagen ist selbst eine Straftat – Beschäftigte müssen wissen, wie mit Auskunftsersuchen von Inspektoren umzugehen ist.
Kooperation und Dokumentenherausgabe bei behördlichen Inspektionen
- Behörde / Gericht
- Court of Québec (Ermittlungen: Environment and Climate Change Canada)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Fisheries Act, Section 62 (Behinderung von Kontrollbeamten); Metal and Diamond Mining Effluent Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 19.11.2024
Originalbetrag 100.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.11.2024.
- ArcelorMittal Exploitation Minière Canada s.e.n.c. ordered to pay $100,000 for obstructing enforcement officers Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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11.11.2024 Wessex Water Services LimitedWessex Water: 500.000 £ nach Fischsterben und verspäteten Meldungen 604.741 €
Am Pumpwerk Bowerhill Lodge (Melksham) liefen 2018 wegen technischer Ausfälle über 54 Stunden Abwässer in den Clackers Brook, mehr als 2.100 Fische starben; zudem platzte bei Wick St Lawrence eine als kritisch bekannte, aber unüberwachte Druckleitung. Das Gericht stellte Fahrlässigkeit fest; zudem hatte der Versorger Einleitungen nicht sofort gemeldet. Es verhängte 500.000 £ plus 60.000 £ Kosten. Laut Jahresabschluss (bis Juni 2025) beschäftigte der Versorger durchschnittlich 2.890 Personen.
Als kritisch erkannte Anlagen brauchen die Überwachung, die man ihnen selbst zuschreibt – und Störfälle müssen der Behörde sofort gemeldet werden.
- Behörde / Gericht
- Swindon Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Regulation 12(1)(b), 38(1)(a) und 38(2) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2016
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Verschulden
- fahrlässig
- Veröffentlicht
- 11.11.2024
Originalbetrag 500.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.11.2024.
- Wessex Water fined £500,000 for sewage killing thousands of fish (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Wessex Water Services Limited (02366648) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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08.11.2024 Invesco Advisers, Inc.Invesco Advisers: 17,5 Mio. USD wegen überhöhter ESG-Integrationsquoten 16,2 Mio. €
Invesco gab 2020 bis 2022 gegenüber Kunden an, 70 bis 94 Prozent des verwalteten Vermögens der Konzernmutter seien „ESG-integriert“, zählte dabei aber passive ETFs ohne ESG-Berücksichtigung mit und hatte keine schriftliche Definition von ESG-Integration. Die SEC verhängte 17,5 Mio. USD, Rüge und Unterlassungsanordnung.
Nachhaltigkeitskennzahlen im Vertrieb brauchen eine schriftliche Definition und eine nachvollziehbare Berechnung.
Belegbare Kennzahlen in ESG-Marketing
- Behörde / Gericht
- U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Investment Advisers Act of 1940
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 08.11.2024
Originalbetrag 17.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.11.2024.
- SEC Charges Invesco Advisers for Making Misleading Statements About Supposed Investment Considerations Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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09.10.2024 zwei italienische Anbieter von Elektro-KleinstwagenAGCM: Anbieter von Elektro-Kleinstwagen entfernen „100 % grün“-Werbung Sonstiges
Auf den Websites für zwei Elektro-Kleinstwagen warben die Anbieter mit „100 % nachhaltig“, „100 % Green“, „Null Emissionen“ und „Null Umweltauswirkung“, ohne Lebenszyklusphasen oder die Emissionen der Stromerzeugung zu berücksichtigen. Nach Intervention der AGCM (moral suasion) wurden die Aussagen entfernt.
Auch bei Elektrofahrzeugen sind absolute Aussagen wie „null Emissionen“ irreführend, wenn Herstellung und Stromerzeugung ausgeblendet werden.
Pauschale Umweltversprechen bei Elektroprodukten
- Behörde / Gericht
- Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Codice del Consumo (unlautere Geschäftspraktiken)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Automobil
- Mildernde Umstände
- Freiwillige Entfernung der Aussagen nach Intervention der Behörde.
- Veröffentlicht
- 09.10.2024
- AGCM, Suche nach Entscheidungen (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Unternehmensname anonymisiert seit 09.10.2026 · Direktlink
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25.09.2024 eine australische FondsgesellschaftAustralische Fondsgesellschaft: 12,9 Mio. AUD für irreführende ESG-Filter 7,93 Mio. €
Der Federal Court of Australia verhängte auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission (ASIC, australische Kapitalmarkt- und Finanzdienstleistungsaufsicht) eine Geldbuße von 12,9 Mio. AUD, weil die Fondsgesellschaft für einen ethisch ausgerichteten globalen Anleihen-Indexfonds in Produktunterlagen, auf ihrer Website, in einer Medienmitteilung und in Online-Auftritten behauptet hatte, Emittenten mit wesentlichen Aktivitäten u. a. im Bereich fossiler Brennstoffe würden ausgeschlossen. Tatsächlich waren nach dem Gericht rund 74 % der Wertpapiere des Fonds (nach Marktwert) nicht anhand der ESG-Kriterien geprüft worden; die Haftung hatte das Gericht bereits am 28. März 2024 festgestellt.
ESG-Ausschlüsse dürfen nur beworben werden, wenn sie tatsächlich auf den gesamten Bestand angewendet und überprüft werden.
ESG-Screening und Produktaussagen: Abgleich des Marketings mit der tatsächlichen Indexmethodik
- Behörde / Gericht
- Federal Court of Australia (auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission, ASIC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- ASIC Act 2001 (Cth) ss 12DF(1), 12DB(1)(a) und (e); Geldbuße nach ss 12GBA/12GBB
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Die Gesellschaft hatte den Sachverhalt selbst erkannt und der ASIC gemeldet und kooperierte voll; das Gericht gewährte dafür einen Abschlag von 25 %.
- Veröffentlicht
- 25.09.2024
Originalbetrag 12.900.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.09.2024.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 25.09.2026 · Direktlink
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20.09.2024 ein britisches Wasser- und AbwasserunternehmenWasserversorger: 1 Mio. GBP Enforcement Undertaking wegen illegaler Ascheentsorgung 1,19 Mio. €
Der Wasserversorger zahlt im Rahmen eines von der Environment Agency angenommenen Enforcement Undertakings 1.000.000 GBP an eine Naturschutzorganisation und übernimmt die Behördenkosten. Asche aus zwei mit Klärschlamm betriebenen Generatoren der Klärwerke Beckton und Crossness war zwischen Januar 2014 und April 2016 ohne entsprechende Genehmigung auf einer Deponie für nicht gefährliche Abfälle in Essex entsorgt worden.
Auch Reststoffe aus eigenen Anlagen müssen richtig eingestuft und nur auf dafür genehmigten Wegen entsorgt werden.
Abfalleinstufung und zulässige Entsorgungswege
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Reg. 38(1) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010/2016
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
Originalbetrag 1.000.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.09.2024.
- Environment Agency, Enforcement Undertakings (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 20.09.2026 · Direktlink
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16.09.2024 ein US-amerikanischer Hersteller von Tuning-ProduktenUS-Tuning-Hersteller: 2,914 Mio. USD für über 81.000 Tuner, die Abgasreinigung abschalten 2,62 Mio. €
Der Hersteller aus Texas verkaufte seit 2015 mehr als 81.000 Tuner, die Emissionskontrollen deaktivieren, sowie 8.400 Abgasrohre mit weniger oder schwächeren Katalysatoren. Der vorgeschlagene Vergleich (vorbehaltlich gerichtlicher Genehmigung) sieht eine Zivilstrafe von 2.914.000 USD in vier Raten vor, dazu ein Verbot von Defeat Devices, die Entfernung der „Delete“-Funktionen, Händler- und Kundeninformation, Rückkauf und Vernichtung solcher Geräte bei Beschäftigten sowie Clean-Air-Act-Schulungen für die Belegschaft.
Tuning-Produkte, die Emissionskontrollen umgehen, sind auch als 'Rennsport-Teile' verboten – Produktfreigaben brauchen eine Emissionsprüfung.
Emissionsrecht bei Aftermarket-Produkten
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, Western District of Texas)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act § 203(a)(3)(B), 42 U.S.C. § 7522(a)(3)(B)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Automobil
- Mildernde Umstände
- Strafhöhe wegen nachgewiesener begrenzter Zahlungsfähigkeit; Ratenzahlung.
Originalbetrag 2.914.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.09.2024.
- EPA, Durchsetzungsfälle und Vergleiche (Liste) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.09.2026 · Direktlink
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16.09.2024 ein integrierter Ölkonzern mit Raffinerie in OntarioÖlkonzern: 900.000 CAD Geldstrafe für einen Ölaustritt an einer Raffinerie in Ontario 595.671 €
Nach Feststellung des mit der Anklage befassten Gerichts fraß sich im April 2021 an einer Raffinerie in Ontario Dampf aus einem seit Januar bekannten, zur Reparatur zurückgestellten Leck einer Begleitheizung in eine benachbarte Leitung, und rund 1.150 Liter Altöl traten aus. Benachbarte Betriebe und Anwohner meldeten Geruchsbelästigungen, Reizungen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Der Betreiber wurde wegen Einleitung eines Schadstoffs mit nachteiliger Wirkung nach dem Environmental Protection Act zu 900.000 CAD Geldstrafe zuzüglich 225.000 CAD Opferzuschlag verurteilt.
Bekannte Leckagen an Leitungen mit gefährlichen Stoffen sollten nach dem Risiko für die Nachbarschaft priorisiert und nicht saisonal aufgeschoben werden.
Instandhaltung und Leckagemanagement in Anlagen mit gefährlichen Stoffen
- Behörde / Gericht
- Gericht in Sarnia (Ermittlung und Anklage: Ontario Ministry of the Environment, Conservation and Parks)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Environmental Protection Act (Ontario), RSO 1990, c E.19 – Einleitung eines Schadstoffs, die eine nachteilige Wirkung verursacht hat oder wahrscheinlich verursacht
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 13.11.2024
Originalbetrag 900.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.09.2024.
- Ontario Newsroom, Veröffentlichungen (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.09.2026 · Direktlink
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10.09.2024 ein französischer Mineralwasserabfüller eines LebensmittelkonzernsÉpinal: Umwelt-CJIP mit Mineralwasserabfüller über 2 Mio. Euro 2 Mio. €
Der Abfüller nutzte an zwei Standorten neun Brunnen, für die keine hinreichend belegte wasserrechtliche Genehmigung vorlag, und setzte bei natürlichem Mineralwasser nicht zugelassene Aufbereitungen (u. a. UV, Aktivkohle, Mikrofilter) ein, was als Täuschung (tromperie) verfolgt wurde. In der am 10.09.2024 validierten Umwelt-CJIP verpflichtete sich das Unternehmen zu einer Geldauflage von 2.000.000 EUR, zu Renaturierungsmaßnahmen bis 1,1 Mio. EUR und zu Entschädigungen an Verbände.
Altgenehmigungen für Wasserentnahmen und Produktionsverfahren müssen regelmäßig gegen das geltende Recht geprüft werden, besonders bei geschützten Produktbezeichnungen.
Genehmigungen für Wasserentnahmen und zulässige Aufbereitung von Mineralwasser
- Behörde / Gericht
- Parquet d'Épinal (Procureur de la République); Validierung durch den Präsidenten des Tribunal judiciaire d'Épinal
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Art. L. 173-1, L. 214-1, L. 214-3 Code de l'environnement; Tromperie (Code de la consommation); Art. 41-1-2, 41-1-3 Code de procédure pénale
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Mildernde Umstände
- Laut CJIP legte das Unternehmen die unzulässigen Aufbereitungen 2021 selbst den Behörden offen, kooperierte vollständig und stellte die Mängel ab; ein Gesundheitsrisiko wurde nicht festgestellt.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.09.2026 · Direktlink
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10.09.2024 ein US-amerikanischer Hersteller von Kfz-TuningteilenUS-Tuningteile-Hersteller: Geldstrafe und Zivilvergleich wegen Abschalteinrichtungen Bußgeld
Ein US-amerikanischer Hersteller von Kfz-Tuningteilen stellte laut EPA über mehrere Jahre in großer Zahl Teile für Diesel-Pickups her, verkaufte oder baute sie ein, mit denen Abgasreinigungssysteme entfernt oder außer Kraft gesetzt werden konnten; laut EPA entsprachen die zusätzlichen Emissionen denen mehrerer Millionen weiterer Fahrzeuge. Im Strafverfahren wurde gegen das Unternehmen eine Geldstrafe in Millionenhöhe samt Bewährungszeit verhängt; ein zivilrechtlicher Vergleich über eine Zivilstrafe in Millionenhöhe, zahlbar in Raten, stand unter dem Vorbehalt gerichtlicher Genehmigung.
Emissionsmanipulation als Geschäftsmodell führt zu straf- und zivilrechtlichen Sanktionen gegen das Unternehmen.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency / U.S. Department of Justice
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act § 203(a)(3)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Automobil
- Verschulden
- vorsätzlich
- Mildernde Umstände
- Ratenzahlung wegen nachgewiesener begrenzter Zahlungsfähigkeit.
- EPA, Durchsetzungsfälle und Vergleiche (Liste) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 7 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.09.2026 · Direktlink
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29.08.2024 ein britischer Biomasse-KraftwerksbetreiberOfgem: Kraftwerksbetreiber zahlt 25 Mio. GBP wegen fehlerhafter Biomasse-Herkunftsdaten 29,7 Mio. €
Ofgem stellte fest, dass der Kraftwerksbetreiber für den Berichtszeitraum April 2021 bis März 2022 der Renewables Obligation fehlerhafte Profildaten zu seiner Biomasse gemeldet hatte, insbesondere zu Waldtyp und Sägeholzanteil kanadischer Lieferungen, und diese Daten mangels ausreichender Daten-Governance nicht belegen konnte. Der Betreiber akzeptierte die Feststellungen, zahlt 25 Mio. GBP in den freiwilligen Ausgleichsfonds der Energiewirtschaft, meldet die Daten neu und lässt eine externe Prüfung seiner Lieferkettendaten durchführen; eine fehlerhafte Ausgabe von Förderzertifikaten fand Ofgem nicht.
Nachhaltigkeitsdaten, die an Behörden gemeldet werden, brauchen dieselbe Daten-Governance wie Finanzzahlen – bis in die Lieferkette.
Daten-Governance bei Nachhaltigkeits- und Förderberichten
- Behörde / Gericht
- Office of Gas and Electricity Markets (Ofgem)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit
- Rechtsgrundlage
- Renewables Obligation Order 2015 (Berichtspflichten zu jährlichen Profildaten)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 29.08.2024
Originalbetrag 25.000.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 29.08.2024.
- Ofgem, Bußgelder und Redress-Zahlungen (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.08.2026 · Direktlink
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27.08.2024 ein US-amerikanisches StahlwerkStahlwerk: EPA-Vergleich wegen Schadstoffemissionen 222.537 €
Das Stahlwerk am Michigansee soll beim Beschicken der Sauerstoffblaskonverter und bei Überläufen geschmolzenen Materials übermäßig Feinstaub und gefährliche Luftschadstoffe ausgestoßen haben. Im Vergleich zahlt das Unternehmen 248.396 USD und muss langsamer beschicken, Absaugung und Überwachung verbessern sowie Videoaufzeichnung und Berichte an die EPA einführen.
Emissionsspitzen entstehen oft durch Bedienabläufe; verbindliche Arbeitsanweisungen und Dokumentation sind Teil der Genehmigungstreue.
Betriebsverfahren zur Emissionsminderung in der Produktion
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Stahl und Metall
- Veröffentlicht
- 27.08.2024
Originalbetrag 248.396 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.08.2024.
- EPA, Pressemitteilungen (Suche) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.08.2026 · Direktlink
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15.08.2024 ein britischer BierimporteurBierimporteur: 414.003,54 GBP nach Verstoß gegen Verpackungsregeln 483.564 €
Der Bierimporteur zahlte im Rahmen eines Enforcement Undertakings 414.003,54 GBP an eine Umweltschutzorganisation und übernahm die Behördenkosten. Das Unternehmen hatte sich seit 2004 nicht als Verpackungshersteller registriert und so nicht zur Verwertung seiner Verpackungsabfälle beigetragen. Der Betrag entspricht den ersparten Kosten zuzüglich eines Aufschlags von 30 Prozent.
Importeure sollten prüfen, ob sie als Verpackungshersteller registrierungspflichtig sind; Unkenntnis schützt nicht vor Nachzahlung plus Aufschlag.
Registrierungspflichten der erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungen
- Behörde / Gericht
- Environment Agency
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Producer Responsibility Obligations (Packaging Waste) Regulations
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Mildernde Umstände
- Das Unternehmen gab an, die Vorschriften nicht gekannt zu haben, bot die Zahlung von sich aus an und ist inzwischen regelkonform.
- Veröffentlicht
- 15.08.2024
Originalbetrag 414.003,54 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.08.2024.
- Environment Agency, Behördenauftritt (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 15.08.2026 · Direktlink
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09.08.2024 ein britischer HeizkesselherstellerCMA: Heizkesselhersteller ändert Werbung für wasserstofffähige Heizkessel Sonstiges
Die CMA hatte Bedenken, dass der Hersteller mit der Fähigkeit seiner Gasheizkessel, mit einer Beimischung von bis zu 20 % Wasserstoff zu arbeiten, den Eindruck eines Umweltvorteils oder einer Zukunftssicherheit der Heizung erweckte. Das Unternehmen gab förmliche Verpflichtungszusagen ab, solche Werbeaussagen zu ändern oder zu entfernen, seine Installateure und Händler zu informieren und der CMA über die Einhaltung zu berichten; ein Rechtsverstoß wurde damit nicht eingeräumt.
Umweltaussagen müssen den heutigen tatsächlichen Nutzen für Verbraucher abbilden – eine technische Option ist noch kein Klimavorteil.
Umweltbezogene Werbeaussagen (Greenwashing)
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Part 8 Enterprise Act 2002 (Undertakings nach section 219); Consumer Protection from Unfair Trading Regulations 2008
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Veröffentlicht
- 09.08.2024
- CMA, Fälle (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 09.08.2026 · Direktlink
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02.08.2024 ein australischer PensionsfondsverwalterPensionsfondsverwalter: 11,3 Mio. AUD Strafe wegen irreführender Nachhaltigkeitsaussagen 6,8 Mio. €
Der Pensionsfondsverwalter bewarb auf seiner Website sieben als nachhaltig vermarktete Anlageoptionen seines Pensionsfonds als Optionen, die Unternehmen aus kohlenstoffintensiven fossilen Brennstoffen, Alkoholproduktion und Glücksspiel ausschließen; tatsächlich hielten sechs der sieben Optionen Beteiligungen an solchen Unternehmen. Nach Eingeständnis verhängte das Gericht 11,3 Mio. AUD und ordnete einen gerichtlich vorgegebenen Hinweis auf der Website für sechs Monate an. Es war das erste Greenwashing-Verfahren der ASIC vor dem Federal Court.
Werbeaussagen zu Ausschlusskriterien brauchen einen Kontrollprozess, der die tatsächlichen Portfoliobestände laufend mit den Versprechen abgleicht.
Prüfung und Freigabe von Nachhaltigkeitsaussagen in Marketing und auf Websites
- Behörde / Gericht
- Federal Court of Australia (auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission, ASIC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- ss 12DB(1)(a), 12DF(1) ASIC Act 2001 (Cth)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Frühes Eingeständnis, volle Kooperation mit der ASIC, Entfernung der Aussagen und klarere Offenlegung in einer Informationsbroschüre ab April 2023.
- Haftung von Führungskräften
- Nach den Feststellungen des Gerichts handelten Personen der oberen Managementebene; es fehlten verbindliche Freigabeprozesse für Website-Inhalte.
- Veröffentlicht
- 02.08.2024
Originalbetrag 11.300.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 02.08.2024.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 02.08.2026 · Direktlink
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27.06.2024 BGH: Werbung mit „klimaneutral“ nur mit Erläuterung in der Werbung selbst zulässig Anordnung
Ein Fruchtgummi- und Lakritzhersteller (in der amtlichen Mitteilung nicht namentlich genannt) warb in einer Fachzeitschrift damit, seit 2021 alle Produkte „klimaneutral“ zu produzieren, obwohl dies teils über Kompensation erreicht wurde. Der BGH untersagte die Werbung auf Klage der Wettbewerbszentrale: Mehrdeutige Umweltbegriffe müssen in der Werbung selbst erklärt werden, da Reduktion und Kompensation nicht gleichwertig sind.
Wer mit „klimaneutral“ wirbt, muss direkt in der Werbung erklären, ob Emissionen vermieden oder nur kompensiert werden.
Rechtssichere Umwelt- und Klimaaussagen in Werbung
- Behörde / Gericht
- Bundesgerichtshof (I. Zivilsenat)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 5a Abs. 1 und 3, § 8 Abs. 1 Satz 1 UWG
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Veröffentlicht
- 27.06.2024
- Bundesgerichtshof, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung eines Gerichts
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.06.2026 · Direktlink
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10.06.2024 ein norwegisches Schiffsmanagement-UnternehmenNorwegisches Schiffsmanagement-Unternehmen: 8 Mio. NOK wegen Abwrackung zweier Tanker in Indien 694.927 €
Økokrim erließ gegen ein norwegisches Schiffsmanagement-Unternehmen einen Strafbefehl über 8.000.000 NOK wegen Verstoßes gegen das Umweltschutzgesetz (forurensningsloven), weil zwei in der Nordsee eingesetzte Shuttle-Tanker 2018 nach Asien ausliefen und zwischen 2018 und 2020 am Strand von Alang in Indien abgewrackt wurden („Beaching“). Nach Økokrim kannte das Unternehmen die Regeln und entschied sich u. a. aus wirtschaftlichen Gründen für die Verschrottung in Indien. Nachdem es den Strafbefehl zunächst nicht angenommen hatte, nahm es ihn vor der für Januar 2025 angesetzten Hauptverhandlung ohne Schuldeingeständnis an; ein angenommener Strafbefehl wirkt wie ein Urteil.
Wer ausgediente Schiffe zur Verschrottung abgibt, muss das Recycling auf zugelassenen Werften nach EU-Regeln sicherstellen; Kostenvorteile des Beachings rechtfertigen keine Umgehung.
Schiffsrecycling und Abfallexport
- Behörde / Gericht
- Økokrim
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Forurensningsloven (Umweltschutzgesetz)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Veröffentlicht
- 10.06.2024
Originalbetrag 8.000.000 NOK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.06.2024.
- Økokrim, Nachrichten (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.06.2026 · Direktlink
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27.03.2024 drei britische ModehändlerCMA: Drei Modehändler verpflichten sich zu klaren Umweltaussagen Sonstiges
Nach einer Untersuchung ihrer Mode-Umweltaussagen gaben die drei Händler förmliche Zusagen gegenüber der CMA ab: keine vagen Begriffe wie „eco“ oder „responsible“, klare Angaben zu Recycling- und Bio-Anteilen, transparente Kriterien für grüne Sortimente, korrekte Filter und Siegelangaben sowie regelmäßige Berichte an die CMA. Ein Rechtsverstoß wurde nicht festgestellt.
Nachhaltigkeitslabels im Onlineshop müssen konkret, belegbar und für Kunden leicht verständlich sein; Pauschalbegriffe genügen nicht.
Formulierung von Umweltaussagen in Marketing und Onlineshop
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Consumer Protection from Unfair Trading Regulations 2008 (förmliche Verpflichtungszusagen)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 27.03.2024
- CMA, Fallübersicht (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.03.2026 · Direktlink
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20.03.2024 eine niederländische FluggesellschaftRechtbank Amsterdam: Werbung einer Fluggesellschaft zu nachhaltigem Fliegen irreführend Sonstiges
Auf die Verbandsklage einer Stiftung stellte das Gericht fest, dass 15 Werbeaussagen der Fluggesellschaft irreführend und rechtswidrig waren: Sie suggerierten nachhaltiges Fliegen bzw. dass Kompensationsprodukte die Klimawirkung tatsächlich ausgleichen, obwohl Biokraftstoffe und Aufforstung diese nur marginal mindern. Die Fluggesellschaft trägt die Prozesskosten; weitergehende Anträge wurden abgewiesen.
Kompensations- und SAF-Angebote dürfen nicht den Eindruck klimaneutralen Reisens erwecken; Verbände können solche Aussagen gerichtlich angreifen.
Klimaaussagen und Kompensationsangebote in der Kundenkommunikation
- Behörde / Gericht
- Rechtbank Amsterdam
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Wet oneerlijke handelspraktijken (Art. 6:193a ff. BW)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 20.03.2024
- Rechtspraak, Entscheidungsdatenbank (Suche) (Entscheidung 2024) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 20.03.2026 · Direktlink
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04.03.2024 ein japanischer MotorenherstellerJapanischer Motorenhersteller: 16,2 Mio. USD Vergleich mit CARB wegen Kühlaggregat-Motoren 14,9 Mio. €
Die kalifornische Luftreinhaltebehörde CARB hat mit einem japanischen Motorenhersteller einen Vergleich über 16.196.120 USD geschlossen. Betroffen waren knapp 20.000 Motoren, überwiegend für Transportkühlaggregate: eine unvollständig gemeldete Zusatzeinrichtung zur Emissionssteuerung (AECD), die Anwendung nicht passender Prüfverfahren sowie die Produktion großer Ottomotoren, die nicht von der CARB-Zertifizierung erfasst waren. Wegen der unvollständigen Meldung nahm das Unternehmen nach CARB-Angaben Änderungen vor, mit denen es die Zertifizierungsanforderungen künftig erfüllt.
Jede Einrichtung, die die Emissionssteuerung beeinflusst, gehört vollständig in den Zertifizierungsantrag – auch bei kleinen Motoren.
Vollständige Angaben im Zertifizierungsverfahren
- Behörde / Gericht
- California Air Resources Board (CARB)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- CARB Off-Road Compression-Ignition Engines and Equipment Regulation
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Veröffentlicht
- 04.03.2024
Originalbetrag 16.196.120 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.03.2024.
- California Air Resources Board (CARB), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 04.03.2026 · Direktlink
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19.02.2024 ein britisches Wasser- und AbwasserunternehmenWasserversorger: 2,07 Mio. GBP Strafe für Rohabwasser in den River Trent 2,42 Mio. €
Das Gericht verhängte gegen den Wasserversorger Geldstrafen von 1.072.000 GBP und 1.000.000 GBP (zusammen 2.072.000 GBP) zuzüglich 16.476,67 GBP Kosten, weil aus dem Klärwerk Strongford bei Stoke-on-Trent zwischen November 2019 und Februar 2020 rund 260 Mio. Liter Rohabwasser genehmigungswidrig in den River Trent gelangten. Eine von drei Förderpumpen war wochenlang ausgefallen, als eine zweite versagte; zudem waren die Durchflussgrenzen des Werks von Hand verändert worden. Der Richter wertete das Fehlen einer tragfähigen Notfallplanung als rücksichtslos („reckless“).
Wer kritische Pumpen ohne Reserve und Ersatzteilplan betreibt, riskiert bei Ausfällen erhebliche Einleitungen und hohe Strafen.
Notfallplanung und Ersatzteilvorsorge für kritische Anlagen
- Behörde / Gericht
- Cannock Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis in einer früheren Verhandlung; Maßnahmen am Standort nach dem Vorfall.
- Veröffentlicht
- 20.02.2024
Originalbetrag 2.072.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.02.2024.
- Environment Agency, Behördenauftritt (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 19.02.2026 · Direktlink
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15.02.2024 ein kanadischer SchrottverwerterSchrottverwerter: 225.000 CAD Geldstrafe wegen ungenehmigter Schere und Shredder-Explosionen 154.671 €
Der Schrottverwerter installierte an einem Standort in Hamilton eine neue Metallschere, ohne die dafür nötige Änderung seiner Umweltgenehmigung zu beantragen; nach Lärmbeschwerden fiel dies auf. An einem zweiten Standort kam es im Autoshredder trotz Ministeriumsanordnung zu Explosionen, weil explosionsgefährliche Materialien nicht entfernt worden waren, und zwei Explosionen wurden nicht gemeldet. Das Gericht verurteilte das Unternehmen wegen fünf Verstößen nach dem Environmental Protection Act zu 225.000 CAD Geldstrafe zuzüglich 56.250 CAD Opferzuschlag.
Neue Anlagen brauchen vor Inbetriebnahme eine angepasste Genehmigung, und behördlich angeordnete Meldepflichten gelten auch für scheinbar kleine Zwischenfälle.
Genehmigungspflicht bei Anlagenänderungen und behördliche Meldepflichten
- Behörde / Gericht
- Gericht in Hamilton (Ermittlung und Anklage: Ontario Ministry of the Environment, Conservation and Parks)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Environmental Protection Act (Ontario), RSO 1990, c E.19 – Betrieb einer Anlage ohne Genehmigung und Nichtbefolgung einer Ministeriumsanordnung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Stahl und Metall
- Veröffentlicht
- 12.04.2024
Originalbetrag 225.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.02.2024.
- Ontario Newsroom, Veröffentlichungen (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 15.02.2026 · Direktlink
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10.01.2024 ein US-amerikanischer MotorenkonzernUS-Motorenkonzern: 1,675 Mrd. USD Zivilstrafe für Abschalteinrichtungen in Pick-ups 1,53 Mrd. €
Der Motorenhersteller programmierte die Motorsoftware so, dass Abgaskontrollen im normalen Fahrbetrieb reduziert oder abgeschaltet wurden (rund 630.000 schwere Pick-ups eines Fahrzeugherstellers der Modelljahre 2013–2019), und legte bei weiteren rund 330.000 Fahrzeugen Hilfsemissionseinrichtungen nicht offen. Zivilstrafe 1,675 Mrd. USD – die höchste je nach dem Clean Air Act – plus Rückruf- und Ausgleichsmaßnahmen, zusammen rund 2 Mrd. USD.
Softwarefunktionen, die Emissionsverhalten beeinflussen, müssen in der Typgenehmigung vollständig offengelegt werden.
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, District of Columbia)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- Clean Air Act
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Automobil
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
Originalbetrag 1.675.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.01.2024.
- EPA, Durchsetzungsfälle und Vergleiche (Liste) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.01.2026 · Direktlink
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05.10.2023 ein japanischer Hersteller von AngelködernKöderhersteller: Surcharge für unbelegte „biologisch abbaubar“-Werbung bei Angelködern 113.203 €
Der Köderhersteller bewarb vier Serien künstlicher Angelköder auf Verpackungen, der Website und in Werbematerial – teils von April 2016 bis Februar 2023 – als biologisch abbaubar, auch wenn sie nach dem Gebrauch im Wasser zurückbleiben. Belege für diese Abbaubarkeit legte das Unternehmen nicht vor; nach einer Unterlassungsanordnung vom 19. Dezember 2022 folgte am 5. Oktober 2023 ein Surcharge von 17.740.000 JPY.
Umweltaussagen wie „biologisch abbaubar“ tragen nur mit Nachweisen für die konkrete Umgebung, in der das Produkt tatsächlich landet.
Greenwashing: Umweltaussagen belegen
- Behörde / Gericht
- Consumer Affairs Agency (消費者庁, CAA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Art. 8 Abs. 1 und 3 i. V. m. Art. 5 Nr. 1 Act against Unjustifiable Premiums and Misleading Representations (不当景品類及び不当表示防止法, Gesetz Nr. 134/1962)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Sonstige
- Verschulden
- fahrlässig
- Veröffentlicht
- 05.10.2023
Originalbetrag 17.740.000 JPY, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 05.10.2023.
- Consumer Affairs Agency (消費者庁, CAA), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 05.10.2025 · Direktlink
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25.09.2023 eine US-Tochter eines deutschen VermögensverwaltersUS-Vermögensverwalter: 19 Mio. USD wegen irreführender ESG-Angaben 17,9 Mio. €
Die Tochter einer deutschen Großbank präsentierte ESG von 2018 bis Ende 2021 als Teil ihrer „DNA“, setzte die zugesagten ESG-Integrationsrichtlinien aber nicht um. Für die ESG-Falschangaben zahlt sie 19 Mio. USD; in einem getrennten Verfahren wegen Mängeln im Geldwäscheprogramm kamen weitere 6 Mio. USD hinzu.
Marketingaussagen zu ESG müssen durch gelebte, dokumentierte Prozesse gedeckt sein, sonst werden sie zum Aufsichtsrisiko.
Wahrheitsgemäße Nachhaltigkeitskommunikation in Vertrieb und Marketing
- Behörde / Gericht
- U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Sections 206(2), 206(4) Investment Advisers Act; Rules 206(4)-7 und 206(4)-8
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 25.09.2023
Originalbetrag 19.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.09.2023.
- SEC, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 25.09.2025 · Direktlink
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13.09.2023 eine US-Tochter eines japanischen Fahrzeug- und MotorenherstellersUS-Tochter eines Motorenherstellers: knapp 8 Mio. USD CARB-Vergleich wegen Kleinmotoren 5,31 Mio. €
CARB hat mit der US-Tochter eines japanischen Fahrzeug- und Motorenherstellers einen Vergleich über insgesamt 7.968.419 USD wegen Verstößen gegen die Vorschriften für kleine Offroad-Motoren (SORE) und für Verdunstungsemissionen geschlossen: 5.694.452 USD Zivilstrafe und 2.273.967 USD für vier Umweltprojekte. Das Unternehmen hatte für mehrere Motorfamilien, überwiegend Generatoren, deren Aktivkohlebehälter die Kapazitätsvorgaben nicht erfüllten, eine Ausnahmegenehmigung erhalten, deren Bedingungen aber nicht eingehalten; nach dem Widerruf galten alle darunter verkauften Geräte als unzulässig. Es ist die dritte SORE-Maßnahme gegen das Unternehmen binnen vier Jahren. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Im Betragsfeld steht nur die Geldbuße.
Wer mit einer an Bedingungen geknüpften Ausnahmegenehmigung verkauft, muss deren Einhaltung laufend überwachen – fällt sie weg, wird jeder Verkauf unzulässig.
Einhaltung von Auflagen aus Ausnahmegenehmigungen
- Behörde / Gericht
- California Air Resources Board (CARB)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Rechtsgrundlage
- CARB Small Off-Road Engine (SORE) Regulation; Evaporative Emissions Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Industrie und Maschinenbau
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Das Unternehmen kooperierte nach Angaben der CARB bei der Klärung der Vorwürfe.
- Veröffentlicht
- 13.09.2023
Originalbetrag 5.694.452 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.09.2023.
- California Air Resources Board (CARB), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 13.09.2025 · Direktlink
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26.07.2023 eine deutsche DrogeriemarktketteLG Karlsruhe untersagt Drogeriemarktkette Werbung mit „klimaneutral“ und „umweltneutral“ Anordnung
Auf Klage der Deutschen Umwelthilfe verurteilte das Landgericht Karlsruhe eine deutsche Drogeriemarktkette, Flüssigseife, Sonnenmilch und Cremedusche auf der Verpackung nicht mehr als „klimaneutral“ und ein Spülmittel nicht als „Umweltneutrales Produkt“ zu bewerben. Bei zwei Produkten fehlten nach Auffassung des Gerichts auf der Verpackung wesentliche Informationen zum Begriff; zudem könne die CO2-Kompensation unter anderem über ein befristetes Waldschutzprojekt die versprochene dauerhafte Klimaneutralität grundsätzlich nicht einlösen.
Wer mit Klimaneutralität durch Kompensation wirbt, muss auf der Verpackung selbst erklären, was kompensiert wird, und darf keine Dauerwirkung versprechen, die befristete Projekte nicht leisten.
Klimaneutral-Claims auf Basis von CO2-Kompensation
- Behörde / Gericht
- Landgericht Karlsruhe, Kammer für Handelssachen
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- § 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 UWG; § 5a Abs. 1 UWG
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 26.07.2023
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 26.07.2025 · Direktlink
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26.04.2023 ein britisches Wasser- und AbwasserunternehmenWasserversorger: 2,15 Mio. GBP Strafe für Verschmutzungen in Devon und Cornwall 2,43 Mio. €
Der Plymouth Magistrates' Court verhängte gegen den Wasserversorger eine Geldstrafe von 2.150.000 GBP sowie 280.000 GBP Kosten und 170 GBP Opferzuschlag. Das Unternehmen hatte sich in 13 Anklagepunkten schuldig bekannt: sechs unerlaubte Einleitungen und sieben Verstöße gegen Genehmigungsauflagen zwischen 2016 und 2020 an Klärwerken in Lostwithiel, Kilmington, Crediton und Torpoint sowie an der Pumpstation Watergate Bay. Nach Feststellung der Environment Agency lagen gemeinsame Mängel im Managementsystem zugrunde, u. a. wurde auf Alarme nicht angemessen reagiert.
Alarme, auf die niemand reagiert, schützen nicht; Betreiber brauchen klare Abläufe, wer bei Störmeldungen was tut.
Alarmmanagement und Umweltmanagementsystem in Kläranlagen
- Behörde / Gericht
- Plymouth Magistrates' Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis in einer früheren Verhandlung.
- Veröffentlicht
- 26.04.2023
Originalbetrag 2.150.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.04.2023.
- Environment Agency, Behördenauftritt (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 26.04.2025 · Direktlink
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02.02.2023 ein schwedisches MolkereiunternehmenMolkereiunternehmen: Gericht verbietet Werbeaussage „netto noll klimatavtryck“ Anordnung
Auf Klage des Konsumentombudsmannen (KO) untersagte das Patent- och marknadsdomstolen dem Molkereiunternehmen, die Aussage „netto noll klimatavtryck“ (Netto-Null-Klimafußabdruck) oder ähnliche Aussagen zu verwenden, die den Eindruck erwecken, ein Produkt verursache gar keinen Klimafußabdruck oder dessen Klimawirkung sei vollständig kompensiert, wenn dies nicht zutrifft. Das Verbot ist mit einem Zwangsgeld (vite) von 1.000.000 SEK bewehrt.
Klimaneutralitäts-Aussagen auf Basis von Kompensation müssen für Verbraucher auf den ersten Blick zutreffend und vollständig belegt sein, sonst drohen gerichtliche Verbote.
Klimabezogene Werbeaussagen und Kompensations-Claims
- Behörde / Gericht
- Patent- och marknadsdomstolen (Stockholms tingsrätt), auf Klage des Konsumentombudsmannen (KO)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Lebensmittel und Landwirtschaft
- Veröffentlicht
- 02.02.2023
- Konsumentverket, Nachrichten und Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 02.02.2025 · Direktlink
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16.01.2023 ein britischer FarbenherstellerFarbenhersteller: 650.000 GBP Strafe nach TBT-Eintrag in Naturschutz-Ästuar 895.685 €
Aus einem Tank der Farbtestanlage des Unternehmens gelangten 2015/2016 Sedimente mit dem verbotenen Antifouling-Wirkstoff Tributylzinn (TBT) sowie Kupfer, Quecksilber und Arsen in ein geschütztes Ästuar; eine Probe überschritt den sicheren TBT-Wert um das 80.000-Fache. Die Tochter eines Farbenkonzerns wurde zu 650.000 GBP Strafe und 144.992 GBP Kosten verurteilt; sie hatte die Vorwürfe bis zum Schluss bestritten.
Altstandorte mit gefährlichen Stoffen brauchen dichte Rückhaltesysteme und Abfallpflichten gelten auch für Rückstände aus Testanlagen.
- Behörde / Gericht
- Plymouth Crown Court (Anklage: Environment Agency)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Regulations 12(1)(b) und 38(1) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010; Sections 34(1)(b) und 34(6) Environmental Protection Act 1990
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 250 bis 999
- Veröffentlicht
- 16.01.2023
Originalbetrag 794.992 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.01.2023.
- Environment Agency, Meldungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.01.2025 · Direktlink
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04.01.2023 ein kanadisches EntsorgungsunternehmenEntsorgungsunternehmen: 343.000 CAD Geldstrafe für neun Verstöße an Bodenbehandlungsanlagen 238.808 €
Das Entsorgungsunternehmen verstieß an Anlagen zur Behandlung und Umladung kontaminierter Böden in Toronto zwischen 2018 und 2020 mehrfach gegen seine Umweltgenehmigungen: Die Lagerhalden überschritten die zulässige Höhe von acht Metern, das Gelände war nicht gesichert, ein fortlaufendes Wiegeprotokoll fehlte und Gasflaschen lagerten ohne Anprallschutz; an einem weiteren Standort nahm das Unternehmen organische Abfälle ohne Genehmigung an. Das Gericht verurteilte das Unternehmen wegen neun Verstößen nach dem Environmental Protection Act zu 343.000 CAD Geldstrafe zuzüglich 85.750 CAD Opferzuschlag.
Genehmigungsauflagen wie Haldenhöhen, Zugangssicherung und Mengenprotokolle müssen laufend kontrolliert werden, besonders nach behördlichen Hinweisen.
Einhaltung von Genehmigungsauflagen in der Abfallwirtschaft
- Behörde / Gericht
- Gericht in Toronto East (Ermittlung und Anklage: Ontario Ministry of the Environment, Conservation and Parks)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
- Rechtsgrundlage
- Environmental Protection Act (Ontario), RSO 1990, c E.19 – Verstöße gegen Auflagen einer Ministeriumsgenehmigung und Abfallannahme ohne Genehmigung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 06.03.2023
Originalbetrag 343.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.01.2023.
- Ontario Newsroom, Veröffentlichungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 04.01.2025 · Direktlink
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22.11.2022 ein großer US-amerikanischer VermögensverwalterVermögensverwalter: 4 Mio. USD wegen nicht befolgter ESG-Prozesse 3,89 Mio. €
Von 2017 bis 2020 hielt sich der Vermögensverwalter bei zwei ESG-Fonds und einer Mandatsstrategie nicht an die eigenen ESG-Research-Richtlinien; Fragebögen wurden oft erst nach der Titelauswahl ausgefüllt. Zugleich wurden Dritten Richtlinien beschrieben, die nicht konsequent angewandt wurden. Die SEC verhängte 4 Mio. USD, Rüge und Unterlassungsanordnung.
Wer Produkte als ESG vermarktet, muss die beschriebenen Prüfprozesse tatsächlich und nachweisbar vor der Anlageentscheidung durchlaufen.
Einhaltung interner ESG-Prozesse im Investmentprozess
- Behörde / Gericht
- U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Section 206(4) Investment Advisers Act of 1940 und Rule 206(4)-7
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 22.11.2022
Originalbetrag 4.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.11.2022.
- SEC, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2022) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 22.11.2024 · Direktlink