Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 756 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

2Fälle aus 1 Jurisdiktion
415.000 €Summe der Geldbeträge
207.500 €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Openbaar Ministerie (Staatsanwaltschaft der Niederlande) 215.000 € 52 % · 1 Fall
  2. Rechtbank Rotterdam; Anklage Openbaar Ministerie 200.000 € 48 % · 1 Fall

Wofür?

nach Unterthema
  1. Verstöße gegen Sanktionen und Embargos 215.000 € 52 % · 1 Fall
  2. Exportkontrolle und Dual-Use 200.000 € 48 % · 1 Fall

Wen?

nach Branche

Alle Branchen

  1. Sonstige 215.000 € 52 % · 1 Fall
  2. Handel und E-Commerce 200.000 € 48 % · 1 Fall

Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q3 20230—
Q4 20231200.000 €
Q1 20240—
Q2 20240—
Q3 20241215.000 €
Q4 20240—
Q1 20250—
Q2 20250—
Q3 20250—
Q4 20250—
Q1 20260—
Q2 20260—
Q3 20260—

2 Fälle

23.09.2024 Amsterdamer Firma zahlt Vergleich: Dividende an Oligarchen-Gesellschaft ausgeschüttet NiederlandeVerstöße gegen Sanktionen und Embargos 215.000 €

Eine in Amsterdam ansässige Gesellschaft schüttete Ende 2021 rund 18 Mio. Euro Dividende an einen russischen Aktionär aus, hinter dem eine sanktionierte Person stand, zahlte 2019 ein Darlehen an ein gelistetes russisches Unternehmen zurück und fror Aktien und Stimmrechte nicht ein; zudem wurde ein Gatekeeper falsch informiert. Im Vergleich (Transaktion) zahlte das Unternehmen 195.000 Euro, der Geschäftsführer als faktisch Leitender 20.000 Euro.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch Dividenden, Darlehensrückzahlungen und Stimmrechte gegenüber Gesellschaftern mit sanktioniertem Hintergrundeigner sind eingefroren – Gatekeeper müssen die volle Struktur kennen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Einfrieren von Anteilen gelisteter Gesellschafter, wirtschaftlich Berechtigte

Behörde / Gericht
Openbaar Ministerie (Staatsanwaltschaft der Niederlande)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Verstöße gegen Sanktionen und Embargos
Rechtsgrundlage
Sanctiewet 1977 i. V. m. EU-Finanzsanktionen gegen Russland (seit 2014)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Sonstige
Haftung von Führungskräften
Geschäftsführer zahlte als faktisch Leitender 20.000 Euro.
Veröffentlicht
23.09.2024

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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31.10.2023 Woerd-Tech BVWoerd-Tech BV: 200.000 Euro Strafe für Mikrochips an russische Rüstungskunden NiederlandeExportkontrolle und Dual-Use 200.000 €

Das Unternehmen eines Russisch-Niederländers aus Gorssel verkaufte Mikrochips, Halbleiter und andere Elektronik an eine russische Einkaufsorganisation mit FSB-Lizenz und Kunden aus der Rüstungsindustrie und leitete Sendungen nach Verschärfung der Sanktionen 2022 zum Schein über die Malediven und andere Länder. Die Rechtbank Rotterdam verhängte gegen die BV 200.000 Euro Geldstrafe (nach Rücknahme der Berufungen rechtskräftig), gegen den Geschäftsführer 18 Monate Haft (Berufungsverfahren anhängig).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Banken melden auffällige Russland-Zahlungen an die FIU – Scheinrouten über Drittländer werden so aufgedeckt und treffen Unternehmen und Leitung.

Behörde / Gericht
Rechtbank Rotterdam; Anklage Openbaar Ministerie
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Sanctiewet 1977 (EU-Russland-Sanktionen); Urkundenfälschung (valsheid in geschrifte)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Verschulden
vorsätzlich
Haftung von Führungskräften
Geschäftsführer erstinstanzlich zu 18 Monaten Haft verurteilt; OM forderte im Berufungsverfahren drei Jahre und ein Berufsverbot.
Veröffentlicht
14.04.2025

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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