Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

USAHandel und E-Commerce Alle Filter entfernen
22Fälle aus 1 Jurisdiktion
2,33 Mrd. €Summe der Geldbeträge (19 Fälle mit Betrag)
2,13 Mrd. €Größter Einzelfall: Amazon.com, Inc.
2,96 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
2023317 Mio. €
202459,56 Mio. €
202572,15 Mrd. €
20267155,5 Mio. €

22 Fälle

10.09.2026 Southern Glazer’s Wine and Spirits, LLCSouthern Glazer’s: 12,5 Mio. USD wegen Zuwendungen an Beschäftigte von Händlern USABestechung im geschäftlichen Verkehr 10,8 Mio. €

Der landesweit tätige Wein- und Spirituosengroßhändler mit Sitz in Florida schloss eine Nichtverfolgungsvereinbarung (Non-Prosecution Agreement) und zahlt 12,5 Mio. USD. Er räumte ein, dass Führungskräfte und Beschäftigte über Jahre Beschäftigten von Alkoholhändlern, darunter Lebensmittelketten in Kalifornien, Bargeld, Prepaid-Geschenkkarten, Flüge, Golfreisen, Resortaufenthalte und Luxusgüter zukommen ließen, um Einkauf und Platzierung seiner Produkte zu beeinflussen, und dies über Drittanbieter mit falschen Rechnungen verschleierten. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Zuwendungen an Beschäftigte von Kunden sind Bestechung im Geschäftsverkehr – über Drittanbieter abgewickelte Marketingbudgets brauchen Beleg- und Empfängerkontrollen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Zuwendungen an Einkäufer und Beschäftigte von Handelskunden; Verschleierung über Drittanbieter und Scheinrechnungen

Behörde / Gericht
U.S. Attorney's Office, Northern District of California (U.S. Department of Justice)
Rechtsgebiet
Korruption und Bestechung · Bestechung im geschäftlichen Verkehr
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Haftung von Führungskräften
Nach der Mitteilung waren mehrere in Kalifornien ansässige Führungskräfte, darunter Vice Presidents, unmittelbar beteiligt.
Veröffentlicht
10.09.2026

Originalbetrag 12.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.09.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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21.07.2026 1-800-Flowers.com, Inc.New York: 1-800-Flowers zahlt 375.000 USD wegen verdeckter Abo-Verlängerung USA, NYInformationspflichten im Onlinehandel 328.429 €

Das Unternehmen verkaufte laut Generalstaatsanwaltschaft ein jährliches Versand-Abo („Celebrations Passport“), dessen Bedingungen zwischen Februar 2021 und Juni 2022 nur im Kleingedruckten, in verlinkten Bedingungen oder in aufklappbaren Fenstern standen; eine Bestätigung nach dem Kauf und ein Hinweis vor der automatischen Verlängerung fehlten. In der Assurance of Discontinuance verpflichtet es sich zu 375.000 USD für Strafen, Gebühren und Kosten, zu Rückerstattungen an Abonnenten und zu geänderten Abo-Abläufen. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Automatisch verlängerte Abos brauchen klare Bedingungen vor dem Kauf, eine Kaufbestätigung und eine Erinnerung vor der Verlängerung.

Bezug zu Schulung und Awareness

Transparente Abo-Modelle mit automatischer Verlängerung

Behörde / Gericht
Office of the New York State Attorney General
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
Rechtsgrundlage
New York General Business Law §§ 349, 527-a; Executive Law § 63(12); Restore Online Shoppers' Confidence Act (15 U.S.C. § 8403)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
22.07.2026

Originalbetrag 375.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 21.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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15.07.2026 New York Packaging II LLC (Redi-Bag USA)Redi-Bag USA: 7,3 Mio. USD – „Made in China“-Kennzeichnung auf Tragetaschen verdeckt USAZoll 6,4 Mio. €

Der Verpackungslieferant soll in China hergestellte Kunststofftragetaschen über Hongkong eingeführt und als Ware aus Hongkong deklariert haben, um Antidumpingzölle von bis zu 77,57 % zu umgehen. Laut DOJ ließ die Firma Beschäftigte „Made in China“-Aufdrucke abdecken, verschwieg dem Zollmakler den Ursprung und stornierte Aufträge, die kontrolliert werden sollten; der Vergleich über 7,3 Mio. USD (gemeinsame Zahlung mit einer weiteren Vergleichspartei) erledigt eine Whistleblower-Klage.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Beschäftigte anweist, Ursprungskennzeichnungen zu verdecken, macht aus einem Tarifproblem vorsätzlichen Zollbetrug – Mitarbeitende brauchen einen Meldeweg für solche Anweisungen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Ursprungsangaben und Umgang mit Ursprungskennzeichnung im Wareneingang

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice, Civil Division, und U.S. Attorney’s Office District of New Jersey
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Zoll
Rechtsgrundlage
False Claims Act, 31 U.S.C. §§ 3729 ff. (Vergleich; Haftung nicht festgestellt)
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
15.07.2026

Originalbetrag 7.300.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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15.07.2026 FleetPride Inc.FleetPride: 264.380 $ nach Erstickungstod bei Inspektion eines Tankaufliegers USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 231.790 €

Am Standort Corpus Christi (Texas) des Lkw-Teilehändlers erstickte ein Beschäftigter bei der Inspektion eines Tankaufliegers. OSHA fand kein Programm für enge Räume, Mängel beim Atemschutzprogramm und elektrische Gefahren und schlug 264.380 $ vor (16 schwerwiegende, 3 weitere Verstöße).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Tanks und Behälter sind enge Räume mit Erstickungsgefahr – ohne Freigabe, Freimessung und Sicherungsposten darf niemand einsteigen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Arbeiten in engen Räumen und Behältern

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1910.146 (Permit-required confined spaces); 29 CFR 1910.134 (Respiratory protection)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
15.07.2026

Originalbetrag 264.380 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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22.05.2026 Foot Locker, Inc.SEC: Foot Locker zahlt 148.000 US-Dollar wegen Prämienverzicht in Aufhebungsverträgen USARepressalien gegen Hinweisgeber 127.641 €

Von Juli 2020 bis Juni 2024 unterschrieben rund 148 ausscheidende Beschäftigte – darunter Führungskräfte und Mitarbeitende aus Finanzen, Recht und Lieferkette – Aufhebungsverträge mit einem Verzicht auf SEC-Whistleblower-Prämien. Foot Locker hatte die Klausel ab März 2024 selbst auslaufen lassen, aber nicht alle Vorlagen angepasst; die SEC verhängte 148.000 US-Dollar.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Beim Bereinigen von Klauseln müssen alle Vertragsvorlagen erfasst werden – ein einzelnes vergessenes Muster genügt für einen Verstoß.

Bezug zu Schulung und Awareness

Hinweisgeberschutz in Vertragsvorlagen (HR/Legal)

Behörde / Gericht
U.S. Securities and Exchange Commission
Rechtsgebiet
Hinweisgeberschutz · Repressalien gegen Hinweisgeber
Rechtsgrundlage
Securities Exchange Act of 1934, Rule 21F-17(a)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Klausel vor Kontakt durch die SEC auslaufen lassen; Kooperation und zügige Abhilfe
Veröffentlicht
22.05.2026

Originalbetrag 148.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.05.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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03.03.2026 Walmart Inc.FTC und elf Bundesstaaten: 100 Mio. USD gegen Walmart wegen Spark-Fahrerlöhnen USAIrreführende Werbung und Preisangaben 86,2 Mio. €

Walmart täuschte laut FTC und elf Bundesstaaten die Fahrer seines Lieferdienstes Spark Driver über Grundvergütung, Prämien und Trinkgelder, sodass ihnen Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe entgingen. Die gerichtliche Anordnung umfasst Zahlungstitel von 100 Mio. USD: 89 Mio. USD für die FTC (davon 10 Mio. USD Zahlung und 16.175.302 USD Fahrerfonds, der Rest wegen bereits geleisteter Nachzahlungen ausgesetzt) und 11 Mio. USD für die Bundesstaaten. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Verdienstangaben gegenüber Fahrern und Freelancern sind Werbeaussagen und müssen der tatsächlichen Auszahlung entsprechen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Wahrheitsgemäße Verdienstangaben gegenüber Gig-Arbeitskräften

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC) mit elf Bundesstaaten (AZ, CA, CO, IL, MI, NC, OK, PA, SC, UT, WI)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
Rechtsgrundlage
Section 5 FTC Act; Gramm-Leach-Bliley Act (15 U.S.C. §§ 6801–6809, 6821–6827); Verbraucherschutzgesetze der klagenden Bundesstaaten
Maßnahme
Gewinnabschöpfung
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
26.02.2026

Originalbetrag 100.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.03.2026.

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13.01.2026 Maplebear Inc. (Instacart)Instacart zahlt 60 Mio. USD im FTC-Vergleich um „kostenlose Lieferung“ mit Pflichtgebühren USAIrreführende Werbung und Preisangaben 51,5 Mio. €

Laut FTC warb Instacart mit kostenloser Lieferung, verlangte aber verpflichtende Servicegebühren von bis zu 15 %, versprach eine „100 % Zufriedenheitsgarantie“, ohne volle Erstattungen zu leisten, und wies bei Probeabos nicht ausreichend auf die anschließende Abbuchung hin. Im Vergleich zahlt das Unternehmen 60 Mio. USD für Rückerstattungen und muss die beanstandeten Praktiken einstellen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer „kostenlos“ bewirbt, darf keine Pflichtgebühr an anderer Stelle nachschieben.

Bezug zu Schulung und Awareness

Preiswerbung und Gebührenangaben im Marketing

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
Rechtsgrundlage
Section 5 FTC Act; Restore Online Shoppers' Confidence Act (ROSCA)
Maßnahme
Gewinnabschöpfung
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
1.000 bis 9.999
Veröffentlicht
18.12.2025

Originalbetrag 60.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.01.2026.

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25.11.2025 Lowe's Home Centers, LLCLowe's Home Centers: 12,5 Mio. USD wegen Verstößen gegen Bleifarben-Regeln USAAbfall und Gefahrstoffe 10,8 Mio. €

Lowe's Home Centers verpflichtet sich in einem zweiten Consent Decree, mutmaßlich 12.500.000 USD Zivilstrafe zu zahlen und ein konzernweites Programm einzuführen, damit die beauftragten Installationsfirmen in Wohnungen mit Baujahr vor 1978 bleisicher arbeiten. Die EPA hatte bei über 250 Renovierungsaufträgen in 23 Bundesstaaten, überwiegend aus den Jahren 2019 bis 2021, Verstöße gegen die Lead Renovation, Repair and Painting Rule festgestellt, etwa fehlende zertifizierte Renovierer, fehlende Kundeninformation und mangelhafte Staubabschirmung, zugleich Verstöße gegen einen Vergleich von 2014. Der Vergleich wurde am 25. November 2025 bei Gericht eingereicht. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Handwerksleistungen an Subunternehmer vergibt, bleibt für deren Zertifizierung und Arbeitsweise verantwortlich und muss das nachweisbar steuern.

Bezug zu Schulung und Awareness

Steuerung von Subunternehmern bei Renovierungen mit Bleifarbe

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Environmental Protection Agency (EPA) / U.S. Department of Justice (U.S. District Court, Central District of California)
Rechtsgebiet
Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
Rechtsgrundlage
Toxic Substances Control Act (TSCA), Lead Renovation, Repair and Painting Rule; Consent Decree von 2014
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
25.11.2025

Originalbetrag 12.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.11.2025.

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23.10.2025 TFG Holding, Inc.JustFab, ShoeDazzle, FabKids: 4,8-Mio.-USD-Vergleich mit 33 Generalstaatsanwaltschaften zum VIP-Abo USA, PAInformationspflichten im Onlinehandel 4,14 Mio. €

Nach den Vorwürfen der Generalstaatsanwaltschaften schrieb der Online-Modehändler Käuferinnen und Käufer ohne ausdrückliche Zustimmung in ein kostenpflichtiges VIP-Mitgliedschaftsprogramm ein, stellte Preise irreführend dar und erschwerte die Kündigung. Im Vergleich mit 32 Bundesstaaten und D.C. leistet TFG rund 3,8 Mio. USD automatische Rückerstattungen und zahlt 1 Mio. USD an die Staaten; der Vergleich gilt nicht als Schuldeingeständnis.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein Kauf darf nicht stillschweigend eine Mitgliedschaft mit monatlicher Belastung auslösen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Abo-Modelle und ausdrückliche Zustimmung im Checkout

Behörde / Gericht
Attorney General of Pennsylvania (verhandelt mit Maryland, Texas und D.C.; Vergleich mit 33 Attorneys General)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
Rechtsgrundlage
Verbraucherschutzgesetze der beteiligten Bundesstaaten
Maßnahme
Gewinnabschöpfung
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
23.10.2025

Originalbetrag 4.800.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.10.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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26.09.2025 Tractor Supply CompanyCPPA: 1,35 Mio. $ gegen Tractor Supply wegen fehlender Opt-out-Wege USA, CABetroffenenrechte und Transparenz 1,16 Mio. €

Der Landhandelsriese informierte Verbraucher und Stellenbewerber unzureichend über ihre Rechte, bot keine wirksame Widerspruchsmöglichkeit gegen Verkauf und Weitergabe (auch kein Global Privacy Control) und gab Daten ohne vorgeschriebene Verträge an Dritte weiter. Ein Organ muss vier Jahre lang jährlich die Einhaltung bestätigen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Datenschutzhinweise müssen auch Bewerber abdecken, und Browser-Opt-out-Signale wie GPC sind technisch umzusetzen.

Behörde / Gericht
California Privacy Protection Agency (CPPA)
Rechtsgebiet
Datenschutz · Betroffenenrechte und Transparenz
Rechtsgrundlage
California Consumer Privacy Act (CCPA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
30.09.2025

Originalbetrag 1.350.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.09.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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25.09.2025 Amazon.com, Inc.Amazon zahlt 2,5 Mrd. USD im FTC-Vergleich zu Prime-Anmeldung und Kündigungshürden USAInformationspflichten im Onlinehandel 2,13 Mrd. €

Laut FTC schob Amazon Millionen Kundinnen und Kunden über verwirrende Bestellmasken ohne Zustimmung in Prime-Abos und machte die Kündigung bewusst schwer. Der Vergleich umfasst 1 Mrd. USD zivilrechtliche Strafe und 1,5 Mrd. USD Rückerstattungen sowie klare Ablehnen-Schaltfläche und einfache Kündigung.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Abo-Abschlüsse brauchen eine gleichwertige Ablehnen-Option und eine Kündigung, die so einfach ist wie der Abschluss.

Bezug zu Schulung und Awareness

Dark Patterns und Abo-Gestaltung im Produktdesign

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
Rechtsgrundlage
Restore Online Shoppers' Confidence Act (ROSCA); Section 5 FTC Act
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Haftung von Führungskräften
In der Pressemitteilung werden ein Senior Vice President und ein Vice President genannt.
Veröffentlicht
25.09.2025

Originalbetrag 2.500.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.09.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 27.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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30.05.2025 Adidas America Inc.Adidas America: 235.000 USD Vergleich mit OSHA wegen fortbestehender Absturzgefahren USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 207.249 €

Adidas America hat mit dem US-Arbeitsministerium einen Vergleich über 235.000 USD Strafe geschlossen, nachdem OSHA bei einer Nachkontrolle 2024 in einem Lager im Bundesstaat New York die schon 2021 beanstandeten fehlenden Geländer und eine unsichere Leiter unverändert vorfand und eine weitere unsichere Leiter feststellte. Das Unternehmen muss an Standorten in New York, New Jersey und Puerto Rico ein Arbeitsschutz-Managementprogramm einführen, Beschäftigte zu Absturzgefahren nachschulen, Absturzrisiken je Standort prüfen und auf Lagerflächen über Kopf verzichten. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Beanstandete Mängel müssen nachweisbar behoben werden – findet die Nachkontrolle dieselben Befunde, wird das Verfahren deutlich teurer.

Bezug zu Schulung und Awareness

Nachverfolgung beanstandeter Arbeitsschutzmängel

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Occupational Safety and Health Act (Absturzsicherung, Leitern)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
04.06.2025

Originalbetrag 235.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.05.2025.

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06.05.2025 Todd Snyder, Inc.Todd Snyder: 345.178 USD – Opt-out vom Tracking 40 Tage lang wirkungslos USA, CACookies und Tracking 304.793 €

Das falsch konfigurierte Datenschutzportal des Modehändlers verarbeitete 40 Tage lang keine Widersprüche gegen Verkauf und Weitergabe personenbezogener Daten; zudem verlangte das Unternehmen zu viele Daten und eine Identitätsprüfung vor dem Opt-out. Die CPPA verhängte 345.178 USD, verlangte eine korrekte Konfiguration der Einwilligungsverwaltung und Schulungen der Beschäftigten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Eine Consent-Management-Plattform entlastet nicht: Unternehmen müssen regelmäßig prüfen, ob Opt-outs technisch tatsächlich umgesetzt werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Konfiguration und Kontrolle von Consent-Management-Plattformen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
California Privacy Protection Agency (CPPA), Board
Rechtsgebiet
Datenschutz · Cookies und Tracking
Rechtsgrundlage
California Consumer Privacy Act (CCPA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce

Originalbetrag 345.178 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.05.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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Anonym: Wir speichern nur Ihren Text, keine Kontaktdaten und keine IP-Adresse.

24.01.2025 Fantasia Trading LLC, Power Mobile Life LLC und Smart Innovation, LLC (Vertrieb der Marke eufy)eufy-Kameras: 450.000 USD in New York wegen unverschlüsselter Videostreams USA, NYSicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement Bußgeld

Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft hat mit drei US-Vertriebsgesellschaften der Heimsicherheitsmarke eufy eine Einstellungsvereinbarung (Assurance of Discontinuance) geschlossen. Entgegen der Werbung mit Privatsphäre und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung waren Videoübertragungen der Kameras teils nicht Ende-zu-Ende und teils gar nicht verschlüsselt, ein laufender Videostream ließ sich unter Umständen ohne Anmeldung über die passende URL abrufen, und Prüfverfahren, die diese Schwachstellen hätten aufdecken können, fehlten. Die Unternehmen zahlen mutmaßlich 450.000 USD an Strafen und Kosten und müssen regelmäßig nachweisen, dass der Hersteller ein Informationssicherheitsprogramm, sichere Softwareentwicklung, Schwachstellenmanagement mit Penetrationstests und die Verschlüsselung der Videos umsetzt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Verschlüsselung und Privatsphäre bewirbt, muss sie mit regelmäßigen Sicherheitstests belegen können – auch als Händler für Produkte eines Herstellers.

Bezug zu Schulung und Awareness

Sicherheitsaussagen in der Werbung belegen; Sicherheitstests bei vernetzten Geräten

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Office of the New York State Attorney General (Bureau of Internet & Technology)
Rechtsgebiet
Informationssicherheit und Cyber · Sicherheitsmaßnahmen und Risikomanagement
Rechtsgrundlage
New York Executive Law § 63(12); New York General Business Law §§ 349, 350
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
28.01.2025

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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31.12.2024 SkyGeek Logistics, Inc.OFAC: 22.172 US-Dollar Vergleich mit SkyGeek Logistics wegen Lieferungen und Erstattungen an gelistete Luftfahrtzulieferer USAVerstöße gegen Sanktionen und Embargos 21.342 €

Der New Yorker Luftfahrtbedarfshändler SkyGeek Logistics, Inc. zahlt nach einem Vergleich mit OFAC 22.172 US-Dollar für sechs mutmaßliche Verstöße gegen die Russland-Sanktionen. Nach den Feststellungen von OFAC schickte das Unternehmen zwischen Januar und März 2024 vier Lieferungen im Wert von 3.429,76 US-Dollar an zwei in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Unternehmen und versuchte zwei Erstattungen über zusammen 17.511,63 US-Dollar, obwohl beide zuvor wegen ihrer Rolle im russischen Luftfahrt- und Technologiesektor auf die SDN-Liste gesetzt worden waren. Kunden wurden vor Erstattungen zunächst nicht erneut geprüft. OFAC stufte die mutmaßlichen Verstöße als nicht schwerwiegend ein, vier der sechs Transaktionen als freiwillig offengelegt; die Basisbußen betrugen zusammen 27.715 US-Dollar. Quelle: U.S. Department of the Treasury, Office of Foreign Assets Control (OFAC), Enforcement Release „SkyGeek Logistics, Inc. Settles with OFAC for $22,172 for Apparent Violations of the Russian Harmful Foreign Activities Sanctions Regulations“ vom 31.12.2024, https://ofac.treasury.gov/media/933866/download?inline; Zusammenfassung in eigenen Worten.

Behörde / Gericht
U.S. Department of the Treasury, Office of Foreign Assets Control (OFAC)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Verstöße gegen Sanktionen und Embargos
Rechtsgrundlage
Russian Harmful Foreign Activities Sanctions Regulations, 31 C.F.R. § 587.201 (sechs mutmaßliche Verstöße); Vergleich nach den Economic Sanctions Enforcement Guidelines, 31 C.F.R. part 501, app. A
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
31.12.2024

Originalbetrag 22.172 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.12.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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19.12.2024 Amazon.com Services LLCAmazon: konzernweiter OSHA-Vergleich zu Ergonomie in Logistikzentren, 145.000 USD USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 139.490 €

OSHA und Amazon.com Services haben einen konzernweiten Vergleich geschlossen, der zehn Verfahren wegen ergonomischer Gefährdungen – etwa Rücken- und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen – aus Inspektionen in zehn Einrichtungen seit Sommer 2022 beilegt, die 2025 vor der Occupational Safety and Health Review Commission verhandelt werden sollten. Amazon zahlt 145.000 USD, nach OSHA-Angaben über 90 % der verhängten Strafen, und muss in Fulfillment-, Sortier- und Zustellzentren ergonomische Risiken jährlich bewerten, Gegenmaßnahmen prüfen und umsetzen sowie Beschwerden von Beschäftigten in einem Schlichtungsverfahren klären. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ergonomische Risiken in der Lagerlogistik werden wie klassische Sicherheitsmängel verfolgt – mit der Pflicht zu einer standortübergreifenden Gefährdungsbeurteilung.

Bezug zu Schulung und Awareness

Ergonomie und Muskel-Skelett-Belastungen in der Logistik

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Occupational Safety and Health Act (Ergonomie-Beanstandungen)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
19.12.2024

Originalbetrag 145.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.12.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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18.06.2024 ein großer US-amerikanischer OnlinehändlerUS-Onlinehändler: 5,9 Mio. USD – verdeckte Leistungsvorgaben in zwei Lagern (Warehouse Quotas Law) USA, CAArbeitszeitanonymisiert 5,51 Mio. €

Der Onlinehändler informierte die Beschäftigten zweier Lager in Südkalifornien nicht schriftlich über die geltenden Leistungsvorgaben; das eingesetzte Peer-to-Peer-Bewertungssystem wertete die Behörde als Quote im Sinne des Gesetzes, das Vorgaben untersagt, die Pausen, Toilettengänge oder Arbeitsschutz verhindern. Für 59.017 Verstöße zwischen Oktober 2023 und März 2024 verhängte das Labor Commissioner's Office 5.901.700 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Leistungskennzahlen für Beschäftigte müssen offengelegt werden und dürfen Pausen nicht faktisch verhindern – auch wenn sie als Peer-Bewertung daherkommen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Leistungsvorgaben und Pausenrechte transparent machen (Führungskräfte)

Behörde / Gericht
California Labor Commissioner's Office (Division of Labor Standards Enforcement)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitszeit
Rechtsgrundlage
California Warehouse Quotas Law (AB 701, Labor Code §§ 2100 ff.); Labor Code § 2699(f)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr

Originalbetrag 5.901.700 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.06.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 18.06.2026 · Direktlink

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25.04.2024 ein US-Einzelhändler für Küchen- und WohnwarenEinzelhändler zahlt 3,18 Mio. USD Strafe für falsche „Made in USA“-Angaben USAIrreführende Werbung und Preisangabenanonymisiert 2,96 Mio. €

Ein Einzelhändler für Küchen- und Wohnwaren bot nach Darstellung der FTC mehrere Produkte als „Made in USA“ an, die tatsächlich in China und anderen Ländern hergestellt waren, und verstieß damit gegen eine FTC-Anordnung von 2020 zu Herkunftsangaben. Auf Klage des Justizministeriums erließ das Bundesgericht eine vereinbarte Anordnung mit einer Zivilstrafe von 3.175.387 USD, der bis dahin höchsten in einem „Made in USA“-Fall, und fünf Jahre lang jährlichen Compliance-Bestätigungen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer bereits unter einer Anordnung steht, braucht eine Freigabe jeder Herkunftsangabe im Sortiment, sonst folgt die Zivilstrafe.

Bezug zu Schulung und Awareness

Herkunftsangaben in Produkttexten und Online-Shops

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC); Klage durch das U.S. Department of Justice
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
Rechtsgrundlage
Section 5(l) FTC Act (15 U.S.C. § 45(l)) – Verstoß gegen die FTC Decision and Order von 2020
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
26.04.2024

Originalbetrag 3.175.387 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.04.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 25.04.2026 · Direktlink

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08.02.2024 drei US-amerikanische HandelsunternehmenDrei US-Handelsunternehmen: 1 Mio. USD – Lagerarbeiter ohne Tagesüberstunden und echte Pausen USA, CAArbeitszeitanonymisiert 929.541 €

Lager- und Verkaufskräfte wurden nicht für alle Arbeitsstunden bezahlt, erhielten Überstundenzuschläge erst ab 40 Wochenstunden statt ab acht Stunden am Tag und mussten während Ruhe- und Essenspausen für Kunden bereitstehen. Nach Bescheiden von 2021 einigte sich das Labor Commissioner's Office auf einen Vergleich über 1 Mio. USD für 107 Beschäftigte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Eine Pause, in der Beschäftigte ansprechbar bleiben müssen, ist rechtlich Arbeitszeit – Pausenregelungen müssen echte Unterbrechungen sichern.

Bezug zu Schulung und Awareness

Pausen sind arbeitsfreie Zeit – keine Bereitschaft

Behörde / Gericht
California Labor Commissioner's Office (Division of Labor Standards Enforcement)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitszeit
Rechtsgrundlage
California Labor Code (Daily Overtime, Meal and Rest Periods, Mindestlohn)
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce

Originalbetrag 1.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.02.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 08.02.2026 · Direktlink

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19.12.2023 eine US-amerikanische DrogerieketteFTC: Drogeriekette fünf Jahre Verbot von KI-Gesichtserkennung nach Fehlalarmen USAKI-Systemeanonymisiert Anordnung

Nach Darstellung der FTC setzte die Drogeriekette von 2012 bis 2020 in Hunderten Filialen KI-Gesichtserkennung ein, die Kundinnen und Kunden – besonders Frauen und People of Color – fälschlich als Ladendiebe markierte; die Genauigkeit wurde weder vorab getestet noch überwacht, Beschäftigte wurden nicht angemessen geschult. Nach der vorgeschlagenen Vergleichsanordnung (vorbehaltlich der Genehmigung durch Insolvenz- und Bundesgericht) darf die Kette die Technik fünf Jahre nicht zur Überwachung nutzen und muss Bilder sowie daraus entwickelte Algorithmen löschen; zudem wirft die FTC einen Verstoß gegen ihre Datensicherheitsanordnung von 2010 vor.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

KI-Systeme mit Folgen für Menschen brauchen Tests auf Fehlerquoten, laufende Überwachung und geschultes Personal, das Treffer kritisch prüft.

Bezug zu Schulung und Awareness

Schulung zum Umgang mit KI-Treffern und Fehlalarmen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission
Rechtsgebiet
KI und digitale Regulierung · KI-Systeme
Rechtsgrundlage
FTC Act Section 5; Verstoß gegen FTC-Datensicherheitsanordnung von 2010
Maßnahme
Anordnung
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
19.12.2023
Quellen

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 19.12.2025 · Direktlink

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