Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 756 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

5Fälle aus 1 Jurisdiktion
12 Mio. €Summe der Geldbeträge
5,51 Mio. €Größter Einzelfall: Amazon.com Services, LLC
1,16 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q3 20230—
Q4 20230—
Q1 20241929.541 €
Q2 202415,51 Mio. €
Q3 20240—
Q4 20240—
Q1 20250—
Q2 20251304.793 €
Q3 202511,16 Mio. €
Q4 202514,14 Mio. €
Q1 20260—
Q2 20260—
Q3 20260—

5 Fälle

23.10.2025 TFG Holding, Inc.JustFab, ShoeDazzle, FabKids: 4,8-Mio.-USD-Vergleich mit 33 Generalstaatsanwaltschaften zum VIP-Abo USA, PAInformationspflichten im Onlinehandel 4,14 Mio. €

Nach den Vorwürfen der Generalstaatsanwaltschaften schrieb der Online-Modehändler Käuferinnen und Käufer ohne ausdrückliche Zustimmung in ein kostenpflichtiges VIP-Mitgliedschaftsprogramm ein, stellte Preise irreführend dar und erschwerte die Kündigung. Im Vergleich mit 32 Bundesstaaten und D.C. leistet TFG rund 3,8 Mio. USD automatische Rückerstattungen und zahlt 1 Mio. USD an die Staaten; der Vergleich gilt nicht als Schuldeingeständnis.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein Kauf darf nicht stillschweigend eine Mitgliedschaft mit monatlicher Belastung auslösen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Abo-Modelle und ausdrückliche Zustimmung im Checkout

Behörde / Gericht
Attorney General of Pennsylvania (verhandelt mit Maryland, Texas und D.C.; Vergleich mit 33 Attorneys General)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
Rechtsgrundlage
Verbraucherschutzgesetze der beteiligten Bundesstaaten
Maßnahme
Gewinnabschöpfung
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
23.10.2025

Originalbetrag 4.800.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.10.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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26.09.2025 Tractor Supply CompanyCPPA: 1,35 Mio. $ gegen Tractor Supply wegen fehlender Opt-out-Wege USA, CABetroffenenrechte und Transparenz 1,16 Mio. €

Der Landhandelsriese informierte Verbraucher und Stellenbewerber unzureichend über ihre Rechte, bot keine wirksame Widerspruchsmöglichkeit gegen Verkauf und Weitergabe (auch kein Global Privacy Control) und gab Daten ohne vorgeschriebene Verträge an Dritte weiter. Ein Organ muss vier Jahre lang jährlich die Einhaltung bestätigen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Datenschutzhinweise müssen auch Bewerber abdecken, und Browser-Opt-out-Signale wie GPC sind technisch umzusetzen.

Behörde / Gericht
California Privacy Protection Agency (CPPA)
Rechtsgebiet
Datenschutz · Betroffenenrechte und Transparenz
Rechtsgrundlage
California Consumer Privacy Act (CCPA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
30.09.2025

Originalbetrag 1.350.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.09.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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06.05.2025 Todd Snyder, Inc.Todd Snyder: 345.178 USD – Opt-out vom Tracking 40 Tage lang wirkungslos USA, CACookies und Tracking 304.793 €

Das falsch konfigurierte Datenschutzportal des Modehändlers verarbeitete 40 Tage lang keine Widersprüche gegen Verkauf und Weitergabe personenbezogener Daten; zudem verlangte das Unternehmen zu viele Daten und eine Identitätsprüfung vor dem Opt-out. Die CPPA verhängte 345.178 USD, verlangte eine korrekte Konfiguration der Einwilligungsverwaltung und Schulungen der Beschäftigten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Eine Consent-Management-Plattform entlastet nicht: Unternehmen müssen regelmäßig prüfen, ob Opt-outs technisch tatsächlich umgesetzt werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Konfiguration und Kontrolle von Consent-Management-Plattformen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
California Privacy Protection Agency (CPPA), Board
Rechtsgebiet
Datenschutz · Cookies und Tracking
Rechtsgrundlage
California Consumer Privacy Act (CCPA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce

Originalbetrag 345.178 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.05.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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18.06.2024 Amazon.com Services, LLCAmazon: 5,9 Mio. USD – verdeckte Leistungsvorgaben in zwei Lagern (Warehouse Quotas Law) USA, CAArbeitszeit 5,51 Mio. €

Amazon informierte die Beschäftigten zweier Lager in Moreno Valley und Redlands nicht schriftlich über die geltenden Leistungsvorgaben; das eingesetzte Peer-to-Peer-Bewertungssystem wertete die Behörde als Quote im Sinne des Gesetzes, das Vorgaben untersagt, die Pausen, Toilettengänge oder Arbeitsschutz verhindern. Für 59.017 Verstöße zwischen Oktober 2023 und März 2024 verhängte das Labor Commissioner's Office 5.901.700 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Leistungskennzahlen für Beschäftigte müssen offengelegt werden und dürfen Pausen nicht faktisch verhindern – auch wenn sie als Peer-Bewertung daherkommen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Leistungsvorgaben und Pausenrechte transparent machen (Führungskräfte)

Behörde / Gericht
California Labor Commissioner's Office (Division of Labor Standards Enforcement)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitszeit
Rechtsgrundlage
California Warehouse Quotas Law (AB 701, Labor Code §§ 2100 ff.); Labor Code § 2699(f)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Beschäftigte
10.000 und mehr

Originalbetrag 5.901.700 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.06.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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08.02.2024 La Mina De Oro Inc., KD Distributors, Inc. und Desire Fragrances Inc.La Mina de Oro: 1 Mio. USD – Lagerarbeiter ohne Tagesüberstunden und echte Pausen USA, CAArbeitszeit 929.541 €

Lager- und Verkaufskräfte wurden nicht für alle Arbeitsstunden bezahlt, erhielten Überstundenzuschläge erst ab 40 Wochenstunden statt ab acht Stunden am Tag und mussten während Ruhe- und Essenspausen für Kunden bereitstehen. Nach Bescheiden von 2021 einigte sich das Labor Commissioner's Office auf einen Vergleich über 1 Mio. USD für 107 Beschäftigte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Eine Pause, in der Beschäftigte ansprechbar bleiben müssen, ist rechtlich Arbeitszeit – Pausenregelungen müssen echte Unterbrechungen sichern.

Bezug zu Schulung und Awareness

Pausen sind arbeitsfreie Zeit – keine Bereitschaft

Behörde / Gericht
California Labor Commissioner's Office (Division of Labor Standards Enforcement)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitszeit
Rechtsgrundlage
California Labor Code (Daily Overtime, Meal and Rest Periods, Mindestlohn)
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Handel und E-Commerce

Originalbetrag 1.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.02.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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