Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

14Fälle aus 1 Jurisdiktion
721,8 Mio. €Summe der Geldbeträge (12 Fälle mit Betrag)
338,4 Mio. €Größter Einzelfall: RTX Corporation (Raytheon Company)
29,6 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
20244566 Mio. €
2025592,4 Mio. €
2026563,4 Mio. €

14 Fälle

04.08.2026 BAE Systems, Inc.DDTC: 36 Mio. USD gegen BAE Systems wegen ITAR-Verstößen, auch mit China-Bezug USAExportkontrolle und Dual-Use 31,3 Mio. €

Das DDTC schloss mit BAE Systems, Inc. einen Vergleich über eine Zivilstrafe von 36 Mio. USD. Vorgeworfen wurden ungenehmigte Ausfuhren und Weitergaben von Verteidigungsgütern in mehrere Länder, in einem Fall in die Volksrepublik China, die ungenehmigte Erbringung von Verteidigungsdienstleistungen sowie Verstöße gegen Genehmigungsauflagen. 18 Mio. USD werden für genehmigte Compliance-Maßnahmen ausgesetzt, 18 Mio. USD sind in drei Raten zu zahlen; die Vereinbarung verlangt unter anderem ein externes Compliance-Audit. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Weitergaben durch Empfänger (Retransfers) müssen vertraglich und organisatorisch genauso kontrolliert werden wie die eigene Ausfuhr.

Bezug zu Schulung und Awareness

ITAR-Compliance: Weitergaben, Verteidigungsdienstleistungen und Genehmigungsauflagen

Behörde / Gericht
U.S. Department of State, Directorate of Defense Trade Controls (DDTC)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Arms Export Control Act § 38 (22 U.S.C. § 2778); ITAR, 22 C.F.R. Parts 120–130, insbesondere Part 127 und § 128.11
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Mildernde Umstände
Das Unternehmen hatte die Sachverhalte in freiwilligen Offenlegungen und in Beantwortung einer vom DDTC veranlassten Offenlegung gemeldet und bei der Prüfung kooperiert.

Originalbetrag 36.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.08.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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18.06.2026 LOGZONE Inc.LOGZONE zahlt 507.144 USD wegen fehlender Cybersicherheit in Navy-Verträgen USASonstiges 442.495 €

Der Rüstungsdienstleister aus Huntsville soll von Mai 2021 bis März 2025 Rechnungen für zwei Navy-Verträge gestellt haben, obwohl er die vertraglich geforderten Sicherheitskontrollen nach NIST SP 800-171 nicht umgesetzt hatte. Der Vergleich nach dem False Claims Act beträgt 507.144 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Cybersicherheitsanforderungen in Regierungsaufträgen zusagt, muss ihre Umsetzung nachweisbar dokumentieren – sonst wird jede Rechnung zum Haftungsrisiko.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Northern District of Alabama
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act (31 U.S.C. §§ 3729 ff.); DFARS-Cybersicherheitsklauseln
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Veröffentlicht
18.06.2026

Originalbetrag 507.144 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.06.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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17.04.2026 General Electric CompanyDDTC: 36 Mio. USD gegen General Electric wegen Technikdaten-Exporten nach China USAExportkontrolle und Dual-Use 30,5 Mio. €

Das DDTC schloss mit der General Electric Company einen Vergleich über eine Zivilstrafe von 36 Mio. USD wegen ITAR-Verstößen: ungenehmigte Ausfuhren technischer Daten in die Volksrepublik China, Verstöße gegen Genehmigungsauflagen, ungenehmigte Ausfuhren von Verteidigungsgütern und die unterlassene Meldung wesentlicher Änderungen der ITAR-Registrierung. 18 Mio. USD werden für genehmigte Compliance-Maßnahmen ausgesetzt, 18 Mio. USD sind in drei Raten zu zahlen. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch Änderungen der eigenen ITAR-Registrierung sind meldepflichtig und gehören in den Compliance-Kalender.

Bezug zu Schulung und Awareness

ITAR-Registrierung und Kontrolle technischer Daten mit China-Bezug

Behörde / Gericht
U.S. Department of State, Directorate of Defense Trade Controls (DDTC)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Arms Export Control Act § 38 (22 U.S.C. § 2778); ITAR, 22 C.F.R. Parts 120–130, insbesondere Part 127 und § 128.11
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Die Vorwürfe beruhen auf Sachverhalten, die das Unternehmen dem DDTC selbst offengelegt hatte.

Originalbetrag 36.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.04.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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26.02.2026 Teledyne FLIR LLCTeledyne FLIR: Wärmebildkameras falsch bewertet und an Entity-List-Adresse geliefert USAExportkontrolle und Dual-Use 846.453 €

Der Hersteller militärisch relevanter Wärmebildtechnik räumte 19 Verstöße ein: fehlerhafte De-minimis-Berechnungen bei Kameras, die über Schweden nach China gingen, eine Preisgestaltung mit einem chinesischen Drohnenhersteller zur Umgehung der Lizenzpflicht, fehlende Aufzeichnungen sowie acht Lieferungen 2024 an eine Hongkonger Adresse auf der Entity List, die die Screening-Software nicht erkannte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Neue Listungsformen wie reine Adress-Einträge müssen aktiv im Screening nachgezogen werden; auf den Software-Anbieter allein darf man sich nicht verlassen.

Bezug zu Schulung und Awareness

De-minimis-Berechnung, adressbasierte Entity-List-Einträge im Screening

Behörde / Gericht
U.S. Department of Commerce, Bureau of Industry and Security (BIS)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Export Administration Regulations, §§ 734.4 (De minimis), 744.16, 764.2(a), (b), (h), (i)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Mildernde Umstände
Freiwillige Selbstanzeigen zu Teilen der Verstöße
Veröffentlicht
26.02.2026

Originalbetrag 1.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.02.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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24.02.2026 Vizocom ICTVizocom: Baupläne für Militärantenne nach China geschickt und Kopien an die US-Navy geliefert USAExportkontrolle und Dual-Use 317.971 €

Der kalifornische Händler hatte einen Navy-Auftrag über 450 VHF/UHF-Antennen eines US-Herstellers gewonnen, lud 2019 aber die exportkontrollierten Fertigungsspezifikationen der rein militärischen Antenne ohne Genehmigung auf das Portal eines chinesischen Herstellers hoch, ließ die Antennen dort für 6 USD je Stück fertigen und lieferte sie mit falscher Herstellerangabe für 165.109,50 USD an die Navy. BIS verhängte 374.474 USD in 20 Raten und eine für fünf Jahre ausgesetzte Exportsperre.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch das Hochladen einer Zeichnung in ein Lieferantenportal ist ein Export – Spezifikationen militärischer Güter dürfen ohne Genehmigung nicht an ausländische Fertiger gehen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Technische Zeichnungen und Spezifikationen als exportkontrollierte Technologie

Behörde / Gericht
U.S. Department of Commerce, Bureau of Industry and Security (BIS)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Export Administration Regulations, 15 C.F.R. § 764.2(a), §§ 742.4, 742.6 (ECCN 3E611)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Verschulden
vorsätzlich
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
25.02.2026

Originalbetrag 374.474 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 24.02.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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03.12.2025 The Boeing Company und Spirit AeroSystems Holdings, Inc.Boeing/Spirit AeroSystems: Übernahme nur mit Abgabe der Airbus-Zulieferwerke USAFusionskontrolle Anordnung

Für die 8,3 Mrd. USD schwere Übernahme des Rumpf- und Flügelzulieferers Spirit AeroSystems verlangte die FTC, dass Boeing die Spirit-Geschäfte für Airbus an Airbus und das Werk im malaysischen Subang an CTRM abgibt, Übergangsleistungen erbringt und Rüstungskonkurrenten weiter beliefert. Ein Monitor überwacht die Umsetzung.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Vertikale Übernahmen eines Zulieferers, von dem auch Wettbewerber abhängen, gehen oft nur mit Abgaben und Belieferungszusagen durch.

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC)
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Fusionskontrolle
Rechtsgrundlage
Section 7 Clayton Act; Section 5 FTC Act (Consent Order)
Maßnahme
Anordnung
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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31.07.2025 Aero Turbine Inc.; Gallant Capital Partners LLCAero Turbine und Gallant zahlen 1,75 Mio. USD nach Selbstanzeige zu Cyberpflichten USASonstiges 1,53 Mio. €

Der Triebwerksinstandhalter soll 2018 bis 2020 die NIST-Kontrollen eines Air-Force-Vertrags nicht umgesetzt und 2019 gemeinsam mit seinem Private-Equity-Eigentümer Dateien mit sensiblen Verteidigungsdaten an ein nicht berechtigtes Softwareunternehmen in Ägypten gegeben haben. Die Unternehmen hatten sich mehrfach schriftlich selbst angezeigt, kooperiert und rasch abgeholfen; das DOJ erkannte ihnen dafür eine Kooperationsgutschrift zu. Vergleich über 1,75 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer kontrollierte Verteidigungsdaten an Dienstleister weitergibt, muss deren Berechtigung prüfen – Selbstanzeige und Kooperation senken die Folgen deutlich.

Bezug zu Schulung und Awareness

Umgang mit kontrollierten Verteidigungsdaten und Dienstleistern

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of California
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; NIST SP 800-171
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Mildernde Umstände
Mehrere schriftliche Selbstanzeigen, Kooperation und zügige Abhilfemaßnahmen.
Veröffentlicht
31.07.2025

Originalbetrag 1.750.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.07.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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22.05.2025 L3 Technologies Inc.L3 Technologies zahlt 62 Mio. USD wegen falscher Kostendaten bei Kommunikationstechnik USASonstiges 54,8 Mio. €

Die Sparte Communications System West soll zwischen Oktober 2006 und Februar 2014 beim Verkauf von ROVER-, VORTEX- und SIR-Empfängern an Air Force, Army, Navy und weitere Behörden keine vollständigen und aktuellen Kosten- und Preisdaten offengelegt haben. Vergleich nach False Claims Act und Truth in Negotiations Act über 62 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Bei Festpreisverhandlungen mit dem Staat müssen Kalkulationsdaten vollständig und aktuell offengelegt werden; Preisprüfprozesse gehören in das Compliance-System.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Utah
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; Truth in Negotiations Act
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
22.05.2025

Originalbetrag 62.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.05.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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01.05.2025 Raytheon Company; RTX Corporation; Nightwing Group LLC; Nightwing Intelligence Solutions LLCRaytheon und Nightwing zahlen 8,4 Mio. USD wegen Cybersicherheitsmängeln in DoD-Verträgen USASonstiges 7,39 Mio. €

Die Unternehmen sollen zwischen 2015 und 2021 für ein internes Entwicklungssystem, das für 29 Verträge des Verteidigungsministeriums genutzt wurde, keinen Systemsicherheitsplan erstellt und die Klauseln DFARS 252.204-7012 und FAR 52.204-21 nicht eingehalten haben. Vergleich nach dem False Claims Act über 8,4 Mio. USD; ein früherer Beschäftigter erhielt als Hinweisgeber 1,512 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch interne Entwicklungsumgebungen fallen unter vertragliche Cybersicherheitspflichten und brauchen einen dokumentierten Sicherheitsplan.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Columbia
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; DFARS 252.204-7012; FAR 52.204-21
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
01.05.2025

Originalbetrag 8.400.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.04.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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06.02.2025 Lockheed Martin CorporationLockheed Martin zahlt 29,74 Mio. USD wegen überhöhter Preisangebote beim F-35 USASonstiges 28,7 Mio. €

Lockheed Martin soll 2013 bis 2015 bei fünf Produktions- und Wartungsverträgen für das F-35-Programm dem Joint Program Office keine korrekten Kosten- und Preisdaten übermittelt und so überhöhte Angebote durchgesetzt haben. Der Vergleich beträgt 29,74 Mio. USD, zusätzlich zu 11,3 Mio. USD, die bereits an das Verteidigungsministerium gezahlt worden waren; auslösend war eine Qui-tam-Klage.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Hinweisgeberklagen aus dem eigenen Haus machen Preisprüfungsfehler auch Jahre später teuer – interne Meldewege müssen solche Themen früh auffangen.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of Texas
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; Truth in Negotiations Act
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
06.02.2025

Originalbetrag 29.740.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.02.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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26.11.2024 Evolv Technologies Holdings, Inc.FTC: Evolv soll Schulen Vertragsausstieg ermöglichen – Vorwurf überzogener Werbung für KI-Waffenscanner USAKI-Systeme Anordnung

Laut FTC-Beschwerde warb Evolv damit, seine KI-gestützten Sicherheitsscanner erkennten alle Waffen, ignorierten harmlose Gegenstände und seien genauer und schneller als Metalldetektoren; an einer Schule übersahen die Geräte demnach im Oktober 2022 ein Messer, mit dem ein Schüler niedergestochen wurde. Die zusammen mit der Klage beim Bundesgericht in Massachusetts eingereichte Vergleichsanordnung soll Schulen mit Verträgen von April 2022 bis Juni 2023 die Kündigung ermöglichen und unbelegte Aussagen zu Erkennungsleistung, Fehlalarmen und Personalkosten untersagen; die gerichtliche Genehmigung stand laut FTC-Fallseite im März 2025 noch aus.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Bei sicherheitskritischer KI werden überzogene Leistungsangaben zum Vertragsrisiko – Kunden können aus Verträgen entlassen werden, die auf solchen Aussagen beruhen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Leistungsangaben zu KI-Sicherheitstechnik

Behörde / Gericht
Federal Trade Commission (FTC)
Rechtsgebiet
KI und digitale Regulierung · KI-Systeme
Rechtsgrundlage
Section 5 FTC Act; Stipulated Order for Permanent Injunction
Maßnahme
Anordnung
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Veröffentlicht
26.11.2024

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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16.10.2024 RTX Corporation (Raytheon Company)RTX (Raytheon) zahlt rund 369 Mio. USD für Bestechung eines katarischen Militärs USABestechung von Amtsträgern 338,4 Mio. €

Raytheon zahlte 2011 bis 2017 fast 2 Mio. USD über Schein-Unteraufträge an katarische Militär- und andere Amtsträger und über 30 Mio. USD an einen Agenten aus der Herrscherfamilie. SEC-Anordnung: 37.400.090 USD Gewinnabschöpfung, 11.786.208 USD Zinsen und 75 Mio. USD Strafe (davon 22,5 Mio. USD auf die DOJ-Zahlung angerechnet); im DPA mit dem DOJ entfallen 267.096.068 USD (230,4 Mio. Strafe, 36.696.068 Einziehung) auf den FCPA-Teil, verbunden mit einem Arms-Export-Control-Verstoß und dreijährigem Monitor. Summe ohne Doppelzählung: 368.782.366 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Unteraufträge ohne nachvollziehbare Leistung sind ein klassisches Vehikel für Schmiergeld – Rüstungsexporteure müssen Zahlungsflüsse auch gegenüber Exportbehörden offenlegen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Schein-Unteraufträge und Agenten bei Rüstungsgeschäften

Behörde / Gericht
U.S. Securities and Exchange Commission (SEC); U.S. Department of Justice
Rechtsgebiet
Korruption und Bestechung · Bestechung von Amtsträgern
Rechtsgrundlage
FCPA (Anti-Bestechung, Buchführung, interne Kontrollen, Sections 30A, 13(b)(2)(A)/(B) Exchange Act); Arms Export Control Act; DPA
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
vorsätzlich
Veröffentlicht
16.10.2024

Originalbetrag 368.782.366 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.10.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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29.08.2024 ein US-amerikanischer RüstungskonzernDDTC: 200 Mio. USD gegen US-Rüstungskonzern wegen ITAR-Verstößen USAExportkontrolle und Dual-Useanonymisiert 180,4 Mio. €

Das Directorate of Defense Trade Controls des US-Außenministeriums schloss mit einem US-amerikanischen Rüstungskonzern einen Vergleich über eine Zivilstrafe von 200 Mio. USD wegen Verstößen gegen den Arms Export Control Act und die ITAR. Vorgeworfen wurden ungenehmigte Ausfuhren von Verteidigungsgütern infolge fehlerhafter Zuständigkeits- und Klassifizierungsentscheidungen, weitere ungenehmigte Ausfuhren, auch eingestufter Verteidigungsgüter, Mitnahmen durch Beschäftigte in nach ITAR § 126.1 gesperrte Länder sowie Verstöße gegen Genehmigungsauflagen. 100 Mio. USD werden ausgesetzt, sofern der Konzern sie für genehmigte Compliance-Maßnahmen einsetzt; 100 Mio. USD sind in drei Raten zu zahlen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Die korrekte Zuständigkeits- und Klassifizierungsentscheidung ist die Grundlage jeder Exportgenehmigung; Fehler dort vervielfachen sich über das Portfolio.

Bezug zu Schulung und Awareness

Exportkontrolle für Rüstungsgüter: Klassifizierung, Handmitnahme und Genehmigungsauflagen

Behörde / Gericht
U.S. Department of State, Directorate of Defense Trade Controls (DDTC)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Arms Export Control Act § 38 (22 U.S.C. § 2778); ITAR, 22 C.F.R. Parts 120–130, insbesondere Part 127 und § 128.11
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Die Vorwürfe beruhen auf Sachverhalten, die der Konzern dem DDTC selbst offengelegt hatte.

Originalbetrag 200.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 29.08.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.08.2026 · Direktlink

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28.02.2024 ein US-amerikanischer Luft- und RaumfahrtkonzernDDTC: 51 Mio. USD gegen US-Luftfahrtkonzern wegen Weitergabe technischer Daten USAExportkontrolle und Dual-Useanonymisiert 47,2 Mio. €

Das DDTC schloss mit einem US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern einen Vergleich über eine Zivilstrafe von 51 Mio. USD wegen ITAR-Verstößen: ungenehmigte Ausfuhren und Weitergaben technischer Daten an ausländische Beschäftigte und Auftragnehmer, ungenehmigte Ausfuhren in die Volksrepublik China als gesperrtes Land sowie Verstöße gegen Genehmigungsauflagen. 24 Mio. USD werden für genehmigte Compliance-Maßnahmen ausgesetzt, 27 Mio. USD sind in drei Raten zu zahlen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Der Zugriff ausländischer Beschäftigter auf kontrollierte technische Daten ist ein Export und braucht Genehmigung und technische Zugangskontrollen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Deemed Exports: Zugriff ausländischer Beschäftigter auf kontrollierte technische Daten

Behörde / Gericht
U.S. Department of State, Directorate of Defense Trade Controls (DDTC)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Exportkontrolle und Dual-Use
Rechtsgrundlage
Arms Export Control Act § 38 (22 U.S.C. § 2778); ITAR, 22 C.F.R. Parts 120–130, insbesondere Part 127 und § 128.11
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Die Vorwürfe beruhen auf Sachverhalten, die der Konzern dem DDTC selbst offengelegt hatte.

Originalbetrag 51.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.02.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 28.02.2026 · Direktlink

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