Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach Behörde- Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회) 64,5 Mio. € 67 % · 3 Fälle
- Korea Fair Trade Commission (KFTC) 30,2 Mio. € 31 % · 2 Fälle
- Korea Media and Communications Commission (KMCC, 방송미디어통신위원회) 1,39 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Ministry of Science and ICT (MSIT, 과학기술정보통신부) 3.396 € 0 % · 1 Fall
Wofür?
nach RechtsgebietAlle Rechtsgebiete
Wen?
nach Unternehmen- Anonymisierte Unternehmen 78,9 Mio. € 82 % · 2 Fälle
- Meta Platforms, Inc. 14,4 Mio. € 15 % · 1 Fall
- Agoda Company Pte. Ltd. 1,39 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Nol Universe Co., Ltd. (Yanolja), Yeogi Eottae Company 954.488 € 1 % · 1 Fall
- Incruit Corporation 278.912 € 0 % · 1 Fall
- Meta Platforms 3.396 € 0 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 1 | 49,7 Mio. € |
| 2023 | 1 | 29,2 Mio. € |
| 2024 | 2 | 14,4 Mio. € |
| 2025 | 2 | 1,23 Mio. € |
| 2026 | 1 | 1,39 Mio. € |
7 Fälle
06.07.2026 Agoda Company Pte. Ltd.Agoda: 2,424 Mrd. KRW wegen unklarer Erstattungsbedingungen und Gebühren 1,39 Mio. €
Agoda Company Pte. Ltd. zeigte bei Flugbuchungen im Buchungsablauf nicht klar an, ob ein Ticket erstattungsfähig ist und welche Storno- oder Umbuchungsgebühren anfallen – die Angaben waren nur über einen Link zu Gepäckbestimmungen erreichbar –, und wies bei Unterkünften mit späterer Zahlung einen Preis ohne den möglichen Aufschlag von bis zu 5 % aus, teils in Fremdwährung. Die Behörde sah darin einen Verstoß gegen die Pflicht, wesentliche Bedingungen nach dem Telecommunications Business Act (전기통신사업법) zu erläutern, verhängte ein Bußgeld von 2.424.000.000 KRW und ordnete an, Bedingungen, Gebühren und Endpreise früh und klar anzuzeigen, Bildschirmabläufe intern vorab zu prüfen und koreanische Übersetzungen fachlich kontrollieren zu lassen.
Erstattbarkeit, Gebühren und Endpreis gehören in den Buchungsablauf selbst – nicht hinter Links mit sachfremden Bezeichnungen.
- Behörde / Gericht
- Korea Media and Communications Commission (KMCC, 방송미디어통신위원회)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Telecommunications Business Act (전기통신사업법) Art. 50(1) Nr. 5-2, Art. 52, Art. 53; Enforcement Decree Art. 42 i. V. m. Anhang 4
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Minderung um 10 %, weil in den drei Jahren zuvor kein Bußgeld der Behörde verhängt worden war; die nach Beginn der Untersuchung teilweise freiwillig vorgenommenen Korrekturen wurden nicht als Milderungsgrund anerkannt.
- Veröffentlicht
- 06.07.2026
Originalbetrag 2.424.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.07.2026.
- KMCC, 심의·의결 제2026-22-464호 (아고다 컴퍼니 유한회사, Agoda Company Pte. Ltd.), 06.07.2026 Entscheidung einer Behörde
- KMCC, Entscheidungsdatenbank 심결정보 (Eintrag Nr. 776) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- KMCC-Pressemitteilung vom 06.07.2026: ‘환불 조건·수수료 불명확’ 아고다에 과징금 Pressemitteilung einer Behörde
- KMCC-Pressemitteilung vom 06.07.2026 (PDF) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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22.10.2025 Incruit CorporationIncruit: 463 Mio. KRW nach erneutem Datenleck bei 7,3 Mio. Jobsuchenden 278.912 €
Angreifer infizierten im Januar 2025 den Arbeitsrechner eines Beschäftigten des Online-Stellenportals Incruit mit Schadsoftware, übernahmen dessen Datenbankzugang und leiteten bis Februar 2025 Daten aller 7.275.843 Mitglieder sowie 54.475 gespeicherte Lebensläufe, Anschreiben und Zeugniskopien ab (insgesamt 438 GB). Trotz auffälliger Datenbankzugriffe außerhalb der Geschäftszeiten bemerkte das Unternehmen den Abfluss erst durch eine Erpressungsnachricht; bereits im Juli 2023 war es wegen mangelhafter Zugriffskontrollen sanktioniert worden. Die Behörde verhängte ein Bußgeld (Penalty Surcharge) von 463.000.000 KRW und ordnete die Benennung eines fachkundigen Datenschutzbeauftragten sowie einen Plan zur Vermeidung weiterer Vorfälle und zur Unterstützung der Betroffenen an.
Wer nach einem ersten Vorfall nur punktuell nachbessert, riskiert eine höhere Strafe – Datenbankzugriffe außerhalb der Geschäftszeiten müssen Alarm auslösen.
Schadsoftware auf Arbeitsplatzrechnern und Erkennung ungewöhnlicher Zugriffe
- Behörde / Gericht
- Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
- Rechtsgrundlage
- Personal Information Protection Act (개인정보 보호법) Art. 29; Sanktion nach Art. 64-2(1) Nr. 9
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Minderung um 55 %, weil kein Vorteil erzielt wurde und das Unternehmen ein mittleres Unternehmen nach dem koreanischen KMU-Rahmengesetz ist, sowie um weitere 20 % wegen Kooperation, Abhilfe und Selbstregulierung; Erhöhung um 65 % wegen einer Verstoßdauer von über zwei Jahren und der Sanktion vom Juli 2023.
- Haftung von Führungskräften
- Angeordnet wurde, einen fachkundigen Datenschutzbeauftragten (CPO) neu zu benennen und seine Verantwortung klar festzulegen.
- Veröffentlicht
- 23.10.2025
Originalbetrag 463.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.10.2025.
- PIPC, 심의·의결서 제2025-022-256호 (인크루트(주)), 22.10.2025 Entscheidung einer Behörde
- PIPC, Entscheidungsdatenbank (위원회 결정문), Eintrag 2025조이0034 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- PIPC-Pressemitteilung vom 23.10.2025: 취업 준비생 개인정보를 유출한 인크루트에 과징금 4.6억원 부과 Pressemitteilung einer Behörde
- PIPC press release (English), 24.10.2025: The PIPC Sanctions Incruit over Data Breach Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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12.08.2025 Nol Universe Co., Ltd. (Yanolja), Yeogi Eottae CompanyBuchungsplattformen Yanolja und Yeogi Eottae ließen bezahlte Rabattcoupons verfallen 954.488 €
Die beiden führenden Plattformen für Unterkunftsbuchungen verkauften kleinen und mittleren Beherbergungsbetrieben Werbepakete, deren Preis Rabattcoupons für Gäste enthielt, und ließen nicht eingelöste Coupons ohne Ausgleich verfallen (Yanolja am Ende der Vertragslaufzeit, Yeogi Eottae durch eine Gültigkeit von nur einem Tag). Die KFTC wertete dies als Missbrauch einer überlegenen Verhandlungsposition, erließ Abhilfe- und Mitteilungsanordnungen und verhängte Geldbußen von insgesamt 1.540 Mio. KRW: 540 Mio. KRW gegen Nol Universe (Yanolja) und 1.000 Mio. KRW, den gesetzlichen Höchstbetrag der Pauschalbuße, gegen Yeogi Eottae.
Plattformen dürfen Leistungen, die Partner bereits bezahlt haben, nicht durch einseitige Verfallsregeln entwerten.
Faire Konditionen gegenüber abhängigen Geschäftspartnern auf Plattformen
- Behörde / Gericht
- Korea Fair Trade Commission (KFTC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
- Rechtsgrundlage
- Art. 45 Abs. 1 Nr. 6 MRFTA i. V. m. Art. 52 und Anhang 2 Nr. 6 lit. d Durchführungsverordnung (Monopoly Regulation and Fair Trade Act)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Veröffentlicht
- 12.08.2025
Originalbetrag 1.540.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.08.2025.
- KFTC press release (EN), 13 Aug 2025: KFTC Sanctions Yanolja and Yeogi Eottae for Abuse of Superior Bargaining Position Pressemitteilung einer Behörde
- KFTC-Pressemitteilung (KO), 12.08.2025: 2개 숙박앱 사업자의 거래상지위 남용행위 제재 Pressemitteilung einer Behörde
- KFTC-Pressemitteilung (KO, PDF) mit Rechtsgrundlage und Maßnahmen je Unternehmen Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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28.11.2024 Meta PlatformsMeta: 5 Mio. KRW, weil eine Instagram-Störung verspätet gemeldet wurde 3.396 €
Nach einer rund 75-minütigen Anmeldestörung bei Instagram am 22.03.2024, die etwa 3,35 Mio. Nutzer in Korea betraf, meldete Meta Platforms den Vorfall trotz dreimaliger Nachfrage des Ministeriums erst 24 Stunden und 19 Minuten nach Beginn. Vorgeschrieben ist eine Meldung binnen 10 Minuten und ein schriftlicher Bericht binnen zwei Stunden; das Ministerium verhängte nach dem Framework Act on Broadcasting and Communications Development (방송통신발전 기본법) ein Verwaltungsbußgeld von 5.000.000 KRW. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Große Plattformbetreiber brauchen einen eingeübten Meldeprozess, damit Ausfälle innerhalb der gesetzlichen Minutenfristen bei der Aufsicht ankommen.
Melde- und Eskalationswege bei IT-Störungen
- Behörde / Gericht
- Ministry of Science and ICT (MSIT, 과학기술정보통신부)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen
- Rechtsgrundlage
- Framework Act on Broadcasting and Communications Development (방송통신발전 기본법) Art. 38; Basisplan zum Management von Kommunikationsstörungen 2024
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 28.11.2024
Originalbetrag 5.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.11.2024.
- MSIT-Pressemitteilung vom 28.11.2024: ‘통신재난 보고의무 미준수’ 메타에 과태료 처분 Pressemitteilung einer Behörde
- MSIT-Pressemitteilung vom 28.11.2024 (Anhang, HWPX) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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04.11.2024 Meta Platforms, Inc.Meta: 21,62 Mrd. KRW wegen sensibler Daten für Werbezwecke ohne Einwilligung 14,4 Mio. €
Meta Platforms, Inc. erhob über Facebook-Profile und das Nutzungsverhalten sensible Merkmale von rund 980.000 Nutzern in Korea – etwa Religion, politische Haltung oder gleichgeschlechtliche Ehe – und stellte daraus gebildete Werbethemen rund 4.000 Werbetreibenden zur Verfügung, ohne eine gesonderte Einwilligung einzuholen. Zudem lehnte Meta Auskunftsersuchen ohne berechtigten Grund ab und ließ eine nicht mehr genutzte Seite zur Kontowiederherstellung online, über die mit gefälschten Ausweisen Passwörter zurückgesetzt und Daten von zehn Nutzern abgegriffen wurden. Die Behörde verhängte ein Bußgeld (Penalty Surcharge) von 21.613.000.000 KRW und ein Verwaltungsbußgeld von 10.200.000 KRW (zusammen 21.623.200.000 KRW) sowie Abhilfeanordnungen.
Werbe-Zielgruppen, die Religion, politische Haltung oder sexuelle Orientierung abbilden, beruhen auf sensiblen Daten und brauchen eine gesonderte Einwilligung.
Sensible Daten in Werbe-Zielgruppen
- Behörde / Gericht
- Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Personal Information Protection Act (개인정보 보호법, frühere Fassung) Art. 23(1), Art. 29, Art. 35(3)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 05.11.2024
Originalbetrag 21.623.200.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.11.2024.
- PIPC-Pressemitteilung vom 05.11.2024: 합법 처리근거 없이 민감정보를 수집·활용한 메타 제재 Pressemitteilung einer Behörde
- PIPC-Pressemitteilung vom 05.11.2024 (PDF mit Sanktionstabelle) Pressemitteilung einer Behörde
- PIPC press release (English), 07.11.2024: PIPC Sanctions against Meta for Collection and Use of Sensitive Data Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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11.04.2023 ein US-Technologiekonzern und zwei TochtergesellschaftenUS-Technologiekonzern behinderte konkurrierenden App-Store: 42,1 Mrd. KRW Bußgeld 29,2 Mio. €
Nach Feststellung der KFTC knüpfte der Konzern von Juni 2016 bis April 2018 Vorteile für Spieleentwickler wie prominente Platzierung (Featuring) in seinem App-Store und Unterstützung bei der Auslandsexpansion an die Bedingung, ihre Spiele nicht in einem konkurrierenden koreanischen App-Markt zu veröffentlichen. Die KFTC wertete dies als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung und als unlautere Ausschließlichkeitsbindung, untersagte die Praxis, verlangte ein internes Überwachungssystem mit Berichtspflicht und setzte gegen die Muttergesellschaft, die koreanische und die asiatisch-pazifische Tochtergesellschaft vorläufig eine Geldbuße von 42,1 Mrd. KRW fest.
Ein marktbeherrschendes Unternehmen darf Förderleistungen nicht davon abhängig machen, dass Partner konkurrierende Plattformen meiden.
Ausschließlichkeitsbindungen durch marktbeherrschende Plattformen
- Behörde / Gericht
- Korea Fair Trade Commission (KFTC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
- Rechtsgrundlage
- Art. 3-2 Abs. 1 Nr. 5 und Art. 23 Abs. 1 Nr. 5 MRFTA a. F. (Monopoly Regulation and Fair Trade Act)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 11.04.2023
Originalbetrag 42.100.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.04.2023.
- Korea Fair Trade Commission (KFTC), Veröffentlichung der Behörde (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 11.04.2025 · Direktlink
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14.09.2022 ein US-TechnologiekonzernUS-Konzern: 69,241 Mrd. KRW wegen Tracking auf Drittseiten ohne wirksame Einwilligung 49,7 Mio. €
Der Konzern erfasste, was angemeldete Nutzer in Korea auf fremden Websites und Apps taten, und nutzte diese Verhaltensdaten für personalisierte Werbung, ohne bei der Kontoerstellung klar darüber zu informieren; die zugehörigen Einstellungen lagen hinter „Weitere Optionen“ und waren auf Zustimmung voreingestellt. Die Behörde verhängte ein Bußgeld (Penalty Surcharge) von 69.241.000.000 KRW und ordnete an, künftig eine informierte und freie Einwilligung einzuholen. Laut Pressemitteilung der Behörde vom 23.01.2025 wies das Verwaltungsgericht Seoul die Klage des Konzerns gegen die Entscheidung ab.
Wer Verhaltensdaten von Drittseiten für Werbung nutzt, braucht eine gesonderte, verständlich erklärte Einwilligung – voreingestellte Zustimmung und versteckte Optionen genügen nicht.
Dark Patterns bei Einwilligungen in Tracking
- Behörde / Gericht
- Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Cookies und Tracking
- Rechtsgrundlage
- Personal Information Protection Act (개인정보 보호법, Fassung 2020) Art. 39-3(1); Sanktion nach Art. 39-15
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Medien und Online-Plattformen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Wiederholungsfall
- nein
- Mildernde Umstände
- Minderung um 50 %, weil in den drei Jahren zuvor kein Bußgeld verhängt worden war; zugleich Erhöhung um 50 % wegen einer Verstoßdauer von über zwei Jahren (seit Juni 2016).
- Veröffentlicht
- 14.09.2022
Originalbetrag 69.241.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.09.2022.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 14.09.2024 · Direktlink