Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.033 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

5Fälle aus 1 Jurisdiktion
17,1 Mio. €Summe der Geldbeträge
14,4 Mio. €Größter Einzelfall: Meta Platforms, Inc.
954.488 €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회) 2 Fälle 40 % · 14,7 Mio. €
  2. Korea Fair Trade Commission (KFTC) 1 Fall 20 % · 954.488 €
  3. Korea Media and Communications Commission (KMCC, 방송미디어통신위원회) 1 Fall 20 % · 1,39 Mio. €
  4. Ministry of Science and ICT (MSIT, 과학기술정보통신부) 1 Fall 20 % · 3.396 €

Wofür?

nach Rechtsgebiet

Alle Rechtsgebiete

  1. Datenschutz 2 Fälle 40 % · 14,7 Mio. €
  2. Informationssicherheit und Cyber 1 Fall 20 % · 3.396 €
  3. Kartellrecht und Wettbewerb 1 Fall 20 % · 954.488 €
  4. Verbraucherschutz und Onlinehandel 1 Fall 20 % · 1,39 Mio. €

Wen?

nach Unternehmen
  1. Agoda Company Pte. Ltd. 1 Fall 20 % · 1,39 Mio. €
  2. Incruit Corporation 1 Fall 20 % · 278.912 €
  3. Meta Platforms 1 Fall 20 % · 3.396 €
  4. Meta Platforms, Inc. 1 Fall 20 % · 14,4 Mio. €
  5. Nol Universe Co., Ltd. (Yanolja), Yeogi Eottae Company 1 Fall 20 % · 954.488 €

Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q4 20230–
Q1 20240–
Q2 20240–
Q3 20240–
Q4 2024214,4 Mio. €
Q1 20250–
Q2 20250–
Q3 20251954.488 €
Q4 20251278.912 €
Q1 20260–
Q2 20260–
Q3 202611,39 Mio. €
Q4 20260–

5 Fälle

06.07.2026 Agoda Company Pte. Ltd.Agoda: 2,424 Mrd. KRW wegen unklarer Erstattungsbedingungen und Gebühren SüdkoreaInformationspflichten im Onlinehandel 1,39 Mio. €

Agoda Company Pte. Ltd. zeigte bei Flugbuchungen im Buchungsablauf nicht klar an, ob ein Ticket erstattungsfähig ist und welche Storno- oder Umbuchungsgebühren anfallen – die Angaben waren nur über einen Link zu Gepäckbestimmungen erreichbar –, und wies bei Unterkünften mit späterer Zahlung einen Preis ohne den möglichen Aufschlag von bis zu 5 % aus, teils in Fremdwährung. Die Behörde sah darin einen Verstoß gegen die Pflicht, wesentliche Bedingungen nach dem Telecommunications Business Act (전기통신사업법) zu erläutern, verhängte ein Bußgeld von 2.424.000.000 KRW und ordnete an, Bedingungen, Gebühren und Endpreise früh und klar anzuzeigen, Bildschirmabläufe intern vorab zu prüfen und koreanische Übersetzungen fachlich kontrollieren zu lassen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Erstattbarkeit, Gebühren und Endpreis gehören in den Buchungsablauf selbst – nicht hinter Links mit sachfremden Bezeichnungen.

Behörde / Gericht
Korea Media and Communications Commission (KMCC, 방송미디어통신위원회)
Rechtsgebiet
Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
Rechtsgrundlage
Telecommunications Business Act (전기통신사업법) Art. 50(1) Nr. 5-2, Art. 52, Art. 53; Enforcement Decree Art. 42 i. V. m. Anhang 4
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Medien und Online-Plattformen
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Minderung um 10 %, weil in den drei Jahren zuvor kein Bußgeld der Behörde verhängt worden war; die nach Beginn der Untersuchung teilweise freiwillig vorgenommenen Korrekturen wurden nicht als Milderungsgrund anerkannt.
Veröffentlicht
06.07.2026

Originalbetrag 2.424.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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22.10.2025 Incruit CorporationIncruit: 463 Mio. KRW nach erneutem Datenleck bei 7,3 Mio. Jobsuchenden SüdkoreaDatenpannen und Datensicherheit 278.912 €

Angreifer infizierten im Januar 2025 den Arbeitsrechner eines Beschäftigten des Online-Stellenportals Incruit mit Schadsoftware, übernahmen dessen Datenbankzugang und leiteten bis Februar 2025 Daten aller 7.275.843 Mitglieder sowie 54.475 gespeicherte Lebensläufe, Anschreiben und Zeugniskopien ab (insgesamt 438 GB). Trotz auffälliger Datenbankzugriffe außerhalb der Geschäftszeiten bemerkte das Unternehmen den Abfluss erst durch eine Erpressungsnachricht; bereits im Juli 2023 war es wegen mangelhafter Zugriffskontrollen sanktioniert worden. Die Behörde verhängte ein Bußgeld (Penalty Surcharge) von 463.000.000 KRW und ordnete die Benennung eines fachkundigen Datenschutzbeauftragten sowie einen Plan zur Vermeidung weiterer Vorfälle und zur Unterstützung der Betroffenen an.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer nach einem ersten Vorfall nur punktuell nachbessert, riskiert eine höhere Strafe – Datenbankzugriffe außerhalb der Geschäftszeiten müssen Alarm auslösen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Schadsoftware auf Arbeitsplatzrechnern und Erkennung ungewöhnlicher Zugriffe

Behörde / Gericht
Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회)
Rechtsgebiet
Datenschutz · Datenpannen und Datensicherheit
Rechtsgrundlage
Personal Information Protection Act (개인정보 보호법) Art. 29; Sanktion nach Art. 64-2(1) Nr. 9
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Medien und Online-Plattformen
Wiederholungsfall
ja
Mildernde Umstände
Minderung um 55 %, weil kein Vorteil erzielt wurde und das Unternehmen ein mittleres Unternehmen nach dem koreanischen KMU-Rahmengesetz ist, sowie um weitere 20 % wegen Kooperation, Abhilfe und Selbstregulierung; Erhöhung um 65 % wegen einer Verstoßdauer von über zwei Jahren und der Sanktion vom Juli 2023.
Haftung von Führungskräften
Angeordnet wurde, einen fachkundigen Datenschutzbeauftragten (CPO) neu zu benennen und seine Verantwortung klar festzulegen.
Veröffentlicht
23.10.2025

Originalbetrag 463.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.10.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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12.08.2025 Nol Universe Co., Ltd. (Yanolja), Yeogi Eottae CompanyBuchungsplattformen Yanolja und Yeogi Eottae ließen bezahlte Rabattcoupons verfallen SüdkoreaMissbrauch von Marktmacht 954.488 €

Die beiden führenden Plattformen für Unterkunftsbuchungen verkauften kleinen und mittleren Beherbergungsbetrieben Werbepakete, deren Preis Rabattcoupons für Gäste enthielt, und ließen nicht eingelöste Coupons ohne Ausgleich verfallen (Yanolja am Ende der Vertragslaufzeit, Yeogi Eottae durch eine Gültigkeit von nur einem Tag). Die KFTC wertete dies als Missbrauch einer überlegenen Verhandlungsposition, erließ Abhilfe- und Mitteilungsanordnungen und verhängte Geldbußen von insgesamt 1.540 Mio. KRW: 540 Mio. KRW gegen Nol Universe (Yanolja) und 1.000 Mio. KRW, den gesetzlichen Höchstbetrag der Pauschalbuße, gegen Yeogi Eottae.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Plattformen dürfen Leistungen, die Partner bereits bezahlt haben, nicht durch einseitige Verfallsregeln entwerten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Faire Konditionen gegenüber abhängigen Geschäftspartnern auf Plattformen

Behörde / Gericht
Korea Fair Trade Commission (KFTC)
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
Rechtsgrundlage
Art. 45 Abs. 1 Nr. 6 MRFTA i. V. m. Art. 52 und Anhang 2 Nr. 6 lit. d Durchführungsverordnung (Monopoly Regulation and Fair Trade Act)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Medien und Online-Plattformen
Veröffentlicht
12.08.2025

Originalbetrag 1.540.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.08.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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28.11.2024 Meta PlatformsMeta: 5 Mio. KRW, weil eine Instagram-Störung verspätet gemeldet wurde SüdkoreaMeldepflichten bei Sicherheitsvorfällen 3.396 €

Nach einer rund 75-minütigen Anmeldestörung bei Instagram am 22.03.2024, die etwa 3,35 Mio. Nutzer in Korea betraf, meldete Meta Platforms den Vorfall trotz dreimaliger Nachfrage des Ministeriums erst 24 Stunden und 19 Minuten nach Beginn. Vorgeschrieben ist eine Meldung binnen 10 Minuten und ein schriftlicher Bericht binnen zwei Stunden; das Ministerium verhängte nach dem Framework Act on Broadcasting and Communications Development (방송통신발전 기본법) ein Verwaltungsbußgeld von 5.000.000 KRW. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Große Plattformbetreiber brauchen einen eingeübten Meldeprozess, damit Ausfälle innerhalb der gesetzlichen Minutenfristen bei der Aufsicht ankommen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Melde- und Eskalationswege bei IT-Störungen

Behörde / Gericht
Ministry of Science and ICT (MSIT, 과학기술정보통신부)
Rechtsgebiet
Informationssicherheit und Cyber · Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen
Rechtsgrundlage
Framework Act on Broadcasting and Communications Development (방송통신발전 기본법) Art. 38; Basisplan zum Management von Kommunikationsstörungen 2024
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Medien und Online-Plattformen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
28.11.2024

Originalbetrag 5.000.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.11.2024.

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04.11.2024 Meta Platforms, Inc.Meta: 21,62 Mrd. KRW wegen sensibler Daten für Werbezwecke ohne Einwilligung SüdkoreaWerbung und Einwilligung 14,4 Mio. €

Meta Platforms, Inc. erhob über Facebook-Profile und das Nutzungsverhalten sensible Merkmale von rund 980.000 Nutzern in Korea – etwa Religion, politische Haltung oder gleichgeschlechtliche Ehe – und stellte daraus gebildete Werbethemen rund 4.000 Werbetreibenden zur Verfügung, ohne eine gesonderte Einwilligung einzuholen. Zudem lehnte Meta Auskunftsersuchen ohne berechtigten Grund ab und ließ eine nicht mehr genutzte Seite zur Kontowiederherstellung online, über die mit gefälschten Ausweisen Passwörter zurückgesetzt und Daten von zehn Nutzern abgegriffen wurden. Die Behörde verhängte ein Bußgeld (Penalty Surcharge) von 21.613.000.000 KRW und ein Verwaltungsbußgeld von 10.200.000 KRW (zusammen 21.623.200.000 KRW) sowie Abhilfeanordnungen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Werbe-Zielgruppen, die Religion, politische Haltung oder sexuelle Orientierung abbilden, beruhen auf sensiblen Daten und brauchen eine gesonderte Einwilligung.

Bezug zu Schulung und Awareness

Sensible Daten in Werbe-Zielgruppen

Behörde / Gericht
Personal Information Protection Commission (PIPC, 개인정보보호위원회)
Rechtsgebiet
Datenschutz · Werbung und Einwilligung
Rechtsgrundlage
Personal Information Protection Act (개인정보 보호법, frühere Fassung) Art. 23(1), Art. 29, Art. 35(3)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Medien und Online-Plattformen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
05.11.2024

Originalbetrag 21.623.200.000 KRW, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.11.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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