Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
Klicken Sie auf einen Balken, um eine Ebene tiefer zu gehen.
Wo?
nach Behörde- Competition and Markets Authority (CMA) 4,29 Mio. € 46 % · 6 Fälle
- Chelmsford Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive) 2,54 Mio. € 27 % · 1 Fall
- Information Commissioner's Office (ICO) 918.021 € 10 % · 6 Fälle
- Nottingham Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive) 574.614 € 6 % · 1 Fall
- Department for Business, Innovation, Science and Trade / Fair Work Agency (Ermittlung: HM Revenue and Customs) 530.980 € 6 % · 1 Fall
- HM Revenue & Customs (HMRC) 396.639 € 4 % · 2 Fälle
- Office for Product Safety and Standards (OPSS), Department for Business and Trade – 0 % · 4 Fälle
- High Court of Justice, Business and Property Courts (Klägerin: Competition and Markets Authority) – 0 % · 1 Fall
Wofür?
nach RechtsgebietAlle Rechtsgebiete
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht 3,65 Mio. € 39 % · 3 Fälle
- Kartellrecht und Wettbewerb 3,46 Mio. € 37 % · 2 Fälle
- Datenschutz 918.021 € 10 % · 6 Fälle
- Verbraucherschutz und Onlinehandel 832.534 € 9 % · 4 Fälle
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung 396.639 € 4 % · 2 Fälle
- Lieferkette und Menschenrechte – 0 % · 4 Fälle
- Umwelt und Nachhaltigkeit – 0 % · 1 Fall
Wen?
nach Unternehmen- Anonymisierte Unternehmen 4,73 Mio. € 51 % · 14 Fälle
- Huws Gray Limited 2,54 Mio. € 27 % · 1 Fall
- Marks Electrical Limited 832.534 € 9 % · 1 Fall
- B&Q Limited 530.980 € 6 % · 1 Fall
- Elderly Aids Limited 221.691 € 2 % · 1 Fall
- Harvey Nichols and Company Ltd 210.723 € 2 % · 1 Fall
- DYS 44 Art Gallery Limited 185.916 € 2 % · 1 Fall
- Amazon – 0 % · 1 Fall
- Emma Matratzen GmbH, Emma Sleep UK Limited, Emma Sleep GmbH – 0 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 4 | 2,9 Mio. € |
| 2023 | 3 | 1,66 Mio. € |
| 2024 | 8 | 373.240 € |
| 2025 | 2 | 185.916 € |
| 2026 | 5 | 4,13 Mio. € |
22 Fälle
03.09.2026 B&Q LimitedB&Q: öffentlich benannt wegen Mindestlohn-Unterzahlung von 4.530 Beschäftigten 530.980 €
In der 24. Benennungsrunde des National-Minimum-Wage-Programms wurde B&Q an erster Stelle genannt: Das Unternehmen hatte 4.530 Beschäftigten insgesamt 456.934,72 GBP zu wenig gezahlt (Zeitraum laut Liste 15. Mai 2020 bis 31. März 2025). Benannte Arbeitgeber mussten die Rückstände nachzahlen und erhielten zusätzlich Strafzahlungen, deren Höhe je Arbeitgeber nicht veröffentlicht wird (für die gesamte Runde rund 7 Mio. GBP). Der Betrag ist die angeordnete Nachzahlung, keine Geldbuße.
Mindestlohnfehler in der Lohnabrechnung betreffen schnell Tausende Beschäftigte und werden öffentlich gemacht.
Mindestlohnkonforme Lohnabrechnung
- Behörde / Gericht
- Department for Business, Innovation, Science and Trade / Fair Work Agency (Ermittlung: HM Revenue and Customs)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Mindestlohn und Schwarzarbeit
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 03.09.2026
Originalbetrag 456.934,72 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.09.2026.
- DBT/Fair Work Agency: Nearly 660 employers announced as failing to pay the minimum wage (03.09.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Round 24 Naming Publication Spreadsheet (Liste der benannten Arbeitgeber) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
Fehler melden
06.08.2026 Elderly Aids LimitedICO: 190.000 Pfund gegen Elderly Aids wegen unerwünschter Werbeanrufe 221.691 €
Die ICO verhängte gegen Elderly Aids Limited, einen Anbieter von Anrufsperr-Geräten, eine Geldbuße von 190.000 Pfund und erließ zusätzlich eine Durchsetzungsanordnung (enforcement notice). Nach den Feststellungen der ICO hatte das Unternehmen 758.053 unerbetene Direktmarketing-Anrufe an Anschlüsse getätigt, die im Telefon-Sperrregister TPS/CTPS eingetragen waren und keine Einwilligung erteilt hatten; daraus gingen 20 Beschwerden hervor. Grundlage sind die Regulations 21 und 24 der PECR. Bei Zahlung bis 7. September 2026 ermäßigt sich der Betrag laut Bescheid um 20 % auf 152.000 Pfund.
- Behörde / Gericht
- Information Commissioner's Office (ICO)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Regulations 21 und 24 PECR; section 55A DPA 1998 (Geldbuße), section 40 DPA 1998 (Anordnung)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
Originalbetrag 190.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.08.2026.
- ICO Enforcement: Elderly Aids Limited (MPN). Enthält Informationen des Information Commissioner's Office, lizenziert unter der Open Government Licence v3.0. Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- Monetary Penalty Notice: Elderly Aids Limited (6 August 2026) Entscheidung einer Behörde
- Enforcement Notice: Elderly Aids Limited (6 August 2026) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
Fehler melden
15.06.2026 Marks Electrical LimitedCMA: 720.000 GBP gegen Marks Electrical wegen vorausgewählter Zusatzleistungen 832.534 €
Die CMA stellte nach ihren neuen Befugnissen aus dem DMCCA 2024 fest, dass der Elektrohändler Kunden auf seiner Website im untersuchten Zeitraum April bis November 2025 kostenpflichtige Zusatzleistungen (Mitnahme des Altgeräts, Entsorgung der Verpackung) ohne ausdrückliche Zustimmung vorausgewählt und berechnet hatte. Sie verhängte eine Geldbuße von 720.000 GBP (1.200.000 GBP vor 40 % Vergleichsnachlass) und verpflichtete das Unternehmen, den betroffenen Kunden die so berechneten Beträge zu erstatten (laut CMA rund 600.000 GBP).
Kostenpflichtige Zusatzleistungen dürfen im Onlineshop nie vorausgewählt sein – seit dem DMCCA verhängt die CMA dafür selbst Bußgelder und ordnet Erstattungen an.
Vorausgewählte Zusatzkosten im Onlineshop
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Regulation 40 Consumer Contracts (Information, Cancellation and Additional Charges) Regulations 2013; Chapter 4 Part 3 Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Mildernde Umstände
- 40 % Nachlass für Eingeständnis und Vergleich (einschließlich Rechtsmittelverzicht); die Praxis wurde am Tag der Verfahrenseröffnung eingestellt.
- Veröffentlicht
- 18.06.2026
Originalbetrag 720.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.06.2026.
- CMA case page: Marks Electrical: consumer protection enforcement case Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- CMA: Final Infringement Notice, Marks Electrical Limited, Case 51652 (15 June 2026) Entscheidung einer Behörde
- CMA press release: CMA orders Marks Electrical to refund customers over pre-selected extra charges (18 June 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
Fehler melden
22.05.2026 Emma Matratzen GmbH, Emma Sleep UK Limited, Emma Sleep GmbHHigh Court: Emma Sleep sagt auf Klage der CMA das Ende von Drucktaktiken zu Anordnung
Auf Klage der CMA erließ der High Court einen Vergleichsbeschluss (consent order), in dem die Emma-Gesellschaften einräumten, irreführende Countdown-Timer, unzutreffende Hinweise auf hohe Nachfrage und irreführende Rabattangaben verwendet zu haben. Sie gaben gegenüber dem Gericht durchsetzbare Unterlassungszusagen ab und müssen Compliance-Maßnahmen mit Berichten an die CMA umsetzen; die Streitfrage der Streich- und Referenzpreise wurde gesondert verhandelt, und im Urteil vom 30. Juli 2026 stellte das Gericht nur die eingeräumten Verstöße fest.
Künstlicher Zeitdruck und scheinbare Knappheit im Onlineshop sind auch für Anbieter aus dem Ausland mit britischen Kunden ein Durchsetzungsrisiko bis hin zum Ordnungsgeld.
Irreführende Dringlichkeits- und Rabattwerbung im Onlinehandel
- Behörde / Gericht
- High Court of Justice, Business and Property Courts (Klägerin: Competition and Markets Authority)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- section 217 Enterprise Act 2002 (Enforcement order wegen Schedule 13 Infringements)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 28.05.2026
- High Court of Justice, Claim No FS-2024-000004, CMA v Emma Matratzen GmbH and others: Consent Order (22 May 2026) Gerichtsentscheidung
- CMA case page: Emma Group: consumer protection case Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- CMA press release: Court endorses CMA action as Emma Sleep agrees to change sales practices (28 May 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
Fehler melden
26.03.2026 Huws Gray LimitedBaustoffhändler Huws Gray: 2,2 Mio. £ nach tödlichem Förderband-Unfall 2,54 Mio. €
Im Sägewerk Herringswell wurde 2024 ein Hilfsarbeiter von einem rund drei Tonnen schweren Holzpaket erdrückt, nachdem ein Kollege das Förderband startete, ohne ihn im Rahmen des Förderbands zu sehen. Das Unternehmen wusste vom Einsteigen in die Gefahrenzone – Videoaufnahmen zeigten zwischen dem 14. April und dem 23. Mai 2024 19 Fälle –, setzte aber nur Aufkleber ein; Geldstrafe 2,2 Mio. £ plus 9.929 £ Kosten. Laut Jahresabschluss 2025 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 4.570 Beschäftigte.
Wer ein Fehlverhalten an Maschinen kennt, muss es technisch unterbinden – Hinweisschilder allein genügen vor Gericht nicht.
- Behörde / Gericht
- Chelmsford Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Section 2(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Veröffentlicht
- 27.03.2026
Originalbetrag 2.200.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.03.2026.
- Major builders merchant fined £2.2 million after worker killed in conveyor crush (HSE) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Huws Gray Limited (02506633) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
Fehler melden
26.06.2025 DYS 44 Art Gallery LimitedKunsthändler DYS 44 Art Gallery: 158.679 £ Geldbuße wegen Geldwäsche-Mängeln 185.916 €
HMRC verhängte gegen die Galerie, die als Kunstmarktteilnehmerin (art market participant) der Geldwäscheaufsicht unterliegt, eine Geldbuße von 158.679 GBP nach den Money Laundering Regulations 2017. Beanstandet wurden Mängel bei Risikobewertung, Richtlinien und Kontrollen, Mitarbeiterschulung, Sorgfaltsprüfung, dem Zeitpunkt der Identitätsprüfung und der Aufbewahrung von Unterlagen; ein Rechtsbehelf wurde nicht eingelegt.
Auch Kunsthändler müssen Käufer rechtzeitig identifizieren und jede Prüfung dokumentieren.
Geldwäschepflichten im Kunsthandel, insbesondere rechtzeitige Identitätsprüfung
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- HM Revenue & Customs (HMRC)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 18, 19, 24, 28, 30, 40 und 41 Money Laundering, Terrorist Financing and Transfer of Funds (Information on the Payer) Regulations 2017
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 26.06.2025
Originalbetrag 158.679 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.06.2025.
- HMRC: Businesses that have not complied with the money laundering regulations (2024 to 2025) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- HMRC: Businesses not complying with money laundering regulations (Übersicht mit Änderungshistorie) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
Fehler melden
06.06.2025 AmazonAmazon sagt der CMA schärferes Vorgehen gegen gefälschte Bewertungen zu Anordnung
Nach einer Untersuchung zu gefälschten Bewertungen und „Katalogmissbrauch“ (Übertragung guter Bewertungen auf fremde Produkte) verpflichtete sich Amazon gegenüber der CMA, solche Bewertungen schnell zu erkennen und zu entfernen, verstoßende Händler bis hin zum Verkaufsverbot zu sanktionieren und einfache Meldewege einzurichten.
Wer Bewertungen veröffentlicht, muss aktive Prozesse gegen Fälschungen und Bewertungsübertragung vorhalten.
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Gefälschte Bewertungen
- Rechtsgrundlage
- Enterprise Act 2002, Part 8 (Verpflichtungszusagen nach altem Durchsetzungsregime)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Mildernde Umstände
- Freiwillige Zusagen ohne Bußgeld.
- Veröffentlicht
- 06.06.2025
- Amazon gives undertakings to CMA to curb fake reviews Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
Fehler melden
20.11.2024 Harvey Nichols and Company LtdHarvey Nichols: 175.701 £ Geldbuße wegen Geldwäsche-Mängeln als Händler hochwertiger Güter 210.723 €
HMRC verhängte gegen das Unternehmen, das als Händler hochwertiger Güter (high value dealer) der Geldwäscheaufsicht unterliegt, eine Geldbuße von 175.701 GBP nach den Money Laundering Regulations 2017. Beanstandet wurden Mängel bei der Risikobewertung, bei Richtlinien, Kontrollen und Verfahren, bei der Mitarbeiterschulung, der Sorgfaltsprüfung und der Aufbewahrung von Unterlagen; ein Rechtsbehelf wurde nicht eingelegt.
Wer als Händler hochwertiger Güter registriert ist, braucht Risikobewertung, Schulung und Kundenprüfung wie ein Finanzinstitut.
Geldwäschepflichten für Händler hochwertiger Güter
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- HM Revenue & Customs (HMRC)
- Rechtsgebiet
- Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
- Rechtsgrundlage
- Reg. 18, 19, 24, 28, 35 und 40 Money Laundering, Terrorist Financing and Transfer of Funds (Information on the Payer) Regulations 2017
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 20.11.2024
Originalbetrag 175.701 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.11.2024.
- HMRC: Businesses that have not complied with the regulations (2023 to 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- HMRC: Businesses not complying with money laundering regulations (Übersicht mit Änderungshistorie) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
Fehler melden
15.07.2024 ein britisches Online-GutscheinportalCMA: Gutscheinportal ändert Countdown-Werbung und erstattet über 4 Mio. GBP Sonstiges
Nach Bedenken der CMA zu Countdown-Timern, Knappheits- und Beliebtheitsangaben sowie zur Anmeldung zu einer kostenpflichtigen VIP-Mitgliedschaft über vorausgewählte Kästchen gaben die Gesellschaften des Portals förmliche Verpflichtungszusagen ab. Sie verwenden nur noch zutreffende Dringlichkeits- und Knappheitsangaben, verzichten auf vorausgewählte Kästchen für die VIP-Mitgliedschaft und erstatten die Beiträge – laut CMA insgesamt mehr als 4 Mio. GBP an mehr als 870.000 Kunden als Guthaben mit der Möglichkeit der Auszahlung.
Countdown-Timer und Knappheitsangaben müssen der Wirklichkeit entsprechen, und kostenpflichtige Mitgliedschaften brauchen eine aktive Zustimmung.
Künstliche Dringlichkeit und vorausgewählte Kästchen im Onlinehandel
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- Part 8 Enterprise Act 2002 (Undertakings gegenüber der CMA); Consumer Protection from Unfair Trading Regulations 2008; Consumer Contracts (Information, Cancellation and Additional Charges) Regulations 2013
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 19.07.2024
- CMA, Fälle (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 15.07.2026 · Direktlink
Fehler melden
10.06.2024 ein britischer MöbelhändlerBritischer Möbelhändler: Abhilfeanordnung – Holzimport ohne Sorgfaltsprüfung Anordnung
Das Unternehmen brachte als Marktteilnehmer Möbel aus vietnamesischem Kautschukholz aus Malaysia in Verkehr, ohne eine Sorgfaltsprüfung durchzuführen, die das Risiko illegal geschlagenen Holzes in der Lieferkette auf ein vernachlässigbares Maß senkt. Das OPSS erließ eine Notice of Remedial Action nach Regulation 11 der Timber Regulations 2013.
Wer Holz oder Holzprodukte erstmals auf den Markt bringt, muss Herkunft und Legalität dokumentiert prüfen – auch bei Lieferungen aus Nachbarländern.
Sorgfaltsprüfung beim Holzeinkauf (Herkunft, Einschlagslegalität, Risikominderung)
- Behörde / Gericht
- Office for Product Safety and Standards (OPSS), Department for Business and Trade
- Rechtsgebiet
- Lieferkette und Menschenrechte · Sorgfaltspflichten in der Lieferkette
- Rechtsgrundlage
- Timber and Timber Products (Placing on the Market) Regulations 2013, Regulation 4(b) (Sorgfaltspflicht nach Verordnung (EU) Nr. 995/2010 in der im UK fortgeltenden Fassung)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- OPSS, Enforcement Actions (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.06.2026 · Direktlink
Fehler melden
04.06.2024 ein britischer MöbelhändlerBritischer Möbelhändler: Abhilfeanordnung – Holzimport ohne Sorgfaltsprüfung Anordnung
Das Unternehmen brachte als Marktteilnehmer Holzmöbel aus Vietnam in Verkehr, ohne eine Sorgfaltsprüfung durchzuführen, die das Risiko illegal geschlagenen Holzes in der Lieferkette auf ein vernachlässigbares Maß senkt. Das OPSS erließ eine Notice of Remedial Action nach Regulation 11 der Timber Regulations 2013.
Wer Holz oder Holzprodukte erstmals auf den Markt bringt, muss Herkunft und Legalität dokumentiert prüfen – auch bei Lieferungen aus Nachbarländern.
Sorgfaltsprüfung beim Holzeinkauf (Herkunft, Einschlagslegalität, Risikominderung)
- Behörde / Gericht
- Office for Product Safety and Standards (OPSS), Department for Business and Trade
- Rechtsgebiet
- Lieferkette und Menschenrechte · Sorgfaltspflichten in der Lieferkette
- Rechtsgrundlage
- Timber and Timber Products (Placing on the Market) Regulations 2013, Regulation 4(b) (Sorgfaltspflicht nach Verordnung (EU) Nr. 995/2010 in der im UK fortgeltenden Fassung)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- OPSS, Enforcement Actions (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 04.06.2026 · Direktlink
Fehler melden
30.05.2024 eine Einkaufsgesellschaft eines großen internationalen MöbelhändlersEinkaufsgesellschaft: Möbel beschlagnahmt – Holzherkunft nicht ausreichend geprüft Sonstiges
Das OPSS beschlagnahmte im April 2024 Möbel mehrerer Produktserien, weil die Einkaufsgesellschaft als Marktteilnehmer keine Sorgfaltsprüfung nachweisen konnte, die das Risiko illegalen Holzes ausreichend minderte. Nach einer zweiten Anordnung vom 30. Mai 2024 musste das Unternehmen die Ware an eine benannte Wohltätigkeitsorganisation spenden.
Auch große Händler mit eigenen Nachhaltigkeitsprogrammen müssen die Sorgfaltsprüfung je Produkt und Lieferung belegen können – sonst droht die Beschlagnahme der Ware.
Nachweis der Holzherkunft im Einkauf
- Behörde / Gericht
- Office for Product Safety and Standards (OPSS), Department for Business and Trade
- Rechtsgebiet
- Lieferkette und Menschenrechte · Sorgfaltspflichten in der Lieferkette
- Rechtsgrundlage
- Timber and Timber Products (Placing on the Market) Regulations 2013, Regulation 4(a), Regulation 9 (Beschlagnahme)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- OPSS, Enforcement Actions (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 30.05.2026 · Direktlink
Fehler melden
29.05.2024 ein britischer MöbelhändlerBritischer Möbelhändler: Abhilfeanordnung – Holzimport ohne Sorgfaltsprüfung Anordnung
Das Unternehmen brachte als Marktteilnehmer Möbel aus Vietnam in Verkehr, ohne eine Sorgfaltsprüfung durchzuführen, die das Risiko illegal geschlagenen Holzes in der Lieferkette auf ein vernachlässigbares Maß senkt. Das OPSS erließ eine Notice of Remedial Action nach Regulation 11 der Timber Regulations 2013.
Wer Holz oder Holzprodukte erstmals auf den Markt bringt, muss Herkunft und Legalität dokumentiert prüfen – auch bei Lieferungen aus Nachbarländern.
Sorgfaltsprüfung beim Holzeinkauf (Herkunft, Einschlagslegalität, Risikominderung)
- Behörde / Gericht
- Office for Product Safety and Standards (OPSS), Department for Business and Trade
- Rechtsgebiet
- Lieferkette und Menschenrechte · Sorgfaltspflichten in der Lieferkette
- Rechtsgrundlage
- Timber and Timber Products (Placing on the Market) Regulations 2013, Regulation 4(b) (Sorgfaltspflicht nach Verordnung (EU) Nr. 995/2010 in der im UK fortgeltenden Fassung)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
- OPSS, Enforcement Actions (Übersicht) (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.05.2026 · Direktlink
Fehler melden
27.03.2024 drei britische ModehändlerCMA: Drei Modehändler verpflichten sich zu klaren Umweltaussagen Sonstiges
Nach einer Untersuchung ihrer Mode-Umweltaussagen gaben die drei Händler förmliche Zusagen gegenüber der CMA ab: keine vagen Begriffe wie „eco“ oder „responsible“, klare Angaben zu Recycling- und Bio-Anteilen, transparente Kriterien für grüne Sortimente, korrekte Filter und Siegelangaben sowie regelmäßige Berichte an die CMA. Ein Rechtsverstoß wurde nicht festgestellt.
Nachhaltigkeitslabels im Onlineshop müssen konkret, belegbar und für Kunden leicht verständlich sein; Pauschalbegriffe genügen nicht.
Formulierung von Umweltaussagen in Marketing und Onlineshop
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Umwelt und Nachhaltigkeit · Irreführende Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
- Rechtsgrundlage
- Consumer Protection from Unfair Trading Regulations 2008 (förmliche Verpflichtungszusagen)
- Maßnahme
- Sonstiges
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Veröffentlicht
- 27.03.2024
- CMA, Fallübersicht (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.03.2026 · Direktlink
Fehler melden
11.01.2024 ein Kochbox-Versandhändler in GroßbritannienICO: 140.000 Pfund gegen Kochbox-Anbieter wegen rund 80 Millionen Werbe-E-Mails und -SMS 162.517 €
Die ICO verhängte am 11. Januar 2024 gegen einen Kochbox-Versandhändler eine Geldbuße von 140.000 Pfund. Nach den Feststellungen der ICO erhielten Empfänger zwischen dem 23. August 2021 und dem 23. Februar 2022 80.893.013 Werbenachrichten des Unternehmens, davon 79.779.279 E-Mails und 1.113.734 SMS, ohne dass eine wirksame Einwilligung vorlag; die Einwilligungserklärung erwähnte keine SMS-Werbung und war mit einer Altersbestätigung verknüpft. Die ICO wertete dies als Verstoß gegen Regulation 22 PECR. Bei Zahlung bis 12. Februar 2024 ermäßigte sich die Buße laut Bescheid auf 112.000 Pfund. Die ICO veröffentlichte den Fall am 12. Januar 2024.
- Behörde / Gericht
- Information Commissioner's Office (ICO)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Regulation 22 PECR; section 55A DPA 1998 (Geldbuße)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
Originalbetrag 140.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.01.2024.
- ICO, Übersicht der Durchsetzungsmaßnahmen (Entscheidung 2024) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 11.01.2026 · Direktlink
Fehler melden
08.11.2023 ein britisches HandelsunternehmenTödlicher Staplerunfall ohne Gurt: Handelsunternehmen zahlt 500.000 £ 574.614 €
Ein 35-jähriger Staplerfahrer starb an einem Standort des Unternehmens, als sein Gegengewichtsstapler nach dem Anfahren an einen Bordstein umkippte; er war nicht angeschnallt und wurde unter dem Schutzdach eingeklemmt. Das Unternehmen hatte die Gurtpflicht nicht durchgesetzt und den Staplerbetrieb nicht ausreichend beurteilt. Geldstrafe 500.000 £ plus Kosten.
Eine Gurtpflicht nützt nur, wenn Vorgesetzte sie kontrollieren und Verstöße konsequent ansprechen.
Gurtpflicht und sicheres Fahren mit Gabelstaplern
- Behörde / Gericht
- Nottingham Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Section 2(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Beschäftigte
- 250 bis 999
- Veröffentlicht
- 08.11.2023
Originalbetrag 500.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 08.11.2023.
- HSE, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 08.11.2025 · Direktlink
Fehler melden
28.09.2023 ein britisches Unternehmen mit Telefonwerbung zu RentenICO: 55.000 Pfund gegen britisches Unternehmen wegen Werbeanrufen zu Renten an TPS- und CTPS-Nummern 63.707 €
Die ICO verhängte am 28. September 2023 gegen das Unternehmen eine Geldbuße von 55.000 Pfund und erließ am selben Tag eine Durchsetzungsanordnung. Nach den Feststellungen der ICO tätigte das Unternehmen zwischen dem 1. Januar und dem 28. September 2022 20.939 unerbetene Werbeanrufe an Anschlüsse, die seit mehr als 28 Tagen im TPS- oder CTPS-Sperrregister eingetragen waren; die ICO war im Rahmen einer Untersuchung unerbetener Rentenanrufe auf das Unternehmen gestoßen. Zudem erhielten die Angerufenen nicht die vorgeschriebenen Angaben zum Anrufer. Die ICO wertete dies als Verstoß gegen Regulation 21 und 24 PECR. Bei Zahlung bis 31. Oktober 2023 ermäßigte sich die Buße laut Bescheid auf 44.000 Pfund.
- Behörde / Gericht
- Information Commissioner's Office (ICO)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Regulation 21 und 24 PECR; section 55A DPA 1998 (Geldbuße); section 40 DPA 1998 (Enforcement Notice)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
Originalbetrag 55.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.09.2023.
- ICO, Übersicht der Durchsetzungsmaßnahmen (Entscheidung 2023) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 28.09.2025 · Direktlink
Fehler melden
31.07.2023 ein englischer Fußballverein mit seinen MuttergesellschaftenCMA: 880.000 GBP gegen Fußballverein wegen Absprache mit Sportmodehändler 1,03 Mio. €
Nach Feststellung der CMA vereinbarten der Verein und ein Sportmodehändler, dass der Händler in der Saison 2018/19 Vereinsbekleidung weitgehend nicht online verkauft und ab der Saison 2019/20 bis mindestens Januar 2021 für Online-Bestellungen dieser Artikel Versandkosten erhebt, statt seine sonst geltende kostenlose Lieferung anzubieten. Gegen den Verein und seine Muttergesellschaften wurde im Vergleichsverfahren eine Geldbuße von 880.000 GBP verhängt; der Händler hatte die Absprache angezeigt und blieb bußgeldfrei.
Absprachen zwischen Lizenzgeber und Händler über Vertriebskanäle oder Lieferkonditionen sind verbotene Marktaufteilung – Vertriebspartnerschaften brauchen eine kartellrechtliche Prüfung.
Marktaufteilung im Vertrieb von Lizenzprodukten
- Behörde / Gericht
- Competition and Markets Authority (CMA)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Chapter I prohibition Competition Act 1998
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Handel und E-Commerce
- Mildernde Umstände
- Vergleichsnachlass für den Verein; der Händler erhielt als Kronzeuge vollständigen Bußgelderlass.
- Veröffentlicht
- 09.01.2024
Originalbetrag 880.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.07.2023.
- CMA, Fälle (Übersicht) (Entscheidung 2023) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 31.07.2025 · Direktlink
Fehler melden
04.10.2022 ein britischer KatalogversandhändlerICO: Buße gegen Katalogversandhändler wegen verdeckter Profilbildung zu Gesundheitsdaten, per Einigung auf 250.000 Pfund herabgesetzt 286.457 €
Die ICO verhängte am 4. Oktober 2022 gegen einen britischen Katalogversandhändler eine Geldbuße von 1.350.000 Pfund. Nach den Feststellungen der ICO leitete das Unternehmen zwischen dem 1. August 2019 und dem 19. August 2020 aus dem Kauf bestimmter Artikel (122 sogenannte 'trigger products') Gesundheitszustände seiner Kundinnen und Kunden ab, etwa Arthritis, und nutzte diese Profile für gezielte Werbeanrufe zu Nahrungsergänzungsmitteln; laut ICO wurden rund 145.400 Personen so profiliert. Die Betroffenen wurden darüber nicht informiert, die ICO sprach von unsichtbarer Verarbeitung ohne tragfähige Grundlage und sah einen Verstoß gegen Art. 5(1)(a) GDPR. Die ICO erhöhte die Buße wegen erschwerender Umstände um 500.000 Pfund. Das Unternehmen legte am 31. Oktober 2022 Rechtsmittel ein. Mit Zustimmung beider Seiten ersetzte das First-tier Tribunal (General Regulatory Chamber) am 15. März 2023 den Bescheid durch einen gleichlautenden Bescheid, in dem nur der Betrag auf 250.000 Pfund herabgesetzt ist, und wies das Rechtsmittel im Übrigen zurück; das Unternehmen hatte die beanstandete Verarbeitung zuvor dauerhaft eingestellt. Die ICO veröffentlichte den Fall am 6. Oktober 2022.
- Behörde / Gericht
- Information Commissioner's Office (ICO)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Betroffenenrechte und Transparenz
- Rechtsgrundlage
- Art. 5(1)(a) GDPR; Geldbuße nach section 155 DPA 2018 und Art. 83 GDPR
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- reduziert
- Branche
- Handel und E-Commerce
Originalbetrag 250.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.10.2022.
- ICO, Übersicht der Durchsetzungsmaßnahmen (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
- Find Case Law, First-tier Tribunal (GRC) (Suche) (Entscheidung 2022) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 5 · Unternehmensname anonymisiert seit 04.10.2024 · Direktlink
Fehler melden
04.10.2022 ein britischer KatalogversandhändlerICO: 130.000 Pfund und Anordnung gegen Katalogversandhändler wegen 1,3 Millionen Werbeanrufen an TPS-Nummern 148.958 €
Die ICO verhängte am 4. Oktober 2022 gegen einen britischen Katalogversandhändler eine Geldbuße von 130.000 Pfund und erließ am selben Tag eine Durchsetzungsanordnung. Nach den Feststellungen der ICO veranlasste das Unternehmen zwischen dem 1. August 2019 und dem 19. August 2020 1.345.732 Werbeanrufe an Anschlüsse, die im TPS-Sperrregister eingetragen waren, und setzte die Anrufe auch während der Ermittlungen fort. Die ICO wertete dies als Verstoß gegen Regulation 21 PECR. Bei Zahlung bis 3. November 2022 ermäßigte sich die Buße laut Bescheid auf 104.000 Pfund. Laut ICO-Pressemitteilung vom 16. März 2023 wurde diese Buße nicht angefochten und vollständig gezahlt. Die ICO veröffentlichte den Fall am 6. Oktober 2022.
- Behörde / Gericht
- Information Commissioner's Office (ICO)
- Rechtsgebiet
- Datenschutz · Werbung und Einwilligung
- Rechtsgrundlage
- Regulation 21 PECR; section 55A DPA 1998 (Geldbuße); section 40 DPA 1998 (Enforcement Notice)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Handel und E-Commerce
Originalbetrag 130.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.10.2022.
- ICO, Übersicht der Durchsetzungsmaßnahmen (Entscheidung 2022) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 04.10.2024 · Direktlink