Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

BrasilienGesundheitswesen Alle Filter entfernen
4Fälle aus 1 Jurisdiktion
12,3 Mio. €Summe der Geldbeträge
2,26 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Controladoria-Geral da União (CGU) 11,7 Mio. € 95 % · 2 Fälle
  2. Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo 602.767 € 5 % · 2 Fälle

Wofür?

nach Rechtsgebiet

Alle Rechtsgebiete

  1. Korruption und Bestechung 11,7 Mio. € 95 % · 2 Fälle
  2. Kartellrecht und Wettbewerb 602.767 € 5 % · 2 Fälle

Wen?

nach Unternehmen
  1. Associação da Irmandade da Santa Casa de Misericórdia de Pacaembu 7,65 Mio. € 62 % · 1 Fall
  2. Anonymisierte Unternehmen 4,2 Mio. € 34 % · 2 Fälle
  3. Conselho Federal de Fisioterapia e Terapia Ocupacional (COFFITO) 464.087 € 4 % · 1 Fall

Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
20231138.680 €
202414,06 Mio. €
202528,12 Mio. €
20260–

4 Fälle

09.04.2025 Conselho Federal de Fisioterapia e Terapia Ocupacional (COFFITO)CADE: Physiotherapeuten-Bundesrat COFFITO wegen Preistabellen zu 3,1 Mio. BRL verurteilt BrasilienKartelle und Absprachen 464.087 €

Das Tribunal des CADE verurteilte den Bundesrat der Physio- und Ergotherapeuten, weil er über Resolutionen, Beschlüsse und jährlich aktualisierte Referenztabellen verbindliche Mindestpreise für die Leistungen der Berufsangehörigen festgelegt und so ein einheitliches Marktverhalten gefördert hatte. Neben einer Geldbuße von 3.103.583,65 BRL muss COFFITO auf verbindliche Preistabellen verzichten, alle Verweise darauf von seinen Websites entfernen (Zwangsgeld 5.000,00 BRL pro Tag) und die Entscheidung auf Website und in sozialen Netzwerken veröffentlichen; gegen den Regionalrat der 15. Region ruht das Verfahren wegen eines Vergleichs. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Berufskammern und Verbände dürfen ihren Mitgliedern keine verbindlichen Preistabellen vorgeben.

Bezug zu Schulung und Awareness

Honorar- und Preisempfehlungen von Berufskammern

Behörde / Gericht
Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
Rechtsgrundlage
Lei nº 12.529/2011; Art. 38 und 39 (Nebenanordnungen)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Gesundheitswesen
Veröffentlicht
10.04.2025

Originalbetrag 3.103.583,65 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.04.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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23.01.2025 Associação da Irmandade da Santa Casa de Misericórdia de PacaembuSanta Casa de Pacaembu: 47,4 Mio. BRL wegen Betrugs bei Krankenhausverträgen BrasilienKorruption und Bestechung 7,65 Mio. €

Die Controladoria-Geral da União (CGU) verhängte gegen die Associação da Irmandade da Santa Casa de Misericórdia de Pacaembu, einen als Organização Social im Gesundheitswesen tätigen Trägerverein, eine Geldbuße von 47.391.386,87 BRL, die außerordentliche Veröffentlichung der Entscheidung und eine Erklärung der Vergabeunwürdigkeit. Nach dem Abschlussbericht manipulierte der Verein das Auswahlverfahren für die Leitung des Feldlazaretts Hangar in Belém (Pará), betrog bei der Ausführung des Managementvertrags für ein Regionalkrankenhaus in Belém und setzte vorgeschobene natürliche und juristische Personen ein, um seine wirklichen Interessen zu verschleiern.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch Vereine, die im Auftrag des Staates Krankenhäuser führen, haften nach dem Antikorruptionsgesetz, und ihre Leitungspersonen können persönlich einbezogen werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Integrität bei Auswahlverfahren und Managementverträgen im Gesundheitswesen

Behörde / Gericht
Controladoria-Geral da União (CGU)
Rechtsgebiet
Korruption und Bestechung
Rechtsgrundlage
Lei nº 12.846/2013, Art. 5 III und IV b und d, Art. 6, Art. 14; Lei nº 8.666/1993, Art. 87 IV und Art. 88 II und III
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Gesundheitswesen
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
28.01.2025

Originalbetrag 47.391.386,87 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.01.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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09.01.2024 ein brasilianisches GesundheitsdienstleistungsunternehmenGesundheitsdienstleister: 21,7 Mio. BRL und Vergabesperre wegen Arzneimittelaufträgen BrasilienKorruption und Bestechunganonymisiert 4,06 Mio. €

Die Controladoria-Geral da União (CGU) verhängte gegen einen Gesundheitsdienstleister eine Geldbuße von 21.697.740,49 BRL, die außerordentliche Veröffentlichung der Entscheidung und eine Erklärung der Vergabeunwürdigkeit. Nach dem Abschlussbericht hatte das Unternehmen in Vergaben des Gesundheitsministeriums für Arzneimittel gegen seltene Krankheiten (Aldurazyme, Myozyme, Fabrazyme) Angebote abgegeben, ohne zum Vertrieb dieser Mittel berechtigt zu sein, vereinbarte Mengen nicht fristgerecht geliefert und sich Vorauszahlungen zum Nachteil der Staatskasse angeeignet. Den Antrag auf Überprüfung wies die CGU am 15.06.2025 zurück.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

In öffentlichen Vergaben dürfen nur Leistungen angeboten werden, die das Unternehmen rechtlich und tatsächlich erbringen kann.

Bezug zu Schulung und Awareness

Angebotsabgabe und Vertragserfüllung bei öffentlichen Aufträgen

Behörde / Gericht
Controladoria-Geral da União (CGU)
Rechtsgebiet
Korruption und Bestechung
Rechtsgrundlage
Lei nº 12.846/2013, Art. 5 IV b und d, Art. 6; Lei nº 8.666/1993, Art. 87 IV und Art. 88 II und III
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Gesundheitswesen
Veröffentlicht
12.01.2024

Originalbetrag 21.697.740,49 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.01.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 09.01.2026 · Direktlink

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16.08.2023 eine brasilianische Berufskammer der ZahnärzteCADE büßt brasilianische Zahnärztekammer wegen Verbots von Rabattkarten BrasilienKartelle und Absprachenanonymisiert 138.680 €

Der CADE-Tribunal verurteilte die Bundeskammer der Zahnärzte einstimmig zu einer Geldbuße von 752.700 BRL, weil ihre Vorgaben (Resolution Nr. 118/2012) Zahnärzten das Gewähren von Rabatten und die Annahme von Rabattkarten untersagten. Die Kammer muss die Resolution binnen 180 Tagen ändern, darauf gestützte Disziplinarverfahren binnen 90 Tagen einstellen und die Entscheidung 90 Tage lang auf ihrer Website bekannt machen; bei Nichtbefolgung drohen 10.000 BRL pro Tag und Verstoß. Das Verfahren gegen einen Regionalrat wurde wegen eines Vergleichs (TCC) ausgesetzt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch Berufskammern und Verbände unterliegen dem Kartellrecht, wenn ihre Standesregeln den Preiswettbewerb ihrer Mitglieder beschränken.

Bezug zu Schulung und Awareness

Kartellrechtliche Grenzen für Berufs- und Standesregeln

Behörde / Gericht
Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
Rechtsgrundlage
Lei nº 12.529/2011 (Lei de Defesa da Concorrência), Nebenanordnungen nach Art. 38 und 39
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Gesundheitswesen
Veröffentlicht
16.08.2023

Originalbetrag 752.700 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.08.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.08.2025 · Direktlink

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