Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

9Fälle aus 1 Jurisdiktion
35,9 Mio. €Summe der Geldbeträge
27,4 Mio. €Größter Einzelfall: Vifor Pharma UK Limited u. a. (CSL-Konzern)
460.564 €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Competition and Markets Authority (CMA) 29,2 Mio. € 81 % · 2 Fälle
  2. Health and Safety Executive (Southwark Crown Court) 4,37 Mio. € 12 % · 1 Fall
  3. Plymouth Crown Court (Anklage: Environment Agency) 895.685 € 2 % · 1 Fall
  4. Health and Safety Executive (Leeds Magistrates' Court) 460.564 € 1 % · 1 Fall
  5. Health and Safety Executive (Kirkcaldy Sheriff Court) 312.098 € 1 % · 1 Fall
  6. Warrington Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive) 230.867 € 1 % · 1 Fall
  7. Kirkcaldy Sheriff Court (Ermittlungen: Scottish Environment Protection Agency, SEPA) 200.913 € 1 % · 1 Fall
  8. HM Treasury, Office of Financial Sanctions Implementation (OFSI) 176.590 € 0 % · 1 Fall

Wofür?

nach Rechtsgebiet

Alle Rechtsgebiete

  1. Kartellrecht und Wettbewerb 29,2 Mio. € 81 % · 2 Fälle
  2. Arbeitsschutz und Arbeitsrecht 5,37 Mio. € 15 % · 4 Fälle
  3. Umwelt und Nachhaltigkeit 1,1 Mio. € 3 % · 2 Fälle
  4. Sanktionen und Exportkontrolle 176.590 € 0 % · 1 Fall

Wen?

nach Unternehmen
  1. Vifor Pharma UK Limited u. a. (CSL-Konzern) 27,4 Mio. € 76 % · 1 Fall
  2. Industrial Chemicals Limited 4,37 Mio. € 12 % · 1 Fall
  3. Viatris Inc. 1,8 Mio. € 5 % · 1 Fall
  4. Anonymisierte Unternehmen 895.685 € 2 % · 1 Fall
  5. ExxonMobil Chemical Limited 513.011 € 1 % · 2 Fälle
  6. Syngenta Ltd 460.564 € 1 % · 1 Fall
  7. Futamura Chemical UK Ltd 230.867 € 1 % · 1 Fall
  8. Colorcon Limited 176.590 € 0 % · 1 Fall

Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
20231895.685 €
202411,8 Mio. €
2025327,8 Mio. €
202645,37 Mio. €

9 Fälle

25.08.2026 ExxonMobil Chemical LimitedExxonMobil Chemical: 267.000 GBP für fünf Kohlenwasserstoff-Lecks im Ethylenwerk Fife Vereinigtes KönigreichArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 312.098 €

Zwischen Februar 2018 und September 2019 traten im Störfallbetrieb (COMAH Upper Tier) Mossmorran fünf Lecks hochentzündlicher Kohlenwasserstoffe auf, alle verursacht durch Korrosion unter Isolierung; bei einem Leck entwichen rund 82 Tonnen. Bei einer Routinekontrolle im Mai 2019 rochen HSE-Inspektoren austretendes Gas – das Unternehmen kannte dieses Leck seit rund vier Monaten und hatte ohne zusätzliche Vorkehrungen weiterproduziert. Die Inspektionsregelungen für isolierte Rohrleitungen waren unzureichend; Strafe 267.000 GBP.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wiederkehrende Schadensbilder müssen das Prüfkonzept ändern – Sichtprüfungen vom Boden reichen bei isolierten Leitungen nicht.

Behörde / Gericht
Health and Safety Executive (Kirkcaldy Sheriff Court)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998, reg. 6(2); Health and Safety at Work etc. Act 1974, s. 33(1)(c)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
26.08.2026

Originalbetrag 267.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.08.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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21.04.2026 Industrial Chemicals LimitedIndustrial Chemicals: 3,8 Mio. GBP nach Verätzungen mit Natronlauge – ein Bein amputiert Vereinigtes KönigreichArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 4,37 Mio. €

2019 trat ein Beschäftigter in eine Pfütze Natronlauge; seine Sicherheitsschuhe schützten nicht, das Bein musste unterhalb des Knies amputiert werden. 2022 erlitt ein weiterer Arbeiter beim manuellen Umfüllen Verätzungen. HSE fand undichte Leitungen und Ventile, fehlende Wartung, keine Gefährdungsbeurteilung für das Umfüllen und ungeprüfte Schutzschuhe; Strafe 3,8 Mio. GBP plus 124.748 GBP Kosten. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 hatte das Unternehmen rund 469 Beschäftigte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Gefahrstoffleckagen sind kein Normalzustand – Instandhaltung, Verschüttungsmanagement und geprüfte Schutzausrüstung gehören zusammen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Umgang mit ätzenden Gefahrstoffen und PSA

Behörde / Gericht
Health and Safety Executive (Southwark Crown Court)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Control of Substances Hazardous to Health Regulations 2002, reg. 7(1)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
250 bis 999
Veröffentlicht
24.04.2026

Originalbetrag 3.800.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 21.04.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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28.01.2026 Syngenta LtdSyngenta: 400.000 GBP nach unkontrolliertem Hochdruck-Dampfaustritt bei Wartungsarbeiten Vereinigtes KönigreichArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 460.564 €

Beim Abtrennen von Flanschschrauben an einem Kondensatableiter versagte im November 2023 ein korrodiertes Absperrventil, und Hochdruckdampf trat aus; der Fremdfirmen-Monteur entkam knapp schweren Verletzungen. Der Agrochemiekonzern hatte Arbeitsmittel nicht instand gehalten und die Gefährdung trotz bekannter Korrosion nicht beurteilt (nur Einfach- statt Doppelabsperrung). Strafe 400.000 GBP plus 8.288 GBP Kosten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Bekannte Korrosion verlangt sicherere Freischaltverfahren – Routinetätigkeiten dürfen Risiken nicht verdecken.

Bezug zu Schulung und Awareness

Freischalten und Absperren bei Instandhaltung

Behörde / Gericht
Health and Safety Executive (Leeds Magistrates' Court)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998, reg. 5(1); Management of Health and Safety at Work Regulations 1999, reg. 3(1)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
28.01.2026

Originalbetrag 400.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.01.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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06.01.2026 Futamura Chemical UK LtdSchwefelwasserstoff im Abwassersystem: Folienhersteller zahlt 200.000 £ nach Todesfall Vereinigtes KönigreichArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 230.867 €

Im Werk Wigton brach ein Beschäftigter 2021 in einem Pumpenraum nach Gaseinwirkung zusammen und starb; ein Lieferfahrer, der helfen wollte, verlor ebenfalls das Bewusstsein. Laut Untersuchung hatte der Zellglasfolien-Hersteller nicht beurteilt, dass Schwefelwasserstoff aus dem Produktionsprozess ins Entwässerungssystem gelangen und dort austreten konnte; Geldstrafe 200.000 £ plus 20.000 £ Kosten. Laut Jahresabschluss 2025 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 283 Beschäftigte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Gefährdungsbeurteilungen für Gefahrstoffe müssen alle Ausbreitungswege erfassen – auch Abwasser- und Entwässerungssysteme.

Behörde / Gericht
Warrington Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Section 2(1) und 3(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
250 bis 999
Veröffentlicht
08.01.2026

Originalbetrag 200.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.01.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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28.10.2025 ExxonMobil Chemical LimitedExxonMobil Chemical: 176.000 GBP Strafe für sechs Tage Dauerabfackeln in Fife Vereinigtes KönigreichEmissionen und Genehmigungen 200.913 €

Nach einem Dampfverlust im April 2019 fackelte die Ethylenanlage in Fife fast eine Woche lang ab; der Rauch überschritt die Genehmigungsgrenzen deutlich, SEPA erhielt über 900 Beschwerden. Vorhandene Verfahren und Notfallpläne hätten den Vorfall verhindern sollen, wurden aber nicht ausreichend befolgt. Das Unternehmen bekannte sich schuldig und wurde zu 176.000 GBP verurteilt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Notfallpläne schützen nur, wenn das Personal sie im Ernstfall konsequent anwendet – regelmäßiges Üben gehört zur Genehmigungstreue.

Bezug zu Schulung und Awareness

Einhaltung von Betriebs- und Notfallverfahren in Industrieanlagen

Behörde / Gericht
Kirkcaldy Sheriff Court (Ermittlungen: Scottish Environment Protection Agency, SEPA)
Rechtsgebiet
Umwelt und Nachhaltigkeit · Emissionen und Genehmigungen
Rechtsgrundlage
Regulation 67(1)(b) Pollution Prevention and Control (Scotland) Regulations 2012; Section 2 Pollution Prevention and Control Act 1999
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
fahrlässig
Veröffentlicht
28.10.2025

Originalbetrag 176.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.10.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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10.09.2025 Colorcon LimitedPharmazulieferer Colorcon zahlte Moskauer Gehälter über sanktionierte Banken Vereinigtes KönigreichVerstöße gegen Sanktionen und Embargos 176.590 €

Das Moskauer Büro der britischen Tochter leistete 2022 Zahlungen – vor allem Gehälter – an Konten bei Alfa-Bank, Promsvyazbank, Sberbank und VTB; nach Abzug der durch eine Generallizenz gedeckten Zahlungen verblieben rund 128.300 GBP im Verstoß. Die Freigabe in Großbritannien prüfte nur Betrag und Empfänger, nicht die Bank; wegen vier Monaten Verzögerung bei der Meldung gab es nur 35 % statt 50 % Nachlass. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen rund 280 Beschäftigte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Zahlungen freigibt, muss auch die Empfängerbank gegen Sanktionslisten prüfen – und entdeckte Verstöße ohne Verzögerung melden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Zahlungsfreigabe mit Prüfung der Empfängerbank, zügige Meldung

Behörde / Gericht
HM Treasury, Office of Financial Sanctions Implementation (OFSI)
Rechtsgebiet
Sanktionen und Exportkontrolle · Verstöße gegen Sanktionen und Embargos
Rechtsgrundlage
Russia (Sanctions) (EU Exit) Regulations 2019, reg. 12
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
250 bis 999
Mildernde Umstände
Offenlegung und volle Kooperation, jedoch verspätet
Veröffentlicht
30.09.2025

Originalbetrag 152.750 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.09.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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23.05.2025 Vifor Pharma UK Limited u. a. (CSL-Konzern)CMA: Vifor zahlt 23 Mio. GBP an den NHS nach Verdacht auf Herabsetzung eines Konkurrenten Vereinigtes KönigreichMissbrauch von Marktmacht 27,4 Mio. €

Die CMA hatte untersucht, ob Vifor zwischen 2010 und 2024 eine vermutete beherrschende Stellung bei hochdosierten intravenösen Eisenpräparaten missbraucht hatte, indem es potenziell irreführende Aussagen über die Sicherheit des Konkurrenzprodukts Monofer im Vergleich zum eigenen Ferinject verbreitete. Sie nahm verbindliche Zusagen an: eine freiwillige Zahlung von 23 Mio. GBP an den NHS, eine Richtigstellungskampagne gegenüber Fachkreisen und zusätzliche Compliance-Maßnahmen; ein Verstoß wurde nicht festgestellt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Aussagen über die Sicherheit von Konkurrenzprodukten gegenüber Fachkreisen müssen belegt und ausgewogen sein – Herabsetzung kann als Missbrauch von Marktmacht verfolgt werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Aussagen über Konkurrenzprodukte im Pharmamarketing

Behörde / Gericht
Competition and Markets Authority (CMA)
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
Rechtsgrundlage
Chapter II prohibition, section 18(1) Competition Act 1998 (Verdacht); Verpflichtungszusagen nach section 31A Competition Act 1998
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Veröffentlicht
23.05.2025

Originalbetrag 23.000.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.05.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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22.11.2024 Viatris Inc.Viatris: 1,5 Mio. GBP – Schlüsselpersonal trotz Stillhalteanordnung ausgetauscht Vereinigtes KönigreichFusionskontrolle 1,8 Mio. €

Während der Prüfung des Verkaufs der europäischen Rechte an den Hormonpräparaten Duphaston und Femoston an Theramex galt eine Initial Enforcement Order. Viatris tauschte ohne Zustimmung der CMA Mitglieder des britischen Managements aus und meldete den Verstoß anschließend nicht; die CMA verhängte 1,5 Mio. GBP.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Während einer Fusionsprüfung sind auch Personalentscheidungen im Zielgeschäft zustimmungspflichtig – und Verstöße müssen sofort gemeldet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Stillhalte- und Interimspflichten in Fusionsverfahren (Management, HR)

Behörde / Gericht
Competition and Markets Authority (CMA)
Rechtsgebiet
Kartellrecht und Wettbewerb · Fusionskontrolle
Rechtsgrundlage
Enterprise Act 2002, s. 72(2) (Initial Enforcement Order), s. 94A
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
10.000 und mehr

Originalbetrag 1.500.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.11.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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Anonym: Wir speichern nur Ihren Text, keine Kontaktdaten und keine IP-Adresse.

16.01.2023 ein britischer FarbenherstellerFarbenhersteller: 650.000 GBP Strafe nach TBT-Eintrag in Naturschutz-Ästuar Vereinigtes KönigreichAbfall und Gefahrstoffeanonymisiert 895.685 €

Aus einem Tank der Farbtestanlage des Unternehmens gelangten 2015/2016 Sedimente mit dem verbotenen Antifouling-Wirkstoff Tributylzinn (TBT) sowie Kupfer, Quecksilber und Arsen in ein geschütztes Ästuar; eine Probe überschritt den sicheren TBT-Wert um das 80.000-Fache. Die Tochter eines Farbenkonzerns wurde zu 650.000 GBP Strafe und 144.992 GBP Kosten verurteilt; sie hatte die Vorwürfe bis zum Schluss bestritten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Altstandorte mit gefährlichen Stoffen brauchen dichte Rückhaltesysteme und Abfallpflichten gelten auch für Rückstände aus Testanlagen.

Behörde / Gericht
Plymouth Crown Court (Anklage: Environment Agency)
Rechtsgebiet
Umwelt und Nachhaltigkeit · Abfall und Gefahrstoffe
Rechtsgrundlage
Regulations 12(1)(b) und 38(1) Environmental Permitting (England and Wales) Regulations 2010; Sections 34(1)(b) und 34(6) Environmental Protection Act 1990
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Chemie und Pharma
Beschäftigte
250 bis 999
Veröffentlicht
16.01.2023

Originalbetrag 794.992 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.01.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.01.2025 · Direktlink

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