Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
Wofür?
nach Unterthema- ohne Unterthema 2,18 Mrd. € 94 % · 31 Fälle
- Irreführende Werbung und Preisangaben 134,5 Mio. € 6 % · 13 Fälle
- Informationspflichten im Onlinehandel 9 Mio. € 0 % · 3 Fälle
Wen?
nach Unternehmen- Anonymisierte Unternehmen 1,91 Mrd. € 82 % · 22 Fälle
- Union Standard International Group Pty Ltd; Maxi EFX Global AU Pty Ltd (EuropeFX); BrightAU Capital Pty Ltd (TradeFred) 182,1 Mio. € 8 % · 1 Fall
- FleetCor Technologies Inc. (heute Corpay Inc.) 87,1 Mio. € 4 % · 1 Fall
- Block, Inc. (Cash App) 53,5 Mio. € 2 % · 1 Fall
- Goldman Sachs Bank USA 41,8 Mio. € 2 % · 1 Fall
- Equifax Inc. und Equifax Information Services LLC 14,6 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Revolut Group Holdings Ltd, Revolut Bank UAB, Revolut Securities Europe UAB 11,5 Mio. € 0 % · 1 Fall
- Allianz Australia Insurance Limited; AWP Australia Pty Ltd 10 Mio. € 0 % · 1 Fall
- Volkswagen Financial Services (UK) Limited 6,48 Mio. € 0 % · 1 Fall
- Avida Finans AB 1,82 Mio. € 0 % · 1 Fall
- 16 weitere4,97 Mio. €
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 5 | 1,76 Mrd. € |
| 2023 | 8 | 118,5 Mio. € |
| 2024 | 14 | 75,7 Mio. € |
| 2025 | 15 | 83,8 Mio. € |
| 2026 | 5 | 280,7 Mio. € |
47 Fälle
17.09.2026 FleetCor Technologies Inc. (heute Corpay Inc.)FleetCor/Corpay zahlt 100 Mio. USD wegen versteckter Gebühren bei Tankkarten 87,1 Mio. €
Ein Bundesgericht stellte 2023 per Summary Judgment fest, dass der Tankkartenanbieter seinen überwiegend kleinen Geschäftskunden versteckte oder nicht genehmigte Gebühren berechnet und Einsparungen falsch dargestellt hatte; ein Berufungsgericht bestätigte dies 2026. Laut FTC summierten sich die Gebühren auf Hunderte Millionen Dollar, zudem wurden Verzugsgebühren trotz pünktlicher Zahlung verlangt. Im Vergleich zur Beilegung des Verwaltungsverfahrens zahlen FleetCor und eine weitere Vergleichspartei gemeinsam 100 Mio. USD für Rückerstattungen; die Anordnung ist noch nicht endgültig.
Gebühren, die hinter Links oder in Kontounterlagen versteckt werden, gelten als nicht offengelegt – auch gegenüber Geschäftskunden.
- Behörde / Gericht
- Federal Trade Commission (FTC)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- Section 5 FTC Act
- Maßnahme
- Gewinnabschöpfung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 17.09.2026
Originalbetrag 100.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.09.2026.
- FleetCor Agrees to Pay $100 Million to Resolve Administrative Action After Federal Court Finds It Violated the FTC Act Pressemitteilung einer Behörde
- FTC Case: Fleetcor Technologies, In the Matter of (Docket 9403) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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27.07.2026 Equity for Growth (Securities) Limited (in liquidation)FCA: Öffentliche Rüge für Equity for Growth (Securities) wegen irreführender Minibond-Werbung Verwarnung
Die FCA sprach gegenüber der Corporate-Finance-Firma Equity for Growth (Securities) Limited eine öffentliche Rüge aus. Nach den Feststellungen der FCA hatte die Firma zwischen Januar 2018 und August 2019 sieben Informationsmemoranden für vier nicht regulierte Minibond-Emittenten als Finanzwerbung freigegeben. Diese Unterlagen verschwiegen nach Auffassung der FCA wesentliche Angaben, etwa zu Höhe und Spanne der Provisionen, so dass Anleger das Risiko nicht zutreffend einschätzen konnten. Weil die Firma auf Antrag der FCA im März 2026 gerichtlich abgewickelt wurde, verzichtete die FCA auf eine Geldbuße; ohne die Abwicklung hätte sie nach eigener Angabe 386.467 Pfund betragen (inklusive Gewinnabschöpfung).
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- COBS 4.2.1(1)R; section 205 FSMA 2000 (Public Censure)
- Maßnahme
- Verwarnung
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- FCA Final Notice: Equity for Growth (Securities) Limited (27 July 2026) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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11.06.2026 Union Standard International Group Pty Ltd; Maxi EFX Global AU Pty Ltd (EuropeFX); BrightAU Capital Pty Ltd (TradeFred)Union Standard und zwei CFD-Vermittler: Rekordstrafen von 300,2 Mio. AUD 182,1 Mio. €
Die inzwischen zusammengebrochene CFD-Emittentin Union Standard und ihre beiden bevollmächtigten Vertreter EuropeFX und TradeFred drängten zwischen 2018 und 2020 unerfahrene und verletzliche Kunden mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Handel mit riskanten Differenzkontrakten; die Kunden verloren über 83 Mio. AUD, während die Vertreter in den meisten Fällen an diesen Verlusten verdienten. Das Gericht verhängte 156,7 Mio. AUD gegen Union Standard, 114,1 Mio. AUD gegen EuropeFX und 29,4 Mio. AUD gegen TradeFred, dazu gegen EuropeFX ein dauerhaftes Tätigkeitsverbot und die Pflicht zur Rückzahlung der Nettoeinzahlungen. Erstmals wurde ein Lizenzinhaber auch dafür bestraft, dass er CFDs an Kunden in China vertrieb, obwohl er deren Rechtsrisiko kannte oder hätte kennen müssen.
Lizenzinhaber können die Verantwortung für den Vertrieb durch bevollmächtigte Vertreter nicht auslagern und müssen deren Verkaufspraktiken aktiv überwachen.
Verantwortung von Lizenzinhabern für bevollmächtigte Vertreter und Vertrieb komplexer Hebelprodukte an Privatkunden
- Behörde / Gericht
- Federal Court of Australia (auf Antrag der Australian Securities and Investments Commission, ASIC)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- ASIC Act 2001 (Cth): Verbot von unconscionable conduct und irreführenden Angaben; Corporations Act 2001 (Cth): Pflicht des Lizenzinhabers zu effizienter, ehrlicher und fairer Leistungserbringung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 12.06.2026
Originalbetrag 300.200.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.06.2026.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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23.03.2026 Revolut Group Holdings Ltd, Revolut Bank UAB, Revolut Securities Europe UABAGCM: 11,5 Mio. Euro gegen Revolut wegen irreführender Anlage-, Konto- und IBAN-Angaben 11,5 Mio. €
Die AGCM beanstandete drei unlautere Geschäftspraktiken von Revolut: unklare Hinweise, dass Anleger teils nur Aktienbruchteile erwerben, sowie irreführende Werbung mit „0 % Provision“; unklare Informationen über Kontosperrungen und deren aggressive Durchführung ohne angemessene Vorwarnung und Unterstützung; fehlende Angaben zu Voraussetzungen und Dauer für den Erhalt einer italienischen IBAN. Verhängt wurden 5.000.000 Euro gegen Revolut Group Holdings Ltd und Revolut Securities Europe UAB sowie 5.000.000 und 1.500.000 Euro gegen Revolut Group Holdings Ltd und Revolut Bank UAB, jeweils gesamtschuldnerisch, zusammen 11.500.000 Euro.
Kontosperrungen brauchen transparente Kriterien, rechtzeitige Information und einen erreichbaren Klärungsweg, und „0 % Provision“ darf nicht beworben werden, wenn andere Kosten anfallen.
Transparenz bei Anlageprodukten, Gebührenwerbung und Kontosperrungen
- Behörde / Gericht
- Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- Art. 20, 21, 22, 24, 25 Codice del consumo (D.lgs. 206/2005)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Bei der IBAN-Praxis berücksichtigte die AGCM Maßnahmen, die Revolut während des Verfahrens aus eigenem Antrieb ergriffen hatte.
- Veröffentlicht
- 02.04.2026
- AGCM, Provvedimento PS12974 (Adunanza 23.03.2026) Entscheidung einer Behörde
- AGCM, Comunicato stampa 02.04.2026: PS12974 – Sanzione di oltre 11 milioni di euro a Revolut Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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20.03.2026 Conclusive Financial Limited (auch „PCP Refunds“)FCA ordnet Löschung irreführender Werbung für Kfz-Finanzierungsansprüche bei Conclusive an Anordnung
Die FCA wies das Schadensregulierungsunternehmen Conclusive Financial Limited, das auch als „PCP Refunds“ auftritt, mit sofortiger Wirkung an, Werbung für Entschädigungsansprüche aus Kfz-Finanzierungen zu entfernen und gleichartige Werbung künftig zu unterlassen. Die Anzeigen nutzten ohne Erlaubnis bearbeitete Videoausschnitte des Gründers eines bekannten Verbraucherfinanzportals sowie das FCA-Logo, stellten den Zulassungsstatus als Qualitätsmerkmal heraus, nannten ohne Beleg eine durchschnittliche Erstattung von 1.846 GBP und erklärten beim Angebot „No Win, No Fee“ die anfallenden Gebühren nicht ausreichend.
Finanzwerbung darf weder mit Prominenten oder Behördenlogos Vertrauen erzeugen noch unbelegte Durchschnittsbeträge versprechen.
Rechtskonforme Werbung in sozialen Medien; keine Nutzung von Prominenten oder Behördenlogos
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- s. 137S FSMA 2000; CMCOB 3.2.1R, 3.2.7R und 3.2.9R
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 14.04.2026
- FCA First Supervisory Notice to Conclusive Financial Limited, 20 March 2026 Entscheidung einer Behörde
- FCA press release on misleading claims management adverts (14 April 2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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09.12.2025 Bank Nagelmackers NVBank Nagelmackers: 60.000 EUR für ungenehmigte Fondswerbung in Interviewform 60.000 €
Bank Nagelmackers veröffentlichte im Dezember 2024 als bezahlten Partnerinhalt in einer Zeitschrift ein Interview über einen Teilfonds ihrer SICAV, ohne es als Werbung zu kennzeichnen und ohne es vorab der FSMA zur Genehmigung vorzulegen. Es fehlten Verweise auf Prospekt, Basisinformationsblatt und Anlegerrechte, die wichtigsten Risiken und die Kosten, und die Vorteile wurden hervorgehoben, ohne die Risiken ebenso deutlich darzustellen. Im Vergleich zahlt die Bank 60.000 EUR.
Bezahlte Interviews oder Partnerinhalte zu Fonds sind Werbung und brauchen Kennzeichnung, Pflichtangaben und in Belgien die vorherige Genehmigung der FSMA.
Werbung für Finanzprodukte: Kennzeichnung bezahlter Partnerinhalte und Pflichtangaben
- Behörde / Gericht
- Autoriteit voor Financiële Diensten en Markten / Autorité des services et marchés financiers (FSMA) – Directiecomité (minnelijke schikking)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- Art. 60 § 3 und Art. 64 Gesetz vom 3. August 2012 über Organismen für gemeinsame Anlagen; Art. 35–43 KE vom 12. November 2012; Art. 4 Verordnung (EU) 2019/1156; Art. 71 § 3 Gesetz vom 2. August 2002
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Online-Version rund zehn Tage nach Erscheinen entfernt, Freigabeprozess mit systematischer Doppelkontrolle verschärft; die Zeichnungen stiegen danach nicht.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Direktlink
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28.11.2025 Westpac New Zealand LimitedWestpac NZ: 3,64 Mio. NZD wegen Verstößen gegen verantwortliche Kreditvergabe 1,8 Mio. €
Die Bank hatte keine ausreichenden Systeme, um Kreditnehmern und teils Bürgen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zu ihren Darlehen zu geben, und gewährte vereinbarte Zinsnachlässe auf Hypothekenkredite teilweise nicht; betroffen waren bis zu 11.398 Kreditnehmer und bis zu 3.012 Bürgen. Nach einem Vergleich mit der Commerce Commission stellte der High Court Verstöße gegen die Grundsätze verantwortlicher Kreditvergabe (s 9C CCCFA) fest und verhängte eine mutmaßliche zivilrechtliche Geldstrafe von 3,64 Mio. NZD, laut Kommission die bisher höchste nach dem CCCFA. Westpac hatte den Sachverhalt selbst gemeldet und Betroffenen 2,67 Mio. NZD erstattet.
Kreditgeber müssen in Systeme und Kontrollen investieren, die Pflichtinformationen und zugesagte Konditionen verlässlich umsetzen; eine Selbstmeldung schützt nicht vor einer hohen Strafe.
Pflichtinformationen bei Krediten und Umsetzung zugesagter Konditionen
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- High Court (Klage: Commerce Commission)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Informationspflichten im Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Credit Contracts and Consumer Finance Act 2003, ss 9C(1), 9C(2)(a)(ii), 9C(2)(a)(iii)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Selbstmeldung, Eingeständnis der Verstöße schon vor Klageerhebung und Erstattung von 2,67 Mio. NZD an Betroffene.
- Veröffentlicht
- 28.11.2025
Originalbetrag 3.640.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.11.2025.
- Commerce Commission: Westpac NZ penalised $3.64 million for not being a responsible lender (28.11.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Commerce Commission, Case register: Westpac New Zealand Limited (PRJ0048364) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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19.11.2025 Genertel S.p.A.IVASS: 533.000 EUR gegen Genertel wegen verspäteter Kfz-Schadenregulierung 533.000 €
IVASS verhängte gegen die Genertel S.p.A. eine Geldbuße von 533.000 EUR nach Art. 310 Abs. 1 CAP. In 198 Kfz-Haftpflichtschäden hatte der Versicherer zwischen dem 01.09.2023 und dem 29.02.2024 die gesetzlichen Fristen für ein Entschädigungsangebot an Geschädigte oder für die Begründung einer Ablehnung nicht eingehalten. Laut IVASS-Statistik war dies die höchste Einzelgeldbuße des Jahres 2025.
Gesetzliche Regulierungsfristen gelten für jeden einzelnen Schaden; wer sie in großer Zahl verpasst, muss mit einer empfindlichen Geldbuße rechnen.
Fristen in der Schadenregulierung
- Behörde / Gericht
- IVASS (Istituto per la Vigilanza sulle Assicurazioni)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 141, 148, 149, 150 und 310 Abs. 1 D.Lgs. 209/2005 (CAP); Art. 8 D.P.R. 254/2006
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 31.12.2025
- IVASS – Bollettino di Vigilanza n. 11/2025, Appendice: Provvedimenti sanzionatori (Prot. n. 236365/25 del 19 novembre 2025) Entscheidung einer Behörde
- IVASS – Statistiche sulle sanzioni 2025, Tav. 7: prime 5 sanzioni pecuniarie Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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11.11.2025 Avida Finans ABAvida Finans: 20 Mio. SEK für Kredite an Verbraucher ohne Rückzahlungsfähigkeit 1,82 Mio. €
Die Finanzaufsicht prüfte Konsumkredite, die der Kreditgeber in vier Wochen im Sommer 2024 vergeben hatte, und fand mindestens rund 30 Fälle, in denen Verbraucher ohne Rückzahlungsfähigkeit Kredite erhielten. FI erteilte eine Anmerkung und verhängte 20 Mio. SEK.
Kreditprüfungen müssen auch unter Absatzdruck konsequent durchgeführt und stichprobenartig intern kontrolliert werden.
Kreditwürdigkeitsprüfung im Vertrieb
- Behörde / Gericht
- Finansinspektionen (FI)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Konsumentkreditlagen (2010:1846), Kreditprüfung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 11.11.2025
Originalbetrag 20.000.000 SEK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.11.2025.
- Avida Finans får en anmärkning och en sanktionsavgift för bristande kreditprövningar (11.11.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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14.10.2025 AS Inbank FinanceAnordnung gegen Inbank Finance wegen Mängeln bei der Kreditwürdigkeitsprüfung Anordnung
Bei einer Prüfung stellte die Finanzaufsicht fest, dass die internen Regeln von Inbank Finance zur Kreditwürdigkeitsprüfung von Verbrauchern nicht vollständig dem Gesetz entsprachen und die Prüfung selbst Mängel aufwies. Sie verpflichtete das Unternehmen per Anordnung, die Mängel bis Mitte Dezember zu beheben. Datum = Veröffentlichung.
Kreditwürdigkeitsprüfungen müssen dokumentiert, regelbasiert und im Tagesgeschäft tatsächlich gelebt werden.
Verantwortungsvolle Kreditvergabe im Vertrieb
- Behörde / Gericht
- Finantsinspektsioon (Estnische Finanzaufsicht)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Gesetz über Kreditgeber und -vermittler (KAVS), verantwortungsvolle Kreditvergabe
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 14.10.2025
- Finantsinspektsioon tegi AS-ile Inbank Finance ettekirjutuse (14.10.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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04.09.2025 UniCredit Bank Czech Republic and Slovakia, a.s.ČNB: 6 Mio. CZK gegen UniCredit Bank wegen falscher Wechselkurse bei Kartenzahlungen 245.379 €
Per Strafbefehl verhängte die ČNB gegen die UniCredit Bank Czech Republic and Slovakia eine Geldbuße von 6.000.000 CZK wegen Verletzung der fachlichen Sorgfalt nach dem Bankengesetz. Die Bank rechnete 2023 und 2024 Fremdwährungs-Kartenzahlungen entgegen ihren eigenen Kartenbedingungen mit dem für Kunden ungünstigeren bankeigenen Kurs statt des VISA-Kurses ab, betroffen waren 75.712 Transaktionen von 9.467 Kunden sowie 16.896 Transaktionen von 2.271 Kunden. Die Entschädigung der Kunden begann erst rund zehn bis elf Monate später.
Eine Kundenbeschwerde über falsche Abrechnung ist ein Frühwarnsignal; wer den Systemfehler monatelang nicht behebt und nicht entschädigt, riskiert die Sanktion.
Umgang mit Kundenbeschwerden und schnelle Behebung von Systemfehlern
- Behörde / Gericht
- Česká národní banka (ČNB)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- § 12 Abs. 3, § 36e Abs. 1 lit. o und Abs. 6 lit. c Zákon č. 21/1992 Sb. (Bankengesetz)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Originalbetrag 6.000.000 CZK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.09.2025.
- ČNB – Pravomocná rozhodnutí, Detail S-Sp-2024/00349/CNB/581 Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- Příkaz ČNB ze dne 4. 9. 2025, č. j. 2025/105205/CNB/580, sp. zn. S-Sp-2024/00349/CNB/581 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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06.08.2025 Finanzierungsgesellschaft (anonymisiert)CBUAE: 600.000 AED gegen Finanzierungsgesellschaft wegen Verbraucherschutzverstößen 140.793 €
Die Central Bank of the UAE (CBUAE) verhängte gegen eine nicht genannte Finanzierungsgesellschaft eine Geldbuße von 600.000 AED nach Art. 137 des Zentralbankgesetzes (Decretal Federal Law No. 14 of 2018). Prüfungen hatten ergeben, dass das Unternehmen die Market Conduct and Consumer Protection Regulations and Standards der Zentralbank nicht eingehalten hatte.
Verbraucherschutzregeln im Finanzsektor werden eigenständig geprüft und sanktioniert – nicht nur Geldwäsche-Pflichten.
Marktverhalten und Verbraucherschutz bei Finanzierungsgesellschaften
- Behörde / Gericht
- Central Bank of the UAE (CBUAE)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 137 Decretal Federal Law No. (14) of 2018; CBUAE Market Conduct and Consumer Protection Regulations and Standards
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 06.08.2025
Originalbetrag 600.000 AED, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.08.2025.
- CBUAE: CBUAE Imposes a Financial Sanction on a Finance Company (Pressemitteilung, PDF, 06.08.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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11.06.2025 Svea Finance AS200.000 Euro Bußgeld gegen Svea Finance wegen mangelhafter Kreditwürdigkeitsprüfung 200.000 €
Zwischen Dezember 2023 und Februar 2024 entsprachen die internen Regeln von Svea Finance zur Verbraucherkreditvergabe nicht dem Gesetz (50.000 Euro), und das Unternehmen schloss Kreditverträge ohne Prüfung aller vorgeschriebenen Bonitätskomponenten (150.000 Euro). Insgesamt 200.000 Euro Geldbuße in zwei Ordnungswidrigkeiten. Datum = Veröffentlichung.
Bonitätsprüfungen müssen alle gesetzlich vorgeschriebenen Faktoren abdecken – Lücken in internen Richtlinien werden eigenständig sanktioniert.
Verantwortungsvolle Kreditvergabe
- Behörde / Gericht
- Finantsinspektsioon (Estnische Finanzaufsicht)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- § 98 Abs. 2 und § 99 Abs. 2 KAVS
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 11.06.2025
- Finantsinspektsioon trahvis Svea Finance AS-i kokku 200 000 euroga (11.06.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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27.05.2025 OTP banka d.d.Kroatien: 117.070 EUR gegen OTP banka wegen fehlender Angaben in Kreditverträgen 117.070 €
Auf Antrag der Hrvatska narodna banka verurteilte das Općinski prekršajni sud u Zagrebu die OTP banka d.d. wegen neun Ordnungswidrigkeiten nach Verbraucherkredit-, Wohnimmobilienkredit-, Kreditinstituts- und Verbraucherschutzrecht, unter anderem weil in Verbraucherkreditverträgen zwischen September 2021 und Dezember 2022 Angaben zum Gesamtbetrag, zu den Annahmen für den effektiven Jahreszins und zur Aufsichtsbehörde fehlten. Die Bank erhielt Geldbußen von zusammen 117.070 EUR; das Urteil ist seit 18. Juli 2025 rechtskräftig.
Vertragsvorlagen für Verbraucherkredite sollten regelmäßig gegen die gesetzlichen Pflichtangaben geprüft werden.
Pflichtangaben in Verbraucherkreditverträgen
- Behörde / Gericht
- Općinski prekršajni sud u Zagrebu (auf Antrag der Hrvatska narodna banka)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 26, 27 Zakon o potrošačkom kreditiranju; Art. 361.b Zakon o kreditnim institucijama; Art. 41 Zakon o stambenom potrošačkom kreditiranju; Art. 138 Zakon o zaštiti potrošača
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- ja
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Sažetak odluke: Općinski prekršajni sud u Zagrebu, Presuda Pp-14560/2024 (OTP banka d.d.), 27.05.2025 Gerichtsentscheidung
- HNB – Odluke o povredi propisa (OTP banka d.d., 117.070,00 eura, pravomoćna 18.07.2025) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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30.04.2025 Bondora ASBondora muss 200.000 Euro wegen Verstoß gegen verantwortungsvolle Kreditvergabe zahlen 200.000 €
Vom 6. Dezember 2023 bis 24. Februar 2024 schloss Bondora Verbraucherkreditverträge, ohne alle gesetzlich vorgesehenen Kriterien zu prüfen und sich von der Rückzahlungsfähigkeit zu überzeugen. Die Finanzaufsicht verhängte im Ordnungswidrigkeitenverfahren 200.000 Euro. Datum = Veröffentlichung.
Automatisierte Kreditentscheidungen entbinden nicht von der vollständigen gesetzlichen Bonitätsprüfung.
Verantwortungsvolle Kreditvergabe
- Behörde / Gericht
- Finantsinspektsioon (Estnische Finanzaufsicht)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- § 99 Abs. 2 KAVS
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 30.04.2025
- Finantsinspektsioon trahvis Bondora AS-i 200 000 euroga (30.04.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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22.04.2025 African Bank LimitedAfrican Bank: 700.000 ZAR für Kreditwerbung als „Investment“ in sozialen Medien 32.753 €
Eine Social-Media-Kampagne der Bank vom Dezember 2023 (#KeFestive) mit einer bekannten Persönlichkeit stellte Privatkredite als Investition dar; die Behörde wertete das als sachlich falsch und irreführend und stellte zudem Mängel im Freigabeprozess für Werbung fest. Von der Geldbuße über 700.000 ZAR wurden 200.000 ZAR für zwei Jahre ausgesetzt; 500.000 ZAR hat die Bank gezahlt. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Werbung für Kreditprodukte – auch mit bekannten Persönlichkeiten – braucht eine fachkundige, dokumentierte Freigabe, die den Produktcharakter korrekt darstellt.
Werbefreigabe und Influencer-Marketing bei Finanzprodukten
- Behörde / Gericht
- Financial Sector Conduct Authority (FSCA)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- Sections 6(1), 6(3)(a), 6(3)(b) und 6(9) Conduct Standard 3 of 2020 (Banks)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Kooperation während der Untersuchung und zügige Abhilfemaßnahmen; 200.000 ZAR für zwei Jahre ausgesetzt, sofern die Bank den Conduct Standard einhält.
- Veröffentlicht
- 22.04.2025
Originalbetrag 700.000 ZAR, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.04.2025.
- FSCA Press Release, 22 April 2025: FSCA imposes administrative penalty on African Bank Limited for misleading advertising Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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28.02.2025 Allianz Australia Insurance Limited; AWP Australia Pty LtdAllianz und AWP: 16,8 Mio. AUD Geldstrafen wegen irreführender Reiseversicherungsangaben 10 Mio. €
Zwischen 2016 und 2018 veröffentlichten Allianz Australia und die für Allianz tätige Vertriebs- und Verwaltungsgesellschaft AWP im Internet Angaben zu Reiseversicherungen, die Höchstleistungen nannten, ohne ausreichend auf Unterlimits, Bedingungen und Ausschlüsse hinzuweisen. Das Gericht verurteilte Allianz in sechs Fällen zu je 2,25 Mio. AUD (13,5 Mio. AUD) und AWP in einem Fall zu 3,3 Mio. AUD, jeweils nach 25 % Nachlass für frühe Schuldbekenntnisse. 781 Kunden hatten zuvor Entschädigungen von zusammen 1.264.864 AUD erhalten.
Eine eingesparte Rechtsprüfung von Webinhalten kann ein Vielfaches an Strafen und Entschädigungen kosten; Produktwerbung braucht eine verbindliche Freigabe.
Rechtliche Prüfung von Produktinformationen und Werbeseiten vor der Veröffentlichung
- Behörde / Gericht
- Supreme Court of New South Wales (Anklage des Commonwealth Director of Public Prosecutions nach Ermittlungen der ASIC)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel · Irreführende Werbung und Preisangaben
- Rechtsgrundlage
- ss 1041E(1), 1311(1) Corporations Act 2001 (Cth)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Verschulden
- fahrlässig
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnisse zum frühestmöglichen Zeitpunkt, freiwillige Offenlegung, volle Kooperation mit den Ermittlungsbehörden und Entschädigung der betroffenen Kunden.
- Haftung von Führungskräften
- Ein General Manager lehnte 2016 eine externe rechtliche Prüfung der Website für geschätzt 25.000 bis 30.000 AUD ab; das Gericht sah die Ursache der Verstöße im Unwillen, für eine ausreichende Aufsicht Geld auszugeben.
- Veröffentlicht
- 28.02.2025
Originalbetrag 16.800.000 AUD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.02.2025.
- ASIC 25-028MR: Allianz and AWP convicted and fined $16.8 million for making false or misleading statements Pressemitteilung einer Behörde
- R v Allianz Australia Insurance Ltd; R v AWP Australia Pty Ltd [2025] NSWSC 127 (28 February 2025) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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21.01.2025 Banco di Desio e della Brianza S.p.A.Banca d'Italia: 480.000 EUR gegen Banco di Desio wegen Mängeln bei der Kundentransparenz 480.000 €
Die Banca d'Italia belegte die Banco di Desio e della Brianza S.p.A. mit einer Geldbuße von 480.000 EUR nach Art. 144 TUB. Eine Prüfung vom 02.10. bis 15.12.2023 ergab Mängel in Organisation und Kontrollen bei der Einhaltung der Transparenz- und Fairnessregeln gegenüber Kunden, unter anderem zu Art. 117-bis, 126-septies und 126-quinquiesdecies ff. TUB; die Korrekturmaßnahmen der Bank wurden berücksichtigt.
Transparenzpflichten gegenüber Kunden brauchen eigene Kontrollen in der Organisation; fehlen sie, sanktioniert die Aufsicht die Bank selbst dann, wenn einzelne Fehler später korrigiert werden.
Transparenz und faire Behandlung von Bankkunden
- Behörde / Gericht
- Banca d'Italia
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 127 Abs. 01 TUB i. V. m. Art. 117-bis, 126-septies und 126-quinquiesdecies bis 126-septiesdecies TUB; Transparenzbestimmungen der Banca d'Italia vom 29.07.2009; Art. 144 TUB
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Die Korrekturmaßnahmen der Bank flossen in die Bemessung ein.
- Veröffentlicht
- 14.03.2025
- Banca d'Italia – Banco di Desio e della Brianza Spa, Provvedimento n. 13 del 21 gennaio 2025 Entscheidung einer Behörde
- Banca d'Italia – Provvedimenti sanzionatori (Liste) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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17.01.2025 Equifax Inc. und Equifax Information Services LLCCFPB: Equifax zahlt 15 Mio. USD wegen mangelhafter Prüfung von Auskunftsreklamationen 14,6 Mio. €
Nach Feststellung der CFPB prüfte Equifax Reklamationen gegen Einträge in Kreditauskünften nicht ordnungsgemäß, ließ gelöschte Einträge wieder aufleben, informierte Verbraucher unzureichend über die Ergebnisse und sperrte auf Identitätsdiebstahl beruhende Einträge nicht wie vorgeschrieben (Fair Credit Reporting Act). Zudem verkaufte das Unternehmen fehlerhafte Kredit-Scores, nachdem Testcode in einen Produktivserver gelangt war; die Anordnung verhängt 15 Mio. USD Geldbuße. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Datenkorrekturen müssen dauerhaft wirken und Software-Änderungen dürfen nur geprüft in Produktivsysteme gelangen.
Reklamationsbearbeitung und Änderungsmanagement bei Auskunfteidaten
- Behörde / Gericht
- Consumer Financial Protection Bureau (CFPB)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Fair Credit Reporting Act (15 U.S.C. §§ 1681c, 1681e, 1681i); Consumer Financial Protection Act of 2010, §§ 1031, 1036
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 17.01.2025
Originalbetrag 15.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.01.2025.
- CFPB Enforcement Actions: Equifax Inc. and Equifax Information Services LLC Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- Equifax Inc. and Equifax Information Services LLC – Consent Order, File No. 2025-CFPB-0002 Entscheidung einer Behörde
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16.01.2025 Block, Inc. (Cash App)CFPB: Block (Cash App) muss mindestens 130 Mio. USD wegen Betrugsabwehr zahlen 53,5 Mio. €
Die CFPB stellte fest, dass Block bei Cash App Betrug nicht wirksam verhinderte und aufarbeitete, Reklamationen und Rückbuchungen unlauter behandelte, keinen wirksamen Kundendienst bot, Nutzer über den Schutz vor unautorisierten Überweisungen täuschte und Fehlerbehebungspflichten nach dem Electronic Fund Transfer Act und Regulation E verletzte. Die Anordnung verhängt 55 Mio. USD Geldbuße und verlangt 75 Mio. USD für Wiedergutmachung, die auf bis zu 120 Mio. USD steigen kann (insgesamt bis zu 175 Mio. USD). Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde. Im Betragsfeld steht nur die Geldbuße.
Zahlungsdienste müssen Betrugsmeldungen erreichbar entgegennehmen und fristgerecht prüfen – Werbeversprechen zur Sicherheit werden daran gemessen.
Umgang mit Betrugsmeldungen und Reklamationen in Zahlungs-Apps
- Behörde / Gericht
- Consumer Financial Protection Bureau (CFPB)
- Rechtsgebiet
- Verbraucherschutz und Onlinehandel
- Rechtsgrundlage
- Consumer Financial Protection Act of 2010 (12 U.S.C. §§ 5531, 5536); Electronic Fund Transfer Act und Regulation E (12 C.F.R. §§ 1005.6, 1005.7, 1005.11, 1005.13, 1005.18)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Veröffentlicht
- 16.01.2025
Originalbetrag 55.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.01.2025.
- CFPB Enforcement Actions: Block, Inc. Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- Block, Inc. – Consent Order, File No. 2025-CFPB-0001 Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink