Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 756 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

USABundesebeneSonstiges Alle Filter entfernen
6Fälle aus 1 Jurisdiktion
102 Mio. €Summe der Geldbeträge
54,8 Mio. €Größter Einzelfall: L3 Technologies Inc.
8,25 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Utah 54,8 Mio. € 54 % · 1 Fall
  2. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of Texas 28,7 Mio. € 28 % · 1 Fall
  3. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of South Carolina 9,11 Mio. € 9 % · 1 Fall
  4. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Columbia 7,39 Mio. € 7 % · 1 Fall
  5. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of California 1,53 Mio. € 1 % · 1 Fall
  6. U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Northern District of Alabama 442.495 € 0 % · 1 Fall

Wofür?

nach Rechtsgebiet
  1. Sonstiges 102 Mio. € 100 % · 6 Fälle

Wen?

nach Branche

Alle Branchen

  1. Verteidigung und Sicherheit 92,9 Mio. € 91 % · 5 Fälle
  2. Stahl und Metall 9,11 Mio. € 9 % · 1 Fall

Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q3 20230—
Q4 20230—
Q1 20240—
Q2 20240—
Q3 20240—
Q4 20240—
Q1 2025128,7 Mio. €
Q2 2025262,2 Mio. €
Q3 202511,53 Mio. €
Q4 20250—
Q1 202619,11 Mio. €
Q2 20261442.495 €
Q3 20260—

6 Fälle

18.06.2026 LOGZONE Inc.LOGZONE zahlt 507.144 USD wegen fehlender Cybersicherheit in Navy-Verträgen USASonstiges 442.495 €

Der Rüstungsdienstleister aus Huntsville soll von Mai 2021 bis März 2025 Rechnungen für zwei Navy-Verträge gestellt haben, obwohl er die vertraglich geforderten Sicherheitskontrollen nach NIST SP 800-171 nicht umgesetzt hatte. Der Vergleich nach dem False Claims Act beträgt 507.144 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Cybersicherheitsanforderungen in Regierungsaufträgen zusagt, muss ihre Umsetzung nachweisbar dokumentieren – sonst wird jede Rechnung zum Haftungsrisiko.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Northern District of Alabama
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act (31 U.S.C. §§ 3729 ff.); DFARS-Cybersicherheitsklauseln
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Veröffentlicht
18.06.2026

Originalbetrag 507.144 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.06.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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17.03.2026 W International LLC; W International SC LLC; Precision Metal Equipment Handling LLCW International zahlt 10,5 Mio. USD für überteuerte Schweißtische an Air Force und Navy USASonstiges 9,11 Mio. €

Die Metallbau-Unternehmen und ihr CEO Edward Walker sollen der Air Force und der Navy Schweißtische für die Modernisierung einer großen Schweißanlage wissentlich überteuert berechnet haben; finanziert wurde das Projekt u. a. über Mittel des Defense Production Act. Der Vergleich nach dem False Claims Act beträgt 10,5 Mio. USD; ein ehemaliger Mitarbeiter erhielt als Hinweisgeber 1.863.750 USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Preisangaben gegenüber öffentlichen Auftraggebern müssen belastbar kalkuliert sein; interne Hinweisgeber tragen solche Fälle regelmäßig zu den Behörden.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of South Carolina
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act (31 U.S.C. §§ 3729 ff.)
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Stahl und Metall
Haftung von Führungskräften
Der CEO Edward Walker ist persönlich Partei des Vergleichs.
Veröffentlicht
17.03.2026

Originalbetrag 10.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.03.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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31.07.2025 Aero Turbine Inc.; Gallant Capital Partners LLCAero Turbine und Gallant zahlen 1,75 Mio. USD nach Selbstanzeige zu Cyberpflichten USASonstiges 1,53 Mio. €

Der Triebwerksinstandhalter soll 2018 bis 2020 die NIST-Kontrollen eines Air-Force-Vertrags nicht umgesetzt und 2019 gemeinsam mit seinem Private-Equity-Eigentümer Dateien mit sensiblen Verteidigungsdaten an ein nicht berechtigtes Softwareunternehmen in Ägypten gegeben haben. Die Unternehmen hatten sich mehrfach schriftlich selbst angezeigt, kooperiert und rasch abgeholfen; das DOJ erkannte ihnen dafür eine Kooperationsgutschrift zu. Vergleich über 1,75 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer kontrollierte Verteidigungsdaten an Dienstleister weitergibt, muss deren Berechtigung prüfen – Selbstanzeige und Kooperation senken die Folgen deutlich.

Bezug zu Schulung und Awareness

Umgang mit kontrollierten Verteidigungsdaten und Dienstleistern

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of California
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; NIST SP 800-171
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Mildernde Umstände
Mehrere schriftliche Selbstanzeigen, Kooperation und zügige Abhilfemaßnahmen.
Veröffentlicht
31.07.2025

Originalbetrag 1.750.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.07.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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22.05.2025 L3 Technologies Inc.L3 Technologies zahlt 62 Mio. USD wegen falscher Kostendaten bei Kommunikationstechnik USASonstiges 54,8 Mio. €

Die Sparte Communications System West soll zwischen Oktober 2006 und Februar 2014 beim Verkauf von ROVER-, VORTEX- und SIR-Empfängern an Air Force, Army, Navy und weitere Behörden keine vollständigen und aktuellen Kosten- und Preisdaten offengelegt haben. Vergleich nach False Claims Act und Truth in Negotiations Act über 62 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Bei Festpreisverhandlungen mit dem Staat müssen Kalkulationsdaten vollständig und aktuell offengelegt werden; Preisprüfprozesse gehören in das Compliance-System.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Utah
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; Truth in Negotiations Act
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
22.05.2025

Originalbetrag 62.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.05.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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01.05.2025 Raytheon Company; RTX Corporation; Nightwing Group LLC; Nightwing Intelligence Solutions LLCRaytheon und Nightwing zahlen 8,4 Mio. USD wegen Cybersicherheitsmängeln in DoD-Verträgen USASonstiges 7,39 Mio. €

Die Unternehmen sollen zwischen 2015 und 2021 für ein internes Entwicklungssystem, das für 29 Verträge des Verteidigungsministeriums genutzt wurde, keinen Systemsicherheitsplan erstellt und die Klauseln DFARS 252.204-7012 und FAR 52.204-21 nicht eingehalten haben. Vergleich nach dem False Claims Act über 8,4 Mio. USD; ein früherer Engineering-Direktor erhielt als Hinweisgeber 1,512 Mio. USD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch interne Entwicklungsumgebungen fallen unter vertragliche Cybersicherheitspflichten und brauchen einen dokumentierten Sicherheitsplan.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO District of Columbia
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; DFARS 252.204-7012; FAR 52.204-21
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
01.05.2025

Originalbetrag 8.400.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 30.04.2025.

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06.02.2025 Lockheed Martin CorporationLockheed Martin zahlt 29,74 Mio. USD wegen überhöhter Preisangebote beim F-35 USASonstiges 28,7 Mio. €

Lockheed Martin soll 2013 bis 2015 bei fünf Produktions- und Wartungsverträgen für das F-35-Programm dem Joint Program Office keine korrekten Kosten- und Preisdaten übermittelt und so überhöhte Angebote durchgesetzt haben. Der Vergleich beträgt 29,74 Mio. USD, zusätzlich zu 11,3 Mio. USD, die bereits an das Verteidigungsministerium gezahlt worden waren; auslösend war eine Qui-tam-Klage.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Hinweisgeberklagen aus dem eigenen Haus machen Preisprüfungsfehler auch Jahre später teuer – interne Meldewege müssen solche Themen früh auffangen.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice (Civil Division) / USAO Eastern District of Texas
Rechtsgebiet
Sonstiges
Rechtsgrundlage
False Claims Act; Truth in Negotiations Act
Maßnahme
Sonstiges
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Verteidigung und Sicherheit
Beschäftigte
10.000 und mehr
Veröffentlicht
06.02.2025

Originalbetrag 29.740.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.02.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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