Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
Wofür?
nach Unterthema- Missbrauch von Marktmacht 85,7 Mio. € 72 % · 2 Fälle
- Kartelle und Absprachen 29,7 Mio. € 25 % · 7 Fälle
- Fusionskontrolle 2,58 Mio. € 2 % · 3 Fälle
- ohne Unterthema 1,55 Mio. € 1 % · 2 Fälle
Wen?
nach Unternehmen- Anonymisierte Unternehmen 90,5 Mio. € 76 % · 7 Fälle
- Medirex s. r. o.; KLINICKÁ BIOCHÉMIA s.r.o.; Unilabs Slovensko, s. r. o.; synlab slovakia s. r. o.; Asociácia laboratórií 14,6 Mio. € 12 % · 1 Fall
- PHOENIX Zdravotnícke zásobovanie, a.s.; TRANSMEDIC SLOVAKIA, s.r.o. (in Konkurs) 7,8 Mio. € 7 % · 1 Fall
- Doctolib 4,67 Mio. € 4 % · 1 Fall
- Attendo Suomi Oy 1,5 Mio. € 1 % · 1 Fall
- Conselho Federal de Fisioterapia e Terapia Ocupacional (COFFITO) 464.087 € 0 % · 1 Fall
- Самостоятелна медико-диагностична лаборатория „Лина“ ЕООД 52.097 € 0 % · 1 Fall
- Ascension Health Alliance; AmSurg LLC / Ambulatory Topco LLC – 0 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 3 | 88,6 Mio. € |
| 2023 | 4 | 1,91 Mio. € |
| 2024 | 0 | – |
| 2025 | 3 | 6,63 Mio. € |
| 2026 | 4 | 22,4 Mio. € |
14 Fälle
25.06.2026 Самостоятелна медико-диагностична лаборатория „Лина“ ЕООДLabor Lina lockt mit kostenlosen Bluttests – 52.097 Euro wegen unlauteren Wettbewerbs 52.097 €
Auf Antrag eines Konkurrenten prüfte die KZK, dass das Labor landesweit über längere Zeiträume Pakete medizinischer Laboruntersuchungen kostenlos anbot (nur gegen eine Gebühr von 2 Lewa für die Blutentnahme) – ein Verhalten, das kein anderer Marktteilnehmer außerhalb gemeinsamer Kampagnen zeigte. Sie sah darin einen Verstoß gegen die Generalklausel des Lauterkeitsrechts (Art. 29 ZZK) und verhängte 0,3 % des Umsatzes 2024, also 52.096,55 Euro. Gegen die Entscheidung wurden Beschwerden eingelegt.
Dauerhafte Gratisangebote zur Kundengewinnung können unlauter sein, wenn sie vom Marktüblichen deutlich abweichen und Wettbewerber verdrängen.
- Behörde / Gericht
- Комисия за защита на конкуренцията (КЗК, Bulgarische Wettbewerbskommission)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb
- Rechtsgrundlage
- Art. 29 ZZK (Generalklausel unlauterer Wettbewerb)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Gesundheitswesen
- Veröffentlicht
- 02.07.2026
- КЗК Публичен електронен регистър – Производство (Решение № 591 от 25.06.2026; Volltext als PDF im Register) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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02.06.2026 Ascension Health Alliance; AmSurg LLC / Ambulatory Topco LLCAscension/AmSurg: sieben ambulante OP-Zentren müssen verkauft werden Anordnung
Die gemeinnützige Klinikgruppe Ascension wollte AmSurg für 3,9 Mrd. USD übernehmen. Wegen Überschneidungen bei ambulanten Operationen in fünf Regionen verlangt die FTC den Verkauf von sieben AmSurg-Zentren an SC Affiliates und eine Gastroenterologie-Praxis sowie Übergangsunterstützung.
Auch gemeinnützige Gesundheitsträger unterliegen der Fusionskontrolle – regionale Marktanteile entscheiden über Abgaben.
- Behörde / Gericht
- Federal Trade Commission (FTC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Fusionskontrolle
- Rechtsgrundlage
- Section 7 Clayton Act; Section 5 FTC Act (Consent Order)
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- FTC Requires Divestiture of Ambulatory Surgery Centers … Ascension Health-AmSurg Deal (02.06.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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17.04.2026 Medirex s. r. o.; KLINICKÁ BIOCHÉMIA s.r.o.; Unilabs Slovensko, s. r. o.; synlab slovakia s. r. o.; Asociácia laboratóriíLaborkartell: 14,6 Mio. EUR und Vergabesperren gegen Labordiagnostiker 14,6 Mio. €
Vier Labore und ihr Verband stimmten Verhandlungen mit Krankenkassen über Preise ab, koordinierten sich in Ausschreibungen, tauschten sensible Informationen und teilten Kunden auf. Die Behörde verhängte erstinstanzlich 14.551.800 EUR und dreijährige Vergabesperren; Unilabs erhielt als Kronzeuge und im Vergleich eine stark reduzierte Buße.
Gemeinsame Verhandlungslinien gegenüber Kostenträgern über einen Verband sind ein Kartell – Verbandssitzungen brauchen Protokoll und Agenda-Prüfung.
Informationsaustausch unter Wettbewerbern und Verbandsarbeit
- Behörde / Gericht
- Protimonopolný úrad Slovenskej republiky (PMÚ SR)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Slowakisches Wettbewerbsschutzgesetz (Kartellverbot)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Verschulden
- vorsätzlich
- Mildernde Umstände
- Unilabs: Kronzeugenreduktion (50 %) und Vergleich (weitere 30 %).
- Veröffentlicht
- 12.05.2026
- KARTELY: PMÚ odhalil kartel laboratórií a uložil pokuty takmer 15 miliónov eur Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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20.01.2026 PHOENIX Zdravotnícke zásobovanie, a.s.; TRANSMEDIC SLOVAKIA, s.r.o. (in Konkurs)Arzneimittelkartell dank Whistleblower: 7,8 Mio. EUR gegen PHOENIX und TRANSMEDIC 7,8 Mio. €
Die beiden Unternehmen sprachen sich bei Ausschreibungen der Allgemeinen Krankenversicherung über Arzneimittellieferungen (2017–2020) ab. Aufgedeckt wurde das Kartell erstmals mit Hinweisen eines Whistleblowers; PHOENIX erhielt 7.595.200 EUR und ein einjähriges, TRANSMEDIC 201.800 EUR und ein dreijähriges Vergabeverbot (erstinstanzlich).
Whistleblower erhalten in der Slowakei eine Prämie – interne Meldewege sollten schneller sein als der Weg zur Behörde.
Bid-Rigging bei öffentlichen Ausschreibungen; Hinweisgeberkanäle
- Behörde / Gericht
- Protimonopolný úrad Slovenskej republiky (PMÚ SR)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Slowakisches Wettbewerbsschutzgesetz (Submissionsabsprache)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Verschulden
- vorsätzlich
- Mildernde Umstände
- PHOENIX: Vergleich mit 30 % Bußgeldminderung und verkürzter Vergabesperre.
- Veröffentlicht
- 24.02.2026
- KARTELY: PMÚ aj vďaka whistleblowerovi odhalil kartel v dodávkach liekov a uložil pokuty takmer 7,8 milióna eur Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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06.11.2025 DoctolibFrankreich: 4,665 Mio. € gegen Doctolib wegen Missbrauchs bei Arzt-Terminbuchung 4,67 Mio. €
Doctolib band Ärzte mit Exklusivitätsklauseln, koppelte die Telemedizin an das Terminbuchungs-Abo und übernahm 2018 den wichtigsten Konkurrenten, um ihn auszuschalten (Entscheidung 25-D-06). Geldbußen: 4,615 Mio. € für Exklusivität und Kopplung, 50.000 € für die Übernahme.
Plattformen mit hohen Marktanteilen müssen Exklusivitätsklauseln, Kopplungsangebote und Übernahmen von Rivalen kartellrechtlich prüfen lassen.
- Behörde / Gericht
- Autorité de la concurrence
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
- Rechtsgrundlage
- Art. 102 AEUV, Art. L.420-2 Code de commerce
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- angefochten
- Branche
- Gesundheitswesen
- Verschulden
- vorsätzlich
- Veröffentlicht
- 06.11.2025
- L'Autorité de la concurrence sanctionne Doctolib à hauteur de 4 665 000 euros Pressemitteilung einer Behörde
- Décision 25-D-06 relative à des pratiques mises en œuvre dans le secteur de la prise de rendez-vous médicaux en ligne Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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09.04.2025 Conselho Federal de Fisioterapia e Terapia Ocupacional (COFFITO)CADE: Physiotherapeuten-Bundesrat COFFITO wegen Preistabellen zu 3,1 Mio. BRL verurteilt 464.087 €
Das Tribunal des CADE verurteilte den Bundesrat der Physio- und Ergotherapeuten, weil er über Resolutionen, Beschlüsse und jährlich aktualisierte Referenztabellen verbindliche Mindestpreise für die Leistungen der Berufsangehörigen festgelegt und so ein einheitliches Marktverhalten gefördert hatte. Neben einer Geldbuße von 3.103.583,65 BRL muss COFFITO auf verbindliche Preistabellen verzichten, alle Verweise darauf von seinen Websites entfernen (Zwangsgeld 5.000,00 BRL pro Tag) und die Entscheidung auf Website und in sozialen Netzwerken veröffentlichen; gegen den Regionalrat der 15. Region ruht das Verfahren wegen eines Vergleichs. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.
Berufskammern und Verbände dürfen ihren Mitgliedern keine verbindlichen Preistabellen vorgeben.
Honorar- und Preisempfehlungen von Berufskammern
- Behörde / Gericht
- Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Lei nº 12.529/2011; Art. 38 und 39 (Nebenanordnungen)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Veröffentlicht
- 10.04.2025
Originalbetrag 3.103.583,65 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.04.2025.
- Diário Oficial da União, 16.04.2025, Seção 1, S. 78: Ata da 245ª Sessão Ordinária de Julgamento (09.04.2025), PA nº 08700.003473/2021-16 Amtliches Register oder Bekanntmachung
- CADE, 10.04.2025: Tribunal do Cade condena Conselho de Fisioterapia por tabelamento de preços em serviços profissionais Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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31.03.2025 Attendo Suomi OyAttendo: 1,5 Mio. EUR, weil während einer Kartell-Nachprüfung Chats gelöscht wurden 1,5 Mio. €
Das Marktgericht verhängte gegen den Pflegedienstleister Attendo Suomi Oy eine Sanktionszahlung von 1.500.000 EUR wegen Behinderung einer unangekündigten Nachprüfung der Wettbewerbsbehörde im Januar 2023: Eine Führungskraft löschte nach Beginn der Nachprüfung auf einem auch dienstlich genutzten Mobiltelefon Chatverläufe und das Anrufprotokoll. Es war die erste Sanktion wegen eines solchen Verfahrensverstoßes in Finnland; die Behörde hatte 4.373.760 EUR beantragt, das Gericht gab Attendos eigenen Maßnahmen, darunter der raschen Wiederherstellung der gelöschten Chats, deutlich mehr Gewicht.
Mit Beginn einer Nachprüfung gilt ein sofortiges Lösch- und Änderungsverbot für alle dienstlich genutzten Geräte und Messenger – das muss jede Führungskraft wissen.
Verhalten bei unangekündigten Nachprüfungen (Dawn Raids)
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Markkinaoikeus (Marktgericht) auf Antrag des Kilpailu- ja kuluttajavirasto (KKV)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb
- Rechtsgrundlage
- Kilpailulaki (948/2011) 37 a § 1 mom. 1 kohta i. V. m. 35 § und 37 §
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Mildernde Umstände
- Schulungen und Anweisungen der Beschäftigten zum Verhalten bei Nachprüfungen schon vor dem Vorfall; rasche Wiederherstellung und Übergabe der gelöschten Chats aus einer Sicherung; kein erlangter Vorteil und keine früheren Sanktionen wegen Verfahrensverstößen.
- Veröffentlicht
- 31.03.2025
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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20.12.2023 eine slowenische Berufskammer der TierärzteTierärztekammer: 43.000 EUR für Rabatt- und Werbeverbot 43.000 €
Die Kammer untersagte ihren Mitgliedern seit 2015 per Berufsordnung, Leistungen unter Listenpreis, mit Rabatten oder kostenlos anzubieten sowie für Preise und Aktionen zu werben – auch online. Als erste Entscheidung nach dem neuen Gesetz und im ersten Vergleichsverfahren verhängte die Wettbewerbsbehörde 43.000 EUR.
Berufsordnungen von Kammern sind Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen – Preis- und Werbeverbote darin sind kartellrechtswidrig.
- Behörde / Gericht
- Javna agencija Republike Slovenije za varstvo konkurence (AVK)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Art. 5 ZPOmK-2, Art. 101 AEUV
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Mildernde Umstände
- Vergleich mit Anerkenntnis der Verantwortung.
- Veröffentlicht
- 22.01.2024
- AVK, Entscheidungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 20.12.2025 · Direktlink
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19.12.2023 ein portugiesischer Anbieter von GesundheitsproduktenPortugal: 75.000 Euro gegen Gesundheitsprodukte-Anbieter – Zusammenschluss vor Anmeldung vollzogen 75.000 €
Das Gesundheitsprodukte-Unternehmen vollzog einen Zusammenschluss, der wegen der Marktanteilsschwelle anmeldepflichtig war, ohne vorherige Anmeldung und Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde; angemeldet wurde erst nachträglich. Im Vergleichsverfahren mit Geständnis und voller Kooperation setzte die AdC eine Geldbuße von 75.000 Euro fest – die erste, deren Erlös vollständig an den Staat, namentlich den neuen Fonds zur Förderung der Verbraucherrechte, fließt.
In Portugal kann schon ein hoher Marktanteil einen Zusammenschluss anmeldepflichtig machen – auch kleine Transaktionen vor dem Vollzug auf die Schwellen prüfen.
Anmeldepflicht von Übernahmen (Marktanteilsschwelle)
- Behörde / Gericht
- Autoridade da Concorrência (AdC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Fusionskontrolle
- Rechtsgrundlage
- Lei da Concorrência, Art. 37 Abs. 1 lit. a (Anmeldepflicht nach Marktanteilsschwelle) und Vollzugsverbot vor Freigabe
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Gesundheitswesen
- Mildernde Umstände
- Volle Kooperation, nachträgliche Anmeldung, Vergleichsverfahren mit Geständnis.
- Veröffentlicht
- 20.12.2023
- AdC, Nachrichten und Mitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Unternehmensname anonymisiert seit 19.12.2025 · Direktlink
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18.12.2023 drei portugiesische Teleradiologie-AnbieterPortugal: 1,65 Mio. Euro und Vergabesperre gegen drei Firmen im Teleradiologie-Kartell 1,65 Mio. €
Mit der abschließenden Entscheidung im Teleradiologie-Kartell (fünf Adressaten) verhängte die Wettbewerbsbehörde Geldbußen von 1.648.800 EUR: 1.139.200 EUR, 503.600 EUR und 6.000 EUR gegen die drei verurteilten Unternehmen. Zusätzlich schloss sie die drei verurteilten Unternehmen für ein Jahr von öffentlichen Ausschreibungen für Teleradiologie aus; zwei weitere Kartellbeteiligte waren bereits 2022 im Vergleichsweg sanktioniert worden (Gesamtsumme des Verfahrens 6.889.300 EUR).
Neben Geldbußen droht bei Submissionsabsprachen der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen, der das Geschäftsmodell treffen kann.
Submissionsabsprachen und Vergabesperren
- Behörde / Gericht
- Autoridade da Concorrência (AdC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Art. 9 Lei n.º 19/2012 (Lei da Concorrência); Art. 101 AEUV
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Veröffentlicht
- 15.01.2024
- AdC, Nachrichten und Mitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 18.12.2025 · Direktlink
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16.08.2023 eine brasilianische Berufskammer der ZahnärzteCADE büßt brasilianische Zahnärztekammer wegen Verbots von Rabattkarten 138.680 €
Der CADE-Tribunal verurteilte die Bundeskammer der Zahnärzte einstimmig zu einer Geldbuße von 752.700 BRL, weil ihre Vorgaben (Resolution Nr. 118/2012) Zahnärzten das Gewähren von Rabatten und die Annahme von Rabattkarten untersagten. Die Kammer muss die Resolution binnen 180 Tagen ändern, darauf gestützte Disziplinarverfahren binnen 90 Tagen einstellen und die Entscheidung 90 Tage lang auf ihrer Website bekannt machen; bei Nichtbefolgung drohen 10.000 BRL pro Tag und Verstoß. Das Verfahren gegen einen Regionalrat wurde wegen eines Vergleichs (TCC) ausgesetzt.
Auch Berufskammern und Verbände unterliegen dem Kartellrecht, wenn ihre Standesregeln den Preiswettbewerb ihrer Mitglieder beschränken.
Kartellrechtliche Grenzen für Berufs- und Standesregeln
- Behörde / Gericht
- Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE), Tribunal Administrativo
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Lei nº 12.529/2011 (Lei de Defesa da Concorrência), Nebenanordnungen nach Art. 38 und 39
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Veröffentlicht
- 16.08.2023
Originalbetrag 752.700 BRL, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.08.2023.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.08.2025 · Direktlink
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14.10.2022 eine portugiesische Tochtergesellschaft einer internationalen DiagnostikgruppePortugal: 5,04 Mio. Euro gegen Tochter einer Diagnostikgruppe wegen Teleradiologie-Kartell 5,04 Mio. €
Die Wettbewerbsbehörde verhängte gegen eine portugiesische Tochter der Diagnostikgruppe eine Geldbuße von 5.038.200 EUR, weil sie sich von November 2015 bis August 2021 mit anderen Anbietern bei öffentlichen Ausschreibungen staatlicher Krankenhäuser für Teleradiologie absprach, Gewinner und Angebotspreise festlegte und den Markt aufteilte. Die Geldbuße wurde im Vergleichsverfahren reduziert.
Absprachen über Gewinner und Preise in Krankenhausausschreibungen schaden dem öffentlichen Gesundheitssystem unmittelbar und werden hart geahndet.
Submissionsabsprachen bei Ausschreibungen im Gesundheitswesen
- Behörde / Gericht
- Autoridade da Concorrência (AdC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Kartelle und Absprachen
- Rechtsgrundlage
- Art. 9 Lei n.º 19/2012 (Lei da Concorrência); Art. 101 AEUV
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Gesundheitswesen
- Mildernde Umstände
- Vergleichsverfahren (transação) mit Eingeständnis und Rechtsmittelverzicht; Geldbuße reduziert.
- Veröffentlicht
- 31.10.2022
- AdC, Nachrichten und Mitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2022) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 14.10.2024 · Direktlink
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06.10.2022 ein großer französischer BrillenglasherstellerBrillenglashersteller: 81,07 Mio. EUR für Diskriminierung von Online-Brillenanbietern 81,1 Mio. €
Der Hersteller verfolgte vom 29.04.2009 bis 23.12.2020 als marktbeherrschender Hersteller und Großhändler von Brillengläsern eine diskriminierende Geschäftspolitik gegenüber Websites, die Korrektionsbrillen vollständig online anbieten, mit dem Ziel, die Entwicklung des Online-Vertriebs in Frankreich zu behindern. Die Autorité de la concurrence verhängte 81.067.400 EUR, davon 15.400.000 EUR gesamtschuldnerisch mit der Muttergesellschaft. Die Cour d’appel de Paris bestätigte die Entscheidung am 12.12.2024.
Marktbeherrschende Lieferanten dürfen neue Vertriebskanäle ihrer Abnehmer nicht durch Schlechterstellung ausbremsen.
Diskriminierung neuer Vertriebskanäle durch marktbeherrschende Lieferanten
- Behörde / Gericht
- Autorité de la concurrence
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Missbrauch von Marktmacht
- Rechtsgrundlage
- Art. L. 420-2 Code de commerce; Art. 102 AEUV
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 08.11.2022
- Autorité de la concurrence, Liste des décisions et avis (Übersicht) (Entscheidung 2022) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Fassung 2 · Unternehmensname anonymisiert seit 06.10.2024 · Direktlink
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06.09.2022 eine portugiesische WohlfahrtseinrichtungPortugal: 2,5 Mio. Euro gegen portugiesische Wohlfahrtseinrichtung wegen Gun-Jumping 2,5 Mio. €
Die Wettbewerbsbehörde verhängte gegen die Wohlfahrtseinrichtung eine Geldbuße von 2.500.000 EUR, weil sie am 14. Dezember 2020 die alleinige Kontrolle über die Betreibergesellschaft eines Krankenhauses übernahm, den Zusammenschluss aber erst am 28. Mai 2021 und damit nach dem Vollzug anmeldete.
Anmeldepflichtige Übernahmen dürfen erst nach Freigabe vollzogen werden; im Zweifel vorab die Behörde konsultieren.
Fusionskontrolle: Anmeldung vor Vollzug (Gun-Jumping)
- Behörde / Gericht
- Autoridade da Concorrência (AdC)
- Rechtsgebiet
- Kartellrecht und Wettbewerb · Fusionskontrolle
- Rechtsgrundlage
- Lei n.º 19/2012 (Lei da Concorrência): Anmelde- und Vollzugsverbot für Zusammenschlüsse
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Gesundheitswesen
- Mildernde Umstände
- Zusammenarbeit mit der Behörde, freiwillige nachträgliche Anmeldung, Aussetzung der Stimmrechte und Antrag auf Befreiung vom Vollzugsverbot wurden berücksichtigt.
- Veröffentlicht
- 07.09.2022
- AdC, Nachrichten und Mitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2022) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 06.09.2024 · Direktlink