Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

3Fälle aus 1 Jurisdiktion
4,39 Mio. €Summe der Geldbeträge
2,66 Mio. €Größter Einzelfall: eine Schweizer Großbank
1,7 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Monetary Authority of Singapore (MAS) 4,39 Mio. € 100 % · 3 Fälle

Wofür?

nach Unterthema
  1. Organisationspflichten 4,39 Mio. € 100 % · 3 Fälle

Wen?

nach Branche

Alle Branchen

  1. Finanzdienstleistungen und Versicherungen 4,39 Mio. € 100 % · 3 Fälle

Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
202312,66 Mio. €
202411,7 Mio. €
20250–
2026126.855 €

3 Fälle

18.05.2026 Havenport Investments Pte LtdMAS: Composition gegen Havenport Investments SingapurOrganisationspflichten 26.855 €

Der Fondsmanager Havenport Investments Pte Ltd hatte keinen angemessenen Rahmen zur Steuerung der Risiken der verwalteten Vermögenswerte, unterschritt seine Mindestkapitalanforderung (Base Capital), ohne dies der MAS zu melden, und verletzte Auflagen seiner Capital Markets Services Licence, nach denen ein neues Produkt vorab genehmigt werden und Privatanleger vor dem Einstieg persönlich von unabhängigen Finanzberatern beraten werden mussten. Die MAS verhängte mutmaßlich eine Composition-Geldstrafe von 40.000 SGD; das Unternehmen hat sein Fondsgeschäft für Privatanleger eingestellt und darf seit dem 18. Juli 2024 keine Gelder von Privatanlegern mehr verwalten. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Lizenzauflagen und Kapitalanforderungen gehören in ein laufendes Compliance-Monitoring der Geschäftsleitung; eine Unterschreitung muss sofort gemeldet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Pflichten der Geschäftsleitung bei Lizenzauflagen, Kapitalanforderungen und Meldungen an die Aufsicht

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Securities and Futures Act (SFA) und zugehörige Regulations; Auflagen der Capital Markets Services Licence
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
18.05.2026

Originalbetrag 40.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.05.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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02.12.2024 JPMorgan Chase Bank, N.A.MAS: 2,4 Mio. SGD Civil Penalty gegen JPMorgan wegen überhöhter Anleihe-Spreads SingapurOrganisationspflichten 1,7 Mio. €

Kundenberater von JPMorgan Chase Bank, N.A. legten bei 24 außerbörslichen Anleihegeschäften zwischen November 2018 und September 2019 Preisbestandteile falsch oder unvollständig offen, sodass Kunden höhere als die vereinbarten Spreads zahlten (Verstoß gegen s 201(c) und (d) SFA). Die Bank räumte ihre Haftung nach s 236C SFA ein, weil sie mangels angemessener Prozesse und Kontrollen das Fehlverhalten weder verhindert noch aufgedeckt hatte, zahlte der MAS mutmaßlich eine Civil Penalty von 2,4 Mio. SGD und erstattete den Kunden die zu viel berechneten Gebühren. Betrag und Sachverhalt sind nicht an der Primärseite bestätigt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Kundenberatern Spielraum bei der Preisgestaltung lässt, muss die Einhaltung vereinbarter Konditionen systematisch kontrollieren – sonst haftet das Institut für deren Fehlverhalten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Korrekte und vollständige Offenlegung von Preisen und Spreads gegenüber Kunden

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
ss 201(c), 201(d), 232 und 236C Securities and Futures Act (SFA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
fahrlässig
Veröffentlicht
02.12.2024

Originalbetrag 2.400.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 02.12.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink

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28.12.2023 eine Schweizer GroßbankSchweizer Großbank: 3,9 Mio. SGD, weil Kundenberater überhöhte Spreads verschwiegen SingapurOrganisationspflichtenanonymisiert 2,66 Mio. €

Kundenberater der Singapurer Niederlassung machten Kunden bei 39 außerbörslichen Anleihegeschäften falsche oder unvollständige Angaben nach dem Handel, sodass diese höhere als die vereinbarten Spreads zahlten. Die MAS verhängte am 28. Dezember 2023 eine zivilrechtliche Geldstrafe von 3,9 Mio. SGD gegen die Bank, weil sie keine ausreichenden Kontrollen wie eine Nachhandelsüberwachung hatte, um das Fehlverhalten zu verhindern oder aufzudecken. Die Bank räumte ihre Haftung ein, zahlte sofort und entschädigte die betroffenen Kunden gesondert.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Banken müssen die Preisangaben ihrer Kundenberater nach dem Handel überwachen, sonst haften sie selbst für deren Fehlverhalten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Faire und transparente Preisangaben im Private Banking

Behörde / Gericht
Monetary Authority of Singapore (MAS)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
Rechtsgrundlage
Securities and Futures Act 2001, s 236C i. V. m. ss 201(c), 201(d); Civil Penalty nach s 232 SFA
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
fahrlässig
Mildernde Umstände
Haftung eingeräumt, Strafe sofort gezahlt, betroffene Kunden entschädigt und interne Kontrollen verstärkt.
Veröffentlicht
28.12.2023

Originalbetrag 3.900.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.12.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 28.12.2025 · Direktlink

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