Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 756 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach Behörde- Financial Conduct Authority (FCA) 31,8 Mio. € 100 % · 6 Fälle
Wofür?
nach UnterthemaWen?
nach BrancheAlle Branchen
Wann?
je Quartal, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| Q3 2023 | 0 | — |
| Q4 2023 | 0 | — |
| Q1 2024 | 0 | — |
| Q2 2024 | 0 | — |
| Q3 2024 | 0 | — |
| Q4 2024 | 2 | 15,8 Mio. € |
| Q1 2025 | 0 | — |
| Q2 2025 | 0 | — |
| Q3 2025 | 0 | — |
| Q4 2025 | 1 | 353.702 € |
| Q1 2026 | 3 | 15,7 Mio. € |
| Q2 2026 | 0 | — |
| Q3 2026 | 0 | — |
6 Fälle
27.03.2026 Dinosaur Merchant Bank LimitedDinosaur Merchant Bank: 338.000 GBP – CFD-Handel ohne Marktmissbrauchsüberwachung 389.760 €
Nach Einführung eines neuen Ordersystems im Juni 2024 wurden CFD-Geschäfte mit einem Basiswert von rund 3,05 Mrd. USD nicht von der automatisierten Handelsüberwachung erfasst. Die Bank erkannte den Fehler im Oktober 2024, behob ihn aber erst im Mai 2025; die FCA verhängte nach 30 % Kooperationsnachlass 338.000 GBP.
Bei jeder Systemumstellung muss geprüft werden, ob die Überwachungssysteme die neuen Datenströme tatsächlich erfassen.
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- Art. 16 Abs. 2 UK MAR; SYSC 6.1.1R; FCA Principle 3
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Volle Kooperation (30 % Nachlass); CFD-Geschäft im Mai 2025 eingestellt.
Originalbetrag 338.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.03.2026.
- FCA fines Dinosaur Merchant Bank Limited for market abuse surveillance failures (27.03.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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03.03.2026 John Wood Group PLCJohn Wood Group: fehlerhafte Finanzergebnisse veröffentlicht – knapp 13 Mio. GBP 14,9 Mio. €
Der Energiedienstleister veröffentlichte fehlerhafte Ergebnisse für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 sowie das Halbjahr 2024; Bilanzierungsentscheidungen waren vom Wunsch geprägt, frühere Zahlen zu halten, Systeme und Kontrollen waren unzureichend. Die FCA verhängte 12.993.700 GBP (ohne 30 % Nachlass 18.562.500 GBP).
Bilanzielle Ermessensentscheidungen dürfen sich nicht an bereits kommunizierten Zahlen ausrichten – das ist ein Kontroll-, kein Rechenfehler.
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
- Rechtsgrundlage
- Listing Rule 1.3.3R; Listing Principle 1
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Mildernde Umstände
- 30 % Nachlass für frühe Einigung und Anerkennung der Feststellungen
- Veröffentlicht
- 04.03.2026
Originalbetrag 12.993.700 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.03.2026.
- FCA fines John Wood Group PLC for issuing misleading statements Pressemitteilung einer Behörde
- 2026 fines Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- FCA Final Notice: John Wood Group PLC (3 March 2026) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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07.01.2026 Richard Adam und Zafar Khan (ehem. Finanzvorstände der Carillion plc, in Liquidation)Carillion: frühere Finanzvorstände persönlich wegen irreführender Mitteilungen bestraft 429.017 €
Die früheren Finanzvorstände Richard Adam und Zafar Khan handelten leichtfertig und waren an Verstößen des Baukonzerns gegen MAR und Listing Rules beteiligt: Die Finanzberichterstattung zum britischen Baugeschäft war unzutreffend, der Board wurde über ernste Probleme nicht informiert. Geldbußen: 232.800 GBP (Adam) und 138.900 GBP (Khan).
Finanzvorstände haften persönlich, wenn sie bekannte Probleme nicht an den Board eskalieren und geschönte Zahlen veröffentlichen lassen.
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 15 MAR (Marktmanipulation durch falsche Informationen); Listing Rule 1.3.3R; Listing Principle 1; Premium Listing Principle 2
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Bau und Immobilien
- Haftung von Führungskräften
- Richard Adam (Finanzvorstand bis 2016): 232.800 GBP; Zafar Khan (Finanzvorstand 2017): 138.900 GBP
Originalbetrag 371.700 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 07.01.2026.
- FCA fines former finance directors of Carillion plc Pressemitteilung einer Behörde
- 2026 fines Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- FCA Final Notice: Richard Adam (7 January 2026) Entscheidung einer Behörde
- FCA Final Notice: Zafar Khan (7 January 2026) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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19.12.2025 Russel Gerrity (Berater; Handel in Chariot Oil & Gas und Eco (Atlantic) Oil and Gas)Öl- und Gasberater handelt mit Wissen über Bohrergebnisse – Insiderhandel 353.702 €
Ein Berater mit Zugang zu vertraulichen Bohrergebnissen kaufte zwischen 2018 und 2022 Aktien von Chariot Oil & Gas und Eco (Atlantic) Oil and Gas vor positiven Meldungen und verkaufte einmal vor einer negativen. Die FCA verhängte 309.843 GBP (128.765 GBP Gewinnabschöpfung, 181.078 GBP Strafe); ausgelöst wurde die Untersuchung durch Verdachtsmeldungen (STOR) eines Finanzunternehmens.
Externe Berater mit Zugang zu Projekt- oder Explorationsdaten gehören auf die Insiderliste und müssen über Handelsverbote belehrt werden.
Insiderhandelsverbot für externe Berater mit Projektzugang
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 14(a) UK MAR
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Verschulden
- vorsätzlich
- Mildernde Umstände
- 30 % Nachlass für Einigung im frühen Verfahrensstadium
- Veröffentlicht
- 16.01.2026
Originalbetrag 309.843 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.12.2025.
- FCA fines oil rig consultant £309,843 for insider dealing Pressemitteilung einer Behörde
- 2025 fines Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- FCA Final Notice: Russel Gerrity (19 December 2025) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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26.11.2024 Macquarie Bank Limited, London BranchMacquarie Bank London: 13 Mio. GBP – Händler verbarg über 400 fiktive Geschäfte 15,6 Mio. €
Ein Händler des Metall- und Rohstoffdesks konnte von Juni 2020 bis Februar 2022 über 400 fiktive Geschäfte erfassen und drei zentrale interne Kontrollen umgehen, um Verluste zu verbergen; die Schwachstellen waren der Bank teilweise bekannt, wurden aber nicht rechtzeitig behoben. Die Abwicklung kostete rund 57,8 Mio. USD; die FCA verhängte 13 Mio. GBP gegen die Bank und sperrte den Händler Travis Klein.
Bekannte Kontrollschwächen im Handel müssen mit Frist und Verantwortlichem geschlossen werden – sonst wird aus einem Einzeltäter ein Organisationsversagen.
Kontrollumgehung im Handel erkennen und melden
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Organisationspflichten
- Rechtsgrundlage
- FCA Principles for Businesses, Principle 3 (Systeme und Kontrollen); s. 206 Financial Services and Markets Act 2000
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Haftung von Führungskräften
- Händler mit Berufsverbot belegt; Geldbuße gegen ihn wegen Härtefall nicht verhängt.
Originalbetrag 13.031.400 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.11.2024.
- FCA: MBL fined £13m for serious control failures that allowed trader to conceal over 400 fictitious trades (26.11.2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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26.11.2024 András Sebők (ehem. Chief Supply Chain Officer der Wizz Air Holdings plc)Wizz Air: Führungskraft handelt in Sperrfristen und meldet Eigengeschäfte nicht 147.940 €
Der frühere Chief Supply Chain Officer András Sebők tätigte 2019–2020 115 Geschäfte in Wizz-Air-Aktien im Wert von über 4 Mio. GBP, teils in den 30-tägigen Closed Periods vor Ergebnisveröffentlichungen, und meldete sie nicht binnen drei Geschäftstagen. Erste FCA-Strafe gegen eine Führungsperson (PDMR) wegen Handels in der Closed Period: 123.500 GBP.
Führungspersonen brauchen jährliche Belehrung und ein Pre-Clearance-Verfahren für eigene Aktiengeschäfte, einschließlich der Closed Periods.
Directors' Dealings: Closed Periods und Meldepflichten von Führungspersonen
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
- Rechtsgrundlage
- Art. 19 MAR
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Transport, Logistik und Schifffahrt
- Mildernde Umstände
- 30 % Nachlass für Einigung
- Haftung von Führungskräften
- András Sebők (ehem. Chief Supply Chain Officer): 123.500 GBP
- Veröffentlicht
- 27.11.2024
Originalbetrag 123.500 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.11.2024.
- FCA fines former airline executive £123,500 Pressemitteilung einer Behörde
- Primary Markets enforcement outcomes Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- FCA Final Notice: András Sebők (26 November 2024) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink