Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

5Fälle aus 1 Jurisdiktion
41,3 Mio. €Summe der Geldbeträge
33,5 Mio. €Größter Einzelfall: Archer-Daniels-Midland Company (ADM)
2,83 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Region

Alle Jurisdiktionen

  1. USA 41,3 Mio. € 100 % · 5 Fälle

Wofür?

nach Unterthema
  1. Veröffentlichungs- und Meldepflichten 37,8 Mio. € 92 % · 3 Fälle
  2. Marktmissbrauch und Insiderhandel 3,51 Mio. € 8 % · 2 Fälle

Wen?

nach Unternehmen
  1. Archer-Daniels-Midland Company (ADM) 33,5 Mio. € 81 % · 1 Fall
  2. Anonymisierte Unternehmen 7,78 Mio. € 19 % · 4 Fälle

Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
202312,83 Mio. €
202434,95 Mio. €
20250–
2026133,5 Mio. €

5 Fälle

27.01.2026 Archer-Daniels-Midland Company (ADM)ADM: geschönte Segmentergebnisse im Bereich Nutrition – 40 Mio. USD Strafe USAVeröffentlichungs- und Meldepflichten 33,5 Mio. €

ADM hatte die Ergebnisse des Segments Nutrition über nachträgliche konzerninterne Rabatte und Preisanpassungen künstlich erhöht, um Wachstumsziele von 15 bis 20 % zu zeigen. ADM zahlt 40 Mio. USD Zivilstrafe.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Konzerninterne Verrechnungspreise und nachträgliche Segmentanpassungen brauchen eine unabhängige Kontrolle, wenn Segmente öffentlich als Wachstumstreiber beworben werden.

Behörde / Gericht
U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
Rechtsgrundlage
Antifraud-, Reporting-, Buchführungs- und interne Kontrollvorschriften der US-Bundeswertpapiergesetze (Settled Order der SEC)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Mildernde Umstände
Kooperation und Abhilfemaßnahmen von ADM wurden berücksichtigt
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.

Originalbetrag 40.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.01.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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27.09.2024 ein singapurisches Agrar-LieferkettenunternehmenAgrarhändler: 3,25 Mio. USD wegen verspätet gemeldeter Baumwollverkäufe USAVeröffentlichungs- und Meldepflichtenanonymisiert 2,91 Mio. €

Die CFTC verhängte gegen das in Singapur ansässige Agrar-Lieferkettenunternehmen eine Geldbuße von 3.250.000 USD. Tochtergesellschaften meldeten im August und September 2021 fünf Verkäufe von mehr als 375.000 Ballen US-Baumwolle im Wert von über 190 Mio. USD an einen asiatischen Abnehmer ein bis fünf Wochen zu spät an das US-Landwirtschaftsministerium und ließen sie in sieben Meldungen auf Form 304 an die CFTC aus. Nach der Anordnung geschah dies wissentlich oder leichtfertig, obwohl das Unternehmen wusste, dass solche Verkaufsdaten den Baumwollpreis beeinflussen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Meldepflichtige Verkäufe gehören sofort in die Pflichtmeldungen, gerade bei großen, marktbewegenden Geschäften.

Bezug zu Schulung und Awareness

Rechtzeitige und vollständige Pflichtmeldungen an Behörden

Behörde / Gericht
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
Rechtsgrundlage
Section 6(c)(1)(A) Commodity Exchange Act (7 U.S.C. § 9(1)(A)); CFTC Regulations 19.02(a) und 180.1(a)(4); frühere CFTC Regulation 19.01(a) (17 C.F.R. § 19.01(a) (2020))
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Mildernde Umstände
Die CFTC würdigte die Kooperation des Unternehmens bei den Ermittlungen und die mitgeteilten Abhilfemaßnahmen.
Veröffentlicht
27.09.2024

Originalbetrag 3.250.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.09.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.09.2026 · Direktlink

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10.09.2024 ein US-amerikanischer GetränkekonzernGetränkekonzern: ungenaue Recyclingangaben zu Kaffeekapseln im Jahresbericht USAVeröffentlichungs- und Meldepflichtenanonymisiert 1,36 Mio. €

In den Jahresberichten 2019 und 2020 behauptete der Konzern, Tests bestätigten die Recyclingfähigkeit seiner Kaffeekapseln, verschwieg aber, dass zwei der größten US-Recyclingunternehmen erhebliche Bedenken geäußert und erklärt hatten, die Kapseln derzeit nicht annehmen zu wollen. Der Konzern zahlt 1,5 Mio. USD Zivilstrafe.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Nachhaltigkeitsaussagen in Pflichtberichten müssen vollständig sein – bekannte Einwände von Abnehmern gehören dazu.

Behörde / Gericht
U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Veröffentlichungs- und Meldepflichten
Rechtsgrundlage
Section 13(a) Securities Exchange Act 1934, Rule 13a-1
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft

Originalbetrag 1.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.09.2024.

Quellen

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.09.2026 · Direktlink

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19.08.2024 zwei Gesellschaften eines brasilianischen Zucker- und EnergiekonzernsZuckerkonzern: 750.000 USD wegen konzerninterner Wash Sales bei Zucker-Futures USAMarktmissbrauch und Insiderhandelanonymisiert 679.286 €

Die CFTC verhängte gegen eine brasilianische und eine Schweizer Gesellschaft eines brasilianischen Zucker- und Energiekonzerns gesamtschuldnerisch eine Geldbuße von 750.000 USD. Von März bis September 2022 führten die beiden Konzerngesellschaften 44 Exchange-for-Physical-Geschäfte mit Zucker-Futures an einer US-Terminbörse zwischen nicht unabhängig gesteuerten Konten aus, um physischen Zucker konzernintern zu übertragen; die CFTC wertete sie als verbotene Wash Sales und nicht wettbewerblich ausgeführte Geschäfte. Betroffen waren mehr als 50.000 Kontrakte im Wert von über 1 Mrd. USD; die Unternehmen räumten die Tatsachen ein.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Konzerninterne Übertragungen über die Börse sind Wash Sales, wenn beide Seiten nicht unabhängig gesteuert werden; dafür braucht es andere Wege.

Bezug zu Schulung und Awareness

Wash Sales und konzerninterne Börsengeschäfte

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
Rechtsgrundlage
Section 4c(a)(1) und (2)(A) Commodity Exchange Act (7 U.S.C. § 6c(a)(1), (2)(A)); CFTC Regulation 1.38(a)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Mildernde Umstände
Die CFTC erkannte die mitgeteilte Abhilfe an: Einstellung der konzerninternen EFPs, schriftliches Compliance-Handbuch, Schulungen zum US-Recht, jährliche Schulungsprogramme und zusätzliches Compliance-Personal.
Veröffentlicht
19.08.2024

Originalbetrag 750.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.08.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 19.08.2026 · Direktlink

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23.10.2023 ein US-GetreidehändlerGetreidehändler: 3 Mio. USD wegen versuchter Manipulation von Hafer-Futures USAMarktmissbrauch und Insiderhandelanonymisiert 2,83 Mio. €

Die CFTC verhängte gegen einen Getreidehändler aus Minnesota eine Geldbuße von 3 Mio. USD wegen versuchter Manipulation der Hafer-Futures für Juli 2016 und März 2017. Nach der Anordnung baute der Händler mit Wissen leitender Mitarbeiter große Long-Positionen nahe den spekulativen Positionslimits auf, hielt sie bis in die Lieferperiode und nahm Hafer an, um den Futurespreis anzuheben und bessere Qualität zu niedrigeren Lieferpreisen zu erhalten. Die CFTC erkannte umfangreiche Abhilfemaßnahmen an.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Terminpositionen in die Lieferperiode hält, um den Preis zu beeinflussen, manipuliert – auch in kleinen Agrarmärkten.

Bezug zu Schulung und Awareness

Marktmanipulation im Rohstoff- und Terminhandel

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
Rechtsgebiet
Kapitalmarkt und Finanzaufsicht · Marktmissbrauch und Insiderhandel
Rechtsgrundlage
Section 9(a)(2) Commodity Exchange Act (7 U.S.C. § 13(a)(2))
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Verschulden
vorsätzlich
Mildernde Umstände
Der Händler hat nach der Anordnung Richtlinien und Verfahren überarbeitet und Schulungen für alle im Terminhandel tätigen Personen eingeführt.
Veröffentlicht
23.10.2023

Originalbetrag 3.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.10.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 23.10.2025 · Direktlink

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