Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
Wofür?
nach Maßnahme- Bußgeld 159,1 Mio. € 100 % · 12 Fälle
Wen?
nach BrancheAlle Branchen
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2022 | 2 | 62,3 Mio. € |
| 2023 | 1 | 75,3 Mio. € |
| 2024 | 2 | 3,04 Mio. € |
| 2025 | 6 | 17,9 Mio. € |
| 2026 | 1 | 501.614 € |
12 Fälle
22.09.2026 OTC Link LLCOTC Link: 575.000 USD – Sicherheitsrichtlinien trotz Prüfhinweisen nie fertig 501.614 €
Die Betreiberin des Handelssystems OTC Link ATS hatte von 2016 bis 2025 keine vollständigen, nach Regulation SCI vorgeschriebenen Richtlinien zu Systemsicherheit, Zugriffskontrolle und Schwachstellenmanagement. Obwohl die SEC-Prüfer die Lücken bei mehreren Prüfungen beanstandet hatten, blieben Entwürfe unfertig; die SEC sprach eine Rüge aus und verhängte 575.000 USD.
Prüfungsfeststellungen der Aufsicht müssen mit Frist und Verantwortlichem nachverfolgt werden – wiederholt offene Punkte werden teuer.
- Behörde / Gericht
- U.S. Securities and Exchange Commission (SEC)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Regulation SCI, Rule 1001(a)(1)–(3)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Wiederholungsfall
- ja
Originalbetrag 575.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.09.2026.
- SEC Censures OTC Link LLC for Repeated Compliance Failures Related to Regulation SCI (22.09.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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11.12.2025 Singapore Telecommunications Limited (Singtel)IMDA: 1 Mio. SGD gegen Singtel nach mehrstündigem Ausfall der Festnetztelefonie 660.197 €
Am 8. Oktober 2024 fiel die Festnetztelefonie von Singtel für rund 500.000 Privat- und Geschäftskunden mehr als vier Stunden lang aus; betroffen waren auch Kundenhotlines von Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Banken sowie Notrufdienste. Ursache war, dass die virtualisierten Firewalls des Sprachsystems und eines Überwachungssystems dieselbe Hardware nutzten, sodass eine Überlastung des unzureichend gefilterten Überwachungssystems auch das Sprachsystem störte und die automatische Umschaltung nicht sauber griff; ein Cyberangriff lag nach der Untersuchung nicht vor. Die IMDA verhängte nach dem Telecommunications Act eine Strafe von 1 Mio. SGD, weil der Vorfall für Singtel vermeidbar gewesen sei.
Kritische Dienste brauchen getrennte Komponenten und zuverlässig erprobte Umschaltmechanismen – geteilte Hardware kann den Fehler eines Nebensystems zum Ausfall der Kernleistung machen.
- Behörde / Gericht
- Infocomm Media Development Authority (IMDA)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Telecommunications Act
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 11.12.2025
Originalbetrag 1.000.000 SGD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 11.12.2025.
- IMDA: IMDA Imposes Financial Penalty on Singtel for Fixed Voice Disruption (11.12.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 04.10.2026 · Direktlink
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01.12.2025 One New Zealand Group Limited (One NZ)One NZ: 1,1 Mio. NZD wegen Verstößen gegen den 111-Notrufkodex 543.022 €
Nach einem Verfahren der Commerce Commission verpflichtete der High Court die One New Zealand Group Limited zu einer Geldbuße (pecuniary penalty) von 1.100.000 NZD; zusätzlich zahlt das Unternehmen 100.000 NZD an die Kosten der Behörde, die im Betrag nicht enthalten sind. One NZ räumte zehn Verstöße gegen den 111 Contact Code aus den Jahren 2021 bis 2023 ein, die Informationspflichten, Aufzeichnungen und die regelmäßige Ansprache von Kunden betrafen. Der Kodex soll sicherstellen, dass schutzbedürftige Kunden, deren Festnetzanschluss bei Stromausfall nicht funktioniert, kostenlos eine andere Möglichkeit zum Notruf 111 erhalten.
Wer Kunden von Kupfer- auf neue Festnetztechnik umstellt, muss die Notrufmöglichkeit schutzbedürftiger Kunden bei Stromausfall aktiv nachhalten und lückenlos dokumentieren.
Pflichten gegenüber schutzbedürftigen Kunden beim Notruf während Stromausfällen: informieren, nachfassen, dokumentieren
- Behörde / Gericht
- High Court of New Zealand (Verfahren der Commerce Commission)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Telecommunications Act 2001 (Neuseeland), s 156B; 111 Contact Code
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Mildernde Umstände
- Laut Commerce Commission korrigierte One NZ die Verstöße, sobald es ihr Ausmaß erkannte, und kooperierte vollständig bei der Untersuchung; die Verstöße wurden eingeräumt.
- Veröffentlicht
- 01.12.2025
Originalbetrag 1.100.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 01.12.2025.
- Commerce Commission – One NZ ordered to pay $1.1 million for breaching 111 obligations (01.12.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Commerce Commission, Case register – One New Zealand Group Limited (PRJ0047020) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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17.10.2025 Odido Netherlands B.V.Niederlande: 1,52 Mio. Euro gegen Odido – Abhörsystem ohne Sicherheitsplan und Personalprüfung 1,52 Mio. €
Bei Prüfungen 2021/22 stellte die RDI fest, dass der Mobilfunkbetreiber für sein System zur gesetzlichen Telekommunikationsüberwachung keinen vorgeschriebenen Sicherheitsplan hatte, Beschäftigte mit Zugriff nicht ausreichend überprüft waren (fehlende Funktionsbeschreibungen, Geheimhaltungserklärungen, Führungszeugnisse), Unbefugte Zugang zu Abhördaten hatten und Lieferanten digital auf das System zugreifen konnten. Die RDI verhängte 1.518.750 Euro; Odido hat das System inzwischen erneuert.
Bei besonders schutzbedürftigen Systemen sind Sicherheitsplan, Personalüberprüfung und strikt begrenzte Lieferantenzugänge keine Formalie, sondern Kern der Pflicht.
Zugriffsrechte, Personalüberprüfung und Lieferantenzugänge bei sensiblen Systemen
- Behörde / Gericht
- Rijksinspectie Digitale Infrastructuur (RDI)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Telecommunicatiewet Art. 15.4; Besluit beveiliging gegevens telecommunicatie (Bbgt) Art. 2, 3, 4
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Mildernde Umstände
- System erneuert, Risiko unbefugter Zugriffe beseitigt.
- Veröffentlicht
- 17.10.2025
- RDI legt Odido boete op van ruim 1,5 miljoen vanwege onvoldoende beveiligd aftapsysteem Pressemitteilung einer Behörde
- Beschikking tot oplegging bestuurlijke boete Odido (Publieksversie) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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03.07.2025 Telenor Norge ASTelenor Norge: 50 Mio. NOK nach vier Störungen der Notrufnummern im Herbst 2024 4,21 Mio. €
Die Nkom verhängte gegen Telenor Norge eine Verwaltungssanktion (overtredelsesgebyr) von 50.000.000 NOK, weil Notrufe über das Netz des Anbieters an vier Terminen im Herbst 2024 (29. August, 16. September, 17./18. Oktober, 13. November) ganz oder zeitweise scheiterten oder falsch geleitet wurden. Die Aufsicht stellte 22 Verstöße gegen ekomloven, sikkerhetsloven und mehrere Verordnungen fest, darunter unzureichende Risikobewertungen, nicht sicher durchgeführte geplante Arbeiten, unzureichende Redundanz, ungenügende Prüfung eines Unterauftragnehmers und verspätete Meldungen an die Behörde. Im endgültigen Beschluss hielt die Nkom an der im Februar 2025 angekündigten Höhe fest; die Beschwerdefrist lief bis 8. September 2025.
Wer Notrufdienste trägt, muss geplante Netzänderungen mit Risikoanalyse und funktionierender Redundanz absichern, Zulieferer prüfen und Störungen fristgerecht melden.
Geplante Arbeiten an kritischen Netzen: Risikoanalyse, funktionierende Rückfallebene und Meldung an die Aufsicht binnen 30 Minuten
- Behörde / Gericht
- Nasjonal kommunikasjonsmyndighet (Nkom)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- ekomloven (lov 4. juli 2003 nr. 83), sikkerhetsloven (lov 1. juni 2018 nr. 24), ekomforskriften, nummerforskriften, klassifiseringsforskriften, virksomhetssikkerhetsforskriften
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Beschäftigte
- 1.000 bis 9.999
- Veröffentlicht
- 03.07.2025
Originalbetrag 50.000.000 NOK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.07.2025.
- Nkom – Opprettholder millionbot mot Telenor (03.07.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Nkom – Tilsynsrapporten mot Telenor er klar: Varsler bot på 50 millioner kroner (27.02.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Nkom – Tilsynsrapport Telenor, offentlig sammendrag av sikkerhetsgradert tilsynsrapport (foreløpig), 27.02.2025 Entscheidung einer Behörde
- Brønnøysundregistrene, Enhetsregisteret – Telenor Norge AS (org.nr. 976967631), antall ansatte Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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20.03.2025 The London Metal Exchange (LME)London Metal Exchange: 9,2 Mio. GBP – Kontrollen und Eskalation im Nickel-Chaos versagt 11 Mio. €
Als der Nickelpreis am 8. März 2022 binnen gut einer Stunde auf über 100.000 USD stieg, waren in den Asien-Handelsstunden nur jüngere Beschäftigte im Dienst, die nicht darauf geschult waren, einen ungeordneten Markt zu erkennen; sie eskalierten nicht und schalteten sogar Preisbänder ab. Die FCA verhängte gegen die anerkannte Börse erstmals eine Geldbuße: 9,2 Mio. GBP nach 30 % Nachlass.
Kritische Infrastruktur braucht rund um die Uhr geschultes Personal und klare Eskalationswege – auch in Nacht- und Randzeiten.
Eskalation ungewöhnlicher Marktlagen; Schulung von Schichtpersonal
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- FCA REC 2.5.1 (Recognition Requirements); Art. 18 RTS 7 (MiFID II)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Frühe Einigung (30 % Nachlass); Verbesserungen seit März 2022.
Originalbetrag 9.200.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.03.2025.
- FCA: First FCA enforcement action and fine against Recognised Investment Exchange (20.03.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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07.01.2025 City of Boardman (Oregon)City of Boardman: 8.770 USD – Risikobewertung des Wasserwerks war eine leere Vorlage 8.438 €
Die EPA (Region 10) verhängte gegen die Stadt Boardman (Oregon), deren Trinkwassersystem rund 4.490 Menschen versorgt, per Consent Agreement and Final Order eine Geldbuße (civil penalty) von 8.770 USD. Nach Darstellung der EPA hatte die Stadt die nach dem Safe Drinking Water Act vorgeschriebene Risiko- und Resilienzbewertung und den Notfallplan nicht rechtzeitig erstellt und eine EPA-Anordnung von 2022 nicht erfüllt: Bei einer Inspektion im April 2024 war die Bewertung eine leere Vorlage, der Notfallplan stammte von 2005 und enthielt keinen Abschnitt zur Cybersicherheit. Die Stadt erkannte die Zuständigkeit an, ohne die Sachvorwürfe einzuräumen oder zu bestreiten, und verzichtete auf Rechtsmittel. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.
Pflichtbewertungen zu Anlagen- und Cybersicherheit müssen inhaltlich erarbeitet und aktuell gehalten werden – eine bloß bescheinigte Vorlage erfüllt die Pflicht nicht.
Risiko- und Resilienzbewertung inklusive Cybersicherheit tatsächlich erstellen und den Notfallplan aktuell halten
- Behörde / Gericht
- U.S. Environmental Protection Agency (EPA), Region 10
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Safe Drinking Water Act Section 1433(a) und (b) (42 U.S.C. § 300i-2) sowie Section 1414(g)(3)(A); Strafe nach Section 1414(g)(3)(B) (42 U.S.C. § 300g-3(g)(3)(B))
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 07.01.2025
Originalbetrag 8.770 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 07.01.2025.
- EPA Region 10 – Consent Agreement, In the Matter of City of Boardman, Docket No. SDWA-10-2025-0022 (eingereicht 07.01.2025) Entscheidung einer Behörde
- EPA Region 10 – Final Order, City of Boardman, Docket No. SDWA-10-2025-0022 (07.01.2025) Entscheidung einer Behörde
- EPA Administrative Enforcement Dockets – SDWA-10-2025-0022 (Status Closed, Payment Received) Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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01.10.2024 eine US-Swap-HandelsplattformSwap-Handelsplattform: 875.000 USD, weil Notfall- und Sicherheitstests nicht vor den Vorstand kamen 789.284 €
Eine US-Swap-Handelsplattform informierte ihr Board nicht vollständig über Ergebnisse von Notfall-, Technik-Risiko- und Penetrationstests, testete ihre Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Fähigkeiten nicht regelmäßig und hatte kein angemessenes Risikomanagement. Außerdem legte sie bei einer Prüfung angeforderte Unterlagen trotz Fristverlängerungen nicht rechtzeitig vor; die CFTC verhängte 875.000 USD.
Notfallpläne gelten nur, wenn sie regelmäßig getestet und die Ergebnisse vom gesamten Leitungsorgan zur Kenntnis genommen werden.
- Behörde / Gericht
- Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Commodity Exchange Act; CFTC-Regeln zu System Safeguards für Swap Execution Facilities
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Originalbetrag 875.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 01.10.2024.
- CFTC, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Unternehmensname anonymisiert seit 01.10.2026 · Direktlink
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21.05.2024 ein niederländischer TelekommunikationsanbieterNiederlande: 2,25 Mio. Euro gegen Telekommunikationsanbieter wegen unzureichend gesichertem Abhörsystem 2,25 Mio. €
Ein niederländischer Telekommunikationsanbieter traf laut RDI von Oktober 2021 bis Dezember 2022 nicht die nötigen Maßnahmen, um Daten aus der gesetzlichen Telekommunikationsüberwachung vor Unbefugten zu schützen: Der Sicherheitsplan genügte nicht, Personal mit Zugriff war unzureichend überprüft (fehlende Funktionsbeschreibungen, Geheimhaltungserklärungen, Führungszeugnisse), und logische wie physische Zugangskontrollen waren mangelhaft. Ein tatsächlicher unbefugter Zugriff wurde nicht festgestellt; die Buße beträgt 2,25 Mio. Euro.
Schnittstellen für Behördenzugriffe sind Hochrisikosysteme; Zugriffskontrollen und Überprüfung des Personals müssen dokumentiert und lückenlos sein.
Zugangskontrolle und Personalüberprüfung bei Überwachungsschnittstellen
- Behörde / Gericht
- Rijksinspectie Digitale Infrastructuur (RDI)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Telecommunicatiewet Art. 15.4; Besluit beveiliging gegevens telecommunicatie (Bbgt) Art. 2, 3, 4, 8
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Telekommunikation, IT und Software
- Mildernde Umstände
- Mängel nach Feststellung behoben; kein tatsächlicher unbefugter Zugriff festgestellt.
- Veröffentlicht
- 22.10.2024
- RDI, Nachrichten (Übersicht) (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 21.05.2026 · Direktlink
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14.03.2023 eine schwedische GroßbankGroßbank: 850 Mio. SEK – IT-Änderung ohne Freigabe: falsche Salden, blockierte Zahlungen 75,3 Mio. €
Finansinspektionen erteilte einer schwedischen Großbank eine Anmerkung (anmärkning) und eine Sanktionsgebühr von 850.000.000 SEK, weil die Bank am 28. April 2022 eine Änderung an einem geschäftskritischen IT-System – zur Umsetzung neuer EU-Sanktionen – ohne ihren internen Änderungsprozess vornahm: ohne Freigabe durch das Change Advisory Board, ohne Risikobewertung und ohne Rückfallplan. Der dabei entstandene Fehler stoppte rund 1,7 Mio. Transaktionen auf etwa 1,1 Mio. Konten, führte bei knapp 960.000 Kunden zu falschen Salden und hinderte rund 160.000 Kunden an Zahlungen; weil keine Kontrolle der Bank die Umgehung des Prozesses erkannt hatte, sah die Aufsicht die interne Kontrolle der systemrelevanten Bank als unzureichend an. Erschwerend wertete sie eine frühere Sanktion von 2020 (Kontrolle der Geldwäscheabwehr in Tochterbanken), zugunsten der Bank, dass der Verstoß weder lang andauernd noch systematisch war.
Auch eilige, regulatorisch veranlasste Änderungen an kritischen IT-Systemen gehören durch den regulären Change-Prozess, und Kontrollen müssen erkennen, wenn Einzelne ihn umgehen.
Change-Management: keine Änderung an kritischen IT-Systemen ohne Freigabe, Risikobewertung und Rückfallplan
- Behörde / Gericht
- Finansinspektionen (FI)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- 6 kap. 2 § lagen (2004:297) om bank- och finansieringsrörelse (LBF) i. V. m. 2 kap. 1 § första stycket 5 FFFS 2014:1; Anmärkning nach 15 kap. 1 § LBF, Sanktionsavgift nach 15 kap. 7 § LBF
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Wiederholungsfall
- ja
- Mildernde Umstände
- Kein lang andauernder oder systematischer Verstoß; die Bank hat Maßnahmen zur Stärkung der internen Kontrolle ergriffen und weitere angekündigt.
- Veröffentlicht
- 15.03.2023
Originalbetrag 850.000.000 SEK, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.03.2023.
- Finansinspektionen, Sanktionen (Übersicht) (Entscheidung 2023) Entscheidung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 14.03.2025 · Direktlink
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20.12.2022 eine britische BankBritische Bank: 48,65 Mio. GBP – IT-Migration legte Bankdienste für Millionen Kunden lahm 55,6 Mio. €
Nach der Migration auf eine neue IT-Plattform im April 2018 konnten Kunden in Filialen, am Telefon und online über Monate nur eingeschränkt Bankgeschäfte erledigen; betroffen waren alle Filialen und ein großer Teil der 5,2 Mio. Kunden. FCA und PRA warfen der Bank mangelhafte Planung, Governance und Steuerung des Auslagerungsrisikos vor und verhängten zusammen 48,65 Mio. GBP (FCA 29,75 Mio., PRA 18,9 Mio.).
Große IT-Umstellungen bei Anbietern kritischer Dienste brauchen belastbare Governance, Tests und Notfallpläne – auch für den kritischen Dienstleister.
- Behörde / Gericht
- Financial Conduct Authority (FCA) und Prudential Regulation Authority (PRA)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- FCA- und PRA-Anforderungen an operationelles Risikomanagement, Governance und Auslagerung
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- 30 % Nachlass wegen Einigung; 32,7 Mio. GBP Entschädigung an Kunden bereits gezahlt.
Originalbetrag 48.650.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.12.2022.
- FCA, Final Notices (Übersicht) (Entscheidung 2022) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 20.12.2024 · Direktlink
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29.09.2022 eine US-amerikanische TerminbörseUS-Terminbörse: 6,5 Mio. USD – ohne ausreichende Sicherheitstests 6,7 Mio. €
Die New Yorker Terminbörse hielt von 2017 bis 2021 zentrale System-Safeguard-Pflichten nicht ein: keine Kontrolltests, unzureichende interne und externe Penetrationstests, mangelhafte Technologie-Risikobewertungen ohne Befassung des Boards und eine verspätete Meldung einer sicherheitsrelevanten Systemänderung. Hinzu kamen Meldeverstöße und eine Falschangabe gegenüber der CFTC; wegen Kooperation wurde die Strafe auf 6,5 Mio. USD reduziert.
Börsen und andere Marktinfrastrukturen müssen Sicherheitstests nicht nur durchführen, sondern ihre Ergebnisse nachweisbar vor das Leitungsorgan bringen.
- Behörde / Gericht
- Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
- Rechtsgebiet
- Informationssicherheit und Cyber · Kritische Infrastrukturen
- Rechtsgrundlage
- Commodity Exchange Act; CFTC-Regeln zu System Safeguards für Designated Contract Markets
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Finanzdienstleistungen und Versicherungen
- Mildernde Umstände
- Erhebliche Kooperation und Abhilfe; Strafe deshalb reduziert.
Originalbetrag 6.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 29.09.2022.
- CFTC, Pressemitteilungen (Übersicht) (Entscheidung 2022) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 4 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.09.2024 · Direktlink