Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

19Fälle aus 1 Jurisdiktion
697,2 Mio. €Summe der Geldbeträge
166,7 Mio. €Größter Einzelfall: eine deutsche Großbank mit ihren US-Gesellschaften
14,2 Mio. €Median je Fall mit Betrag

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Wann?

je Jahr, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
202216,13 Mio. €
20236257,2 Mio. €
20243145,2 Mio. €
20256107,8 Mio. €
20263180,9 Mio. €

19 Fälle

03.08.2026 UBS Financial Services Inc.FinCEN: 125 Mio. US-Dollar gegen UBS Financial Services als Wiederholungstäter USAInterne Sicherungsmaßnahmen 108,4 Mio. €

FinCEN verhängte gegen den Broker-Dealer 125 Mio. US-Dollar – die bisher höchste BSA-Strafe gegen einen Broker-Dealer. UBSFS räumte vorsätzliche Verstöße ein: Das AML-Programm genügte nicht, über 50.000 Fremdwährungsüberweisungen von mehr als 10 Mrd. US-Dollar wurden nicht angemessen überwacht und Verdachtsmeldungen unterblieben; es ist bereits die zweite Maßnahme nach 2018.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Nicht behobene Monitoring-Lücken aus einer früheren Maßnahme führen beim zweiten Mal zu einem Vielfachen der ursprünglichen Strafe.

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Bank Secrecy Act (BSA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Verschulden
vorsätzlich
Wiederholungsfall
ja
Mildernde Umstände
Bis zu 15 Mio. US-Dollar (bis 31.05.2028 fälliger Restbetrag) können erlassen werden, soweit UBSFS Kosten für die unabhängige Prüfung ihres AML-Programms trägt und deren Empfehlungen umsetzt
Veröffentlicht
03.08.2026

Originalbetrag 125.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.08.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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06.03.2026 Canaccord Genuity LLCFinCEN: 80 Mio. US-Dollar gegen Canaccord Genuity wegen AML- und Korrespondenzmängeln USAKundensorgfalt 69,2 Mio. €

FinCEN verhängte 80 Mio. US-Dollar gegen den Broker-Dealer, der vorsätzliche BSA-Verstöße einräumte: kein wirksames AML-Programm, keine Sorgfaltsprüfung bei Korrespondenzkonten ausländischer Finanzinstitute und unterlassene Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit Wertpapierbetrug. Zugesagte Abhilfemaßnahmen wurden über Jahre nicht umgesetzt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Schriftlich zugesagte Abhilfe gegenüber der Aufsicht muss tatsächlich und zügig umgesetzt werden – jahrelange Verzögerung verschärft die spätere Sanktion.

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
Bank Secrecy Act (BSA)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Verschulden
vorsätzlich
Veröffentlicht
06.03.2026

Originalbetrag 80.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.03.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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10.02.2026 Paxful Holdings Inc.Kryptoplattform Paxful: 4 Mio. US-Dollar Strafe nach Schuldbekenntnis zu BSA-Verstößen USAInterne Sicherungsmaßnahmen 3,36 Mio. €

Die Peer-to-Peer-Kryptoplattform wurde nach Schuldbekenntnis u. a. wegen Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts und zur Verletzung der AML-Pflichten des Bank Secrecy Act zu einer Strafe von 4 Mio. US-Dollar verurteilt. Angemessen wären 112,5 Mio. US-Dollar gewesen, das DOJ stellte jedoch fehlende Zahlungsfähigkeit fest; FinCEN hatte im Dezember 2025 zusätzlich eine zivilrechtliche Strafe von 3,5 Mio. US-Dollar verhängt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Kryptoplattformen ohne Registrierung und KYC haften strafrechtlich – bis an die Grenze der Zahlungsfähigkeit.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Justice
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Travel Act; Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts und zur Verletzung der AML-Pflichten des Bank Secrecy Act
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Verschulden
vorsätzlich
Mildernde Umstände
Strafe wegen nachgewiesener Zahlungsunfähigkeit von 112,5 Mio. auf 4 Mio. US-Dollar begrenzt
Veröffentlicht
11.02.2026

Originalbetrag 4.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.02.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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09.12.2025 Paxful, Inc. und Paxful USA, Inc.FinCEN: 3,5 Mio. USD gegen Kryptoplattform Paxful wegen fehlender Registrierung und AML USAInterne Sicherungsmaßnahmen 3,01 Mio. €

FinCEN verhängte gegen die Peer-to-Peer-Handelsplattform für virtuelle Währungen Paxful, Inc. und Paxful USA, Inc. eine Civil Money Penalty von 3,5 Mio. USD. Zwischen Februar 2015 und April 2023 unterhielt Paxful kein wirksames AML-Programm für Handelsplattform und gehostete Wallets und meldete verdächtige Transaktionen nicht korrekt und rechtzeitig; zudem ließ das Unternehmen seine Registrierung als Geldtransferdienstleister auslaufen und war von Januar 2017 bis September 2019 (974 Tage) unregistriert tätig. Auf die Strafe werden 1,75 Mio. USD an Zahlungen an das DOJ angerechnet, an FinCEN sind 1,75 Mio. USD zu zahlen. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Krypto-Marktplätze müssen Registrierung samt fristgerechter Erneuerung, Kundenprüfung und Verdachtsmeldungen von Beginn an sicherstellen und mit dem Wachstum mitführen.

Bezug zu Schulung und Awareness

AML-Pflichten von Kryptoplattformen: Registrierung, KYC und Verdachtsmeldungen

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), U.S. Department of the Treasury
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
31 U.S.C. § 5330, § 5318(h)(1), § 5318(g)(1); 31 C.F.R. §§ 1022.380, 1022.210, 1022.320
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
FinCEN berücksichtigte, dass Paxful bei der Untersuchung entgegenkommend war, Auskunftsersuchen vollständig und fristgerecht beantwortete und einer Hemmung der Verjährung zustimmte.

Originalbetrag 3.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.12.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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20.11.2025 Caesars Entertainment, Inc. / Desert Palace, LLC (Caesars Palace)Nevada: 7,8 Mio. US-Dollar gegen Caesars wegen Spielbetrieb eines illegalen Buchmachers USA, NVKundensorgfalt 6,77 Mio. €

Das Nevada Gaming Control Board erhob am 13.11.2025 eine Disziplinarbeschwerde wegen ungeeigneter Betriebsmethoden im Zusammenhang mit einem illegalen Buchmacher und schloss zugleich einen Vergleich über 7,8 Mio. US-Dollar mit Auflagen für die Glücksspielgenehmigungen. Die Auflagen betreffen vor allem die Verbesserung des AML-Programms sowie zusätzliche Schulungen und Sensibilisierung der Beschäftigten; die Nevada Gaming Commission übernahm den Vergleich am 20.11.2025 als ihre Anordnung (Case No. 25-03).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Casino-Mitarbeitende müssen Hochrisiko-Spieler und ungeklärte Mittelherkunft erkennen – Umsatzinteresse darf die AML-Pflichten nicht überstimmen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Herkunft von Spielgeldern prüfen, Hochrisikokunden erkennen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Nevada Gaming Commission (NGC) auf Beschwerde des Nevada Gaming Control Board (NGCB)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
Glücksspielrecht Nevada (unsuitable methods of operation)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Sonstige
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Zahlreiche bereits umgesetzte Abhilfemaßnahmen
Veröffentlicht
13.11.2025

Originalbetrag 7.800.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.11.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 27.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink

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07.08.2025 Paxos Trust Company, LLCNYDFS: 26,5 Mio. US-Dollar gegen Paxos wegen AML-Mängeln im Binance-Geschäft USA, NYKundensorgfalt 22,8 Mio. €

Das NYDFS verhängte gegen den Krypto-Trust eine Strafe von 26,5 Mio. US-Dollar, weil Paxos vor 2023 kein wirksames BSA/AML-Programm unterhielt: KYC-Prüfungen und Risikoeinstufungen waren unzureichend, Transaktionsmonitoring und Verdachtsmeldeverfahren lückenhaft, u. a. im Zusammenhang mit der Geschäftsbeziehung zu Binance, entgegen einer Vereinbarung von 2020. Zusätzlich muss Paxos mindestens 22 Mio. US-Dollar in sein Compliance-Programm investieren.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer Produkte über Partnerplattformen vertreibt, muss deren Kunden- und Transaktionsrisiken in das eigene AML-Programm einbeziehen.

Behörde / Gericht
New York State Department of Financial Services (NYDFS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
New York Banking Law §§ 39, 44; AML-Vorschriften des NYDFS und Bank Secrecy Act
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
07.08.2025

Originalbetrag 26.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 07.08.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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09.07.2025 Wise US, Inc.Sechs US-Bundesstaaten: 4,2 Mio. US-Dollar gegen Wise US wegen AML-Programmmängeln USA, NYVerdachtsmeldungen 3,59 Mio. €

In einem koordinierten Multistate-Verfahren von sechs Bundesstaaten muss der Geldtransferdienst 4,2 Mio. US-Dollar zahlen. Eine Prüfung (Juli 2022 bis September 2023) ergab u. a. fehlende unabhängige AML-Prüfungen in angemessener Frequenz, verspätete Verdachtsmeldungen, Datenqualitätsprobleme im Transaktionsmonitoring und nicht behobene frühere Feststellungen; Wise erkennt keine Rechtsverstöße an und muss einen Lookback durchführen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Feststellungen aus früheren Prüfungen und Audits müssen fristgerecht behoben werden – sonst werden sie zum eigenen Sanktionsgrund.

Behörde / Gericht
New York State Department of Financial Services (NYDFS) mit den Aufsichtsbehörden von CA, MN, NE, TX und MA
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
Rechtsgrundlage
Bundes- und einzelstaatliches Recht zu Geldtransfer und BSA/AML (u. a. 31 CFR 1022.320)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Bereits eingeleitete Abhilfemaßnahmen und Lookback
Veröffentlicht
09.07.2025

Originalbetrag 4.200.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.07.2025.

Quellen

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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10.04.2025 Block, Inc.NYDFS: 40 Mio. US-Dollar gegen Block (Cash App) wegen AML-Mängeln USA, NYKundensorgfalt 36,1 Mio. €

Das NYDFS verhängte gegen den Betreiber von Cash App 40 Mio. US-Dollar wegen gravierender Lücken im BSA/AML-Programm, u. a. unzureichender Kundensorgfalt, fehlender risikobasierter Kontrollen und nicht rechtzeitiger Transaktionsüberwachung. Das schnelle Wachstum 2019/2020 führte zu einem erheblichen Alert-Rückstau; ein unabhängiger Monitor wird eingesetzt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wachstum muss mit Compliance-Kapazität skaliert werden – ein Alert-Rückstau ist ein eigenständiger Aufsichtsverstoß.

Behörde / Gericht
New York State Department of Financial Services (NYDFS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
BSA/AML-, Geldtransfer- und Virtual-Currency-Vorschriften des NYDFS
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Kooperation und bereits eingeleitete Abhilfemaßnahmen
Veröffentlicht
10.04.2025

Originalbetrag 40.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.04.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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31.01.2025 Brink’s Global Services USA, Inc.FinCEN: 37 Mio. USD gegen Brink's wegen Bargeldtransporten ohne AML-Programm USAInterne Sicherungsmaßnahmen 35,6 Mio. €

FinCEN verhängte gegen Brink’s Global Services USA, Inc. eine Civil Money Penalty von 37 Mio. USD. Das Unternehmen hatte von Oktober 2018 bis Oktober 2020 Bargeld aus Mexiko an Dritte in den USA und Spanien transportiert und damit als Geldtransferdienstleister (MSB) gehandelt, ohne sich bei FinCEN zu registrieren, ein AML-Programm einzurichten oder Verdachtsmeldungen abzugeben; die Transporte entsprachen rund 800 Mio. USD. Auf die Strafe werden 20 Mio. USD angerechnet, die Brink’s im Rahmen eines Non-Prosecution Agreement an das DOJ zahlt; an FinCEN sind 17 Mio. USD zu zahlen. Die Feststellungen in dieser Fassung sind mutmaßlich; ein abschließendes Urteil liegt ihr nicht zugrunde.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer für Dritte Bargeld grenzüberschreitend bewegt, muss prüfen, ob er als Geldtransferdienstleister registrierungs- und meldepflichtig ist.

Bezug zu Schulung und Awareness

Registrierungs- und Meldepflichten für Bargeldtransport und Geldtransfer

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), U.S. Department of the Treasury
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
31 U.S.C. § 5330 und § 5318(h)(1), (g); 31 C.F.R. §§ 1022.380, 1022.210 sowie Pflicht zu Verdachtsmeldungen nach 31 C.F.R. Part 1022
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Transport, Logistik und Schifffahrt
Mildernde Umstände
FinCEN berücksichtigte, dass das Unternehmen mit der Behörde kooperierte und einer Hemmung der Verjährung zustimmte.
Veröffentlicht
06.02.2025

Originalbetrag 37.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 31.01.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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22.10.2024 Sahara Dunes Casino, LP (Lake Elsinore Hotel and Casino)FinCEN: 900.000 US-Dollar gegen Kartenclub Lake Elsinore wegen fehlender Meldungen USAVerdachtsmeldungen 831.716 €

FinCEN verhängte 900.000 US-Dollar gegen den kalifornischen Kartenclub, der vorsätzliche Verstöße über mehr als viereinhalb Jahre einräumte: kein wirksames AML-Programm, fehlende Bargeld- (CTR) und Verdachtsmeldungen (SAR) sowie Aufzeichnungsmängel. Die Verstöße gingen auf Entscheidungen des Managements zurück.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auch kleine Casinos und Kartenclubs müssen Bargeldmeldungen und Verdachtsmeldungen lückenlos abgeben – Managemententscheidungen dagegen gelten als vorsätzlich.

Bezug zu Schulung und Awareness

Bargeld- und Verdachtsmeldungen im Glücksspielbetrieb

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
Rechtsgrundlage
Bank Secrecy Act (BSA) und Durchführungsbestimmungen
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Sonstige
Verschulden
vorsätzlich
Haftung von Führungskräften
Verstöße beruhten laut FinCEN auf Entscheidungen des Managements
Veröffentlicht
23.10.2024

Originalbetrag 900.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.10.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink

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10.10.2024 eine kanadische GroßbankFederal Reserve: 123,5 Mio. US-Dollar gegen kanadische Großbank wegen AML-Aufsichtsversagen USAInterne Sicherungsmaßnahmenanonymisiert 113 Mio. €

Die Federal Reserve verhängte 123,5 Mio. US-Dollar gegen eine kanadische Großbank als Konzernmutter, weil sie Risikomanagement und Aufsicht über ihr US-Retailgeschäft vernachlässigte, sodass eine US-Tochter zur Wäsche von Hunderten Millionen Dollar genutzt wurde. Die Bank muss das AML-Programm in die USA verlagern und eine unabhängige Überprüfung von Board und Management beauftragen; die Sanktionen aller beteiligten Behörden (DOJ, FinCEN, OCC) summieren sich auf rund 3,09 Mrd. US-Dollar.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Konzernmütter haften für eine wirksame AML-Aufsicht über ihr Auslandsgeschäft; Versäumnisse dort können zu Sanktionen in Milliardenhöhe führen.

Behörde / Gericht
Board of Governors of the Federal Reserve System
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
US-Anti-Geldwäschegesetze (laut Federal Reserve)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Haftung von Führungskräften
Unabhängige Überprüfung von Board und Management angeordnet
Veröffentlicht
10.10.2024

Originalbetrag 123.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 10.10.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Unternehmensname anonymisiert seit 10.10.2026 · Direktlink

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27.08.2024 eine europäische GroßbankNYDFS: 35 Mio. USD gegen eine europäische Großbank wegen AML-Mängeln in Auslandsfilialen USA, New YorkKundensorgfaltanonymisiert 31,4 Mio. €

Das NYDFS verhängte gegen eine europäische Großbank und ihre New Yorker Niederlassung eine Geldstrafe von mutmaßlich 35 Mio. USD. Die Bank hatte in mehreren Auslandsfilialen kein wirksames AML-Programm unterhalten, Korrespondenzbank- und RMA-Beziehungen nicht ausreichend geprüft und keine angemessene Transaktionsüberwachung betrieben; zudem half sie Kunden bei der Einrichtung Hunderter Offshore-Konten.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

AML-Schwächen einzelner Auslandseinheiten fallen auf den ganzen Konzern zurück und müssen konzernweit gesteuert werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Konzernweite Geldwäscheprävention und Due Diligence bei Korrespondenzbanken

Behörde / Gericht
New York State Department of Financial Services (NYDFS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
3 N.Y.C.R.R. § 116.2; 3 N.Y.C.R.R. § 504.3 (so zitiert); New York Banking Law §§ 39, 44
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Mildernde Umstände
Das NYDFS gewichtete die umfassende Kooperation der Bank während der Untersuchung und ihre Sanierungsbemühungen, einschließlich erheblicher Investitionen in Compliance-Ressourcen, erheblich.
Veröffentlicht
27.08.2024

Originalbetrag 35.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 27.08.2024.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 27.08.2026 · Direktlink

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16.10.2023 eine US-amerikanische GeschäftsbankFederal Reserve: 14,5 Mio. USD gegen US-Geschäftsbank wegen Prepaid-Konten USAKundensorgfaltanonymisiert 13,7 Mio. €

Die Federal Reserve erließ gegen eine US-amerikanische Geschäftsbank eine Unterlassungsanordnung und eine Civil Money Penalty von 14.478.676 USD. Die Bank hatte 2020 über einen externen Programmmanager Prepaid-Kartenkonten eröffnet, ohne die Identität der Antragsteller nach der Customer-Identification-Program-Regel ausreichend zu prüfen, und dieses Drittanbieterprogramm nicht angemessen überwacht. Täter nutzten die Konten mit gestohlenen Identitäten, um mehr als 300 Mio. USD an staatlichen Arbeitslosenleistungen zu erlangen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Bei Fintech-Partnerschaften bleibt die Bank für Identitätsprüfung und Betrugsabwehr verantwortlich, auch wenn ein Programmmanager die Konten vertreibt.

Bezug zu Schulung und Awareness

Identitätsprüfung und Drittanbieter-Risikomanagement bei Fintech-Programmen

Behörde / Gericht
Board of Governors of the Federal Reserve System
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
Customer Identification Program Rule, 31 C.F.R. § 1020.220; Federal Deposit Insurance Act (12 U.S.C. § 1818(b) und (i))
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
19.10.2023

Originalbetrag 14.478.676 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 16.10.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 16.10.2025 · Direktlink

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29.09.2023 die US-Tochterbank einer ausländischen BankFinCEN: 15 Mio. USD gegen US-Tochter einer ausländischen Bank wegen Monitoring-Rückständen USAVerdachtsmeldungenanonymisiert 14,2 Mio. €

FinCEN verhängte gegen die US-Tochterbank einer ausländischen Bank eine Civil Money Penalty von mutmaßlich 15 Mio. USD. Zwischen April 2016 und März 2021 unterhielt die Bank kein ausreichendes AML-Programm, baute zeitweise erhebliche Rückstände in der Transaktionsüberwachung auf und meldete verdächtige Transaktionen nicht korrekt und rechtzeitig.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wachsende Alert-Rückstände in der Transaktionsüberwachung sind ein Warnsignal, auf das Leitung und Aufsichtsgremium mit zusätzlichen Ressourcen reagieren müssen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Rückstände in der Transaktionsüberwachung und fristgerechte Verdachtsmeldungen

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), U.S. Department of the Treasury
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
Rechtsgrundlage
31 U.S.C. § 5318(h), § 5318(g); 31 C.F.R. §§ 1020.210, 1020.320
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
29.09.2023

Originalbetrag 15.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 29.09.2023.

Quellen

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 29.09.2025 · Direktlink

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15.09.2023 eine AuslandsbankFinCEN: 15 Mio. USD gegen eine Auslandsbank wegen Korrespondenzbank- und SAR-Mängeln USAKundensorgfaltanonymisiert 14,1 Mio. €

FinCEN verhängte gegen eine Auslandsbank eine Civil Money Penalty von mutmaßlich 15 Mio. USD. Zwischen Oktober 2015 und Mai 2022 meldete die Bank verdächtige Transaktionen nicht, unterhielt kein ausreichendes Due-Diligence-Programm für Korrespondenzkonten ausländischer Finanzinstitute und ab März 2021 kein wirksames AML-Programm. Die in Abwicklung befindliche Bank muss zudem ihre Lizenz zurückgeben.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Korrespondenzbeziehungen zu ausländischen Instituten in Hochrisikoregionen verlangen eine eigene, tatsächlich gelebte Due-Diligence und laufende Überwachung.

Bezug zu Schulung und Awareness

Sorgfaltspflichten bei Korrespondenzbankbeziehungen in Hochrisikoregionen

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), U.S. Department of the Treasury
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Kundensorgfalt
Rechtsgrundlage
31 U.S.C. § 5318(g), (h), (i); 31 C.F.R. §§ 1020.320, 1010.610, 1020.210
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
15.09.2023

Originalbetrag 15.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.09.2023.

Quellen

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 07.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 15.09.2025 · Direktlink

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13.07.2023 eine deutsche Großbank mit ihren US-GesellschaftenFederal Reserve: 186 Mio. USD gegen deutsche Großbank wegen verschleppter AML-Sanierung USAInterne Sicherungsmaßnahmenanonymisiert 166,7 Mio. €

Die Federal Reserve erließ gegen eine deutsche Großbank, ihre New Yorker Niederlassung und US-Gesellschaften eine Unterlassungsanordnung und eine Civil Money Penalty von 186.392.035 USD. Davon entfallen 140.192.035 USD auf Verstöße gegen die Aufsichtsanordnungen von 2015 (Sanktions-Compliance) und 2017 (Geldwäsche), bei deren Umsetzung die Bank zu wenig Fortschritt gemacht hatte, und 46.200.000 USD auf Governance- und AML-Kontrollmängel in der früheren Korrespondenzbeziehung zur estnischen Filiale einer dänischen Großbank, für die die US-Tochter von 2007 bis 2015 Transaktionen über mehr als 267 Mrd. USD abwickelte.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer unter einer Aufsichtsanordnung steht, muss die Sanierung nachweisbar abschließen – fehlender Fortschritt wird selbst zum Sanktionsgrund.

Bezug zu Schulung und Awareness

Umsetzung aufsichtlicher Sanierungsauflagen und Korrespondenzbank-Risiken

Behörde / Gericht
Board of Governors of the Federal Reserve System
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Section 8(b) und 8(i)(2) Federal Deposit Insurance Act (12 U.S.C. § 1818); Anordnungen des Board of Governors vom 04.11.2015 und 26.05.2017
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
10.000 und mehr
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
19.07.2023

Originalbetrag 186.392.035 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 13.07.2023.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 08.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 13.07.2025 · Direktlink

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26.04.2023 eine US-Treuhand- und VerwahrgesellschaftFinCEN: 1,5 Mio. USD gegen Treuhandgesellschaft wegen unterlassener Verdachtsmeldungen USAVerdachtsmeldungenanonymisiert 1,36 Mio. €

FinCEN verhängte gegen eine Treuhand- und Verwahrgesellschaft eine Civil Money Penalty von mutmaßlich 1,5 Mio. USD. Zwischen Februar 2016 und März 2021 hatte sie ein Geschäftsfeld mit internationalen Kunden erhöhten Geldwäscherisikos aufgebaut, verdächtige Vorgänge aber nur manuell geprüft und zu Hunderten auffälligen Transaktionen keine Verdachtsmeldung abgegeben.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer in ein risikoreicheres Geschäftsfeld expandiert, muss die Prozesse für Verdachtsmeldungen vorher auf das neue Volumen und Risiko auslegen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Verdachtsmeldungen bei Expansion in risikoreichere Geschäftsfelder

Behörde / Gericht
Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), U.S. Department of the Treasury
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Verdachtsmeldungen
Rechtsgrundlage
31 U.S.C. § 5318(g); 31 C.F.R. § 1020.320
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Beschäftigte
50 bis 249
Mildernde Umstände
Bei der Höhe der Strafe berücksichtigte FinCEN die finanziellen Mittel des Unternehmens.
Veröffentlicht
26.04.2023

Originalbetrag 1.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 26.04.2023.

Quellen

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04.01.2023 ein US-amerikanischer FinanzdienstleisterNYDFS: 50 Mio. USD Strafe und Compliance-Auflagen für einen Finanzdienstleister USA, New YorkInterne Sicherungsmaßnahmenanonymisiert 47,2 Mio. €

Das New York State Department of Financial Services verhängte gegen einen US-amerikanischen Finanzdienstleister eine Geldstrafe von mutmaßlich 50 Mio. USD, weil ihr BSA/AML-Programm und ihre Transaktionsüberwachung unzureichend waren, sie damit unsicher und unsolide wirtschaftete und einen Cybersicherheitsvorfall nicht ordnungsgemäß meldete. Zusätzlich verpflichtete sich das Unternehmen zu weiteren Investitionen in sein Compliance-Programm.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wächst ein Unternehmen schneller als ihre Compliance, drohen neben Bußgeldern verbindliche Investitionspflichten in Kontrollen.

Bezug zu Schulung und Awareness

AML-Programm und Meldung von Cybervorfällen bei Finanzdienstleistern

Behörde / Gericht
New York State Department of Financial Services (NYDFS)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
New York Banking Law §§ 39, 44; Financial Services Law § 408; 23 NYCRR § 200.15, § 504.3, § 500.17; 3 NYCRR § 417.2
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Mildernde Umstände
Als mildernd wertete das NYDFS die Kooperation während der Untersuchung, die Bereitschaft zu einer Vereinbarung (MOU) mit der Behörde, die Zusammenarbeit mit unabhängigem Berater und Monitor sowie erhebliche Investitionen in die Sanierung des Compliance-Programms.
Veröffentlicht
04.01.2023

Originalbetrag 50.000.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 04.01.2023.

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19.12.2022 ein US-Futures-BrokerFutures-Broker: 6,5 Mio. USD wegen Mängeln bei Geldwäscheprävention und Risikolimits USAInterne Sicherungsmaßnahmenanonymisiert 6,13 Mio. €

Die CFTC verhängte gegen einen Futures-Broker aus Minnesota eine Geldbuße von 6,5 Mio. USD. Von 2017 bis 2020 nahm der Broker von einem Kunden, der ein Ranch-Unternehmen kontrollierte, Nachschusszahlungen von netto mehr als 147 Mio. USD an, ohne die Herkunft der Mittel ausreichend zu prüfen oder eine Verdachtsmeldung abzugeben, und setzte keine zu dessen Finanzkraft passenden Handelslimits durch. Zudem bewahrte das Unternehmen bestimmte Aufzeichnungen über Kommunikation vor Geschäftsabschlüssen nicht auf und legte Unterlagen nicht rechtzeitig vor.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Auffällig hohe Zahlungen eines Kunden verlangen eine Prüfung der Mittelherkunft; ein Geldwäscheprogramm muss auch auf einzelne Konten tatsächlich angewendet werden.

Bezug zu Schulung und Awareness

Mittelherkunft prüfen und Verdachtsmeldungen abgeben

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
Rechtsgebiet
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung · Interne Sicherungsmaßnahmen
Rechtsgrundlage
Section 4g(a) Commodity Exchange Act (7 U.S.C. § 6g(a)); CFTC Regulations 1.11(c)(1), (d), (e)(4), 1.31(b)(4), (d)(3)(ii), 1.73(a)(1), (2), 42.2 und 166.3
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Veröffentlicht
20.12.2022

Originalbetrag 6.500.000 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.12.2022.

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