Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik: 1.828 Fälle aus 37 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

6Fälle aus 1 Jurisdiktion
790.023 €Summe der Geldbeträge
304.230 €Größter Einzelfall: Double J Smallwoods
113.590 €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. Christchurch District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand) 1 Fall 17 % · 181.678 €
  2. Employment Relations Authority (Verfahren des Labour Inspectorate, MBIE) 1 Fall 17 % · 45.501 €
  3. Employment Relations Authority, Wellington (Antrag: Labour Inspector, Ministry of Business, Innovation and Employment) 1 Fall 17 % · 15.350 €
  4. Gisborne District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand) 1 Fall 17 % · 304.230 €
  5. Tauranga District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand) 1 Fall 17 % · 223.678 €
  6. Waitakere District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand) 1 Fall 17 % · 19.586 €

Wofür?

nach Unterthema
  1. Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 4 Fälle 67 % · 729.172 €
  2. Mindestlohn und Schwarzarbeit 2 Fälle 33 % · 60.851 €

Wen?

nach Branche

Alle Branchen

  1. Lebensmittel und Landwirtschaft 2 Fälle 33 % · 60.851 €
  2. Bau und Immobilien 1 Fall 17 % · 19.586 €
  3. Chemie und Pharma 1 Fall 17 % · 223.678 €
  4. Industrie und Maschinenbau 1 Fall 17 % · 304.230 €
  5. Stahl und Metall 1 Fall 17 % · 181.678 €

Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q4 20230–
Q1 20240–
Q2 20240–
Q3 20240–
Q4 20241181.678 €
Q1 20251223.678 €
Q2 20250–
Q3 2025115.350 €
Q4 20250–
Q1 20261304.230 €
Q2 20260–
Q3 2026265.087 €
Q4 20260–

6 Fälle

03.09.2026 SSM Investments LimitedImbissbetreiber SSM Investments: 90.000 NZD Strafe wegen Ausbeutung NeuseelandMindestlohn und Schwarzarbeit 45.501 €

Das Restaurant- und Imbissunternehmen mit Filialen in Auckland und Cromwell zahlte fünf Beschäftigten nicht den Mindestlohn, verweigerte Urlaubs-, Feiertags- und Krankheitsentgelt, zog unzulässig Beträge vom Lohn ab und führte keine korrekten Lohn-, Arbeitszeit- und Urlaubsaufzeichnungen. Nachdem die Employment Relations Authority bereits Nachzahlungen von 147.001 NZD angeordnet hatte, verhängte sie nach Ermittlungen des Labour Inspectorate eine Strafe von 90.000 NZD gegen das Unternehmen. Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Mindestlohn, Urlaubsentgelt und saubere Zeitaufzeichnungen sind Pflicht.

Bezug zu Schulung und Awareness

Mindestlohn, Urlaubsentgelt und zulässige Lohnabzüge

Behörde / Gericht
Employment Relations Authority (Verfahren des Labour Inspectorate, MBIE)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Mindestlohn und Schwarzarbeit
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Mildernde Umstände
Das Unternehmen räumte sein Fehlverhalten ein.
Haftung von Führungskräften
Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
Veröffentlicht
03.09.2026

Originalbetrag 90.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 03.09.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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20.08.2026 Grace Motors Limited (Grace Construction)Grace Construction: 38.500 NZD für Arbeit in der Höhe trotz Verbotsverfügung NeuseelandArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 19.586 €

Auf einer Baustelle für zweigeschossige Wohneinheiten in Kelston (Auckland) arbeiteten Beschäftigte ohne ausreichende Absturzsicherung im Obergeschoss, zudem gab es temporäre Plattformen, teils abgebaute Gerüste und ungesicherte Leitern; WorkSafe untersagte deshalb am 30. August 2024 per Prohibition Notice die Arbeit in der Höhe im zweiten Geschoss. Weil dort am 2. und 4. September 2024 trotzdem weitergearbeitet wurde, verhängte das Waitakere District Court am 20. August 2026 eine Geldstrafe von 38.500 NZD zuzüglich Kosten von 1.099,10 NZD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Eine Prohibition Notice bedeutet sofortigen Arbeitsstopp – die Bauleitung muss ihn aktiv durchsetzen, bis die Gefahr nachweislich behoben ist.

Bezug zu Schulung und Awareness

Absturzsicherung und Befolgen behördlicher Arbeitsverbote

Behörde / Gericht
Waitakere District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Health and Safety at Work Act 2015, s 107(1), (2)(b)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Bau und Immobilien
Haftung von Führungskräften
Die Verbotsverfügung war einem der Direktoren ausgehändigt worden.
Veröffentlicht
04.09.2026

Originalbetrag 38.500 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.08.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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18.03.2026 Double J SmallwoodsSägewerk Double J Smallwoods: 601.250 NZD nach zwei Schwerverletzten NeuseelandArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 304.230 €

In dem Sägewerk in Gisborne schlug im Juni 2024 Holz aus einer unzureichend geschützten Stapelsäge zurück und verletzte einen Arbeiter schwer am Arm; sieben Wochen später wurde ein weiterer Arbeiter zwischen zwei Gabelstaplern eingeklemmt und erlitt Wirbelsäulen- und Beckenbrüche. WorkSafe stellte systematische Mängel bei Maschinenschutz, Risikobewertung, innerbetrieblichem Verkehr, Schulung und Wartung fest; das Unternehmen hatte den ersten Unfall nicht gemeldet und frühere förmliche Aufforderungen zur Behebung nicht umgesetzt. Das Gisborne District Court verhängte am 18. März 2026 eine Geldstrafe von 601.250 NZD und 100.754 NZD Wiedergutmachung.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Behördliche Aufforderungen und erste Unfälle verlangen sofortiges Handeln – wer Vorfälle nicht meldet und Risiken liegen lässt, riskiert weitere Verletzte.

Bezug zu Schulung und Awareness

Maschinenschutz, innerbetrieblicher Verkehr und Meldung von Arbeitsunfällen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Gisborne District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Health and Safety at Work Act 2015, ss 36(1)(a), 48(1), 48(2)(c)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Industrie und Maschinenbau
Veröffentlicht
30.03.2026

Originalbetrag 601.250 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.03.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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09.07.2025 Well Sushi LimitedWell Sushi (Neuseeland): 30.000 NZ$ Strafe wegen Mindestlohn- und Urlaubsverstößen NeuseelandMindestlohn und Schwarzarbeit 15.350 €

Auf Antrag eines Labour Inspector verhängte die Employment Relations Authority gegen die Well Sushi Limited eine an die Staatskasse zu zahlende Strafe von 30.000 NZ$. Das Unternehmen hatte eingeräumt, einem mit Arbeitsvisum beschäftigten Mitarbeiter nicht für alle Stunden den Mindestlohn gezahlt, Urlaubs-, Feiertags- und Krankheitsansprüche falsch abgerechnet und Arbeitszeiten und Löhne nicht vollständig aufgezeichnet zu haben; Rückstände von insgesamt 53.940,03 NZ$ waren nach einer Einigung bereits gezahlt. Gegen die mitbeteiligte Hutt Food Limited wurden wegen Fristablaufs keine Strafen beantragt.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Lückenhafte Zeitaufzeichnungen sind kein Formfehler: Sie ziehen falsche Lohn- und Urlaubsabrechnungen nach sich – gerade bei Beschäftigten mit Arbeitsvisum.

Bezug zu Schulung und Awareness

Arbeitszeiterfassung als Grundlage korrekter Lohn- und Urlaubsabrechnung

Behörde / Gericht
Employment Relations Authority, Wellington (Antrag: Labour Inspector, Ministry of Business, Innovation and Employment)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Mindestlohn und Schwarzarbeit
Rechtsgrundlage
Employment Relations Act 2000 (ss. 130, 135), Minimum Wage Act 1983 (s. 6), Holidays Act 2003 (u. a. ss. 16, 24, 25, 28A, 40, 49, 50, 60, 71, 72, 81)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Einigung ohne Verhandlung, vollständige Nachzahlung, geänderte Abrechnungsprozesse und keine früheren Verstöße; die Behörde senkte die rechnerischen 40.000 NZ$ deshalb auf 30.000 NZ$.

Originalbetrag 30.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 09.07.2025.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink

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18.03.2025 Ballance Agri-Nutrients LimitedBallance Agri-Nutrients: 420.000 NZD nach tödlichem Unfall an einem Förderband NeuseelandArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 223.678 €

Im Düngemittelwerk Mount Maunganui geriet ein Beschäftigter im Juli 2023 beim Reinigen der Förderbandanlage auf ein laufendes Band, wurde unter den Rahmen eines anderen Bandes gezogen und starb. Es fehlten ein wirksames, geschultes und überwachtes Arbeitsverfahren für Reinigung und Wartung sowie wirksame Schutzeinrichtungen und Not-Aus-Schalter. Das Tauranga District Court verhängte am 18. März 2025 eine Geldstrafe von 420.000 NZD (Ausgangspunkt 700.000 NZD, 40 % Abschläge) und ordnete keine Wiedergutmachung an, weil die Familie bereits 287.202,86 NZD erhalten hatte (77.000 NZD direkt vom Unternehmen, 210.202,86 NZD aus einer vom Unternehmen gehaltenen Gruppen-Lebensversicherung).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Reinigung und Wartung an Förderbändern nur an gesicherter Anlage, mit Schutzeinrichtungen, erreichbarem Not-Aus und einem geschulten, kontrollierten Arbeitsverfahren.

Bezug zu Schulung und Awareness

Sichere Reinigung und Wartung an Förderbändern

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Tauranga District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Health and Safety at Work Act 2015, ss 36(1)(a), 48(1), 48(2)(c) ([2025] NZDC 5282)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Chemie und Pharma
Mildernde Umstände
Schuldbekenntnis, Reue, Kooperation und Wiedergutmachung mit Abschlägen von insgesamt 40 %; Zahlungen an die Familie von insgesamt 287.202,86 NZD, davon 77.000 NZD direkt und 210.202,86 NZD aus einer Gruppen-Lebensversicherung des Unternehmens.

Originalbetrag 420.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.03.2025.

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01.11.2024 United Steel LimitedUnited Steel: 330.000 NZD nach tödlichem Einsturz eines Stahlregals NeuseelandArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 181.678 €

Im Stahllager des Unternehmens in Wigram (Christchurch) brach im November 2020 ein mit rund neun Tonnen Stahl beladenes Regal zusammen und tötete einen Lagerarbeiter; die Regale waren weder verstrebt noch am Boden verankert, wurden nicht regelmäßig geprüft und ohne ingenieurtechnische Planung gebaut. Das Christchurch District Court verhängte am 1. November 2024 eine Geldstrafe von 330.000 NZD (Ausgangspunkt 600.000 NZD) und 100.000 NZD Wiedergutmachung für immaterielle Schäden; hinzu kamen Kosten von 17.507,39 NZD.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Lagerregale brauchen fachgerechte Planung, Verankerung, regelmäßige Prüfung und eine überwachte Einweisung in sicheres Beladen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Sichere Lagerregale und Beladungsregeln

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
Christchurch District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Health and Safety at Work Act 2015, ss 36(1)(a), 48(1), 48(2)(c)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Stahl und Metall
Wiederholungsfall
nein
Mildernde Umstände
Abschläge für Kooperation (5 %), Reue samt bereits geleisteter Zahlungen an die Familie (10 %), Bereitschaft zur Wiedergutmachung (10 %), Schuldbekenntnis (15 %) und keine Vorstrafen in 43 Jahren Geschäftstätigkeit (5 %).
Veröffentlicht
11.11.2024

Originalbetrag 330.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 01.11.2024.

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