Compliance-Radar

Wer wurde wofür sanktioniert?

Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa und Nordamerika: 718 Fälle aus 32 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.

8Fälle aus 1 Jurisdiktion
2,39 Mio. €Summe der Geldbeträge
425.293 €Größter Einzelfall: Jindal Tubular USA LLC
309.360 €Median je Fall mit Betrag

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Wo?

nach Behörde
  1. U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA) 2,39 Mio. € 100 % · 8 Fälle

Wofür?

nach Unterthema
  1. Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 2,39 Mio. € 100 % · 8 Fälle

Wen?

nach Branche

Alle Branchen

  1. Stahl und Metall 748.088 € 31 % · 2 Fälle
  2. Lebensmittel und Landwirtschaft 675.875 € 28 % · 2 Fälle
  3. Bau und Immobilien 575.801 € 24 % · 2 Fälle
  4. Handel und E-Commerce 231.790 € 10 % · 1 Fall
  5. Chemie und Pharma 157.452 € 7 % · 1 Fall

Wann?

je Quartal, nach Entscheidungsdatum
Verlauf
ZeitraumFälleSumme
Q3 20230—
Q4 20230—
Q1 20241322.795 €
Q2 20240—
Q3 20240—
Q4 202431,06 Mio. €
Q1 20251157.452 €
Q2 20250—
Q3 20250—
Q4 20250—
Q1 20260—
Q2 20260—
Q3 20263850.510 €

8 Fälle

20.08.2026 IPMF LLC (NaturPak)NaturPak: 364.100 $ vorgeschlagen nach drei Toten durch aufspringende Kesseldeckel USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 311.703 €

Im Lebensmittelwerk in Janesville (Wisconsin) öffneten sich im Februar und März 2026 unter Druck stehende Industriekessel-Deckel und verbrühten Beschäftigte mit Dampf und heißer Flüssigkeit; drei Menschen starben. OSHA schlug für beide Inspektionen zusammen 364.100 $ vor, u. a. mit Wiederholungsverstößen bei Absturzsicherung und Lockout/Tagout.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Nach einem schweren Unfall muss die technische Ursache sofort beseitigt werden – sonst droht wie hier ein zweiter gleichartiger Vorfall.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Occupational Safety and Health Act of 1970; 29 CFR 1910 (u. a. Lockout/Tagout, Absturzsicherung, persönliche Schutzausrüstung)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
20.08.2026

Originalbetrag 364.100 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.08.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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23.07.2026 Orchids Builders LLCDachdecker in Florida: 349.754 $ wegen wiederholt fehlender Absturzsicherung USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 307.017 €

OSHA stellte am 21.01. und 10.03.2026 auf zwei Wohnbaustellen in Rockledge fest, dass Beschäftigte des Dachdeckerbetriebs ohne Absturzsicherung auf Dächern arbeiteten; Schulungsnachweise, Augenschutz beim Nagler und ausreichend über die Dachkante reichende Leitern fehlten. Das Unternehmen war seit 2023 siebenmal inspiziert worden, jeweils mit Absturz-Verstößen. Vorgeschlagen: 349.754 $ (2 vorsätzliche, 4 wiederholte Verstöße).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Wer nach früheren Inspektionen dieselben Absturzmängel wieder zulässt, riskiert die Einstufung als wiederholter oder vorsätzlicher Verstoß mit deutlich höheren Strafen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Absturzsicherung bei Dacharbeiten

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1926 Subpart M (Fall Protection), Subpart X (Ladders)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Bau und Immobilien
Verschulden
vorsätzlich
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
23.07.2026

Originalbetrag 349.754 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 23.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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15.07.2026 FleetPride Inc.FleetPride: 264.380 $ nach Erstickungstod bei Inspektion eines Tankaufliegers USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 231.790 €

Am Standort Corpus Christi (Texas) des Lkw-Teilehändlers erstickte ein Beschäftigter bei der Inspektion eines Tankaufliegers. OSHA fand kein Programm für enge Räume, Mängel beim Atemschutzprogramm und elektrische Gefahren und schlug 264.380 $ vor (16 schwerwiegende, 3 weitere Verstöße).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Tanks und Behälter sind enge Räume mit Erstickungsgefahr – ohne Freigabe, Freimessung und Sicherungsposten darf niemand einsteigen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Arbeiten in engen Räumen und Behältern

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1910.146 (Permit-required confined spaces); 29 CFR 1910.134 (Respiratory protection)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Handel und E-Commerce
Veröffentlicht
15.07.2026

Originalbetrag 264.380 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 15.07.2026.

Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink

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14.01.2025 AFCO (Tochtergesellschaft der Zep Inc.)Zep-Tochter AFCO: 161.310 $ vorgeschlagen nach Stickstoffdioxid-Freisetzung USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 157.452 €

Im Juli 2024 wurde im Werk der Zep-Tochter AFCO in Chambersburg (Pennsylvania) bei der Chemikalienverarbeitung Stickstoffdioxid oberhalb des Grenzwerts freigesetzt; zwölf Beschäftigte wurden im Krankenhaus untersucht, zwei stationär behandelt. OSHA bemängelte fehlenden Notfallplan, mangelhaftes Atemschutz- und Gefahrstoffprogramm sowie verspätete Evakuierung und schlug 161.310 $ vor (u. a. ein Wiederholungsverstoß).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein geübter Notfall- und Evakuierungsplan entscheidet bei Chemikalienfreisetzungen darüber, wie viele Beschäftigte zu Schaden kommen.

Bezug zu Schulung und Awareness

Verhalten bei Gasfreisetzung und Evakuierung

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1910.120, 1910.134, 1910.1200
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Chemie und Pharma
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
14.01.2025

Originalbetrag 161.310 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.01.2025.

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22.11.2024 Jindal Tubular USA LLCRohrwerk Jindal Tubular: Vergleich über 442.815 $ nach tödlichem Rohrabsturz USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 425.293 €

Im Januar 2024 stürzten im Werk in Bay Saint Louis (Mississippi) unsicher gestapelte, rund 900 kg schwere Stahlrohre ab; ein 25-Jähriger starb, ein 20-Jähriger verlor beide Beine. Im Vergleich mit OSHA zahlt der Hersteller großer Stahlrohre 442.815 $ und muss externe Sicherheitsberater, monatliche Audits, Sicherheitsfachkräfte je Schicht und drei Jahre Unfallberichte umsetzen; in fünf Jahren gab es 46 OSHA-Beanstandungen.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Lagerung schwerer Stahlprodukte braucht verbindliche Stapelregeln und Sperrzonen – und wiederholte Beanstandungen führen zu weitreichenden Auflagen.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
Occupational Safety and Health Act of 1970; 29 CFR 1910 (Maschinenschutz, Absturzsicherung, brennbarer Staub u. a.)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
rechtskräftig
Branche
Stahl und Metall
Beschäftigte
250 bis 999
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
22.11.2024

Originalbetrag 442.815 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.11.2024.

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19.11.2024 Valenti's Bakery LLCBäckerei in New Jersey: 385.221 $, weil Mängel nach Fingeramputation blieben USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 364.172 €

Nach einer Teilamputation zweier Finger an einer automatischen Klinge hatte OSHA die Bäckerei in Paterson im Juni 2023 inspiziert; bei der Nachkontrolle im Mai 2024 fehlten weiterhin Lockout/Tagout-Verfahren, zudem waren Fluchtwege verstellt und Absturzkanten ungesichert. Vorgeschlagen: 385.221 $ (u. a. Nichtbeseitigung, 2 vorsätzliche, 1 wiederholter Verstoß).

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Nachkontrollen sind die Regel – wer beanstandete Mängel nicht abstellt, muss mit zusätzlichen Strafen wegen Nichtbeseitigung rechnen.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1910.147 (Lockout/Tagout), 1910.37 (Fluchtwege), 1910.212 (Maschinenschutz)
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Lebensmittel und Landwirtschaft
Verschulden
vorsätzlich
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
19.11.2024

Originalbetrag 385.221 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.11.2024.

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06.11.2024 595 Construction LLCRohbaufirma aus Illinois: 287.465 $ für wiederholt ungesicherte Arbeiten in der Höhe USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 268.784 €

Inspektoren sahen im Mai 2024 dreimal binnen eines Monats Zimmerleute des Unternehmens aus Crystal Lake bei Wohnbauten in Elburn über 6 Fuß Höhe ohne Absturzsicherung arbeiten; es fehlten auch Schulungsnachweise und Staplerscheine, Anschlagmittel waren beschädigt. Das Unternehmen war bereits 2022 und 2023 beanstandet worden. Vorgeschlagen: 287.465 $.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Schulungsnachweise sind Pflicht, aber erst die tägliche Kontrolle auf der Baustelle verhindert Abstürze.

Bezug zu Schulung und Awareness

Absturzsicherung und Gefahrenerkennung auf Baustellen

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1926 Subpart M (Fall Protection) u. a.
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
unbekannt
Branche
Bau und Immobilien
Verschulden
vorsätzlich
Wiederholungsfall
ja
Veröffentlicht
06.11.2024

Originalbetrag 287.465 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.11.2024.

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20.02.2024 Kenric Steel LLCStahlbauer Kenric Steel: 348.683 $ – Mängel trotz Warnung des eigenen Beraters USAArbeitssicherheit und Arbeitsunfälle 322.795 €

Nach einer Beschwerde fand OSHA beim familiengeführten Stahlbaubetrieb in Millville (New Jersey) u. a. fehlende arbeitsmedizinische Untersuchungen für Atemschutzträger, ungeprüfte Brückenkrane, falsch eingesetzte Schweißschutzwände und fehlende Chemikalienunterweisung – obwohl ein Sicherheitsberater die Mängel Monate zuvor benannt hatte. Vorgeschlagen: 348.683 $ (4 vorsätzliche, 7 schwerwiegende Verstöße); das Unternehmen legte Widerspruch ein.

Was Unternehmen daraus mitnehmen

Ein Beraterbericht mit bekannten Mängeln, der nicht abgearbeitet wird, belegt später Vorsatz.

Bezug zu Schulung und Awareness

Gefahrstoff-Unterweisung neuer Beschäftigter

Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.

Behörde / Gericht
U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
Rechtsgebiet
Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
Rechtsgrundlage
29 CFR 1910.134, 1910.179, 1910.1200 u. a.
Maßnahme
Bußgeld
Verfahrensstand
angefochten
Branche
Stahl und Metall
Verschulden
vorsätzlich
Veröffentlicht
20.02.2024

Originalbetrag 348.683 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 20.02.2024.

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