Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
Wofür?
nach UnterthemaWen?
nach Unternehmen- Esso Petroleum Company Limited 1,16 Mio. € 43 % · 1 Fall
- Shell UK Limited 637.233 € 24 % · 1 Fall
- Bio Dynamic (UK) Limited 365.964 € 14 % · 1 Fall
- China Power International Development Limited, Towngas - China Power (HK) Integrated Energy Company Limited, A. Kourage Limited u. a. (4 Unternehmen) 348.309 € 13 % · 1 Fall
- Hydro One Networks Inc. 168.543 € 6 % · 1 Fall
- Anonymisierte Unternehmen 27.000 € 1 % · 1 Fall
- Equinor – 0 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2023 | 1 | 27.000 € |
| 2024 | 2 | 534.507 € |
| 2025 | 2 | 637.233 € |
| 2026 | 2 | 1,51 Mio. € |
7 Fälle
17.09.2026 China Power International Development Limited, Towngas - China Power (HK) Integrated Energy Company Limited, A. Kourage Limited u. a. (4 Unternehmen)Tödlicher Stromschlag im Science Park: vier Unternehmen zahlen 3.137.250 HKD 348.309 €
Das Shatin Magistrates' Court verhängte am 17.09.2026 auf Anklagen des Labour Department Geldstrafen gegen vier Unternehmen wegen Verstößen gegen die Factories and Industrial Undertakings Regulations, die Factories and Industrial Undertakings (Electricity) Regulations und die Construction Sites (Safety) Regulations. Anlass war ein tödlicher Unfall am 10.09.2023 im Hong Kong Science Park, bei dem ein Arbeiter bei Elektroarbeiten einen Stromschlag erlitt. China Power International Development Limited und Towngas - China Power (HK) Integrated Energy Company Limited zahlen je 908.000 HKD, A. Kourage Limited 904.250 HKD und Skynet Engineering Company Limited 417.000 HKD, zusammen 3.137.250 HKD.
Bei Elektroarbeiten können mehrere beteiligte Unternehmen zugleich strafrechtlich haften – die Arbeitssicherheit muss zwischen allen Beteiligten abgestimmt sein.
Elektrosicherheit bei Installations- und Bauarbeiten
- Behörde / Gericht
- Shatin Magistrates' Courts, Hongkong (Anklage: Labour Department)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Factories and Industrial Undertakings Regulations; Factories and Industrial Undertakings (Electricity) Regulations; Construction Sites (Safety) Regulations
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 17.09.2026
Originalbetrag 3.137.250 HKD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 17.09.2026.
- HKSAR Government (Labour Department): Contractors fined for violation of safety legislation (17.09.2026) Pressemitteilung einer Behörde
- Labour Department: Press Releases (Liste) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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12.06.2026 Esso Petroleum Company LimitedEsso: 1 Mio. GBP Strafe nach Flüssiggasaustritt in der Raffinerie Fawley 1,16 Mio. €
Esso wurde zu 1 Mio. GBP Geldstrafe und 12.277 GBP Kosten verurteilt. Am 8. November 2022 stürzte in der Raffinerie Fawley ein korrodierter Stahlturm teilweise ein, beschädigte Rohrleitungen und setzte über 33 Stunden rund 2.400 kg Flüssiggas frei; Beschäftigte waren der Gefahr herabfallender Teile und möglicher Brandverletzungen ausgesetzt. Die Korrosion war nach den Ermittlungen der Health and Safety Executive seit 2010 bekannt, ohne dass angemessen gehandelt wurde.
Bekannte Korrosionsbefunde an tragenden Strukturen müssen zeitnah bewertet und behoben werden, bevor sie zu einem Störfall führen.
Anlagenintegrität und Umgang mit bekannten Korrosionsbefunden
- Behörde / Gericht
- Southampton Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Section 3(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis; keine Verletzten.
- Veröffentlicht
- 15.06.2026
Originalbetrag 1.000.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 12.06.2026.
- HSE: Esso fined £1 million after major gas leak at Fawley refinery (15.06.2026) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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25.11.2025 Shell UK LimitedShell UK: 560.000 GBP Strafe nach Kohlenwasserstoffaustritt auf Brent Charlie 637.233 €
Shell UK bekannte sich in zwei Anklagepunkten nach den Offshore-Brandschutzvorschriften (PFEER 1995) schuldig und wurde zu 560.000 GBP verurteilt. Am 19. Mai 2017 traten auf der Plattform Brent Charlie aus einer korrodierten, ursprünglich nur vorübergehend eingebauten Leitung rund 200 kg Gas und 1.550 kg Rohöl in ein Betonbein aus; auch die Lüftungsanlagen waren unzureichend gewartet. Über 170 Personen an Bord waren einer möglichen Brand- und Explosionsgefahr ausgesetzt.
Provisorische Einbauten brauchen ein festes Rückbaudatum und bis dahin ein eigenes Prüfregime.
Management of Change bei provisorischen Leitungen
- Behörde / Gericht
- Aberdeen Sheriff Court (Ermittlung: Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Offshore Installations (Prevention of Fire and Explosion, and Emergency Response) Regulations 1995 (PFEER), zwei Anklagepunkte
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis; das Gericht setzte die Strafe nach Berücksichtigung mildernder Umstände fest.
- Veröffentlicht
- 28.11.2025
Originalbetrag 560.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.11.2025.
- HSE: Shell UK fined £560,000 following major hydrocarbon release (28.11.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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20.06.2025 EquinorEquinor: Havtil-Anordnung nach Gesundheitssymptomen bei Arbeiten in Hammerfest LNG Anordnung
Havindustritilsynet (Havtil) ordnete gegenüber Equinor an, vor der Wiederaufnahme von Arbeiten im Bereich L201 der Anlage Hammerfest LNG deren volle Vertretbarkeit sicherzustellen und zu dokumentieren, einschließlich fachlicher Analysen der Expositionsbedingungen am Arbeitsplatz. Anlass waren drei Vorfälle zwischen Juni 2024 und Juni 2025 im Projekt Snøhvit Future, nach denen Beschäftigte Symptome zeigten – nach dem ersten suchten 17 Personen die Notfallambulanz auf; Equinors eigene Kriterien für die Wiederaufnahme hielt die Behörde für unzureichend.
Nach wiederholten gesundheitlichen Vorfällen sollte die Arbeit erst wieder aufgenommen werden, wenn die Expositionsbedingungen fachlich analysiert sind und die Ergebnisse auch von den beteiligten Auftragnehmern umgesetzt werden.
Exposition am Arbeitsplatz und sichere Wiederaufnahme von Arbeiten
- Behörde / Gericht
- Havindustritilsynet (Havtil)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- § 69 i. V. m. § 10 rammeforskriften; §§ 11, 16 und 18 styringsforskriften
- Maßnahme
- Anordnung
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 20.06.2025
- Havtil: Pålegg til Equinor – Hammerfest LNG – sikre og dokumentere forsvarlighet før gjenopptakelse av arbeid (20.06.2025) Pressemitteilung einer Behörde
- Havtil: Order to Equinor – Hammerfest LNG – ensure and document prudence of activities before resumption of work (25.06.2025) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Direktlink
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22.11.2024 Bio Dynamic (UK) LimitedBiogasanlage: Tank explodiert beim Flexen – 304.500 £ nach gemeinsamer HSE/EA-Anklage 365.964 €
Zwei Beschäftigte schnitten 2017 ohne Absturzsicherung auf einem elf Meter hohen Slurry-Tank Rohre mit einem Trennschleifer; Funken entzündeten Gase, der Tank explodierte, beide wurden schwer verletzt, einem wurde ein Bein amputiert. Es fehlten sichere Tankauslegung, Gefährdungsbeurteilungen, Freigabeverfahren, Schulung und Aufsicht, zudem verstieß der Betrieb gegen seine Umweltgenehmigung; Geldstrafen von insgesamt 304.500 £ plus 229.988 £ Kosten. Die Gesellschaft ist ein Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten.
Heißarbeiten an Anlagen mit brennbaren Gasen gehören nur mit Erlaubnisschein, Freimessung und Absturzsicherung erledigt – eine formal vorhandene Genehmigung schützt nicht vor der Haftung.
Heißarbeiten und Erlaubnisscheinverfahren in explosionsgefährdeten Bereichen
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Nottingham Crown Court (Anklage: Environment Agency und Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Section 2(1) und 3(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974; Regulation 38(2) Environmental Permitting Regulations 2016; Section 33(1)(c) Environmental Protection Act 1990
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Beschäftigte
- Unter 50
- Veröffentlicht
- 28.11.2024
Originalbetrag 304.500 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 22.11.2024.
- Company fined after an explosion seriously injured two employees (Environment Agency) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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19.11.2024 Hydro One Networks Inc.Hydro One: 250.000 CA$ nach Kontakt mit spannungsführender Leitung 168.543 €
Beim Montieren von Kupferleitungen an einer freigeschalteten 44-kV-Leitung berührte ein Leiterstück die darunter verlaufende, nicht abgedeckte 4,8-kV-Leitung; ein Arbeiter wurde schwer verletzt. Der Netzbetreiber hatte die Sicherheitsregeln für Arbeiten nahe spannungsführender Anlagen nicht eingehalten. Geldstrafe 250.000 CA$ (19.11.2024).
Freischalten allein reicht nicht; benachbarte, weiter spannungsführende Leitungen müssen abgedeckt werden.
Abdecken benachbarter spannungsführender Teile
- Behörde / Gericht
- Provincial Offences Court Goderich (Ermittlung: Ontario Ministry of Labour, Immigration, Training and Skills Development)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Sections 181, 183 O. Reg. 213/91 (Construction Projects) i. V. m. s. 132 Electrical Utility Safety Rules; ss. 27(1)(a), 25(1)(c) Occupational Health and Safety Act (Ontario)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Energie und Versorgung
- Mildernde Umstände
- Schuldeingeständnis.
- Haftung von Führungskräften
- Maßnahmen gegen einzelne Personen werden hier nicht wiedergegeben.
- Veröffentlicht
- 15.01.2025
Originalbetrag 250.000 CAD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 19.11.2024.
- Ontario Newsroom, Court Bulletin zu Hydro One Networks Inc. (Entscheidung 2024) Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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13.10.2023 ein niederländisches Offshore-BauunternehmenNiederlande: 27.000 € Bußgeld gegen ein Offshore-Bauunternehmen, Projektcrew arbeitete bis zu 27 Tage am Stück 27.000 €
Der niederländische Minister für Soziales und Beschäftigung verhängte gegen ein niederländisches Unternehmen, das unter anderem Offshore-Windparks baut und wartet, ein Bußgeld von 27.000 €: Nach Feststellungen der Bergbauaufsicht Staatstoezicht op de Mijnen hatten zwölf Beschäftigte einer Projektcrew beim Bau eines Windparks auf See zwischen dem 23. November und dem 20. Dezember 2022 an mehr als 14 aufeinanderfolgenden Tagen gearbeitet, elf davon 20 Tage und einer 27 Tage am Stück. Das Unternehmen berief sich vergeblich darauf, für die überwiegend auf einem Kranschiff tätige Crew gälten die Arbeitszeitregeln für Seeleute; das zuständige Gericht wies seine Klage am 20. November 2025 ab.
Bei Offshore-Einsätzen entscheidet die Art der Arbeit über das anwendbare Arbeitszeitrecht: Wer für einen Windpark arbeitet, unterliegt den strengeren Offshore-Regeln, auch wenn die Crew überwiegend an Bord eines Schiffes tätig ist.
Höchstzahl aufeinanderfolgender Arbeitstage bei Offshore-Einsätzen
- Behörde / Gericht
- Minister van Sociale Zaken en Werkgelegenheid (Bußgeld; Aufsicht: Staatstoezicht op de Mijnen); bestätigt durch Rechtbank Rotterdam
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitszeit
- Rechtsgrundlage
- Arbeidstijdenwet; Art. 5.14:2 Abs. 3 i. V. m. Art. 5.17:2 Arbeidstijdenbesluit (Arbeit auf, von oder für einen Windpark auf See)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Energie und Versorgung
- Veröffentlicht
- 01.12.2025
- Rechtspraak, Entscheidungsdatenbank (Suche) (Entscheidung 2023) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 02.10.2026 · Unternehmensname anonymisiert seit 13.10.2025 · Direktlink