Compliance-Radar
Wer wurde wofür sanktioniert?
Bußgelder, Urteile und Vorfälle aus Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Naher Osten und Afrika: 2.207 Fälle aus 44 Jurisdiktionen, jeder mit amtlicher Quelle und vor der Veröffentlichung gegen diese Quelle geprüft. Filtern Sie nach Land, Rechtsgebiet und Branche. Ein Klick auf ein Diagramm geht eine Ebene tiefer.
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Wo?
nach RegionAlle Jurisdiktionen
Wofür?
nach UnterthemaWen?
nach Unternehmen- Industrial Chemicals Limited 4,37 Mio. € 76 % · 1 Fall
- Syngenta Ltd 460.564 € 8 % · 1 Fall
- ExxonMobil Chemical Limited 312.098 € 5 % · 1 Fall
- Futamura Chemical UK Ltd 230.867 € 4 % · 1 Fall
- Ballance Agri-Nutrients Limited 223.678 € 4 % · 1 Fall
- AFCO (Tochtergesellschaft der Zep Inc.) 157.452 € 3 % · 1 Fall
Wann?
je Jahr, nach Entscheidungsdatum| Zeitraum | Fälle | Summe |
|---|---|---|
| 2025 | 2 | 381.130 € |
| 2026 | 4 | 5,37 Mio. € |
6 Fälle
25.08.2026 ExxonMobil Chemical LimitedExxonMobil Chemical: 267.000 GBP für fünf Kohlenwasserstoff-Lecks im Ethylenwerk Fife 312.098 €
Zwischen Februar 2018 und September 2019 traten im Störfallbetrieb (COMAH Upper Tier) Mossmorran fünf Lecks hochentzündlicher Kohlenwasserstoffe auf, alle verursacht durch Korrosion unter Isolierung; bei einem Leck entwichen rund 82 Tonnen. Bei einer Routinekontrolle im Mai 2019 rochen HSE-Inspektoren austretendes Gas – das Unternehmen kannte dieses Leck seit rund vier Monaten und hatte ohne zusätzliche Vorkehrungen weiterproduziert. Die Inspektionsregelungen für isolierte Rohrleitungen waren unzureichend; Strafe 267.000 GBP.
Wiederkehrende Schadensbilder müssen das Prüfkonzept ändern – Sichtprüfungen vom Boden reichen bei isolierten Leitungen nicht.
- Behörde / Gericht
- Health and Safety Executive (Kirkcaldy Sheriff Court)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998, reg. 6(2); Health and Safety at Work etc. Act 1974, s. 33(1)(c)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 26.08.2026
Originalbetrag 267.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 25.08.2026.
- Six-figure fine for ExxonMobil after five leaks of extremely flammable hydrocarbons at Fife chemical plant Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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21.04.2026 Industrial Chemicals LimitedIndustrial Chemicals: 3,8 Mio. GBP nach Verätzungen mit Natronlauge – ein Bein amputiert 4,37 Mio. €
2019 trat ein Beschäftigter in eine Pfütze Natronlauge; seine Sicherheitsschuhe schützten nicht, das Bein musste unterhalb des Knies amputiert werden. 2022 erlitt ein weiterer Arbeiter beim manuellen Umfüllen Verätzungen. HSE fand undichte Leitungen und Ventile, fehlende Wartung, keine Gefährdungsbeurteilung für das Umfüllen und ungeprüfte Schutzschuhe; Strafe 3,8 Mio. GBP plus 124.748 GBP Kosten. Laut beim britischen Unternehmensregister hinterlegtem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 hatte das Unternehmen rund 469 Beschäftigte.
Gefahrstoffleckagen sind kein Normalzustand – Instandhaltung, Verschüttungsmanagement und geprüfte Schutzausrüstung gehören zusammen.
Umgang mit ätzenden Gefahrstoffen und PSA
- Behörde / Gericht
- Health and Safety Executive (Southwark Crown Court)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Control of Substances Hazardous to Health Regulations 2002, reg. 7(1)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 250 bis 999
- Veröffentlicht
- 24.04.2026
Originalbetrag 3.800.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 21.04.2026.
- Chemical company fined £3.8 million after investigation into serious chemical burns suffered by two employees Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Industrial Chemicals Limited (03886037) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 3 · Direktlink
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28.01.2026 Syngenta LtdSyngenta: 400.000 GBP nach unkontrolliertem Hochdruck-Dampfaustritt bei Wartungsarbeiten 460.564 €
Beim Abtrennen von Flanschschrauben an einem Kondensatableiter versagte im November 2023 ein korrodiertes Absperrventil, und Hochdruckdampf trat aus; der Fremdfirmen-Monteur entkam knapp schweren Verletzungen. Der Agrochemiekonzern hatte Arbeitsmittel nicht instand gehalten und die Gefährdung trotz bekannter Korrosion nicht beurteilt (nur Einfach- statt Doppelabsperrung). Strafe 400.000 GBP plus 8.288 GBP Kosten.
Bekannte Korrosion verlangt sicherere Freischaltverfahren – Routinetätigkeiten dürfen Risiken nicht verdecken.
Freischalten und Absperren bei Instandhaltung
- Behörde / Gericht
- Health and Safety Executive (Leeds Magistrates' Court)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998, reg. 5(1); Management of Health and Safety at Work Regulations 1999, reg. 3(1)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 10.000 und mehr
- Veröffentlicht
- 28.01.2026
Originalbetrag 400.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 28.01.2026.
- Major chemical firm hit with £400,000 fine after dangerous steam release Pressemitteilung einer Behörde
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink
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06.01.2026 Futamura Chemical UK LtdSchwefelwasserstoff im Abwassersystem: Folienhersteller zahlt 200.000 £ nach Todesfall 230.867 €
Im Werk Wigton brach ein Beschäftigter 2021 in einem Pumpenraum nach Gaseinwirkung zusammen und starb; ein Lieferfahrer, der helfen wollte, verlor ebenfalls das Bewusstsein. Laut Untersuchung hatte der Zellglasfolien-Hersteller nicht beurteilt, dass Schwefelwasserstoff aus dem Produktionsprozess ins Entwässerungssystem gelangen und dort austreten konnte; Geldstrafe 200.000 £ plus 20.000 £ Kosten. Laut Jahresabschluss 2025 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 283 Beschäftigte.
Gefährdungsbeurteilungen für Gefahrstoffe müssen alle Ausbreitungswege erfassen – auch Abwasser- und Entwässerungssysteme.
- Behörde / Gericht
- Warrington Magistrates' Court (Anklage: Health and Safety Executive)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Section 2(1) und 3(1) Health and Safety at Work etc. Act 1974
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Beschäftigte
- 250 bis 999
- Veröffentlicht
- 08.01.2026
Originalbetrag 200.000 GBP, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 06.01.2026.
- Cellulose film packaging company fined after workers exposed to harmful gas (HSE) Pressemitteilung einer Behörde
- Companies House: Registereintrag Futamura Chemical UK Limited (10042418) Amtliches Register oder Bekanntmachung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 28.09.2026 · Fassung 2 · Direktlink
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18.03.2025 Ballance Agri-Nutrients LimitedBallance Agri-Nutrients: 420.000 NZD nach tödlichem Unfall an einem Förderband 223.678 €
Im Düngemittelwerk Mount Maunganui geriet ein Beschäftigter im Juli 2023 beim Reinigen der Förderbandanlage auf ein laufendes Band, wurde unter den Rahmen eines anderen Bandes gezogen und starb. Es fehlten ein wirksames, geschultes und überwachtes Arbeitsverfahren für Reinigung und Wartung sowie wirksame Schutzeinrichtungen und Not-Aus-Schalter. Das Tauranga District Court verhängte am 18. März 2025 eine Geldstrafe von 420.000 NZD (Ausgangspunkt 700.000 NZD, 40 % Abschläge) und ordnete keine Wiedergutmachung an, weil die Familie bereits 287.202,86 NZD erhalten hatte (77.000 NZD direkt vom Unternehmen, 210.202,86 NZD aus einer vom Unternehmen gehaltenen Gruppen-Lebensversicherung).
Reinigung und Wartung an Förderbändern nur an gesicherter Anlage, mit Schutzeinrichtungen, erreichbarem Not-Aus und einem geschulten, kontrollierten Arbeitsverfahren.
Sichere Reinigung und Wartung an Förderbändern
Fehlende oder unzureichende Schulung spielte in der Entscheidung eine Rolle.
- Behörde / Gericht
- Tauranga District Court (Anklage: WorkSafe New Zealand)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- Health and Safety at Work Act 2015, ss 36(1)(a), 48(1), 48(2)(c) ([2025] NZDC 5282)
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- rechtskräftig
- Branche
- Chemie und Pharma
- Mildernde Umstände
- Schuldbekenntnis, Reue, Kooperation und Wiedergutmachung mit Abschlägen von insgesamt 40 %; Zahlungen an die Familie von insgesamt 287.202,86 NZD, davon 77.000 NZD direkt und 210.202,86 NZD aus einer Gruppen-Lebensversicherung des Unternehmens.
Originalbetrag 420.000 NZD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 18.03.2025.
- WorkSafe New Zealand, Court summaries: Ballance Agri-Nutrients Limited Durchsetzungsdatenbank einer Behörde
- WorkSafe New Zealand v Ballance Agri-Nutrients Limited [2025] NZDC 5282, Reserved decision (18.03.2025) Gerichtsentscheidung
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 03.10.2026 · Direktlink
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14.01.2025 AFCO (Tochtergesellschaft der Zep Inc.)Zep-Tochter AFCO: 161.310 $ vorgeschlagen nach Stickstoffdioxid-Freisetzung 157.452 €
Im Juli 2024 wurde im Werk der Zep-Tochter AFCO in Chambersburg (Pennsylvania) bei der Chemikalienverarbeitung Stickstoffdioxid oberhalb des Grenzwerts freigesetzt; zwölf Beschäftigte wurden im Krankenhaus untersucht, zwei stationär behandelt. OSHA bemängelte fehlenden Notfallplan, mangelhaftes Atemschutz- und Gefahrstoffprogramm sowie verspätete Evakuierung und schlug 161.310 $ vor (u. a. ein Wiederholungsverstoß).
Ein geübter Notfall- und Evakuierungsplan entscheidet bei Chemikalienfreisetzungen darüber, wie viele Beschäftigte zu Schaden kommen.
Verhalten bei Gasfreisetzung und Evakuierung
- Behörde / Gericht
- U.S. Department of Labor – Occupational Safety and Health Administration (OSHA)
- Rechtsgebiet
- Arbeitsschutz und Arbeitsrecht · Arbeitssicherheit und Arbeitsunfälle
- Rechtsgrundlage
- 29 CFR 1910.120, 1910.134, 1910.1200
- Maßnahme
- Bußgeld
- Verfahrensstand
- unbekannt
- Branche
- Chemie und Pharma
- Wiederholungsfall
- ja
- Veröffentlicht
- 14.01.2025
Originalbetrag 161.310 USD, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 14.01.2025.
Gegen die amtliche Quelle geprüft am 25.09.2026 · Direktlink